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402Pity for the guilty is treason to the innocent

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  • sfg_mackenzie
    12. Nov. 08:27
      Moin,


      heute mal etwas länger und leider kein Missionspost. Das kommt beim nächsten Mal.
      Da Dominiks Post etwas für Aufruhr gesorgt hat, habe ich das Debakel im RPG gelöst - damit ist dann zumindest für Dominik ein Ball dabei.
      Da uns Oli verlassen hat ist der Plot um den jungen Luca auch wieder ein wenig hinfällig. Daher habe ich mir den unter den Nagel gerissen und soweit gelöst das man ihn nach unserer Mission wieder aufnehmen kann (oder auch nicht wenn kein Interesse besteht).
      Ansonsten wünsche ich viel Spaß beim lesen.


      Gruß


      Mac


      <RPG>


      # Zeit: MD 9.1440
      # Ort: Labor 1


      <QUOTE>
      "Solange es hier ist haben wir eine Verantwortung - sie sollten die Wissenschaftler noch einmal daran erinnern dass wir dringend etwas zu essen für das Wesen benötigen."


      Shay erhob sich wieder und strich sich nachdenklich über das Gesicht, es kam ihm so vor als hätte das Wesen es nicht unbedingt eilig das Schiff zu verlassen
      </QUOTE>


      Shays Gedankengang wurde unterbrochen als sich die Tür zum Labor öffnete und Luca eintrat.
      Der Junge sah die zwei Erwachsenen und blieb überrascht stehen.


      "Hi, Luca." begrüßte Shay ihn mit einem lächeln. Der Junge war groß geworden seit er ihn das letzte Mal gesehen hatte.


      Luca musterte Shay mit verschlossenem Gesicht und presste ein "Hi." hervor.
      "Ich komm später wieder." murmelte er dann und drehte sich wieder um.


      "Hey, warte." hielt ihn Shay jedoch zurück, etwas verwirrt vom Verhalten des Jungen. "Wir haben uns gerade mit deinem neuen Freund unterhalten, der uns seinen Namen nicht verraten will. Vielleicht hast du mehr Glück?"


      Das Wesen wiederum hatte sich nun wieder dem Eindämmungsfeld genähert und musterte die Szene neugierig.


      "Mir hat es auch keinen Namen gesagt." zuckte Luca mit den Schultern und vermied es Shay anzusehen. Ethan runzelte die Stirn. Irgendwas ging hier vor das er noch nicht fassen konnte.


      Shay fuhr sich mit der Hand durch das Haar. Auch er spürte das irgendwas mit Luca nicht in Ordnung war, konnte sich aber nicht wirklich einen Reim darauf machen.


      "Hält er Versprechen?" mischte sich das Wesen nun ein indem es sich direkt an Luca wandte. "Der da hält Versprechen, das weiß ich, aber der da?" deutete das Wesen nun erst auf Ethan und dann auf Shay.


      Luca sah zu dem Wesen, dann zu Shay, dann wieder zum Wesen. Er wirkte als wäre ihm die Frage unangenehm.


      "Hält er Versprechen?" wiederholte das Wesen die Frage.


      "Nein." stieß Luca plötzlich hervor und sorgte dafür das Shay zusammenzuckte. Das Wesen fauchte und zog sicher wieder in den hinteren Bereich der 'Höhle' zurück.


      "Nein tut er nicht." erklärte Luca erneut und sah Shay nun mit brennenden Augen und eindeutigem Zorn an.


      Shay warf Ethan wieder einen kurzen Blick zu wusste aber das er von seinem XO hier eher keine Hilfe bekommen würde. Ein weiteres Mal an diesem Morgen ging er in die Hocke um nun jedoch mit Luca auf gleicher Augenhöhe zu sein. Langsam dämmerte ihm was mit dem Jungen los war.


      "Luca ... wenn es um deine Mutter geht ..." begann der CO der Hephaistos dann doch Luca schnitt ihm das Wort ab.


      "Du hast gesagt das alles gut wird. Du hast gesagt das du dich um mich kümmern wirst, du hast gesagt wir wären Freunde weil ich dein Leben gerettet hab. Du hast gelogen! Nichts ist gut! Gar nichts!" fuhr der Junge Shay an und der Schotte spürte wie ihm das Blut in den Kopf schoss. Er erinnerte sich an seine 'Versprechen' und auch nun auch daran das er sie 'vergessen' hatte.


      Man konnte sehen das Luca mühsam versuchte die Tränen zu unterdrücken und Shay brach es das Herz ihn so zu sehen. Das war seine Schuld. Nicht nur seine aber er hätte mehr tun sollen. Für den Jungen und seine Mutter. Vielleicht wäre es dann nie so weit gekommen vielleicht ... Shay biss die Zähne zusammen und zwang sich diesen Gedankengang zu stoppen. Jetzt war nicht die Zeit für Selbstvorwürfe.


      "Ich ... weiß." begann Shay so ruhig es ihm möglich war. "Es tut mir Leid, Partner. Erwachsene können manchmal ziemlich miese Freunde sein. Ich war ein ziemlich mieser Freund. Ich hätte mich mehr um dich kümmern sollen aber .... Es ist so viel so schnell passiert ... Ich mach es besser in Zukunft - wenn du mich läßt?"


      "Ich will meine Mama zurück." verlangte Luca nun und Shay seufzte.


      "Das geht nicht. Deine Mama hat etwas sehr schlimmes gemacht und viele Leute würden böse werden wenn man sie dafür nicht bestraft." versuchte Shay zu erklären während erste Tränen über Lucas Gesicht liefen.


      "Dann bist du kein Freund und hältst auch keine Versprechen." damit kramte der Junge etwas aus der Hosentasche und warf es Shay entgegen. Der fing das Fluggeschoß instinktiv auf und konnte dann nur noch sehen wie Luca kehrt machte und aus dem Labor rannte.


      Shay betrachtete das Etwas und erhob sich wieder.


      "Na das lief ja gut." kommentierte Ethan trocken. "Was ist das?" wollte er dann wissen nachdem auch er das Ding in Shays Hand in Augenschein genommen hatte.


      "Die Spitze eines Speers der mich durchbohrt hatte und beinah für mein Ableben gesorgt hätte. Luca hat mich damals gefunden und .... ohne ihn wäre ich damals wohl gestorben. Ich hatte es ihm geschenkt und ... " Shay brach ab und schüttelte den Kopf.


      Seine Hand umfasste die Speerklinge und er spürte den scharfen Schmerz als sie in seine Hand schnitt.


      Statt das Gespräch weiter zu führen wechselte er plötzlich das Thema. "Ich denke es ist besser wenn sie die Verhandlungen mit unserem Gast weiterführen. Ich bezweifle stark das es mich nach dieser Aktion als vertrauenswürdig einstuft. Informieren sie mich falls sie Fortschritte machen." meinte er nur kühl ohne Ethan dabei anzusehen. Stattdessen verließ er das Labor und ließ seinen XO mit dem Wesen wieder allein. Shay hatte plötzlich das dringende Bedürfnis auf irgendwas einzuschlagen.






      # Zeit: MD 10.0810
      # Ort: Bereitschaftsraum CO


      <QUOTE>
      "Ja ... erst einmal muss der Planet dafür taugen - solange ist alles nur Spekulation und Tagträumerei. Wenn sonst nichts ist, genießen sie ihren Feierabend, XO."
      </QUOTE>


      Ethan zögerte kurz ehe er sich räusperte. "Da gäbe es noch eine Kleinigkeit. Wenn sie möchten kümmere ich mich aber darum, da es im Grunde zu meinen Aufgaben gehört." begann er dann und Shay sah ihn fragend an.


      "Sie haben jetzt Feierabend, wenn es also nicht bis zu nächsten Schicht warten kann, dann raus damit." befahl der Schotte schließlich.


      "Es geht um unseren Arzt und einen der Flüchtlinge." begann Ethan und schlagartig was Shays gute Laune verschwunden.
      Die Erinnerung an die Foltermethoden des Arztes waren ihm nur noch zu deutlich in Erinnerung.


      "Was hat er angestellt?" wollte Shay dann aber doch wissen und wappnete sich bereits für das schlimmste.


      "Ihm wurde einer der Flüchtlinge als Zimmerpartner zugeteilt und offenbar waren sie sich über etwas uneinig und er hat den Mann wieder vor die Tür gesetzt. Der OPS wiederum sagt das er keinen anderen Platz für den Mann hat. Leider weiß ich keine Details - ich habe den Bericht eben erst gesehen." erklärte Ethan und Shay seufzte.


      "Okay, ich kümmere mich drum." erklärte Shay dann und machte per Handzeichen deutlich das Ethan seine Schicht nun wirklich beenden sollte.


      Nachdem er wieder allein in seinem Bereitschaftsraum war flog seine Hand an den Kommunikator.


      "Ruthven an Dr. Allagheny."


      Es dauerte etliche Sekunden ehe die Stimme des Arztes schließlich übertragen wurde.


      [Allagheny hier. Ich hoffe es ist dringend. Ich bin mitten in einer Untersuchung.]


      "Kommen sie in meinen Bereitschaftsraum - asap - Ruthven Ende."


      Danach orderte er K'erral sowie den Zivillisten ebenfalls zu sich.






      # Zeit: MD 10.0830
      # Ort: Bereitschaftsraum CO


      James war müde und schlecht gelaunt. Er ahnte wieso der CO ihn vorreiten ließ und das machte seine Laune nicht besser. Vielleicht ging es wenigstens schnell, immerhin warteten Patienten auf ihn.


      Als der Arzt schließlich den Drücker des Bereitschaftsraums berührte fuhr die Tür sofort auf und er konnte sehen das sich der OPS als auch Yussef Ali bereits hier waren. Auch wenn das kaum möglich war sank seine Laune noch etwas mehr.


      "Sie wollten mich sprechen?" meinte er ohne die anderen Personen zu beachten.


      "Schön das sie noch aufgetaucht sind. Ich wüsste gerne wieso sie Mr. Ali vor die Tür gesetzt haben." begann Shay neutral und James rollte mit den Augen.


      "Gilt unüberbrückbare Differenzen als Antwort?" fragte er dann und sah an Shays Blick das dieser das wohl nicht durchlassen gehen würde.


      "Nein." betätigte er James Vermutung auch schon.


      Der Arzt verschränkte die Arme vor der Brust und blickte Shay herausfordernd an.


      "Na, schön. Nur um das klar zu stellen. Ich habe nichts dagegen mir das Quartier mit jemandem zu teilen, aber das ist mein Quartier und er ist Gast ergo soll er sich auch so verhalten." erklärte James.


      "Und das hat er nicht?" fragte Shay nun vorsichtig. Er kannte die Version von Yussef bereits, wollte aber nicht zu vorschnell urteilen.


      "Nein. hat er nicht. Er hat meinen Alkohol weggeschüttet und mich dann mitten in der Nacht mit seinem Gejaule geweckt." erklärte James nun ruppig. Das ganze nochmal zu erzählen ließ seine Gefühlswelt hochkochen.


      "Ich habe gebetet, nicht gejault. Und ich habe ihnen erklärt das ich aus religösem Grund keine Alkohol dulden kann." verteidigte Yussef sich nun. K'erral hielt sich bislang raus aber sein Schwanz peitschte nervös durch die Luft. Ihm war das mehr als unangenehm, besonders weil er selbst sich in letzter Zeit nicht gerade wie ein mustergültiger Offizier benommen hatte.


      "Gejault! Ich dachte sie hätten sich verletzt, verdammt. Und es war mitten in der Nacht, ich brauche meinen Schlaf!" polterte James nun los.


      "Gentlemen!" unterbrach Shay den drohenden Tumult. "Vielleicht sollten wir uns darauf konzentrieren das Problem zu lösen." meinte er und James schnaubte.


      "Von meiner Seite aus ist es gelöst, er soll sich einen anderen Platz suchen." grollte er.


      "Diese Option steht nicht zurrr Verrrfügung. Es gibt keinen anderen Platz an Borrrd." schaltete sich nun der OPS dazwischen.


      "Nicht mein Problem." grollte James.


      "Leider doch. Mr. Ali wird weiterhin in ihrem Quartier bleiben." befand Shay und James knirschte mit den Zähnen. "Fein, dann schlafe ich eben in Zukunft in der Krankenstation."


      "Doktor .. " begann Shay doch nu schnitt James ihm das Wort ab.


      "Ja, Doktor. Ich bin Doktor hier an Bord und ich brauche meinen verdammten Schlaf. Haben sie eine Ahnung wie viele Doppelstunden ich schon hinter mir haben? Das halbe Schiff kreuzt bei mir auf weil die das organische Essen aus der Küche nicht vertragen sondern Replikatoressen gewohnt sind und der Kerl will mir 5 mal am Tag den Schlaf rauben wegen irgendwelcher religöser Spinnerei. Nichts gegen ihn oder seine Religion. Meinetwegen kann er seine rechte Socke anbeten wenn er das will, aber nicht wenn ich dadurch auch noch das letzte bisschen Schlaf geraubt bekomme." polterte James nun los und ließ seinen Gefühlen freien Lauf.


      "Das reicht!" Shays Hand hieb auf den Tisch und unterdrückte mühsam die aufkochende Wut. Er konnte James verstehen, aber dieses Verhalten war schlicht nicht akzeptabel.


      "Wir leben hier an Bord mit den unterschiedlichsten Spezies zusammen und sie wollen mir erzählen das sie es nicht fertig bringen ein Quartier mit einem anderen Menschen zu teilen?" fragte er den Arzt dann und holte tief Luft. "Ich dachte die Menschheit sei über solche Dinge hinaus, aber offenbar sind geistig sie älter als ich dachte.
      Ich werde an Bord keine Diskriminierung egal welcher Art dulden, Doktor. Habe ich mich verständlich ausgedrückt?"


      James schluckte seine eigene Wut sichtlich mühsam hinunter und warf Yussef einen kurzen feindseligen Blick zu.


      "Verstanden." brummte der Arzt obwohl er sichtlich unzufrieden war. Wieso war er jetzt hier eigentlich der 'Böse'.


      "Gut" Shay beruhigte sich zusehends atmete aber noch einmal tief durch um einen klaren Kopf zu bekommen. "Dann können wir uns ja jetzt um die Lösung der Probleme kümmern." Damit wandte er sich an Yussef. "Sie sagten sie müssten beten, das ist natürlich ihr gutes Recht." erklärte Shay. Yussef nickte bestätigend.


      "5 Mal am Tag." erklärte er dann. Normalerweise Richtung Osten aber auf einem Raumschiff ist das nicht möglich."


      Shay rieb sich nachdenklich über das Kinn und sah kurz zu James der mit den Augen rollte.
      "Müssen sie das im Quartier tun oder können sie das auch an einem anderen Ort machen?" fragte Shay dann Yussef der diesmal nachdenklich wurde.


      "Der Ort ist eigentlich egal." kam es langsam von ihm und Shay lächelte dünn.


      "Gut, wir haben an Bord eine kleine Kapelle die mit Holoemittern ausgestattet ist. Ich schlage vor sie suchen diese auf zu ihren Gebetszeiten. Mit den Emittern können sie die Kapelle so gestalten wie sie möchten. Alle größeren Religionen des Universums sollten in den Speichern vertreten sein. " erklärte Shay dann und Yussefs Gesicht hellte sich auf.


      "Das ist eine gute Idee, das wusste ich nicht. Niemand hat mir gesagt das es an Bord so etwas gibt! Da sist ja großartig!" Yussef freute sich sichtlich


      "Die Emitterrrr sind deaktivierrrrt, Sirrr. Wegen den Enerrrrgiesparrrrmaßnahmen." erklärte K'erral dann jedoch und gab der Freude einen Dämpfer. "Derrr Raum wurrrde kaum genutzt und warr einerrr derr errrsten die wirrr abgeschalten haben."
      Shay seufzte und zuckte mit den Schultern. "Dann aktivieren sie ihn wieder. Wir lassen uns etwas anderes einfallen wie wir die Energie wieder einsparen." meinte er dann und der OPS wagte nicht zu widersprechen, ging in Gedanken aber noch einmal seine Kalkulationen durch.


      "Und der Alkohol?" fragte Yussef dann etwas mutiger nach diesem 'Sieg'.


      James grunzte ungehalten. "Ich hatte gestern schon angeboten ihn in der Messe zu trinken." erklärte er dann grummelig.


      Shay musterte nun den Arzt und verkniff sich einen Kommentar zu James Trinkgewohnheiten.


      "Das passt gut. Ich wollte sie ohnehin bereits bitten sich die Destillieranlage von Ms. Wells anzusehen und den Alkohol zu testen." meinte er dann und James Gesicht hellte isch auf. "Wir haben einen offizielle Destille an Bord? Wieso sagt mir das keiner?" fragte er dann mit breitem grinsen.
      Shay schmunzelte. "Noch nicht offiziell - wie gesagt ich möchte das der Alkohol vorher getestet wird - nicht das am Ende das halbe Schiff zu ihnen muss, Doc." meinte Shay dann und lehnte sich etwas zurück. "Gibt es sonst noch Gründe warum sie beide kein Quartier teilen sollten?" fragte er dann an beide Männer gewandt.
      James sah zu Yussef und Yussef zu James ehe beide den Kopf schüttelten.


      "Gut, dann weggetreten. Mr. K'erral, sie bleiben bitte noch kurz hier. Ich habe eine Idee wo wir die Energie die wir für die Kapelle brauchen vielleicht einsparen könnten." erklärte der CO und wartete bis Yussef und James den Raum verlassen hatten.






      # Zeit: MD 10.1130
      # Ort: Arrest / Quartier Luca


      Shay betrat den Arrestbereich und gab der Wache einen Wink. Der Andorianer wackelte mit den Fühlern um sein Unbehagen auszudrücken, verließ aber wortlos den Raum. Jori hatte den CO angekündigt und ihn vorgewarnt.
      Der Schotte trat an das einzige aktive Kraftfeld und musterte die Frau die auf der Pritsche lag und döste. Er räusperte sich und sie zuckte zusammen. Eshe schlug die Augen auf und brauchte einen Moment um sich daran zu erinnern wo sie war, dann wandte sich ihr Blick zu ihrem Besucher und sie sprang förmlich von der Pritsche um in Hab Acht Stellung vor dem Kraftfeld zu stehen. Shay musterte sie etliche Sekunden schweigsam weiter ehe erneute einen Wink gab.


      "Stehen sie bequem Ms. Johansson. Derartige Formalitäten sind nicht mehr nötig." erklärte er kühl. Eshe schluckte und entspannte sich mühsam wieder.


      "Sie haben entschieden was mit mir passieren soll?" fragte sie dann und wappnete sich für eine Antwort.


      Shay trat an das Kontrollfeld der Zelle und deaktivierte das Kraftfeld. Jetzt erst bemerkte Eshe das er etwas in der Hand hielt.


      "Streck deinen rechten Arm aus." verlangte er diesmal sanfter. Sie schluckte, folgte dem Befehl aber. Shay legte ihr den breiten Metallring um das Handgelenk und schloss ihn mit einem leisen Klick das wesentlich lauter in Eshes Ohren dröhnte.


      "Was ist das?" fragte sie dann und betrachtete das Ding an ihrem Handgelenk.


      "Wir werden den Arrestbereich offline schalten weil wir die Energie für andere Bereiche benötigen. Da du die einzige Inhaftierte hier bist habe ich beschlossen dich statt hier unterzubringen unter Quartierarrest zu stellen. Folge mir bitte." verlangte er nun und drehte sich zum Ausgang.


      Sie hatte nicht wirklich eine Wahl den kaum das sie aus dem Arrest waren gesellte sich der Andorianer von vorhin zu ihnen und folgte ebenfalls. Sie wusste das dies zum Protokoll gehörte dennoch fühlte sie sich sehr unwohl dabei. Crewmitglieder denen sie auf dem Gang begegneten beobachteten den kleinen Trupp. Jeder an Bord wusste was Eshe getan hatte. Der Flurfunk war in dieser Hinsicht rasend schnell.
      Nach einer Fahrt mit dem Turbolift und einem weiteren längeren Weg durch die Gänge des Schiffs erreichten sie schließlich ein Quartier. Jori stand davor und öffnete die Tür. Shay trat ein und Eshe folgte ihm.


      Kaum das sie im Quartier war hielt Jori sie jedoch auf und griff nach ihrem Handgelenk. Ein kurzer Druck mit drei seiner Finger weckte Eshes Armband zum Leben und es gab einen kurzes Piepen von sich. Außerdem begann ein grünes Lämpchen zu leuchten.
      "Sie werden dieses Armband nicht abnehmen können. Der Verschluss ist gesichert. Sollten sie es dennoch tun wird Alarm ausgelöst und sie wandern wieder in den Arrest und der Tatbestand wird zu der anderen Anklage hinzugefügt. Das gleiche gilt wenn sie unerlaubt das Quartier verlassen. Haben sie das verstanden?" fragte Jori und Eshe nickte. "Ja, Sir."


      "Ich werde außerdem eine Wache rund um die Uhr vor ihrem Quartier postieren." fuhr Jori fort und Eshe verzog das Gesicht.


      "Ist das wirklich nötig? Ich werde hier bleiben und ihnen keinen Ärger machen. Ich verspreche es!" meinte sie nicht das sie wirklich Hoffnung hatte der Eska würde sich erweichen lassen.
      Jori sah kurz zu Shay der es sich auf dem Sofa bequem gemacht hatte und wartete.


      "Die Wache ist auch zu ihrem Schutz da, Ms. Johansson." erklärte Jori und hielt ihrem Blick stand bis sie Eshe sich abwandte. Sie konnte sich vorstellen das nicht jeder an Bord begeistert davon war das sie nicht mehr im Arrest war. Angefangen bei ihrem Noch-Ehemann.


      "Wenn sie mich jetzt entschuldigen. Ich habe noch andere Dinge zu tun." meinte Jori dann und nickte Shay zu ehe er das Quartier verließ. Eshe sah sich einen Moment im Quartier um ehe sie ihren Blick wieder zu Shay wandte.


      "Danke." meinte sie leise doch Shay schüttelte den Kopf.


      "Du solltest dich nicht bedanken. Sobald wir wieder in unser Universum zurück gekehrt sind werde ich dich an die entsprechenden Stellen übergeben und man wird dich vor Gericht stellen, für das was du getan hast." erklärte er ruhig.
      "Ich verstehe." Eshe senkte den Kopf und für einen Moment wollte Shay nichts anderes tun als sie einfach in den Arm nehmen.
      "Du hast einen Mord begangen Eshe und schlimmer noch du hast es mit Absicht getan, es geplant." Shay schüttelte den Kopf.
      "Ich wollte Rasha nicht töten ich ..."
      "Nein, du wolltest deinen Mann töten. Macht es das besser?" fragte er und sah wie ihr Tränen in die Augen stiegen. "Himmel Eshe ..." Shay spürte wie die Emotionen in ihm hoch kochten. "Es hätte andere Möglichkeiten gegeben als das." meinte er schließlich.
      "Ich weiß das jetzt." erwiderte Eshe mit zittriger Stimme. "Aber damals ... ich wusste mir nicht anders zu helfen. Kannst du das nicht verstehen? Ich hatte Angst. Angst das er mich umbringt eines Tages, Angst das er Luca etwas antut ... ich wusste nicht was ich tun sollte und dann .... Ich wollte Rasha nicht töten. Ich ... " sie brach ab als sich die Tür zum Quartier öffnete.


      "Was...? Mama!" Luca hatte sein Quartier betreten nachdem er den andorianischen Wachmann davor misstrauisch beäugt hatte. Nun stürzte er in die Arme seiner Mutter die Mühe hatte ihre Tränen unter Kontrolle zu halten.


      "Müsstest du nicht in der Schule sein?" fragte Shay dann nachdem die beiden sich umarmt hatten und Eshe sich die Tränen aus dem Gesicht gewischt hatte. Luca musterte Shay misstrauisch. "Ich hab eine Stunde früher aus heute weil Ms. Granger krank ist." erklärte er dann. "Darf meine Mama bleiben?" fragte er dann zurück.


      Shay sah noch einmal zu Eshe. Ihre Unterhaltung würden sie ein andermal weiter führen müssen.


      "Fürs erste, ja. Deine Mum darf mit dir hier im Quartier wohnen, aber sie darf es nicht verlassen, okay?"


      Luca sah zu seiner Mutter und dann wieder zu Shay. "Du meinst sie hat Hausarrest? So wie ich wenn ich etwas angestellt habe?" fragte er dann und Shay lächelte kurz. "Ja, genau so." bestätigte er dann.


      "Für wie lange?" wollte er dann wissen und Shay wurde wieder ernst.


      "So lange bis wir wieder zurück in unserem Universum sind. Ich fürchte dann muss deine Mum in ein richtiges Gefängnis." Shay wollte dem Jungen nicht weh tun aber ihm die Wahrheit verschweigen würde später alles nur schlimmer machen.


      "Dann hoffe ich wir kommen nie zurück." erklärte er fest und beinah hätte Shay wieder gelächelt, doch in diesem Moment piepte sein Kommunikator.


      [Captain, wir haben Nachricht vom Außenteam. Sie wollten informiert werden sobald es etwas neues gibt.] erklang die Stimme mir dem russischen Akzent. "Ich bin auf dem Weg zur Brücke, Mr. Enovo." antwortete Shay und erhob sich.


      "Ich lasse euch zwei dann allein. Ich bin sicher ihr habt euch viel zu erzählen." verabschiedete er sich von den beiden und verließ das Quartier.


      </RPG>




      <SUM>


      # Zeit: MD 9.1440
      # Ort: Labor 1
      Shay erlebt eine unangenehme Überraschung und wird an alte Versprechen erinnert.




      # Zeit: MD 10.0810
      # Ort: Bereitschaftsraum CO
      Das Problem zwischen James und Yussef landet vor dem CO der einen Kompromiss vorschlägt, damit beide in einem Quartier leben können.




      # Zeit: MD 10.1130
      # Ort: Arrest / Quartier Luca
      Da man Energiereserven braucht wird der Arrestbereich abgeschalten und Shay erklärt Eshe das sie dadurch nun unter permanentem Quartierarrest steht.


      </SUM>


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