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Die syrisch-orthodoxe Mutter-Gottes-Kirche in Diyarbakir g eplündert / The Syrian orthodox Church in Diyarbakir plu ndered

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  • Gabriel Rabo
    Shlomo, Dear all I want to inform you that the syrian orthodox Mother of God church in Diyrbakir/Turkey was plundered. For more information please see the
    Nachricht 1 von 1 , 11. Jan. 2003

      Shlomo, Dear all

      I want to inform you that the syrian orthodox Mother of God church in Diyrbakir/Turkey was plundered. For more information please see the fallows SOLNews. For translation of the German text into English please use the Internet translator: http://babelfish.altavista.com/

      Regards

      Gabriel Rabo


      Die syrisch-orthodoxe Mutter-Gottes-Kirche in Diyarbakir geplündert

      SOLNews – Diyarbakir (09.01.03). In der Nacht vom 6. auf 7. Januar 2003 wurde in die syrisch-orthodoxen Mutter-Gottes-Kirche in Diyarbakir von bislang unbekannten Moslems eingebrochen und dabei sind große Schäden angerichtet worden. Nach Informationen durch den in der selben Kirche wohnenden Syrischlehrer Saliba Açış gegenüber Suryoyo Online (www.suryoyo-online.org) entwendeten die Plünderer wertvolle liturgischen Gegenstände: darunter das im Altarraum abgestellte große handgeschriebene Evangeliar mit silbernem Deckel aus dem 18. Jh., drei silberne Kreuze aus dem 17. Jh. und eine sehr alte Mutter-Gottes Ikone, die über dem Grab des im Jahre 1171 verstorbenen berühmten syrischen Theologen und Metropoliten Dionysios Bar Salibi stand, sowie die zwei seltene aus Seide gefertigte vergoldete liturgische Velen über den Kelch und die Patene ebenfalls aus dem 18. Jh. Weitere Heiligengemälde – sowie Saliba Açış – wurden auf den Boden geworfen und missachtet. Die Räuber drangen in die Kirche ein, nachdem sie über den Außenmauern der Kirche geklettert waren und dann ein Kirchenfester mit Stahlgittern eingesägt hatten. Gemerkt wurde die Tat erst am frühen Morgen, als der Priester Yusuf Akbulut den Morgengottesdienst feiern wollte. Die Behörden wurden sofort eingeschaltet.

      Die kleine syrischen Gemeinde von Diyarbakir und der Metropolit vom Tur Abdin Timotheos Samuel Aktaş aus dem Kloster Mor Gabriel waren fassungslos, als sie von der Plünderung der Kirche hörten. Sie machten wieder Gedanken über ihre unsicheren Zukunft in einer heute stark islamisierten Umgebung. Bereits im Jahre 2001 gab es in der syrischen Gemeinde in Diyarbakir wieder ein politisches Erschrecken, als der dortige Priester Yusuf Akbulut vor ein türkischen Gericht gestellt wurde. Der Priester sprach von einem Völkermord im Jahre 1915 an den Aramäern in der Türkei. Die Journalisten der türkischen Zeitung Hürriyet zeichneten sein Gespräch auf einem geheimen Tonband auf und dann bezeichneten ihn in ihrer Zeitung als „Verräter unter uns“. Somit verhetzten sie die türkischen Bevölkerung auf die wenigen Syrern in der Türkei. Nach mehreren Verhandlungen wurde der Priester allerdings unter großer Aufmerksamkeit der ausländischen Politiker und Menschenrechtler freigesprochen. Weiterhin wird er von  türkischen Behörden und Journalisten beobachtet. Kein Sonntag vergeht, ohne dass die Geheimdienstler (zum Teil mit Waffen) den Ablauf des Gottesdienstes und insbesondere die Predigt des Pfarrers verfolgen. Darüber hinaus versuchte die Zeitung „Akşam“ am 27. Juni letztes Jahres, die Syrer als Separatisten abzustempeln, als sie eine gekennzeichnete Karte vom Tur Abdin (das ist die syrische und wohl bekannteste Bezeichnung für die Region im Südosten, wo ursprünglich nur Syrer lebten) aus dem Bilderbuch über den Tur Abdin vom österreichischen Professor Hans Hollerweger für eine Teilung des Staates Türkei zu behaupten. Auf Anklage des syrischen Bischofs vom Tur Abdin wurde die radikale Zeitung „Akşam“ vom 3. Straffkammer am 06.09.2002 Istanbuler verurteilt.

      Diyarbakir oder „Amid“ bzw. “Ameda“ – so der frühere Namen seit 13. Jh. vor Chr. und als Hauptstadt des aramäischen Königreiches Bet-Zamani, war im 12. Jh. nach Chr. der Sitz des Patriarchen von Antiochien und Hochburg der Aramäer, die auch Syrer genannt werden. Daraus gingen viele namhaften syrischen Theologen und Patriarchen hervor und wurden in der Mutter-Gottes-Kirche begraben oder sich ihre Reliquien befinden, wie die des Apostels Thomas und des heiligen Jakob von Sarug († 512). Die Kirche gehört zu den ältesten syrischen Kirchengebäuden in Mesopotamien überhaupt, deren christlichen Baufundamente bis zum 3. Jh. zurückgehen soll. Sie dürfte vorher ein großer heidnische Tempel aus vorchristlicher Zeit gewesen sein, wenn man auch noch bis heute erhaltenen zwei Löwenköpfe im Eingangsportal zum Diakonikon vor Augen behält. Im Laufe der Jahrhunderte wurde das Gotteshaus immer wieder von fremden Herrschern und in die Stadt eingedrungenen Moslems geplündert und zerstört. Es war einmal eine regende Pilgerfahrtkirche in der ganzen Region, so dass der heutige Name der Stadt Diyarbakır aus „Deir Bakira“, d.h. „Kirche der Jungfrau“ [Maria] in arabischer Sprache am aller wahrscheinlichsten herleitet. Hier befindet sich eine Reliquie des heiligen Kreuzes und aber auch eine selten erhaltene aus dem 6. Jh. stammenden Bibelhandschrift auf Pergament. Die syrische Stadt Diyarbakir verlor allmählich an ihren syrischen Urbewohnern. Diyarbakir mit umliegenden Dörfern hatte bereits 1870 13,500 Syrer. Allein 5379 Personen wurden im „Jahr des Schwertes“, so wird das Jahr des Massakers von 1915 bezeichnet, getötet. Im Jahre 1966 gab es noch 1,000 und heute nur 4 Familien mit dem Pfarrer, der alle christlichen Konfessionen dort betreut. Der Rest musste nach Istanbul und in die westliche Diaspora auswandern. Am Traurigsten ist die Missachtung der Würde der Toten, als vor kurzem ein Teil des syrischen Friedhofs mit seinen Gräbern von der Stadt Diyarbakir für eine Straße aufgelöst wurde. Die Proteste der syrischen Gemeinde blieben bislang erfolglos.

      Zu den Bildern siehe SOLNews
      http://www.suryoyo-online.org/news/muttergotteskirchegeplundert.html

      Gabriel Rabo
      Suryoyo Online
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