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  • Dominik
    4. Nov. 02:27
      Hallo,

      jetzt hoffe ich wirklich, dass ich damit gerade kein Crosspost
      fabriziere. Ich bin gerade daheim und entgegen aller Beteuerungen haben
      wir immer noch kein Internet daheim. Ich setze darauf, wenn ich zurück
      nach D gehe, dann haben wir immer noch kein Internet hier. Daher
      schreibe ich das ganze jetzt ohne www und werde heute Abend in der
      Schule das RPG absenden. Ach ja, ich verarbeite evtl. ein paar
      Ereignisse von hier im Star Trek Style.

      <RPG>

      Ort: Quartier des CM der USS Hephaistos
      Zeit: MD 10, 0355

      Diesmal nur in Unterwäsche hatte es sich der CM in seinem Bett bequem
      gemacht und die Türe verriegelt. Dieser Flüchtling, der hier aufgekreuzt
      war, raubte ihm noch den letzten Nerv. Gestern Abend erst hatten sie
      eine herrliche Unterhaltung, die er nochmal im Bett geistig Revue
      passieren lies:

      Ein erschöpfter Bordarzt war um 22 Uhr nach Hause gekommen und wollte es
      sich nur noch in seinem Bettchen bequem machen und schlafen. Vorher
      vielleicht auf dem Sofa noch ein bisschen Lesen und sich einen kleinen
      Gute-Nacht-Drink gönnen. Bis zur Schall-Dusche lief alles noch ganz gut
      und als er dann in seinem Bademantel am Tisch Platz genommen hatte,
      entspannte er sich sichtlich und es schien ein hervorragender Abend zu
      werden. Aber es war dann doch anders gekommen. Er öffnete sein kleines
      Schränkchen und holte ein Glas nebst einer Flasche Whiskey heraus.
      Liebevoll stellte er das Glas auf dem Tisch ab und goss
      Zwei-Finger-Breit von dem Highland Whiskey in das Glas. Gerade wollte er
      mit dem Schwenken anfangen, als es an der Tür klingelte.

      //Falls es ein medizinischer Notfall ist, werde ich ihn einfach in die
      Krankenstation zerren..// dachte James düster bei sich und öffnete die
      Türe zum Quartier. Ein verhunzeltes Männchen mit Bart stand vor der Tür
      und blickte ihn fragend an. "Wie kann ich Ihnen denn helfen?" fragte er
      freundlich. "Guten Abend und Salem Al Leikum.." grüßte er freundlich.
      "Mein Name ist Yussef Ali und mir wurde ein Schlafplatz in Ihrem
      Quartier zugeteilt. Ich werde es mit Ihnen so lange teilen, bis wir
      hoffentlich bald einen Siedlungsplatz finden können." Allagheny seufzte.
      "Na, dann kommen Sie mal rein, ich kann Ihnen nur einen Schlafplatz auf
      meiner Couch anbieten und da sitze ich gerade." "Das ist doch überhaupt
      kein Problem, Sir.", kam die Antwort freundlich. "Ich bringe Ihnen
      gleich eine Decke und ein Kissen."

      Yussef nahm auf dem Sofa Platz und nahm das Glas näher in Augenschein,
      als der CM sich in sein Schlafzimmer verabschiedet hatte. Eine Tasse Tee
      würde ihm gerade recht kommen. Er roch etwas an dem Glas und wandte dann
      den Blick angeekelt ab: Da war ja Alkohol drin. Und dieses Getränk war
      haram. "Aber ich werde Dich retten, mein Bruder," sagte er leise zu
      sich, nahm das Glas und kippte seinen Inhalt in das Waschbecken.

      Mit einem Kissen und einer Decke auf dem Arm erschien James wieder im
      Wohnzimmer. "Ich habe Ihnen hier..." Seine Worte stockten, als er das
      geleerte Glas erblickte. "Sie haben meinen Whiskey ausgesoffen?", fragte
      er als er Kissen und Bettdecke auf der Couch platzierte. "Nein, mein
      Bruder, ich habe Ihren Alkohol nicht getrunken, sondern Ihn entsorgt.
      Der Prophet, sein Name sei gesegnet, offenbarte uns im Koran, dass
      Alkohol haram, also unrein, ist. Ich möchte Ihnen im Gegenzug zu der
      freundlichen Aufnahme dabei helfen, von dieser Sünde loszukommen." Das
      Gesicht des CM durchlief verschiedene Farbschattierungen. Um jetzt
      nichts böses zu sagen, presste James die Lippen fest aufeinander. Als er
      sich wieder halbwegs unter Kontrolle hatte, fragte er ganz vorsichtig:
      "Sie haben also meinen Schnaps aufgrund Ihrer Religion weggeschüttet?"
      "Ja, das habe ich. Denn Alah weist uns an, einander zu helfen." "Nun,
      ich brauche jetzt eben einen Schnaps und ich bitte Sie so freundlich zu
      sein, meine Überzeugungen zu respektieren." Normalerweise sprach der CM
      nicht so freundlich, aber würde er seine Stimme auch nur etwas erheben,
      würde er diesem Yussef einen solchen Tritt in den Allerwertesten
      verpassen, dass dieser bis nach Mekka fliegen würde.

      "Bitte nehmen Sie Rücksicht auf meine Kultur. Ich kann  nicht in einem
      Quartier schlafen, in dem Alkohol konsumiert wird." "Dann möchten Sie
      vielleicht draußen auf dem Korridor übernachten?" "Nein, das darf ich
      auch nicht. Der Sicherheitschef hat uns das verboten und der OPS
      Offizier hat mich Ihrem Quartier zugewiesen." //Und mir halsen sie den
      religiösen Spinner auf. Hätten  Sie nicht den Bordalkoholiker für mich
      freihalten können?// "Gut, dann schlafen Sie möglichst schnell, in
      Zukunft nehme ich dann meinen Alkohol in der Offiziersmesse zu mir."
      sagte James um des lieben Friedens Willen. "Gute Nacht." Vorsichtshalber
      aktivierte er noch das Codeschloss an seinem Schnapsschrank und machte
      sich dann auf in sein Schlafzimmer, wo er sich entkleidete um dann in
      Ruhe schlafen zu können, doch der Schlaf kam nicht...

      ********
      Langsam dämmerte der Bordarzt in die Morpheus Welt hinüber. Er
      entspannte sich und seine Glieder wurden schwerer und steifer. Wenige
      Sekunden noch und die Tiefschlafphase würde bald einsetzen. Doch
      plöztlich ertönte ein infernalisches Geheul aus dem Wohnzimmer.
      Anscheinend lag jemand im Sterben. Adrenalin durchflutete James Körper,
      als er schließlich aus dem Bett aufsprang und ins Wohnzimmer raste.
      Yussef kniete dort auf einem Teppich, das Gesicht auf den Boden
      gedrückt, anscheinend schmerzverkrümmt. Dazu gab er leidende Laute von
      sich, die der schottische CM nicht wirklich deuten konnte.

      "Beruhigen Sie sich." sagte er vorsichtig als er mit dem medizinischen
      Trikorder den Scan begann. Die Lebenszeichen schienen nur alle ganz
      normal zu sein. Er berührte den Patienten vorsichtig um das Gesicht zu
      sehen. Mit seiner Hand wehrte der Hausgast den CM ab. Verwirrt nahm
      James auf der Couch Platz und wartete darauf, dass die Schmerzschreie
      abnahmen. Dann sah ihn Yussef an, als er aufstand. "Bitte stören Sie
      mich nicht mehr beim Gebet." sagte er abgeklärt. Das war jetzt zu viel.
      Der Schlaf- und Alkoholentzug war jetzt zu viel. "Und wie sieht es mit
      meinem Recht auf Schlaf aus? Muss ich jetzt damit jeden Morgen rechnen?"
      "Ich bete fünfmal am Tag zu festgesetzten Zeiten. Leider kann ich nicht
      nach Mekka beten, weil das Raumschiff sich zu schnell bewegt."

      "Rauß." forterte der grauhaarige CM leise. "Wie bitte?" "Ich sagte,
      rauß. Und damit meine ich, dass Sie bitte dieses Quartier hier räumen
      sollen. Bei allem Respekt für Ihre religiösen Überzeugungen. Ich bin der
      Bordarzt, ich brauche meine Nachtruhe und Entspannung." "Sie sind aber
      sehr intollerant. Sollten Sternenflottenoffiziere nicht jedermann
      gegenüber tollerant sein?" "Sie haben als erstes meinen Schnaps
      weggeschüttet und mir in meinem eigenen Quartier Alkoholverbot erteilt.
      Wo ist da die Tolleranz?" "Ich will Ihnen doch nur helfen." "Und jetzt
      respektieren Sie nicht einmal mein Recht auf eine Nachtruhe? Ich glaube,
      hier hakt es. Sie können sich ja mit Ihrem Teppich in einen Frachtraum
      legen, da gibt es sicher Platz, aber mir reicht es jetzt. Beschweren Sie
      sich beim Captain, beschweren Sie sich beim Föderationsrat, aber auch
      andere Menschen haben Rechte." James drückte Yussef das Kissen und die
      Bettdecke in die Hand. "Sehen Sie dies als Zeichen christlicher
      Nächstenliebe und jetzt rauß." Beleidigt verließ Yussef das Quartier.
      "Sie sind ein Schuh," bemerkte er zum Abschied. "Wenn schon bin ich ein
      Stiefel," bemerkte James lachend und schloß dann die Türe. Noch einen
      Kurzen vor dem Schlafengehen und dann sank er in den verdienten Schlaf,
      ohne von irgendwelchen Gebetsrufen belästigt zu werden.
      </RPG>

      <SUM>
      Ort: Quartier des CM der USS Hephaistos
      Zeit: MD 10, 0355

      James bekommt einen Flüchtling zugeteilt, der ihn wiederholt mit seiner
      Religion belästigt. Irgendwann ist James so sauer dass er Yussef Aly
      einfach aus seinem Quartier wirft, um wenigstens etwas Ruhe und
      Entspannung zu bekommen. Dieser ist natürlich total beleidigt.

      </SUM>

      Submitted by
      Lt.Cmdr. James M. Allagheny
      CM USS Hephaistos
      aka
      Dominik G.