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Lebensmittelindustrie versus selbstorganisierte Food Coop

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  • Contraste e.V.
    Aus CONTRASTE Nr. 329 (Februar 2012, Seite 4) NETZWERK NEWS Fördern – Vernetzen – Unterstützen Netzwerk Selbsthilfe e.V. als staatlich unabhängiger
    Nachricht 1 von 1 , 5. Mai 2012
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      Aus CONTRASTE Nr. 329 (Februar 2012, Seite 4)

      NETZWERK NEWS

      Fördern – Vernetzen – Unterstützen

      Netzwerk Selbsthilfe e.V. als staatlich unabhängiger politischer
      Förderfonds ist mit seiner Idee seit nunmehr 30 Jahren einzigartig. Sie
      wird auf drei Wegen umgesetzt. Direkte finanzielle Förderung durch einen
      Zuschuss, persönliche und individuelle Beratung sowie Vernetzung von
      politischen Projekten. Wir brauchen UnterstützerInnen und SpenderInnen,
      damit das Entstehen und Überleben vieler kleiner politischer, sozialer
      und alternativer Projekte möglich bleibt!

      Lebensmittelindustrie versus selbstorganisierte Food Coop

      Denn man ist, was man isst

      Wer in Berlin gut essen möchte hat es nicht immer leicht. Zwar ist an
      jeder Ecke ein einschlägiger Discounter zu finden, der ein Übermaß an
      Nahrung anbietet, doch dieser Industriezweig hat wenig bis gar nichts
      mit guter Ernährung zu tun. Wer sich auf die Suche nach biologisch
      angebauten, regionalen Lebensmitteln begibt, findet sich auf
      Bauernmärkten wieder oder betrachtet die meist geringe Auswahl in
      sogenannten Bioläden. Dabei sind die Preise meist hoch und der Zugang zu
      guter Nahrung dementsprechend selektiert. Ganz zu schweigen davon, dass
      nicht überall Bio drin ist, wo Bio drauf steht. Dabei sollte man meinen,
      dass in einer aufgeklärten Gesellschaft jeder das Recht auf gute
      Lebensmittel haben sollte, also auch darauf, zu wissen wo sie herkommen.
      Obst aus China und Gemüse aus Spanien, bedeuten schlussendlich weit mehr
      als eine Zwischenmahlzeit. Menschenrechtsverletzung, Tierquälerei,
      Umweltverschmutzung, Nahrungsmittelschieflage, Gentechnik u.v.m. bekommt
      man sozusagen gratis zur Gurke dazu. Gute Lebensmittel definieren sich
      also weniger über Cholesterin- oder Kaloriengehalt, als vielmehr über
      die möglichst umweltschonende und nachhaltige Produktion, über
      artgerechte Haltung von Tieren und fairem Handel. Solche Lebensmittel
      ermöglichen ein weitestgehend selbstverantwortetes, umweltfreundliches
      Leben – auch in Berlin.

      Anders Einkaufen – anders Essen – »Dickes Bee«

      Eine Möglichkeit sich gut zu ernähren bietet die Berliner Food Coop
      »Dickes Bee« in Berlin-Wedding. Das noch junge Lebensmittelprojekt
      besteht seit Juni 2011 und hat es sich zum Ziel gemacht, gute
      Lebensmittel für jeden zugänglich zu machen. Sie beziehen die
      Lebensmittel direkt vom Produzenten in Mengen, die den Preis bezahlbar
      machen und bevorzugen saisonale, regionale und ausschließlich biologisch
      angebaute Produkte. Dabei kooperieren sie nur mit Landwirten, die auf
      Nachhaltigkeit bedacht sind und halten den Verpackungsmüll durch
      wiederverwendbare Container und Behälter der Endverbraucher so gering
      wie möglich.

      Lebensmittel, die nicht regional produziert werden können, beziehen sie
      ausschließlich aus fairem Handel. »Dickes Bee« ist eine 100%
      Arbeitsgemeinschaft. Wer Mitglied ist, ist gleichzeitig Teil der
      Lebensmittelproduktion. Alle Beteiligten engagieren sich durch die
      Übernahme verschiedener Aufgaben. Zum Beispiel als ErntehelferIn direkt
      bei den BäuerInnen oder in den Strukturen des Projektes selbst.

      »Dickes Bee« sieht Eigenverantwortlichkeit als effektives Mittel zur
      Umsetzung des Projektes, da durch den jeweils individuellen Beitrag das
      Projekt wächst und die Kooperative weiterentwickelt wird. Schlussendlich
      weiß man nicht nur, was man von wem isst, man kann direkt bei jedem
      Schritt dabei sein. Da das Projekt noch am Anfang steht und relativ
      klein ist, kann man zur Zeit die Lebensmittel nur einmal pro Woche in
      der Prinzenalle 25/26 im Café »Michele – Feinkost und Fremdsprachen«
      abholen. Die Initiative möchte langfristig weiter wachsen, damit die
      Idee der Kooperative und damit gutes Essen, langfristig auch in anderen
      Kiezen zum tragen kommt.

      Infos: www.dickesbee.org

      Stella Napieralla

      Netzwerk Selbsthilfe e.V., Gneisenaustr. 2a, 10961 Berlin.
      www.netzwerk-selbsthilfe.de


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      alternatives Wirtschaften gegen Ausbeutung von Menschen und Natur,
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