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392Der Hades ist voll

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  • Alexander Schneider
    23. Aug.
      Ort: Gänge der Olymp

      Zeit: MD 6.0800

      K’erral hatte die Hände in den Rücken gelegt und ging schon fast
      gedankenverloren über durch die Gänge der Olymp. Er hatte sich angewöhnt
      viele Strecken zu Fuß zurück zulegen, denn die Turbolifte benötigten
      Strom und durch die deutliche Verdichtung an Menschen auf dem Schiff,
      waren die meisten System eh schon einer deutlichen höheren Last. Die
      Menge der zusätzlichen Personen könnte noch zum Problem werden. Selbst
      bei der Rationierung die momentan herrschte. Die Tarnvorrichtung musste
      immerhin auch ungeplant versorgt werden. All diese Dinge sind eigentlich
      kein Problem, das wusste er, doch alles zusammen könnte über die Zeit
      Probleme verursachen. Zumindest hatten mittlerweile viele etwas zu tun
      und wurden dadurch abgelenkt. Doch wie lange konnten die Crew und das
      Schiff diesen Zustand halten?  Sobald wir in einen ausgiebigeren Kampf
      kommen sollte, könnte es vorbei sein mit der ein oder anderen
      „Annehmlichkeit“ die es momentan noch gibt.

      Beiläufig und mit deutlich sorgenvollem Gesicht grüßte er andere
      Crewmitglieder, die ihm entgegen kamen. Er war so in Gedanken, dass er
      ihre Gesichter gar nicht wirklich wahrnahm. Schon fast Instinktiv wich
      er den anderen Personen in den Gängen aus. Er war zwar noch auf der
      Olymp,  doch auch hier konnte man merken, dass die meiste reguläre Crew
      mittlerweile auf der Olymp zu finden war.

      Plötzlich stand er vor dem Turbolift, den er direkt in den Hades nehmen
      wollte.  Er wartete geduldig vor dem Turbolift, doch auch die Wartezeit
      war länger als sonst. Vermutlich fuhren mehr Leute mit den Turboliften
      als es nötig wäre. Er überlegte selbst auch, ob er nicht hätte besser
      die sieben Decks zu Fuß hinter sich gebracht, doch in diesem Moment
      öffnete sich die Turbolifttür und die Crewmen strömten ihm entgegen.  Er
      war bei Seite getreten und stieg schließlich ein. Erst jetzt bemerkte
      er, dass noch weinige anderen sich vor dem Lift gesammelt hatten.
      Gedankenverloren sagte er „Deck 10“.

      Ort: Hades

      Zeit: MD 6.0900

      Die Turbolifttür öffnete sich und K’erral trat heraus. Noch immer in
      Gedanken sämtliche Horrorszenarien durchdenkend. Die Crewmen die mit ihm
      im Lift standen schmunzelten zu Beginn, denn sie merkten dass der OPS
      scheinbar in eine andere Welt gerutscht war. Doch mittlerweile ist das
      Lächeln eher einem leicht verstörten Gesichtsausdruck gewichen, denn
      einer der jungen Crewmen bemerkte plötzlich, dass es sich wohl wieder um
      ein Problem handle, wenn der OPS so abgedriftet sei. Da wurde es ihnen
      klar. Immer wenn sie dem OPS so begegnet waren, kam kurze Zeit später
      entweder Arbeit auf sie zu, oder eine Rationierung, oder gar beides.
      Schließlich schlichen sie schnell alle aus dem Turbolift und ließen den
      OPs wieder seines Weges gehen.

      K’erral bemerkte von all dem nichts. Seine Sorgenfalten waren
      mittlerweile sein ständiger Begleiter. Egal wo er hinging, war es
      irgendwo am Limit. Er folgte dem Gang zur Brücke der Hades; sie war als
      Sicherheitsbereich abgesperrt und er konnte dort am besten die
      spezifischen Systeme der Hades kontrollieren. Außerdem stand noch ein
      Treffen mit Ms. Kanor an. Hoffentlich hatte sie gute Nachrichten für ihn.

      In der Brücke angekommen tippte er routiniert auf eine der Wandkonsolen
      und die leuchtete auf.  Er blickte auf die Werte und ließ sich einen
      Parameter nach dem Anderen anzeigen. Er verglich sie mit seinen Daten
      auf seinem PADD und nickte alles ab. Die Abweichungen waren in der
      üblichen Toleranz.  So wie jeden Tag, den er hier unten verbrachte. 
      Nach einigen Minuten und vielen Anzeigen später tippte er wieder auf den
      Bildschirm welcher sich danach direkt wieder ausschaltete.

      Er verließ die verdunkelte Brücke und versiegelte wieder die Tür hinter
      sich. Etwas befreit von seinen Sorgen atmete er kurz durch und machte
      sich auf den Weg zu Ms. Kanor. Er blickte nochmals auf das PADD.
      //Quartier 13.12// Er blickte auf und machte sich wieder zu Fuß auf den
      Weg zu den Quartieren.

      Schließlich erreichte er die Quartier auf Deck 13. Er wusste dass einige
      Familien dabei gewesen waren, doch das hätte er nicht vermutet. Kaum
      betrat er das Deck wurde er schon fast von einer ganzen Horde von
      Kindern überrannt, die scheinbar auf dem Gang spielten. Die meisten
      Konsolen an den Wänden waren ausgeschaltet um Energie zu sparen. Es
      lohnte sich an sich auch nicht sie zu starten, denn das meiste der
      Datenbanken und Zugriffsmöglichkeiten waren versiegelt worden. Er
      blickte auf die erste Quartierbezeichnung in seiner Nähe // 13.02//. Er
      seufzte kurz und begann seinen Weg durch die Gänge. Es war schon auf der
      Olymp deutlich voller geworden, doch es war kein Vergleich zur Hades.
      Zwar war die neue Aufteilung deutlich besser für die Flüchtlinge, doch
      hatte die Hephaistos definitiv ihre Kapazitäten überschritten. Diesmal
      konnte er kaum noch den Leuten ausweichen. Die Quartiere waren so stark
      belegt, dass sich scheinbar vieles des alltäglichen Lebens auf den
      Gängen abspielt. Stellenweise waren die Türen zu den Quartieren offen
      und K’erral sah dass manche Quartiere mit Decken nochmals unterteilt waren.

      K’erral drängte sich durch die Leute, ohne viel Aufsehen zu erzeugen.
      Zumindest nicht mehr Aufsehen als ein Sternenflottenoffizier hier unten
      eh auf sich zieht. Schließlich erreichte er die Tür an der //13.12//
      Stand und wollte grade die Türklingel betätigen, als er mit einem
      Lächeln überrascht feststellte, dass die Tür ebenfalls schon die ganze
      Zeit geöffnet war, nur er doch irgendwie zu sehr in Gedanken war.

      „Kommen sie herein Ensign.“ Hörte der junge OPS schließlich von
      innerhalb des Quartiers.

      Der Caitianer trat ein. Das Quartier glich eher einem Lager. Es war wie
      viele der anderen Quartiere mit Decken und Tüchern unterteilt, so dass
      die Bewohner der Quartiere einen Ansatz von Privatsphäre haben.

      „Was kann ich heute für sie tun Ensign?“ fragte Ms. Kanor routiniert.

      „Ich bin hierrr um wie immer nach dem Rrrechten zu sehen. Wie ist die
      Moral bei den Flüchtlingen?“ antwortete der Caitianer genauso routiniert.

      Ms. Kanor schmunzelte. Sie schien diese beengte Situation gut zu
      verarbeiten. „Es gibt hier unten nichts neues Ensign. Kleinere
      Streitereien durch die Beengte Umgebung, doch nichts, dass wir hier
      unten vernünftig klären können. Doch die Rationierung und die allgemeine
      Situation sind für die meisten deutlich belastend.“

      K’erral wusste dass sie recht hatte mit dem was da sagte, doch solange
      es funktioniert, funktioniert es. „Das klingt soweit gut. Sie wissen ja,
      dass sie sich immer an mich wenden können, sollten sie Unterstützung
      benötigen. Wir können hier unten keine großen Streitereien gebrauchen.“

      „Natürlich. Aber lassen sie die Probleme uns selbst klären. Sonst würden
      sie sich eher wie Gefangene fühlen statt wie Gäste.“

      „Gut Ms. Kanor. Ich danke ihnen und ich werrde es verrsuchen so
      einzurrichten. Eine Komplette Eigenständigkeit kann ich ihnen aberrr
      nicht garrantieren. Das verrstehen sie sicherlich.“ Erklärte ihr der
      Caitianer.

      Die junge Cardassianerin nickte „Gut, dann sehen wir uns morgen wieder?“

      „So wie immerrr.“ Bestätigte K’erral und nickte ihr noch einmal zum
      Abschied zu, bevor er umdrehte und sich auf den langen Weg zurück zur
      Olymp machte.

      </rpg>

      <sum>

      Ort: Gänge der Olymp

      Zeit: MD 6.0800

      Die Gänge auf der Olymp sind deutlich voller und K’erral grübelt über
      die noch kommenden Probleme, die noch entstehen könnten.

      Ort: Hades

      Zeit: MD 6.0900

      Der Weg des OPS führte ihn Schließlich zur Hadessektion in der die
      Flüchtlinge in den beengten Gängen und Quartieren eine Art Zeltstatt
      aufgebaut haben. Ms. Kanor meldet dem OPS jedoch dass es keine Probleme
      gibt, doch wünscht sich eine Art Eigenständigkeit für die Sektion und
      ihre Flüchtlinge.

      </sum>

      Das Ganze als kleiner Eindruck zur Situation mit den Flüchtlingen und
      als Rückmeldung ins aktive schreiben.

      Gruß

      Alex



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