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384Der lange Weg

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  • marc_t_osborne
    26. Juni
      <NRPG>


      So, nochmals Grüße an alle und hier also das Einstiegspost von Rodan, die Bio schick kommt dann heute Abend oder morgen früh über die NRPG-Liste. Nicht erschrecken weils so viel ist, aber um von einem verschollenen Schiff auf ein anderes verschollenes Schiff zu kommen dauerts halt leider ein bisschen Story :-)

      </NRPG>




      <RPG>


      Zeit: SD 221208
      Ort: Deep Space Four, Sensorüberwachung, Nachtschicht


      „Du, da ist ein unbekanntes Objekt gerade in unsere Sensorreichweite eingedrungen!“
      Phexx war leicht aufgeregt und deutete mit seinem blauen Finger auf einen kleinen, blinkenden grauen Punkt, der sich gerade vom linken oberen Bildrand in die schematische Darstellung des Weltalls auf seiner Konsole schob, in deren Mitte sich Deep Space Four befand.


      Petty Officer Shawn Matheson, versuchte seinen bolianischen Kollegen an der Sensorenphalanx von Deep Space Four etwas zu beruhigen.
      „Wow, das ist bestimmt eine feindliche Flotte. Nein, lass mal schauen, das wird wohl nur ein Asteroid sein.“ sagte er, nahm die Füße von der Konsole, drehte sich zu Phexx hin und beobachtete dessen Displayanzeige.


      Kurz darauf tippte Matheson etwas auf seiner eigenen Konsole ein, seine Mine wurde sichtlich nachdenklicher. Er kratzte sich am Kopf, äußerste ein knappes „Hmmm.., ich verstärke mal die Scanner“ und tippte wieder etwas ein. Ungläubig rückte er seinen Kopf etwas näher an das Display.
      „Das ist eine Rettungskapsel.“ sagte er überrascht. Und nach einer kurzen Pause fügte er hinzu „Und ich empfange schwache Lebenszeichen.“


      Auch Phexx war nun noch nervöser als vorhin. „Lass uns doch mal die Signatur genauer überprüfen, vielleicht können wir ja herausfinden, was für eine Rettungskapsel das ist.“


      Matheson tippte kurz geschäftig und mit der Zunge zwischen den Lippen auf der Konsole herum und weitete dann seine Augen, als er das Ergebnis neben dem keinen Objekt auf der schematischen Darstellung der Sternenkarte eingeblendet sah. „Die ist von der Gallantry!“ rief er aus.
      „Die Gallantry?“ fragte Phexx.
      „Die Gallantry ist ein Föderationsschiff der Sovereign-Class, das vor knapp drei Jahren, glaube ich, verschwunden ist. Man hat zwei Suchschiffe ausgesandt, die USS … weiß ich nicht mehr, irgendwas mit A und die Spirit of St. Louis. Deep Space Four war damals die nächste Raumstation, wir standen ständig in Kontakt mit Schiffen in der weiteren Umgebung, ob denn die Gallantry wieder auftaucht. Die Spirit of St. Louis sucht immer noch nach ihr.“


      Phexx nickte, und überprüfte die Daten selbst nochmal. „Zweifellos, die Kapsel ist von der Gallantry. Ich glaube, wir sollten das weiterleiten.“




      Zeit: SD 221211
      Ort: Deep Space Four, Medizinische Abteilung


      Der leitende medizinische Offizier und der OPS von Deep Space Four, Cmdr. Ingram und Cmdr. Gataar standen zu jeweils einer Seite an einem Krankenbett.
      „Wie sieht es denn nun konkret aus, Cmdr. Ingram?“ fragte der bajoranische OPS den Chefmediziner.
      „Nun, im Moment ist der Patient ins künstliche Koma gelegt worden, wir haben es gestern geschafft, ihn aus seiner Kryostase zu holen. Er war ansprechbar und bestätigte unsere Vermutungen, dass es sich bei ihm um Lt. Rodan Amaskiir handelt, dem stellvertrenden CWI der Gallantry. Allerdings scheinen seinem Gedächtnis die drei Jahre zu fehlen, seit die Gallantry verschwunden ist. Auch sein Körper scheint während dieser Zeit nicht gealtert zu sein.“


      „Wie ist das möglich?“ fragte Gataar.
      Ingram zuckte mit den Schultern und schürzte die Lippen. „Wir wissen es nicht. Wir wissen auch noch nicht, wie lange Mr. Amaskiir tatsächlich in dieser Kryostase lag und ob er irgendwelche Folgeschäden davongetragen hat. Ganz zu schweigen von der Tatsache, dass ihm offenbar drei Jahre fehlen. Ich weiß nicht, wie er das weg steckt.“
      Der OPS seufzte. „Ich denke wir sollten so schnell wie möglich das FKOM und die Spirit of St. Louis benachrichtigen, dass wir zumindest ein verloren gegangenes Crewmitglied der Gallantry wieder gefunden haben. Vielleicht gibt die Flugbahn der Rettungskapsel Aufschluss darüber, wo die Gallantry ist.“




      Zeit: SD 221212
      Ort: USS Spirit of St. Louis


      Shareen Amaskiir wunderte sich, weshalb der Captain sie wohl sehen mochte. Sie konnte sich nicht daran erinnern, etwas falsch gemacht zu haben. Die erste Zeit auf der Spirit brauchte sie zwar etwas mehr Unterstützung als die anderen im Maschinenraum, aber dafür, dass sie vorher nur Shuttle repariert hatte, lernte sie schnell.


      Shareen war nur durch Zufall auf die Spirit of St. Louis gekommen, weil sie Verdacht schöpfte, als sie vor drei Jahren am gleichen Tag Cmdr. Garrett, Captain McQueen und Cmdr. Osborne auf der McKinley-Raumstation sah, auf der sie als Frachtpilotin arbeitete. Sie kannte alle drei von ihrer früheren Arbeit auf der Gallantry. Unter Cmdr. Marc T. Osborne war sie sogar in der FLG-Abteilung gewesen. Der Kanadier war es dann auch, den Shareen ansprach. Allerdings hielt dieser sich vage, da die Mission, wie sie im Nachhinein erfuhr, eine Geheime war. Zusammenreimen konnte sie sich aber schon vorher, dass es wegen der Zusammenkunft ihrer früheren Offiziere um eine Rettungsmission der Gallantry ging, auf der auch ihr Bruder Rodan Dienst tat. Auf Intervention von Mr. Osborne und Mrs. Garrett gelangte Shareen dann auch tatsächlich an Bord der Spirit, jedoch als Technikerin, da in der FLG-Abteilung schon sämtliche Stellen voll waren.


      Nun, knapp drei Jahre später, waren die Hinweise auf die Gallantry immer noch vage. Dementsprechend war auch die Stimmung auf der Spirit, die anfängliche Euphorie war auch bei Shareen etwas verflogen. Sie betätigte den Türsummer zum Dienstzimmer von Captain McQueen.
      „Herein“ hörte sie und öffnete die Tür.
      „Nehmen Sie besser Platz, Ms. Amasiir,“ wies ihr James.
      Shareen war etwas nervös. Setzte sich und legte brav die Hände auf den Schoß. „Was gibt es denn, Sir? Wenn es um die Phasenemitterphalanx geht, in der ich gestern den Interphasenschlüssel liegen gelassen habe, darüber habe ich schon mit Mr. Phelps...“ weiter kam Sie nicht, denn McQueen hob beschwichtigend die Hand und unterbrach sie unvermittelt. „Man hat Ihren Bruder gefunden.“


      Mit einem Male verstummte Shareen und ihre Augen weiteten sich. Nach einem kurzen Schockmoment brach es förmlich aus ihr heraus, sie stemmte die Arme auf die Armlehnen und sprang fast aus ihrem Stuhl. „Was? … Wo?... Wie? Wie geht es ihm? Ist er gesund? Lebt er? Kann ich ihn sehen?“
      Wieder hob James die Hand. „Er ist auf Deep Space Four. Ich kann Ihnen den Bericht überspielen, denn ich vor einer halben Stunde übermittelt bekam.“


      Shareens Padd blinkte kurz auf, sie begann die eben übermittelte Nachricht über Rodans Aufgriff von DS4 zu lesen. Plötzlich verfinsterte sich ihr Gesicht zusehends.
      „Was ist denn los, Ms. Amaskiir?“ fragte McQueen und strich sich durch seinen Backenbart.
      „Nun, Sir, es ist so, ich habe mich für diese Mission gemeldet, weil ich meinen Bruder retten wollte, nun sieht es glücklicherweise so aus, dass ihn jemand anderes gerettet hat, und ich würde gerne... ich meine...“. Die Denebianerin rang sichtlich nach Worten.
      „Sie meinen, Sie würden lieber bei Ihrem Bruder sein als hier?“ fragte McQueen wissend lächelnd.
      Shareen nickte eifrig.
      „Ich glaube, da lässt sich was machen.“


      Er tippte auf seinen Kommunikator. „McQueen an Osborne.“
      [Osborne hört. Was gibt’s?]
      „Marc, ich habe einen Spezialauftrag für dich. Komm doch mal in mein Büro.“


      --wenige Minuten später--


      „Setz dich.“ sagte James zu seinem FLG gewandt, als dieser eintrat. Dieser tat, wie ihm geheißen. „Was gibt’s?“ fragte der Kanadier erneut.
      „Ms. Amaskiir hier benötigt ein Spezialschuttle nach DS4 um ihren verschollen geglaubten Bruder zu besuchen, der wurde vor drei Tagen auf DS 4 aufgegriffen.“
      Marc nickte überrascht. „Mr. Amaskiir lebt? Wie?“
      „Das wissen wir auch noch nicht genau. Auf jeden Fall halte ich es für sinnvoll, wenn Ms. Amaskiir hier so bald als möglich ihren Bruder besuchen kann, das wäre wohl für seine körperliche und geistige Genesung sehr förderlich, schreiben auch die vom FKOM.“
      „Gut, aber das ist vielleicht schon mal ein Ansatzpunkt, auch für uns und unsrer Suche nach der Gallantry. Was habe ich konkret mit Ms. Amaskiir zu tun?“ fragte Marc.

      McQueen zog die Augenbrauen hoch und grinste. „Na du wirst sie zu Ihrem Bruder auf DS4 bringen. Aber sieh bloß zu, dass du für die Lindbergh jemanden findest, der sie heile hierher zurückfliegt. Ich kann mir nämlich vorstellen, dass sie dich vielleicht nicht mehr hierher zurückschicken möchten, ich habe da was läuten hören... Zwar schicken die sofort ein anderes Shuttle als Ersatz los, aber die Lindbergh ist eben die Lindbergh.
      Marc schürzte die Lippen. „Das brauchst du mir nicht zu erzählen. Also soll ich am Besten mein ganzes Zeug packen und gleich mitnehmen? Verstehe ich das richtig? Und mit einem Shuttle von hier nach DS4 fliegen? Das dauert etwa einen Monat. Wenn das Shuttle das aushält.“
      McQueen nickte nur einmal leicht. „So siehts wohl aus. Du siehst wie dringend die Angelegenheit ist.“ fügte er hinzu.


      „Wenn es so sein soll...“ Marc wirkte leicht resigniert, fing sich aber schnell wieder. „Zwei Fragen habe ich noch.“
      „Schieß los.“ antwortete ihm sein CO knapp.
      Marc nickte und hob den Zeigefinger der rechten Hand. „Erstens:“ er tippte mit dem Zeigerfinger der linken Hand an seine Fingerkuppe wie um abzuzählen. „Wann soll es losgehen? Und zweitens,“ nun hob er auch den Mittelfinger der rechten Hand und tippte diesen mit dem linken Zeigefinger an, „Willst du jemand Speziellen, der dir die Lindbergh zurückfliegt?“


      James kraulte sich seinen Bart. „Am Besten gleich morgen früh, der Weg nach DS4 ist vor Allem für ein Shuttle ja nicht der Kürzeste. Und ich bin mir sicher, die FKOM findet jemand, der das Shuttle zurückfliegt. Soll nicht dein Problem sein, höchstens meins, aber dann auch das des FKOM.“ James grinste, wenn auch leicht gequält, jedenfalls hatte Marc diesen Eindruck.
      „Und nun weggetreten, Commander.“




      Zeit: SD 230618
      Ort: McKinley-Flottenwerft, vorübergehendes Büro Cpt. Marc T. Osborne


      In zwölf Tagen sollte sie fertig sein, die USS Serendipity, auf der der frisch gebackene Captain Marc T. Osborne sein erstes Kommando übernehmen sollte. Immer wieder „flatterten“ ihm Versetzungsbefehle für diverse Posten auf sein Padd. Er bemühte sich alle zu lesen, denn schließlich wollte er am Besten vorher wissen, mit wem er es zu tun hatte. Außerdem wollte er nicht schon wieder den Kommandoleitfaden durchlesen, oder von irgendeinem Ingenieur auf der Baustelle höflich aber bestimmt gesagt bekommen, dass er leider noch nicht befugt sei, das Schiff zu diesem frühen Zeitpunkt zu betreten.


      Während des letzten halben Jahres seit er Shareen Amaskiir von der Spirit of St. Louis zu ihrem Bruder geflogen hatte, hatte Marc ein Kommandolehrgang auf der Akademie besucht, der ihn nach seiner Beförderung zum Captain dazu befähigen würde, ein Schiff zu führen. Er vermutete zwar, dass James McQueen damit etwas zu tun haben würde, war sich aber nicht ganz sicher.


      Ein blinken verriet ihm, dass in diesem Moment eine neue Nachricht eingetroffen war, die er prompt öffnete.




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      Incoming Supspace-Message
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      from: FKOM


      to: Lt. Rodan Amaskiir, sCWI USS Gallantry
      CC: CO USS Serendipity


      Betreff: Versetzung Lt. Rodan Amaskiir sCWI USS Gallantry → CWI USS Serendipity
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      Hiermit wird Lt. Rodan Amaskiir von seinem Posten als stellvertretender leitender Wissenschaftsoffizier auf der USS Gallantry entbunden und als leitender Wissenschaftsoffizier auf die USS Serendipity versetzt. Die Versetzung tritt mit sofortiger Wirkung in Kraft. Die USS Serendipity verlässt die Schiffswerft McKinley zu SD 230701.1600, es wird empfohlen, dass Lt. Rodan Amaskiir bereits vorher mit CO Marc T. Osborne in Kontakt tritt.


      Gez. Comm. Daevion Katachashq
      FKOM


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      End Message
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      „Na sieh einer an.“ schmunzelte Marc. „ Ein neuer CWI. Anscheinend ist er wieder voll einsatzfähig. Mal sehen, ob seine Schwester auch noch kommt.“ Just in diesem Moment blinkte das Padd erneut auf.


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      Incoming Supspace-Message
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      from: FKOM


      to: WA Shareen Amaskiir Flugabteilung USS Spirit of St. Louis
      CC: CO USS Serendipity


      Betreff: Versetzung WA Shareen Amaskiir Flugabteilung USS Spirit of St. Louis → Flugabteilung USS Serendipity
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      Hiermit wird WA Shareen Amaskiir von ihrem Posten als Ingeniueurin auf der USS Spirit of St. Louis entbunden und als Shuttlepilotin auf die USS Serendipity versetzt. Die Versetzung tritt mit sofortiger Wirkung in Kraft und wurde aus psychologischen Gesichtspunkten empfohlen. Die USS Serendipity verlässt die Schiffswerft McKinley zu SD 230701.1600, es wird empfohlen, dass WA Shareen Amaskiir bereits vorher mit dem Leiter der FLG-Abteilung in Kontakt tritt.


      Gez. Comm. Daevion Katachashq
      FKOM


      -----------------------------------------------
      End Message
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      „Hmm… aus psychologischen Gesichtspunkten empfohlen… Klingt etwas seltsam. Entweder tickt Shareen nun ohne Rodan aus, oder Rodan braucht einfach eine familiäre Bezugsperson.“ überlegte Marc. „Irgendwie vermute ich eher ersteres. Aber wenn es wirklich dramatisch wäre, dann wären wohl beide nicht tauglich auf einem Sternenflottenschiff Dienst zu tun. Vor Allem nicht als CWI…“ überlegte Marc weiter.




      Zeit: SD 240603
      Ort: USS Serendipity, auf dem Weg in die Badlands, Büro des CO


      „Setzen Sie sich“ bat Captain Marc Osborne seine neue EO, Lt.Cmdr. Olivia Foster-Burr, „es gibt etwas sehr Wichtiges, das ich Ihnen mitteilen muss. Persönlich, der Raum wurde speziell abhörgesichert.“ Die sonst immer recht fröhlich wirkende EO wurde plötzlich sehr ernst und antwortete „Aber sicher. Was ist es denn?“


      Marc öffnete eine Nachricht auf seinem Monitor und drehte ihn dann zu Olivia. „Dies ist eine Nachricht vom FKOM bzgl. unserer Mission.“ Begann der CO. „Sie wissen bisher, dass wir einige Bereiche der Badlands kartographieren sollen, weil dies zuletzt vor über 10 Jahren passiert ist.“ Olivia nickte. „Ja. Das ist, was die Crew weiß und was ich über unsere aktuelle Mission weiß. Offensichtlich wissen Sie mehr?“ Sie begann den Bildschirm zu überfliegen, als Marc nickte und zu erklären begann. „Wir kartographieren tatsächlich, aber unsere Hauptaufgabe ist es, die USS Hephaistos zu finden, die vor einiger Zeit in den Badlands verschwunden ist.“


      Die EO zog die Augenbrauen zusammen „Aha. Und warum ist das Ganze dann geheim ? Ich meine, man hätte doch gleich sagen können, dass wir die Hephaistos suchen.“ Fragte sie.
      Marc schützte die Lippen und hörte seiner EO aufmerksam zu. Ihm war von vornherein klar, dass ihr schneller Verstand das wissen wollte.


      „Da wird es dann knifflig, denn auch die Hephaistos war in geheimer Mission unterwegs. Deswegen ist es genauso geheim, was wir hier in Wirklichkeit tun. Nur sie und ich wissen das hier an Bord. Und so sollte es auch bleiben.“
      „Natürlich. „entgegnete Olivia ernst.




      Zeit SD 240624.1602
      Ort: USS Serendipity, Shuttle Roanoke


      Lt. Rodan Amaskiir war Stellarkartograph und daher prädestiniert für die Arbeit hier. Seine Schwester war sFLG und eine recht gute Schrauberin, konnte also ihr technisches Know-how gut zur Geltung bringen. Ens. Raj Dirac war Physiker und auf Teilchen und Partikel spezialisiert. Der Bajoraner hatte erst vor einigen Monaten die Akademie abgeschlossen und war als Wissenschaftler in Rodans Abteilung untergekommen. Zusammen sollten sie diesen Teil der Badlands auf besondere Strahlen und Teilchen untersuchen. Ein Routineflug. Die Serendipity übernahm in der Zwischenzeit einen anderen Bereich und würde die Roanoke später wieder abholen, so würde das Kartographieren viel schneller vonstatten gehen. Außerdem hatten Rodan und sein Team zusammen mit den Ingenieuren der Serendipity die Sensoren verstärkt, so dass sie auch kleinste Unregelmäßigkeiten feststellen konnten.


      Alles lief nach Plan, in zwei Stunden würden sie die Kartographie dieses Sektors abgeschlossen haben. Bis auf ein paar Lithium-Tritanium-Teilchen, die darauf hindeuteten, dass hier vor einiger Zeit eine künstliche Struktur zu finden war, gab es nichts, was erhöhter Aufmerksamkeit wert gewesen wäre.


      Rodan analysierte die Verteilung der Tritaniumpartikel und stellte zu seiner Überraschung fest, dass dieses künstliche Objekt wohl erst vor relativ kurzer Zeit vernichtet wurde und dass es sich ursprünglich wohl in unmittelbarer Nähe ihres jetzigen Standortes war .


      „Chef, Chef,“ rief Dirac aufgeregt, „vor uns verdichtet sich ein Metryonenfeld.“
      „Metryonen? Wo kommen die her, Ensign?“ wollte Rodan wissen. Doch bevor der Bajoraner antworten konnte, wandte sich der CWI an seine Schwester. „ Shareen, schnell, bring uns von hier …“ Doch Rodan auch Worte wurden durch eine Explosion vor dem Bug des Shuttle unterbrochen.
      Die Trägheitsdämpfer und die künstliche Schwerkraft versagten.


      Erst wurden die drei zur Seite geschleudert, um dann in Schwerelosigkeit im Shuttle zu treiben. Shareen saß im Pilotensessel, Rodan neben ihr an der Hauptkonsole, beide wurden von der Explosion in den Sessel gedrückt. Raj stand zum Zeitpunkt der Explosion an der Nebenkonsole und wurde von diesem plötzlichen Ruck so überrascht, dass er sich nirgendwo festhalten konnte. Er knallte mit dem Kopf mit voller Wucht gegen die Konsole. Sein Genick brach dabei mit einem hässlichen Knacken. Er war sofort tot.


      Das Shuttle drehte sich wie wild um die eigene Achse und die beiden noch lebenden Insassen wären beinahe aus ihren Sitzen geflogen, konnten sich aber doch noch rechtzeitig festschnallen.
      „Oh Sundra, was hast du getan?“ rief Shareen entsetzt aus, als sie sich umblickte und Rajs leblosen Körper schwerelos im Raum treiben sah. Blut strömte Tröpfchen bildend aus seiner Kopfwunde und verteilte sich langsam im Innenraum des Shuttles. Sundras Portfolio im denebianischen Glauben ist Erschaffung und Zerstörung, er nimmt von Aios, dem Gott der Sonne um zu erschaffen und dann Aios in Form von Leben wieder zurückzugeben, er nimmt aber auch von Aios und Linari, Göttin der Gesundheit und der Familie um dann Godab, dem Gott des Todes und der Trauer zu geben. Dieses Mal hatte Godab eine neue Seele erhalten. /Oder wer auch immer die bajoranische Entsprechung sein mag/ dachte Shareen.


      Die nächsten Augenblicke waren Shareen und ihr Bruder zunächst damit beschäftigt, das Shuttle soweit möglich zu stabiliiseren. Die Trägheitsdämpfer bekam Shareen nach einer Weile wieder repariert, aber Schwerkraftgenerator, Warp-Antrieb und Lebenserhaltungssysteme waren beschädigt worden. Sie konnten also nur noch mit Impulsgeschwindigkeit fliegen. Und in 7 Stunden würde ihnen der Sauerstoff in der Luft ausgehen. Und nochmals 3 Stunden später auch das Kohlenstoffdioxid. Das einzige, was ihnen übrig blieb, war auf den Treffpunkt mit der Serendipity zuzufliegen und zu hoffen, dass sie entweder warten bis sie eintrafen oder sie suchen würden, bis sie hoffentlich in Sensorenreichweite kamen.




      Zeit SD 240624.2246
      Ort: USS Serendipity




      „Captain, das Shuttle Roanoke ist verschwunden“. bemerkte Lt. Soral, der FLG der Serendipity nüchtern.
      „Was soll das heißen, verschwunden? Ein Schiff kann logisch gesehen nicht verschwinden!“ entgegnete Captain Osborne etwas aufgebracht.
      „Ich weiß, Sir, aber ich habe noch keine andere logische Erklärung dafür gefunden. Sie ist weder beim Treffpunkt erschienen, noch in dem von ihnen zu kartographierenden Gebiet in Sensorenreichweite.“ antwortete Soral ernst.


      Marc klopfte mit der Faust auf die Armlehne seines CO-Stuhls. „Was haben die sich von der Sternenflotte bloß dabei gedacht, ein Shuttle Roanoke zu taufen...“




      Zeit SD 240624.2246
      Ort: USS Hephaistos


      „Captain, wir haben ein Shuttle der Sternenflotte in Sensorreichweite.“ bemerkte Lt.Cmdr. Almeida de Rocha, die FLG der Hephaistos aufgeregt.
      „Was soll das heißen, ein Shuttle der Sternenflotte? Hier kann doch nicht einfach ein Shuttle auftauchen!“ entgegnete Captain Ruthven etwas neugierig.
      „Ich weiß, Sir, aber ich habe noch nichts Näheres herausgefunden. Es bewegt sich aber in der Nähe des Punktes, wo das Tor zusammenbrach. Es hat zwei Lebenszeichen an Bord und bewegt sich außerdem nur mit Impulsgeschwindigkeit, vielleicht ist es beschädigt.“ antwortete Almeida de Rocha ernst.


      Shay klopfte mit der Faust auf die Armlehne seines CO-Stuhls. „Worauf warten Sie noch, bringen Sie uns hin, vielleicht kann uns dieses Shuttle irgendwie auf eine Lösung bringen, wieder nach Hause zu kommen...“


      </RPG>






      <SUM>


      Zeit: SD 221208
      Ort: Deep Space Four, Sensorüberwachung, Nachtschicht


      Eine Rettungskapsel der verschollen geglaubten USS Gallantry wird gefunden.




      Zeit: SD 221211
      Ort: Deep Space Four, Medizinische Abteilung


      Lt. Rodan Amaskiir ist identifiziert worden, hat aber anscheinend keine Erinnerungen über die Zeit des Verschwindens, also die letzten zweieinhalb Jahre.




      Zeit: SD 221212
      Ort: USS Spirit of St. Louis


      Cmdr. Marc T. Osborne und WA Shareen Amaskiir erhalten von Captain James McQueen die Nachricht, dass Rodan lebt. Marc soll Shareen nach DS4 bringen.




      Zeit: SD 230618
      Ort: McKinley-Flottenwerft, vorübergehendes Büro Cpt. Marc T. Osborne


      Der mittlerweile zum Captain ernannte Marc T. Osborne erhält nach dessen vollständiger Genesung den Versetzungsbefehl von Rodan und kurz darauf auch von Shareen Amaskiir auf sein Schiff, die USS Serendipity.




      Zeit: SD 240603
      Ort: USS Serendipity, auf dem Weg in die Badlands, Büro des CO


      Marc weiht seine EO ein, dass die Erkundungsmission in die Badlands eine geheime Rettungsmission nach der verschollenen USS Hephaistos ist.




      Zeit SD 240624.1602
      Ort: USS Serendipity, Shuttle Roanoke


      Im Shuttle Ronaoke werden gerade Messungen vorgenommen, als eine spontane Metryonenexplosion das Shuttle sehr in Mitleidenschaft zieht. Der Physiker Ens. Raj Dirac stirbt bei dem Unfall.




      Zeit SD 240624.2246
      Ort: USS Serendipity/USS Hephaistos


      Die Captains reagieren sehr unterschiedlich auf Nachrichten über das Shuttle Roanoke.


      </SUM>






      submitted by


      Thomas Weixlgartner
      aka
      Lt. Rodan Amaskiir, CWI USS Serendipity/Hephaistos
      SD 240626.1333




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