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29Betrifft: Lindholm-Cembalo

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  • friedemannjohn
    26. Juni 2011
      Hallo Leute, hallo Alexander,

      ich bin über diesen Bericht gestolpert, weil ich seit kurzem ein kleines Sperrhake-Cembalo besitze (einman., 8'+4'+LZ, von ca. 1965, noch orginale Lederkiele). Das hat - wie Lindholm - auch die offene Rastenbauweise und durchaus verbesserungswürdigen Klang.
      Bisher habe ich noch keinen anderen Bericht über einen erfolgreichen Umbau finden können, der über Neu-Bekielung hinausgegangen wäre; eher die Meinung, es sei ohnehin an der allgemein verkorksten Bauweise nichts zu retten.

      Aber genau zum Einbau des Bodens habe ich Fragen:
      1. Holzstärke und -art: Ich könnte mir vorstellen, daß ein möglichst dünner, schwingfähiger Boden deutlich besser ist als ein "steifes Brett". Eine 3-4mm starke Massivholz-Platte wird aber leicht reißen und kaum zu bekommen sein in der Größe - Sperrholz müßte doch vielleicht auch gehen? Und: ist die Holzart entscheidend?
      2. Die genaue Position: Irgendwo hatte ich gelesen, daß die Höhe des Resonanzraumes nicht egal sei, sondern mit der Saitenlänge korrespondieren müsse. Oder sollte man das bei diesen Instrumenten ("wird nie ein Taskin") besser vernachlässigen? Wenn ich den Boden direkt unter die Rasten schraube, komme ich dann auf 14cm Resonanzraumhöhe bei max. 104cm klingender Saitenlänge (8'). Ohnehin: geringer ist die Höhe nur mit Ausbau der Rasten oder der Saiten und des Resonanzbodens zu bekommen (fällt einfach aus); aber höher wäre möglich durch "Verlängerung" der Seitenwände nach unten. Wenn ich den Boden an den Rasten befestige, kommen drei unterschiedlich große Teilflächen zustande, die nur in sich schwingen könnten. Mit einer Verlängerung käme der Boden auch tiefer als die Rasten und könnte eine durchgängig schwingfähige Fläche werden. Was ist nun günstiger?
      3. "Schallloch ist eine Geschmackssache": Wie verändert sich der Klang mit oder ohne Schallloch im Unterboden? Und wo müßte es am besten hin? Möglichst unter das im Resonanzboden (bei meinem ist das unter den sieben tiefsten Baßsaiten, ca. 7cm Durchmesser, ca. 20cm von den Springerreihen entfernt), oder gerade nicht dort? Wie groß müßte ein Schallloch im Unterboden dann sein?

      Mein anderer Fragenkomplex betrifft die Neubekielung (ist auf alle Fälle irgendwann dran):
      1. Ich kann mir nicht recht vorstellen, daß man in die Reste der bündig abgeschnittenen Lederkiele so exakt rechteckige Löcher stanzen kann, daß neue Delrinkiele sicher halten - wie kann das gehen?
      2. Gibt es jemanden, der neue passende Zungen _mit_ Delrinkielen liefert, die ich dann in die vorhandenen Springer einsetzen könnte (Neupert, die Sperrhake übernommen haben, verlangt 280 EUR netto pro Register für die komplette Neubekielung...)?
      3. Bei der Marc Vogel GmbH (http://www.vogel-scheer.de/de/vogel/index.shtml, sicher vielen bekannt) gibt es vorintonierte Delrinkiele in vier Stärken. Welche Stärken sollte ich wo verwenden? Gibt es da Erfahrungen?

      > Für alle, die sich an so einem Projekt auch bei sich interessiert
      > sind, Bitte zu mailen, ich werde alle Anfragen beantworten so gut wie
      > ich es kann.
      > Grüße
      >
      > Alexander

      Ich hoffe dringend darauf, daß diese Gruppe noch lebt, und freue mich sehr auf Tipps und Ratschläge.
      Herzliche Grüße, Friedemann
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