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415Meininger Theaterrundbrief 22. Mai 2006

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  • Thomas Michel
    22. Mai 2006
      Liebe Freunde des Meininger Theaters,

      zuerst einmal ein Hinweis auf eine Aufführung außerhalb des Theaters:

      >>>
      Männer und andere Irrtümer!!!

      Was ist, wenn nur ein Teil des Paares seinen Frühlingsgefühlen nachgibt
      und dann auch noch auf fremdem Terrain grasen geht?! Und wenn es sich
      zufällig um den männlichen Teil handelt, der sich in seinen besten
      Jahren befindet, dann nennt man das:
      "Dämon im Mann". Oder auch Midlifecrisis.
      Das Lexikon erklärt dazu: Versuchungen in der Mitte des Lebens. Aber man
      könnte es auch drastischer ausdrücken: das Jucken beim Mann, wenn die
      ersten grauen Haare erscheinen.
      Für Ihn beginnt dann die Zeit in der er noch mal richtig aufdreht: mit
      rosaroter Brille auf der Nase versucht er seine attraktive jüngere
      Geliebte - seine Fee - und die angenehmen, so lieb gewonnenen
      Gewohnheiten der Familie daheim unter einen Hut zu bringen.
      Die betrogene Ehefrau allerdings hat ihre eigenen Ansichten zu diesem
      Doppelleben.
      Gespielt werden diese "Szenen einer Ehe" im Alleingang von Marianne
      Thielmann. Wie sie mit diversen Situationen umgeht und dabei den
      Zuschauer an dem ganzen Spektakel in alle Rollen schlüpfend teilnehmen
      lässt, dass müssen Sie gesehen haben!
      "Männer und andere Irrtümer!!!" von Bernier/ Osterrieht spielt
      am 26.5.2006 im "Rautenkranz", in der Ernestinerstrasse.
      Beginn: 20.00 Uhr, Einlass: 19.00 Uhr.
      Karten unter 03693/ 88190
      Eintritt: 12,00 Euro, Abendkasse: 13,00 Euro. Da die Zuschauerzahl
      begrenzt ist, wird um Reservierung gebeten!
      <<<

      Ich hab es schon gesehen. Unbedingt hingehen!
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      Eine neue Regiearbeit von Christine Zart:

      "Gib mir einen Text und ich singe ihn so gut ich kann"

      Premiere von "Davon geht die Welt nicht unter" am Vogtland-Theater -
      Revue entkleidet das Phänomen Zarah Leander nicht nur bildhaft

      Warum hat sie es getan? Warum hat Zarah Leander ihr Talent, ihren
      Charme, ihre erotische Ausstrahlung und ihre begnadete Stimme
      bereitwillig in den Dienst der Nazis gestellt? Und das obwohl der
      Ufa-Regisseur Detlef Sierck sie mit nach Hollywood nehmen wollte, als er
      Ende der 30er Jahre aus Deutschland emigrierte. Der Frage nach den
      Gründen für die zwiespältige Persönlichkeit widmet sich Annelen
      Hasselwanders Revue "Davon geht die Welt nicht unter" mit Sabine
      Münkner als Leander, die am Samstag auf der Kleinen Bühne des
      Vogtland-Theaters uraufgeführt wurde.
      Eine abschließende Antwort kann und will Hasselwander dabei aber gar
      nicht geben. Und wenn Münkner ihre Stimme erhebt, wenn die Lieder
      erklingen, die Komponist Michael Jary, Textdichter Bruno Balz der Diva
      Leander auf den Leib geschrieben haben, wie das Titelstück "Davon geht
      die Welt nicht unter" , wie "Ich weiß, es wird einmal ein Wunder
      geschehn" oder "Kann denn Liebe Sünde sein?", dann rückt die Frage
      automatisch in den Hintergrund.
      "Ich singe meine Lieder, die in
      90 von 100 Fällen von Liebe handeln. Weil nämlich 90 von 100 Menschen
      Liebe wichtiger ist als Politik. Das ist meine Überzeugung", hat sie
      einst gesagt. Doch es gibt auch ein Leben jenseits der Bühne.
      Bei Hasselwander bricht dieses Leben in Gestalt eines älteren Gentlemans
      in die Garderoben-Idylle der Leander ein. Werner Rauten-stengel spielt
      jenen Herrn, der sich der alternden Diva als Verehrer vorstellt, aber
      immer wieder mit bohrenden Fragen in ihrer Vergangenheit wühlt. Stück
      für Stück entkleiden Hasselwander und ihre Regisseurin Christine Zart
      die Sängerin und Schauspielerin, und das nicht nur bildhaft. Während
      Münkner alias Leander erst Jacke und später Handschuhe ablegt, legen
      ihre halbherzigen Verteidigungsversuche, ihre schuldig gebliebenen
      Antworten auch ihren Charakter nahe.
      "Gib mir einen Text und ich singe ihn so gut ich kann", lautet ein
      Schlüsselsatz. Ein anderer, vom Band eingespielt: "Ja, hätten wir denn
      alle ins KZ kriechen sollen?" Die Revue bleibt so zwiespältig wie
      Leander: Einerseits gelingt ein locker-unterhaltsamer Liederabend mit
      Sabine Münkner in Bestform. Aber der bedingungslose Verkauf der Seele
      für den Erfolg lässt einen zwischendrin frösteln. (fhob)
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      Baumgarten macht Arthur Millers "Hexenjagd" in Köln:
      http://tinyurl.com/qwaoa

      Aus der Nachbarschaft:
      "Dornröschen in Eisenach - die TLZ* berichtet: http://tinyurl.com/p8zkv
      - und die TA* : http://tinyurl.com/m6bla

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      Aktion Vertrauen:

      Bitte unterstützen Sie Ihr Meininger Theater. Auch wenn diese Spielzeit
      ein Übergang mit einigen Problemen ist: werden Sie Abonnent.
      Nur ein volles Theater ist im anstehenden Verteilungskampf um die Mittel
      gut positioniert. Wir als Zuschauer müssen mit dem Intendanten
      zusammen arbeiten: Er sorgt für die Qualität, wir für die
      Platzauslastung. (Außerdem: wer sagt denn, dass noch lange gute Plätze
      frei sind? Der Verkauf für die nächste Spielzeit läuft: Es ist höchste
      Zeit!)
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      Näheres zur aktuellen Lage des Theaters und eine Zusammenstellung von
      Premierenkritiken auf meiner Seite http://www.theaterherzog.de

      Die nächsten Premieren:

      3.6.2006 - Warten auf Godot (Beckett) - Kammerspiele
      9.6.2006 - MY FAIR LADY, Musical

      Nächste Spielzeit:
      15.9.06: Max von Schillings "Mona Lisa"
      6.10.06: Anton Tschechow "Onkel Wanja"
      7.10.06: Friedrich Schiller "Kabale und Liebe" (Kammerspiele)
      27.10.06: Wolfgang Amadeus Mozart "Don Giovanni"
      7.11.06: Brüder Grimm "Hänsel und Gretel"
      18.11.06: Ballettabend Gastspiel Theater Gera/Altenburg: Dornröschen"
      24.11.06: Alan Ayckbourn "Frohe Feste" (Kammerspiele)
      1.12.06: Johann Strauß "Wiener Blut"
      15.12.06: Georg Kreisler "Lola Blau" (Kammerspiele)
      12.1.07: Jean Baptiste Moliere "Tartuffe"
      19.1.07: Axel Hellstenius "Elling" (Kammerspiele)
      9.2.07: Richard Wagner "Der Fliegende Holländer"
      9.3.07: Ballettabend Gastspiel Landestheater Eisenach "Carmina Burana"
      15.3.07: Harold Pinter "Betrogen" (Kammerspiele)
      30.3.07: Giacomo Puccini "La Boheme"
      21.4.07: Francis Poulenc "Die geliebte Stimme", Kammeroper(Kammerspiele)
      17.5.07:Johann Wolfgang von Goethe "Faust I"
      18.5.07: Johann Wolfgang von Goethe "Faust II"
      15.6.07: Giuseppe Verdi "Der Troubadour"

      Spielpläne: http://www.das-meininger-theater.de/spielplan.php
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      Wichtige Links im INTERNET:

      Das Meininger Theater: http://www.das-meininger-theater.de/

      Theaterherzog: Meine Seite zum Meininger Theater http://www.theaterherzog.de

      Viele Informationen zur Kultur außerhalb des Meininger Theaters auch auf
      meiner Homepage http://www.tmichel.eu

      Der Meininger Theaterförderverein:
      http://www.meininger-theaterfreunde.de
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      * Ein Hinweis zu den Links zu TA und TLZ:
      beide Zeitungen, die ja recht viel aus Meiningen berichten, machen ihre
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      kostenlos ist, verfahre ich wie folgt: Ich bringe hier einen kurzen
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      Dieser Rundbrief ist ein privater Service.
      Viele Grüße aus Meiningen

      Ihr Thomas Michel