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iaba - ausgeloescht

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  • Hartmut Heller <hartmut.heller@gmx.net>
    Diaba – ausgelöscht Wir Freunde der Naturvölker trauern um die ermordeten Agta von Diaba. Im Oktober vergangenen Jahres eröffnete das philippinische
    Nachricht 1 von 1 , 28. Mr. 2003
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      Diaba – ausgelöscht

      Wir Freunde der Naturvölker trauern um die ermordeten Agta von Diaba.

      Im Oktober vergangenen Jahres eröffnete das philippinische Militär
      (Wahlspruch : Ihre Sicherheit – unsere Verantwortung ) das Feuer auf
      die friedlich gegen die Abholzung ihres Regenwald-Lebensraumes
      protestie-renden Agta. Mindestens zehn Protestierende starben im
      Kugelhagel. Lediglich einige Kinder und Jugendliche konnten sich
      durch Flucht in den Wald retten. Einige von ihnen leben jetzt in
      Kalabgan.

      Die Massenmedien der Philippinen haben von dem Diaba-Massaker
      keinerlei Notiz genommen. Ein juristisches Vorgehen ist angesichts
      der völligen Ignoraz der Justiz gegenüber Negritos gänzlich
      ausgeschlossen.

      Diaba ist ausgelöscht. Diaba lag inmitten eines der letzten
      Urwaldgebiete auf dem philippinischen Archipel, ca. 20 km nördlich
      der Stadt Casiguran. Diaba liegt inmitten des Konzessionsgebietes von
      IDC (Integrated Development Corporation), einem der vier großen
      Holzkonzerne, die gegenwärtig in der mittleren Sierra Madre das
      größte geschlossene Regenwaldgebiet der Philippinen vernichten (was
      der Regierung gerade einmal 15 Millionen Euro jährlich einbringt).
      IDC gehört dem Schwager der Gouvernörin Chit Ong in der Provinz
      Aurora, in der auch IDC operiert.

      Möglicherweise als Vergeltung zum Massaker in Diaba hat die
      revolutionäre undals Terrororganisation abgestempelte NPA (New
      Peoples Army) das Sägewerk von PATECO (Pacific Timber Export Company)
      in Dilasag 30 km nordöstlich von Casiguran weitgehend zerstört. Wir
      gratulieren!

      Die Regierung, beraten und gelenkt durch die USA, antwortet mit
      massiver Vergeltung. Gerade vor einigen Tagen, im Januar 2002, wurden
      wieder zwei angebliche NPA-Mitglieder in der Nähe von Baler in der
      Provinz Aurora erschossen. Die meisten solcher Vorkommnisse bleiben
      unveröffentlicht.

      Die NPA hat seitdem auch das illegale Holzfällen in Naturwaldgebieten
      um Casiguran herum weitgehend unterbunden. Sie riskiert damit jedoch
      weitere Isolation.

      HH, Januar 2003
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