Wird geladen ...
Beim Laden des Inhalts ist leider ein Fehler aufgetreten.

398Eine Spezies namens 'Mensch'

Nachrichten erweitern
  • v2vc
    15. Okt.
      Moin,

      nun kommt doch noch heute ein Mini-Beitrag zur Mini-Mission. Schönen
      Abend und eine gute Woche!

      <RPG>

      # Ort: Fremder Klasse M-Planet,
      # Zeit: MD 10.1100

      <Q>
      Das Gesicht des Mannes blieb jedoch weiter auf den Tricorder gerichtet,
      „ Es scheint sich um zwei Felder zu handeln, welche beide exakt 3 Hektar
      groß sind und eine präzise rechteckige Form aufweisen.“
      Joris Stirn legte sich in Falten, „Getreide das wild wächst würde sich
      wahrscheinlich nicht so ausbreiten, oder?“

      Der Wissenschaftler bewegte zögerlich den Kopf, „Nein, irgendwer musst
      es irgendwann so angelegt haben.“

      Umgehen scannte Elisa nach humanoiden Lebensformen, „Es gibt keine
      anderen Wesen auf dem Planeten, die in der Lage wären etwas
      anzupflanzen, außerdem gibt es keine Anzeichen verlassener Bauwerke,
      oder andere Überbleibsel einer höher entwickelten Kultur.
      </Q>

      Rodan Amaskiir blickte fieberhaft auf seinen Trikorder. In ihm war der
      wissenschaftliche Ehrgeiz erwacht, endlich den Durchbruch bei dieser
      Mission zu finden. Irgendwie war es ihm wichtig, allen zu beweisen, dass
      er nicht nur ein zufälliger Teil der Crew war, sondern ein kompetentes
      Mitglied und erstklassig ausgebildeter Wissenschafts-Offizier.

      Nun hatten irgendwie schon alle irgendwas gefunden. Er tippte fieberhaft
      auf die Kontrollfelder, berechnete, interpolierte ... endlich blinkte
      der Trikorder und gab einen langen *Bieeep* von sich.

      „Ich habe etwas entdeckt, in Richtung 2 Uhr, ca. 100 Meter“, teilte er
      schließlich den anderen triumphierend mit.

      Alle blickten in die Richtung und sahen eine kleine Anhöhe. Mit bloßem
      Auge war aber nichts zu erkennen.

      Jori gab allen ein Wink, hinter ihm zu bleiben, während er vorsichtig
      vorausging. In einer Hand den Trikorder, in der anderen den Phaser.
      Sicher war sicher. Als auch der Trikorder des Eska nur einen langen Laut
      von sich gab, winkte er den anderen, näherzukommen.

      „Was haben wir denn hier, außer einem Haufen Erde?“, erkundigte sich
      Catarina, die als letzte ankam und deren Sicht noch verdeckt war.

      „Wir haben hier vor allem Erde!“, erklärte der Denebianer. „Viel
      interessanter ist aber, was unter der Erde ist. Ca. einen halben Meter
      unter der Erde, um genau zu sein.“

      Emily blickte sich um, ob es nicht irgendetwas gab, mit dem man die Erde
      wegschieben könnte. Aber etwas wirklich Brauchbares schien es nicht zu
      geben. Also nahm sie das Halfter, in das ihr Trikorder eingehängt war,
      legte den Trikorder beisetie und versuchte mit der Halterung und den
      Händen ein Loch zu buddeln. Elisa nahm sich ein Beispiel und versuchte
      mit der Stiefelspitze die Bemühungen der Trill zu unterstützen.

      Was schließlich zum Vorschein kam, war eine Art Metallkiste. Sie war ca
      einen Meter lang und einen halben Meter breit. Nur der Deckel ragte aus
      der Erde empor. Wäre die Situation nicht so fremdartig gewesen, hätte
      Catarina fast an ein Kinderspiel gedacht, bei dem es darum ging, einen
      versteckten Schatz zu finden.

      Nun konnte Emily aber den Inhalt ihres Werkzeugkoffer einsetzen. In
      kürzester Zeit hatte sie den Deckel geöffnet und blies noch die letzten
      Erdkörnchen weg. Es war eine Art Konsole, die sie nun aus der Kiste hob
      und allen präsentierte. Sie war kugelförmig, allerdings war derzeit
      alles schwarz.

      „Und was haben wir hier?“, fragte Elisa an Rodan gewandt.

      „Ich kann es Ihnen nicht sagen, mein Trikorder hat es eben noch
      angezeigt, wie der von Lieutenant Tainia. Aber nun ist es wieder weg.
      Auch konnte ich nur diese Art Kiste scannen. Der Inhalt wurde nicht
      angezeigt.“ Er arbeitete wild an seinem Trikorder.

      Elisa blickt auf ihren Trikorder und sagte dann ruhig. „Wir haben gerade
      eines der Überlappungszeitfenster gehabt. Vermutlich wird sich unsere
      Anzeige im nächsten Zeitfenster aktualisieren. Ich schlage vor, wir
      versuchen die Zeit zu nutzen, die Kiste ganz zu bergen und im Shuttle
      die Zeit zu nutzen, einen dauerhaften Scan der Umgebung einzurichten.“

      „Ja, Commander.“ Rodan ärgerte sich ein wenig, dass er im Eifer des
      Gefechts nicht an diese seltsamen Sonnenüberlappungen gedacht hatte.
      Anscheinend wurde hier auf dem Planeten alles dadurch beeinflusst. Für
      den Moment hielt er aber den Vorschlag von Elisa geeignet, um für die
      nächste Runde besser gerüstet zu sein. Und schließlich war die zierliche
      Frau Leiterin des Außenteams.


      # Ort: Fremder Klasse M-Planet, Shuttle
      # Zeit: MD 10.1216

      Diesmal waren alle bestens vorbereitet und wie von Geisterhand gesteuert
      erwachte die Kugel wie aufs Stichwort im vorher berechneten Zeitfenster
      zum Leben: Sie blinkte wie wild, gab seltsame Geräusche von sich, nur um
      kurz darauf wieder im Schwarz und in Stille zu versinken.

      „Wir haben eine enorme Menge an Daten erhalten.“ Berichtete Rodan
      begeistert. Seine Finger huschten über die Konsole im Shuttle und auf
      den Displays waren hübsche Muster zu erkennen.

      „Sehr vielversprechend.“ Emily hatte den Kopf leicht schief gelegt und
      beobachtete die vor ihrem Auge vorbeirasenden Muster. „Und was hat es zu
      bedeuten?“

      Elisa deutete auf eine kleine Anzeige mit einer rot blinkenden
      Warnleuchte. „Der Computer arbeitet noch und die akustischen
      Aufzeichnungen konnten vom Universalübersetzer noch nicht übersetzt
      werden. Wir sollten dieses Zeitfenster nutzen, um ein Dekodierungs- und
      Übersetzungsprogramm zu entwickeln, damit wir bereit sind, wenn wir
      wieder Daten empfangen können.“


      # Ort: Fremder Klasse M-Planet, Shuttle
      # Zeit: MD 10.1440

      In einem weiteren Zeitfenster hatte der Computer des Shuttles noch mehr
      Daten empfangen, aber schließlich war es dem Außenteam gelungen, eine
      Übertragung in für sie lesbare Daten zu programmieren. Und schon bald
      hörten sie die noch ins Plärrende leicht verzerrte Stimme des Computers:

      [Versuchsprotokoll ‘Spezies Mensch’ 1. Eintrag: Vor vielen tausend
      Jahren gab es in unserem Universum einen Planeten, der von einer Spezies
      bewohnt war, die sich selber ‘Menschen’ nannten. Es handelt sich dabei
      um eine Spezies, die ...]

      Alle guckten sich erstaunt und sprachlos an.

      [... Die Spezies ist aufgrund von Umwelteinflüssen in ihrer Heimatwelt
      ausgestorben. Heute gibt es keine Exemplare mehr. Aufgrund von Funden
      auf der Heimatwelt dieser Spezies, versuchen wir in eine Reihe von
      Versuchen, die Art und Weise ihres Lebens nachzustellen. Daher wurden
      Versuche auf Planeten angesiedelt, deren Umweltbedingungen denen der
      Welt, die die Spezies Mensch selbst ‘Terra“ nannte, ähneln.]

      „Versuchen Sie mal, den letzten und aktuellsten Eintrag aufzurufen,
      Lieutenant.“ Elisa gab Rodan einen sanften Schubs, um die Aufmerksamkeit
      des Wissenschaftlers auf sich selber zu lenken. Rodan und Emily starrten
      beide völlig fasziniert auf die Diagramme und andere visuelle Daten und
      Aufzeichnungen, die sich nun parallel zur Audio-Aufzeichnung in für sie
      greifbare Daten manifestierten.

      „Äh, sofort, Commander.“ Er drückte ein paar Schaltflächen.

      [Versuchsprotokoll ‘Spezies Mensch’ 6500. Eintrag: Auf dem Planeten
      Ykalion, dessen Umweltbedingungen ähnlich wie auf dem Planeten Atrikon
      (Terra von den Menschen genannt) sind, haben wir ein Experiment für den
      Anbau von Nahrungsmitteln durchgeführt. Leider kommt es immer wieder zu
      Verschiebungen aufgrund der speziellen Konstellationen zu den Sonnen:

      Die Nutzungsfläche für die Gewinnung von Nahrungsmitteln war auf Atrikon
      einzelnen Personen oder Personengruppen zugeteilt. Um die Flächen besser
      voneinander abzugrenzen, wurden dazu geometrische Formen mit geraden
      Linien benutzt. Diese eigneten sich zudem besser, um Nahrungsmitteln,
      die per Bodenwuchs produziert wurden, effizient einzusammeln. Eines der
      Nahrungsmittel der Spezies Mensch war Getreide. Dieses wurde in
      verschiedenen Arten produziert. In Versuchsanordnung y-MSü-34t wurde das
      Getreide genannt ‘Gerste’ in zwei typischen geometrischen Feldern
      angebaut. Untersucht werden soll, ob und wie sich die Umwelteinflüsse
      auf die Entwicklung auswirken, dazu werden die Felder in
      unterschiedlichen Abständen bewässert, erwärmt ...]

      „Dann ist das nicht nur eine Aufzeichnung, sondern auch der Computer,
      der die Versuche durchführt.“ Stellte Emily fest und dachte an das
      ballartige Gerät, was sie vorhin aus der Kiste gehoben hatte.

      „Wir sind in dieser Zeitlinie also so eine Art Versuchskaninchen?“
      Catarina hatte so viel Abscheu wie nur möglich in ihre Stimme gelegt.

      „Scheint so“, Elisa seufzte tief, „höchste Zeit, die Hephaistos zu
      informieren. Denn schließlich sind wir mitten in ein wissenschaftliches
      Experiment geplatzt und wir wissen nicht, wann die Wissenschaftler
      dieses Experiments wieder auftauschen und wie sie reagieren, dass es
      doch noch Menschen in diesem Zeitrahmen gibt, und dass die auch noch auf
      ein Experiment gestoßen sind, das sie selber zum Thema hat. Es ist
      höchste Vorsicht geboten.“

      </RPG>

      <SUM>

      # Ort: Fremder Klasse M-Planet,
      # Zeit: MD 10.1100
      Das Außenteam entdeckt eine Art Konsole. Allerdings muss man warten, bis
      sich das nächste Zeitfenster öffnet, um Daten zu empfangen.

      # Ort: Fremder Klasse M-Planet, Shuttle
      # Zeit: MD 10.1216
      Das Außenteam empfängt eine große Menge Daten. Allerdings müssen sie
      noch eine Dekodierung entwickeln.

      # Ort: Fremder Klasse M-Planet, Shuttle
      # Zeit: MD 10.1440
      Das Außenteam erfährt, dass sie auf einen Versuch gestoßen sind, das
      Leben der Menschen, die in dieser Zeitlinie ausgestorben sind,
      nachzuvollziehen.

      </SUM>

      submitted by
      Kim
      aka
      LtCmdr. Ettore Ludovico della Scala
      CNS – USS Hephaistos
      SD 231015.9