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Syrisch-Orthodoxe Gemeinde feiert Richtfest ihrer Kirche in Hamburg

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  • Gabriel Rabo
    Harburger Anzeige, Montag, 06. Oktober 2008 Das ist ein Haus für alle Sinstorfer Syrisch-Orthodoxe Gemeinde feiert Richtfest ihrer Kirche Claudius Ossig
    Nachricht 1 von 1 , 6. Okt. 2008
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      Harburger Anzeige, Montag, 06. Oktober 2008

      "Das ist ein Haus für alle Sinstorfer"

      Syrisch-Orthodoxe Gemeinde feiert Richtfest ihrer Kirche

       

      Claudius Ossig
      Sinstorf. Die goldfarbenen Turmdächer des weißen Gebäudes mit den im Sonnenlicht glänzenden Kreuzen sind von der Winsener Straße her gut zu erkennen. Sie gehören zum neuen Gotteshaus der syrisch-orthodoxen Gemeinde in Sinstorf. Der ganze Name lautet: "Syrisch-Orthodoxe Kirche von Antiochien St. Maria & St. Shmuni in Hamburg." Zusammen mit zahlreichen Gästen, darunter Propst Jürgen F. Bollmann und der Geistliche Rektor der Katholischen Akademie Hamburg, Monsignore Wilm Sanders, sowie Vertreter der Harburger Parteien feierte die Sinstorfer Gemeinde am Sonnabend Richtfest ihrer Kirche.
      Dass Vertreter anderer Konfessionen an dem Festakt teilnahmen, zeigt die Verankerung der syrisch-orthodoxen Kirche in der Ökumene. Diese Ausrichtung hob auch der Erzbischof der syrisch-orthodoxen Erzdiözese in Deutschland, Mor Julius Hanna Aydie, hervor: "Wir sind in der Ökumene zuhause." Sogleich fügte er hinzu: "Und der heutigen Papst Benedikt war drei Monate lang mein Professor!"
      Nach Auffassung Aydins gebe es keine Kirche, die ihre Türen so weit geöffnet habe, wie die syrisch-orthodoxe. Und diesen Satz bezog der Bischof auch ausdrücklich auf das neue Gemeindehaus. Denn es solle nicht nur den Mitgliedern der eigenen Konfession offen stehen, sondern auch der evangelischen Nachbarkirche, den Vereinen, Gruppen, den Alten und Jungen, den Müttern und Kindern im Stadtteil sprich: Die Kirche soll ein Haus für alle Sinstorfer sein. Das würde sich die Gemeinde wünschen, die bereits lange in die deutsche Gesellschaft integriert sei: "Wir fühlen uns als Deutsche in allen Bereichen, bei der Sprache, beim Konsum, beim Essen. Wir brauchen über Integration nicht mehr zu reden. Diese Gemeinde ist Ihre Gemeinde, und Ihre Gemeinde ist unsere. Wir sind Hamburger", sagte Aydin und fügte lachend hinzu: "Natürlich nicht die, die man essen kann."
      Wie Pfarrer Moses Dogan erläuterte, konnte das Gebäude im Dezember 2006 ersteigert werden. Dann begannen die Gemeindemitglieder mit viel Elan, die einstige Squash-Halle in ein Gemeindehaus umzubauen. Fertig sind bis jetzt der Gemeinderaum mit Küche sowie die sanitären Anlagen. Der zweite Bauabschnitt betrifft dann den eigentlichen Kirchenraum im oberen Geschoss.
      Für den Architekten Heino Scharf war es "eine große Freude", am Bau mitzuwirken: "Wir haben aus einer alten Fabrikhalle einen christlichen Sakralbau geschaffen. In Zeiten wie diesen ist es ja auch schon mal anders herum", sagte er . . .
      Die ersten Gemeindemit-glieder der syrisch-othodoxen Kirche kamen in den 60er-Jahren nach Hamburg. Als das freie Leben in der Türkei erschwert wurde, mussten Ende der 70er-Jahre sehr viele syrisch-orthodoxe Christen aus dem Südosten der Türkei flüchten. Die Sprache der Gemeinde ist Aramäisch.

      http://www.han-online.de/HANArticlePool/0000011cce2d65bb0057006a000a0052503dbe69/view

       

       

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