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Re: Appell and den NABU zum Schutz des Boni-Volkes

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  • Hartmut Heller
    Sehr geehrter Herr Schroeder, die Beurteilung, ob derSokoke-Abuko-Wald traditionelles Boni-Stammesland ist oder war, sollte nur von den Aussagen der
    Nachricht 1 von 2 , 3. Dez. 2001
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      Sehr geehrter Herr Schroeder,

      die Beurteilung, ob derSokoke-Abuko-Wald
      traditionelles Boni-Stammesland ist oder war, sollte
      nur von den Aussagen der Boni-Stammes�ltesten abh�ngig
      gemacht werden.

      Die kenianische Regierung unter Moi zeigt eine
      Verachtung und Diskriminierung gegen�ber den Boni und
      anderen kleinen Stammesv�lkern, wie sie nur mit der
      der Sklavenf�nger oder der Kolonialbesatzung
      vergleichbar ist.

      Anthropologen und andere Wissenschaftler, wie auch
      Missionare, sind ebenfalls von Interessen abh�ngig,
      die denen der Boni sch�dlich sind und auf deren
      vollst�ndige Vernichtung als Naturvolk zielen.

      Die Boni und die ihnen verwandten Sanye hatten einst
      die Naturlandschaften im K�stengebiet des heutigen
      Kenia und des s�dlichen Somalia als Jagd-und
      Wohngebiet gehabt. Die Sanye sind durch
      Naturschutzma�nahmen ausgerottet worden, weil die
      wildbeutenden und nomadisierenden Sanye nicht als Teil
      ihrer sie umgebenden Natur anerkannt worden waren. Die
      Ausrottung der Boni aus denselben Gr�nden ist
      unmittelbar bevorstehend, k�nnte jedoch noch
      abgewendet werden, wenn den Boni traditionelles Leben
      in den von fremden geschaffenen Wildschutzgebieten
      ihres Stammeslandes, u.a.auch im Arabuko-Sokoke-Wald,
      uneingeschr�nkt erlaubt w�rde.

      Die praktisch �berall bestehenden Verbote, die
      traditionellen J�ger-und-Sammler-Gemeinschaften das
      traditionelle Jagen und Sammeln verbieten und der Raub
      ihrer Stammesl�nder geh�ren zu den gr��ten Verbrechen
      der domestizierten Welt.

      Die Boni geh�ren zu den allerletzten
      J�ger-und-Sammler-V�lkern Afrikas und ihre Ausrottung
      w�re ein Verlust, der mit dem vergleichbar w�re, wenn
      der afrikanische Elefant ausgerottet w�rde.

      Wir Freunde der Naturv�lker richten den dringenden
      Appell an den NABU, in den Aktivit�ten f�r das
      Abuko-Sokoke-Wildschutzgebiet die geschilderten
      Lebensinteressen und -be�rfnisse der Boni voll zu
      ber�cksichtigen und sich nicht mehr, wie bisher, von
      einem "terra nullius" - Denken, d.h. der Auffassung,
      es g�be von Menschen nicht genutzte Landstriche,
      leiten zu lassen. Es hat in Ostafrika vor der
      Etablierung europ�ischen Macht- und Justizdenkens kein
      "terra nullius" gegeben.

      Ich m�chte noch erw�hnen, da� ich auch diese
      Anmerkung an ein weiter gestreutes Publikum des NABU
      sende, da �hnliche an den NABU wie auch andere
      Naturschutzorganisationen gerichteten Apelle in der
      Vergangenheit ungeh�rt blieben. Gerade in der heutigen
      �kologischen Situation ist es dringend geboten, andere
      als die bisher beschrittenen Wege im Naturschutz zu
      gehen.

      In Erwartung Ihrer gesch�tzten R�ckantwort verbleibe
      ich

      mit den besten Gr��en

      Hartmut Heller

      ----------------------------------------------------




      --- "werner.schroeder.calidris"
      <Werner.Schroeder.Calidris@...> wrote:
      > Sehr geehrter Herr Heller,
      >
      > als Leiter der Bundesarbeitsgruppe "Afrika" des NABU
      > habe ich �ber unsere
      > Bundesgesch�ftsstelle Ihr Schreiben zum Schutze des
      > Boni-Volkes im
      > Arabuko-Sokoke Wald in Kenia erhalten.
      >
      > F�r Ihr Schreiben m�chte ich Ihnen sehr danken.
      > Obwohl ich wiederholt im Gebiet
      > war, und mit dem Forest Department und dem KWS in
      > engen Kontakt stehe mu� ich
      > gestehen, dass mir bisher nicht bekannt ist, dass
      > indigene V�lker im Wald leben.
      > Ich habe Ihr Schreiben jedoch zum Anlass genommen,
      > und habe unsere Mitarbeiterin
      > vor Ort gebeten sich der Angelegenheit umgehend
      > anzunehmen.
      >
      > Grunds�tzlich ist unsere internationale Arbeit
      > darauf bedacht, die Rechte und
      > die Existenz von Indigenen zu achten. Internationale
      > Projekte f�hren wir in
      > enger Absprache mit einheimische Partner NGOs bzw.
      > staatliche Stellen durch,
      > sodass wir die intieme Kenntnis unserer Partner �ber
      > die Situation vor Ort immer
      > mit einbeziehen. Grunds�tzlich ist festzuhalten,
      > dass die
      > (Naturschutz-)Bem�hungen des NABU f�r den ASF dazu
      > beitragen sollen, die
      > Lebensgrundlagen f�r die um den Wald lebende
      > einheimische Bev�lkerung zu
      > sichern.
      > Sobald mir einen Antwort aus Kenia zum Boni-Volk
      > vorliegt, werde ich mich in der
      > Angelegenheit wieder bei Ihnen melden.
      >
      > Mit freundlichen Gr�ssen
      >
      > Werner Schr�der
      >
      >
      > cc: Helge May
      >
      >
      > Naturschutzbund Deutschland (NABU) BirdLife Partner
      > in Germany,
      > Working Group on International Affairs
      > c/o Werner Schroeder, Flachskamp 47, D - 33824
      > Werther (Westf.) GERMANY
      > Tel.+5203/70548 work, +5203/88952 home, Fax: +5203/
      > 881192
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