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394Kompetenz-Gerangel

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  • v2vc
    19. Sep.
      <RPG>

      # Ort: Quartier della Scala
      # Zeit: MD 4.2215

      <Q>
      "Bevor ich CO wurde war ich CSO. Eshe war eine meiner besten in der
      Abteilung. Es gab damals Gerüchte das wir beide eine Affaire hätten.
      Gerüchte die nicht der Wahrheit entsprachen, was nicht heißt das ihr
      Mann nicht auch davon gehört hatte. Ich hatte einmal ein kurzes und
      seltsames Gespräch mit ihm. Jetzt im nachhinein - wenn ich die
      Hintergründe kenne - " Shay stockte und schüttelte den Kopf. "Ich wusste
      das irgendwas nicht in Ordnung war aber ich habe nicht nachgehakt. Mich
      nicht gekümmert. Und das obwohl ich Luca mein Leben verdanke. Dann kam
      noch meine Versetzung auf dem EO Posten und ... " er zuckte mit den
      Schultern. "Deshalb kann ich mich nicht zum Richter aufschwingen. So
      sehr ich ihre Tat verurteile - ich fürchte zu einem Teil trage ich
      zumindest eine moralische Mitschuld."

      Melody drückte Shays Schulter und reichte ihm eine neue Tasse mit
      dampfendem Tee die er mit einem dankbaren lächeln entgegen nahm.
      </Q>

      „Hey, und ich bekomme keinen?“, fragte Ettore und hielt seine Tasse hoch.

      Melody rollte sehr übertrieben mit den Augen. „Der Herr ist hier zuhause
      und sollte sich daher anders als unser Gast selber bedienen.“

      „Schon gut.“ Ettore stand lachend auf und ging zu der Teekanne, die
      Melody ein paar Meter weiter, wie immer sicherheitshalber außerhalb der
      Reichweite von Kindern aufbewahrt hatte. Er stellte die Tasse ab, goß in
      die dort noch stehende Tasse von Melody und sich dann nach. Er brachte
      erst ihr ihre Tasse, die sie mit einem breiten Lächeln entgegennahm.
      Dann holte ers sich seine und nutzte den Augenblick, um kurz über das
      nachzudenken, was Shay ihm gerade gesagt hatte.

      „Nun, das alles mag sicher ein Grund sein, Sir. Aber nichtsdestotrotz
      sind Sie der Captain. Das bedeutet, die Entscheidung liegt bei Ihnen“,
      sagte er schließlich.

      „Ob ich beide im Arrest versauern lasse, oder nicht?“ Shay hatte einen
      leicht spöttelnden Ton angeschlagen.

      „Wir sind hier sehr weit weg von uns vertrauten Strukturen. Räumlich,
      zeitlich und auch die Ausnahmesituation mit den Flüchtlingen. Es wir
      ohnehin keine einfache Lösung geben, da wir niemanden schnell
      irgendwohin transportieren können, noch können wir jemanden bitten,
      einfach von Bord zu gehen. Aber dennoch liegt die Entscheidung bei
      Ihnen. Sie sind der Captain.“ Ettore hatte die Tasse auf seinem Bein
      abgestellt und drehte sie dort hin und her.

      Einen Augenblick herrschte Schweigen.

      „Was meinen Sie damit nun genau?“, fragte der Skipper leise.

      Ettore hatte die Tasse inzwischen auf den Tisch gestellt. Er legte die
      Finger auf die von der Tasse gewärmte Stelle am Bein. Dann sah er den
      Schotten direkt an.

      „Egal ob befangen oder nicht - und ich betone, wie löblich ich es finde,
      dass Sie sich selber so einschätzen, um von Anfang an fair zu sein - Sie
      sind als Captain die letzte Instanz in diesem Schiff. Daher können nur
      Sie eine Verurteilung anordnen, Ihr Befehl kann einer Rechtssprechung
      vorübergehend entsprechen. Sie können also eine gerichtlichen
      Untersuchung anordnen, ohne dass Sie selber als Rechtsprechende in
      Erscheinung treten müssen. An dem Befehl zur Untersuchung des Falles ist
      nichts angreifbar. Sie können eine neutrale Person als Richter berufen,
      so z. B. Mr. Kendrick. Er hat sicher Erfahrung, einen solchen Prozess,
      wenn er denn Anklage erheben will, zu führen.“

      Ettore sah, wie Shay sich noch immer nicht so richtig wohl fühlte.

      „Sie können auch mich fragen. Oder jeden anderen Offizier für diese
      Aufgabe berufen, der neutral diesen Fall behandeln kann. Aber diesen
      Befehl müssen Sie geben. Danach steht es natürlich der berufenen Person
      frei, Sie als Zeugen zu berufen.“

      Shay nickte kurz. Er verstand jetzt, was der Italiener meinte. Auch ohne
      selber als letzte Instanz aufzutreten, wie es normalerweise ein Captain
      auf seinem Schiff täte, musste er dennoch die Anordnung dafür geben.

      „Also, wie ich das so sehe, was ich bisher mitbekommen habe davon, hat
      sie das vielleicht für ihren Sohn gemacht“, schaltete Melody sich ins
      Gespräch mit ein. Sie hatte ohne Rücksicht auf den Besuch die Beine auf
      dem Sofa gemütlich hochgezogen und sich in die Kissen gelümmelt, die
      Tasse mit Tee in den Händen, als wolle sie sich dran wärmen.

      Shay guckte erst sie dann Ettore fragend an.

      „Nein, nein, ich weiß das nicht von ihm“, sie nickte kurz Richtung
      Ettore, „keine Sorge! Aber die Gespräche der Crew auf den Fluren und in
      der Messe sind recht eindeutig, was da wohl vorgefallen sei. Die meisten
      geben beiden die Schuld, ihr für die Tat, ihm für die Mißhandlung. Die
      meisten glauben, eine gerechte Strafe wäre eine räumliche Trennung der
      beiden. Natürlich muss ein Mord verurteilt werden. Das sehen auch alle
      so, aber für ihn können sich viele eine Degradierung und Dienst in einer
      neuen Abteilung vorstellen. Nicht, weil sie ihn für besser halten, nur
      weil die Tat weniger schwerwiegend ist. Für sie glauben viele, dass es
      nicht ohne einen Prozess und Arrest gehen wird. Dennoch können sich
      viele vorstellen, dass sie mit Luca zu Besuch im Arrest gehen würden,
      damit er seine Mutter sehen kann.“

      Sie war mit ihren Ausführungen, die wie beiläufig klangen fertig. Nun
      klatschte sie einmal in die Hände. „Bitte sehr, ‘dem Volk mal direkt
      aufs Maul geschaut’, wie man so sagt.“

      Shay konnte sich ein Lächeln nicht verkneifen, ob dieses Redeschwalls.
      Er konnte fragte sich wieder mal, wie die beiden wohl zusammengefunden
      hatten, so unterschiedlich wie sie waren.

      „Ich werde darüber nachdenken, was zu tun ist. Ich gebe Ihnen recht,
      Counselor, dass etwas unternommen werden muss. Aber vielleicht können
      wir den Abend mit etwas weniger anstrengenden Themen beenden, wo wir
      hier so gemütlich sitzen“, schlug er vor.

      „Psycho-Couch ist Psycho-Couch!“, meinte Melody und lachte dabei ein
      perlendes Lachen. Ettore und Shay konnten sich ebenfalls ein Lächeln
      nicht verkneifen.

      <NRPG> So, Ball zurück, wie entscheidet sich Shay wohl? </NRPG>


      # Ort: USS Hephaistos – Küche
      # Zeit: MD 5.1000

      <Q>
      „Explodiert es? Oder verbraucht es Ressourcen die abgezählt sind“,
      nährte sich Nick der Lösung seiner Fragen?
      Emily wank lächelnd ab, „Nein, bei den Götter… an die Rationsregeln halt
      ich mich… ich habe nur eine Destille zum Schnapsbrennen gebaut.“
      Den beiden Männern fiel nun fast alles aus dem Gesicht. Erst nach einem
      Moment des Schweigens konnte Nik sich wieder sammeln, „Du hast aber
      bestimmt vorher mit dem Commander gesprochen, oder wenigstens mit Ensign
      K’erral?“

      Schuldbewusste wurde der Blick der Trill, „Das habe ich dann ganz
      vielleicht unter Umständen vergessen.“
      </Q>

      Die beiden stürzten sich neugierig auf das neue Objekt. Emily zeigte
      schnell die Funktionsweise, um so ein wenig von den wohl nicht ganz so
      protokollmäßigen Vorgehensweisen bei der Erstellung abzulenken.

      In diesem Augenblick öffnete sich das Schott und Jori und K’erral traten
      herein. Sofort hielten alle in ihrer Handlung inne. Jori zückte seinen
      Trikorder und scannte sofort das unbekannte Gerät. Er wurde aus seinen
      Anzeigen aber nicht so recht schlau.

      „Was haben wir hier?“, erkundigte sich der CSO mit Nachdruck.

      „Eine Schnapdestille von Ensin Wells“, antwortete Nick so stolz, als
      hätte er selber das Werk vollbracht.

      // Mist!// durchfuhr es Em, schien wohl nicht so ganz geklappt zu haben,
      mit dem Ablenkungsmannöver. „Äh, ja....“ gab die Trill zu und
      versuchte, sich dabei so unsichtbar wie möglich zu machen.

      K’erral umschlich derzeit die Apparatur, begutachtete sie sehr gründlich
      und schnupperte dabei, dass seine Barthaare leicht zuckten. „Ich kann
      mich nicht errrinnerrrn, diese zusätzlichen Rrresourrrcen genehmigt zu
      haben, Ensign.“ Er war schließlich mit seiner Inspektion fertig und ließ
      seinen Blick nun auf Em ruhen.

      Diese versuchte sich wenn möglich noch unsichtbarer zu machen. Temba kam
      nun in einem vergeblichen Versuch der Unterstützung: „Aber das ist doch
      voll die gute Idee gewesen, wenigstens etwas Spaß und eintauschen können
      wir das auch!“

      K’erral schien das nicht so zu sehen. Er rümpfte die Nase. „Dies ist
      eindeutig eine Verrrschwendung kostbarrrerrr Rrresourrrcen. Daherrr
      werrrde ich soforrrt eine Rrrationierrrung durrrchführrren. Computerrr,
      Rrrationen von Ensign Wells um 50 Prrrozent für die nächsten 7 Tage
      einschrrränken.“

      [Änderung registriert: Ensign Emily Lesi Wells stehen für 7 Tage 50
      Prozent der Nahrungsrationen zur Verfügung.]

      Em wollte den Mund aufmachen, um zu protestieren, schließlich hatte sie
      das hier zum Wohl aller gemacht, kam aber nicht dazu, denn da mischte
      sich Jori ein.

      „Dies ist keine Frage der Ressourcen, Ensign K’erral. Es geht hier um
      die Sicherheit auf dem Schiff, wenn wir zu viele Personen an Bord haben
      und dann auch noch Alkohol im Spiel ist. Deshalb ist es an mir, hier
      Maßnahmen zu ergreifen... Computer ...“

      „Hey, Sie wollen doch sicher nicht...“, protestierte Em nun lautstark,
      aber da fuhr K’erral schon wieder dazwischen.

      „Nein, Lieutenant Tainia. Es geht hierrr um Rrressourrrcen aus dem
      Berrreich des schiffsweiten Vorrrrats, das ist eindeutig ein Fall fürrr
      die OPS!“, rief der Caitianer und ließ einmal kurz die Zähne aufblecken.

      „Sir, die Sicherheit des Schiffs ist in Gefahr, wenn alle an Bord
      besoffen sind, dann können wir weder nach außen handeln, noch innen Ruhe
      bewahren zwischen den Flüchtlingen untereinander und mit der Crew!“
      Joris Adern am Hald pulsierten gefährlich.

      Nachdem dieser Streit noch einige Runden so weiter ging, begannen die
      beiden Männer plötzlich - ihren Instinkten folgend - mit einem
      Handgemenge. Schon bald hatte sich durch den Lärm angelockt ein Teil der
      Crew als Schaulustige versammelt.

      Emily stand wie angewurzelt und wusste nicht, ob sie nun lachen oder
      weinen sollte. Da hatten nun beide Offiziere einen Streit
      heraufbeschworen, den sie eigentlich hatten verhindern wollen. Auch wenn
      sie kein Psychologe war, konnte sie doch erkennen, dass sich die
      angespannte Stimmung der letzten Tage nun in diesem Streit einfach ein
      Ventil suchte.

      Sie sah, wie sich die beiden weiter schlugen. K’erral war wendiger und
      schneller, aber Jori war kräftiger. Beide besaßen diesen Instinkt, wenn
      sie einmal eine Fährte aufgenommen hatten...

      „Ich finde wirklich, wir könnten es ja handeln...“ Es war ein letzter
      Versuch der Trill, noch etwas zu diesem Thema zu sagen.

      Aber die beiden Streitenden wollten nicht aufhören. Schließlih klatschte
      sie auf ihr Abzeichen. „Hier Ensign Wells, Transporterraum, erfassen Sie
      die Signale von Ensign K’erral und Lt. Tainia und beamen Sie sie direkt
      auf die Krankenstation. - Krankenstation, machen Sie sich auf die
      Ankunft zweier Personen nach einem Handgemenge bereit.“

      Sie guckte zu, wie sich die beiden im Licht des Transporters
      entmaterialisierten. Dan zuckte sie mit den Schultern: „Männer!“

      </RPG>

      <SUM>

      # Ort: Quartier della Scala
      # Zeit: MD 4.2215
      Ettore erklärt, dass die Entscheidung für einen Prozess gegen Eshe immer
      noch beim Captain liegt.

      # Ort: USS Hephaistos – Küche
      # Zeit: MD 5.1000
      Ein etwas handgreifliches Kompetenzgerangel, in wessen Bereich Emilys
      unerlaubte Schnapsdestille gehört zwischen Jori und K’erral.

      </SUM>

      submitted by
      Kim
      aka
      LtCmdr. Ettore Ludovico della Scala
      CNS – USS Hephaistos
      SD 230919.9
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