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382Im tiefen Keller

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  • Lasse_Bj=c3=b6rn_Wittland
    2. Okt. 04:16
      Hi ihr,

      anbei ein CoPo von Luis und mir.
      viel Spaß damit!


      <RPG>
      Ort : Lansas Hütte, Carraya 3
      Zeit: MD 6.1900

      <QUOTE>

      "Ich bin nicht selbstgefällig, Commander." versuchte Jean es noch einmal. Er hatte gehört, das der Andorianer paranoid sein sollte, aber das hier war seine erste tatsächliche Kostprobe. "Und ich habe auch niemanden im Wald. Ich bin allein und verletzt, und ich hatte gehofft, in dieser Hütte Verbandszeug oder ähnliches zu finden. Dabei war ich unvorsichtig. Sie haben mich erwischt. Das ist alles. Es gibt keinen
      Haken und kein 'aber'. Sie haben gewonnen."

      Jol'tar suchte noch einmal die näheren Bäume ab, steckte dann aber endlich seinen Phaser zurück in seinen Holster und half Jean auf die Beine. "Kommen Sie rein, Major, wir sollten uns Ihre Verletzungen ansehen.."

      </QUOTE>

      Als Jean die Hütte betrat stockte er kurz. Die Person mit den silbernen Haaren war festgebunden, romulanischen Ursprungs, alt und weiblich. Der Marine blickte in Alexandres Augen, der bereits das MedKit parat hielt. Die Medikamente gegen seine Gehirnerschütterung schienen anzuschlagen, dennoch spürte er noch die Symptome. In ein paar Stunden sollte er jedoch wieder auf dem Damm sein - zumindest was die Gehirnerschütterung anging. Sein Stolz in einer Hasenfalle gelandet zu sein, wäre vermutlich etwas länger angekratzt.

      "Ihr vermehrt euch ja wie die Fliegen", lächelte Lansa spöttisch und deutete auf ihre Fesseln. "Sind die wirklich noch nötig?"
      "Solange Sie mir nicht sagen, was ich wissen will, bleiben Sie ein Risikofaktor", antwortete Jol'tar.
      "Wenn ich Ihnen also sage, was Sie wissen wollen, dann lassen Sie mich frei?", fragte Lansa ungläubig.
      "Vielleicht. Es kommt darauf an, was Sie mir erzählen und ob ich Ihnen glaube."
      "Also komme ich nicht frei."
      "Sieht ganz so aus", antwortete Jol'tar trocken und hievte Jean auf den Tisch neben Lansa. Alexandre ließ seinen medizinischen Trikorder über Jeans Gesicht und Körper fahren. "Sieht nach mehreren kleinen Frakturen im Schädelbereich aus. Die linke Augenhöhle ist zertrümmert. Der rechte Lungenflügel gequetscht und wenn ich das hier richtig lese, dann sind sie auch noch Schwanger." Jol'tar, Jean und Lansa blickten den Techniker wortlos an. "Ich dachte ein kleiner Witz wäre genau das richtige im Moment." Stille kehrte nach der ersten Runde der seufzenden Enttäuschung in der Holzhütte ein.

      JJ blickte, nachdem Alex dem Mann eine erste Ladung Schmerzmittel verpasst hatte und mit einem veralteten Osteo-Regenerator der linken Augenhöhle eine erste Behandlung verpasste und daraufhin zum Vaskularen Regenerator griff - zumindest dachte Alexandre, dass es ein Regenerator für Blutgefäße war. Jedenfalls erledigte es seine Arbeit, was erfolgsversprechend war. - hinüber zu Lansa, die gelangweilt auf den Boden blickte.

      "Müssen wir die Frau wirklich an einen Stuhl festbinden?", fragte er Jol'tar mit einem harschen Räuspern. Etwas Blut kam mit, was JJ auf den Boden spuckte. "Was soll sie schon anstellen?"
      Jol'tars Antennen zuckten wild. Was solle sie schon anstellen?! Kehlen durchschneiden, Augen aus den Höhlen kratzen, Eingeweide fressen. Alles Möglichkeiten, die dem Andorianer binnen Mikrosekunden eingefallen waren und die nicht einmal zu den schlimmsten gehörten. "Solange sie nicht spricht bleibt sie gefesselt."

      Lansa rollte mit den Augen. "Ich habe Ihnen doch schon gesagt, was sie wissen wollen."
      "Haben Sie?", kam eine angespannte Gegenfrage von Jol'tar, der mit zusammengekniffenen Augen aus dem Fenster blickte und nach Klingonen, Romulanern oder möglichen Scharfschützen Ausschau hielt, die der Marine ihm vielleicht doch verheimlicht hatte.
      "Ja. Ich habe Ihnen erklärt, woher die Kommunikatorstörung kommt und woher wir die Medipacks hatten und alles andere an Vorräten."
      "Wer ist wir?", schaltete sich JJ ein.
      Lansa verstummte und schluckte schwer. "Es bin nur noch ich da." JJ erinnerte sich an das Grab, was er gesehen hatte, als er von Jol'tar zum Hütteneingang geführt wurde. "Tut mir Leid", flüsterte er.
      Jol'tar warf dem Marine einen Blick zu, der den Mann der kämpfenden Garde schwer verletzten müsste, wäre dieser nicht eben schon ein paar Mal dem Tod von der Klinge gesprungen, wäre er jetzt wohl kurz davor. Was fiel diesem mitfühlenden Menschen ein hier einen auf guten Polizisten zu machen. Dieses Fraternisieren mit dem Feind gefiel Jol'tar nicht. Ganz und gar nicht. Er sollte diesen Mann, der sich Major des Marine Corps nennt wieder in die Grundausbildung stecken. "Major", begann er. "Ich denke das ist genug." JJ antwortete, indem er Alexandre einen vielsagenden Blick zuwarf, der diesen verstand.

      Alexandre legte die Instrumente weg und ging ein paar Schritte auf Jol'tar zu. Nachdem er neben ihm am Fenster stand und hinausblickte flüsterte er so leise, dass er sich sicher war, dass nur Jol'tar ihn ihm Raum hören würde. "Kennen Sie guter Cop, böser Cop? JJ versucht es bei Lansa auf die nette Art. Ihre böse Art hat uns bislang nicht viel gebracht. Vielleicht sollten wir." Alex kam nicht weiter. Jol'tars scharfer Blick unterbrach den Techniker ehe er seinen Satz beenden konnte. "Lansa, erzählen Sie uns nochmal alles von vorne", antwortete Jol'tar und wanderte an ein anderes Fenster.

      Lansa seufzte. "Wir... Ich bin Archäologin. Unsere Aufgabe war es nach der Entdeckung von iconianischen Portalen auf Neu-Romulus weitere mögliche Fundorte für Portale aufzufinden. Es war eine Joint-Venture. Wissenschaftler der Klingonen, Föderation und Romulaner der Republik versuchten die Ortschaften, die wir über die Portale ausgespielt bekommen haben anhand von katalogisierten Daten aufzufinden. Einer der Treffer führte uns hierher. Unser Anführer war K'ruch vom Haus des Tekra. Wir sind schnell dahintergekommen, dass er ein eingeschleuster Krieger war, der sich als Wissenschaftler ausgab. Ceiri war für die Föderation hier. Wir hatten uns schon vor längerer Zeit auf einem Austausch kennengelernt. Nachdem wir das alte Portal entdeckt hatten, hat Sie hat mich gerettet, als der klingonische Trupp begonnen hatte uns niederzumetzeln. Sie wollten das Portal für das Reich haben, aber sie aktivierte das Portal und schleuste uns beide durch. Ein Disruptorstrahl traf einen Pylonen und sorgte für eine Überlast und diese wiederum für die Zerstörung des Portals."

      "Wenn Sie das Portal auf Carraya entdeckt haben, wieso sind sie hiergeblieben und nicht auf einen anderen Planeten geflogen?", wollte Alexandre nun zum dritten Mal wissen. "Anfangs dachten wir das, weil die Flora und Fauna anders war. Aber als wir eine Weile hier waren ist uns aufgefallen, dass unsere Kommunikatoren nicht funktionierten, wir dachten, dass es ein ungewollter Nebeneffekt der Portale ist, aber als die Trikorder nur eine sehr beschränkte Reichweite hatte und die Sternformationen am Nachthimmel denen ähnelten, die wir Wochen zuvor bereits kennengelernt hatten. War uns klar, dass wir ein Portal erwischt hatten, dass auf der anderen Seite des Planeten stationiert gewesen sein muss."

      "Wie oft hat sich die Geschichte jetzt verändert", wollte JJ wissen. "Kein einziges Mal", antwortete Alexandre, während er den Cut über dem linken Auge desinfizierte.

      "Hat sie sie auch nicht variiert?"

      "Was meinen Sie?"

      "Stellen Sie sich vor, Sie wären auf einer Party mit vielen Menschen, die Sie noch nicht kennen, und Sie würden zehn Mal gefragt, was Sie denn so beruflich machen. Würden Sie jedes Mal die exakt gleiche Version erzählen? Oder würden Sie spätestens beim dritten Mal anfangen, es etwas abzuwandeln, schon alleine damit Ihnen nicht langweilig wird? Dem einen Gesprächspartner erzählen Sie von Ihren Arbeiten am Sensorsystem, der nächsten von dem neuen Werkzeug zur Schildmodulation, und der Hübschen von ihrer letzten EVA und dem atemberaubenden Blick, den Sie dabei auf den Krabbennebel hatten." sagte JJ.

      "Worauf wollen Sie eigentlich hinaus?"

      "Wenn Ihnen jemand eine Geschichte erzählt, dann erzählt er genau diese. Immer wieder. Er wird sie nicht groß verändern, weil er damit Gefahr läuft, Widersprüche zu erzeugen, durch die die Lüge auffliegt. Wenn jemand die Wahrheit sagt, dann kann er variieren und wird das auch tun." erklärte der Marine weiter. Alexandres Blick wanderte zu Jol'tar hinüber und zurück zum Marine. "Ich weiß, was sie meinen, aber meinen sie, dass Commander Jol'tar eine Geschichte immer wieder anders erzählen würde? Oder ein Vulkanier? Romulaner tun dies normalerweise auch nicht. Es ist eher verdächtiger, wenn diese ihre Geschichte verändern, obwohl sie in keiner Stresssituation sind und Lansa war bislang in keiner wirklichen Stresssituation. JJ, sie sind lange genug dabei, um zu wissen, dass nicht alle so denken und agieren, wie Menschen es tun. Sie hätte sich jederzeit befreien können und versuchen mich zu überwältigen, als Jol'tar draußen war. Dennoch hat sie es vorgezogen mir nichts zu tun." Er blickte zur Romulanerin. "Danke dafür." Lansa nickte, während Alexandre sich zu Jol'tar drehte. "Sie hat ein Klappmesser in der Stiefelsohle. Ich habe es vorhin gesehen, als sie mich in die Hütte reingezogen hat."

      "Und Sie haben sie vorhin nicht entwaffnet?!" Jol'tar schritt schnell auf Alexandre los, die Fühler fest an die Stirn gedrückt. "Ich habe es als nicht notwendig erachtet. Ich war kurz vorm abkratzen, aber sie hat mich mit dem Eimer Wasser erstmal vor dem schlimmsten bewahrt und als Sie mit dem Phaser reingekommen sind hatte sich die Situation eh zu unserem Vorteil gewandt. Nach dem Besuch der Klingonen hatte die Klinge für mich eher den Faktor Selbstschutz vor den Klingonen, als dass da ein versteckter Angriff lauern würde." Alex ließ sich vom Commander nicht aus der Ruhe bringen und tupfte weiter an der Verletzung des Marines. "Außerdem hätte es mir einen taktischen Vorteil gebracht zu wissen, mit welchem Bein sie mich versuchen wird anzugreifen, wenn es denn der Fall sein sollte. Sie hatte schließlich eine Waffe am Körper, die Wahrscheinlichkeit nach einer anderen Waffe zu suchen, während mein Gewehr an der Tür hinten angelehnt stand und sie ein Messer jederzeit parat hatte, war gering. Es war für uns eher ein Vorteil, als ein Nachteil." Jol'tar überlegte sich etwas zu erwidern, als Lansa kurz nach Jol'tar rief und mit dem Absatz auf den Boden schlug. Die Klinge fuhr aus und deutete in Richtung Jol'tar. "Er hat Recht. Dieses Baby hier hat mich schon einmal vor einem Klingonen und seinen Vergewaltigungsfantasien bewahrt." Sie schlug erneut gegen den Boden und sorgte dafür, dass die Klinge wieder einfuhr. "Sie hat sie nicht immer gleich erzählt." Alexandre versuchte das Thema wieder zur eigentlichen Unterhaltung zurückzuführen. "Der Kern war immer derselbe, aber es gab Unterschiede. Den Koch hat sie nur bei der ersten Geschichte erwähnt, danach nicht mehr. Die Fakten blieben aber gleich."

      "Aber Sie haben doch gerade gesagt, dass Romulaner immer bei einer Version der Geschichte bleiben", merkte JJ an. Alexandre grinste: "Bei der ersten Version hatte Jol'tar Lansa noch mit seinem Phaser im Visier. Gut fünf Zentimeter Entfernung auf Höhe der Schläfe."


      Zeit: MD 7.0042
      Ort: Lansas Hütte

      <QUOTE>

      "Lieutenant. Wie ich sehe sind sie wohlauf." kommentierte Jol'tar und richtete Waffe und Aufmerksamkeit auf den Neuling. "Und wer sind sie?" wollte er dann wissen.

      "Alles okay da unten?" erklang nun Alexandres Stimme von oben.

      </QUOTE>

      Yvonne blickte verwirrt hoch. Für einen Moment wunderte sie sich, wo denn Afonso auf einmal herkam. Aber dann dämmerte ihr, das es 'nur' sein Cousin war, und sie auf die ähnliche Sprachmelodie der beiden hereingefallen war. Was sie daran erinnerte, dass sie seit dem Gefecht bei SB 234 nichts mehr von ihrem Exmitbewohner gehört hatte. Nach allem was sie wusste, konnte er in noch größeren Problemen stecken als sie selbst.

      "Mein Name ist Ramos." meinte dieser, als er merkte, dass seine Begleitung die Vorstellung nicht übernehmen würde. "Sie können die Waffe herunternehmen, ich bin auf Ihrer Seite."

      "Ob jemand auf_meiner_ Seite stehen entscheide ich, niemand sonst." stellte der Andorianer klar. "Sie tragen eine klingonische Uniform. Kein guter Start."

      "Ja, ich habe für die Klingonen gearbeitet. Und ich habe Ihnen auch geholfen, die Orioni hier zu jagen. Sie sind doch wegen der Orioni hier, oder? Aber das ist jetzt vorbei. Ich habe die Seiten gewechselt und ihrer Kollegin zur Flucht aus der klingonischen Basis verholfen."

      "Stimmt das? Sie haben sich gefangen nehmen lassen, Leutnant?"

      "Ja. Aber ich bin wieder geflohen."

      "Offenbar haben Sie es nicht aus eigener Kraft geschafft." stellte Jol'tar klar und hielt die Waffe weiterhin auf Ramos gerichtet.
      "Ich traue Ihrem neuen Freund nicht."

      "Das tue ich auch nicht." gab Yvonne zu, was ihr einen alarmierten Blick von Ramos einbrachte.
      "Aber bis jetzt hat er sein Wort gehalten, und deshalb werde ich meines auch halten. Und dazu gehört, dass ich Sie ihn nicht erschießen lasse, solange es keinen guten Grund dafür gibt.
      Apropos, Alex, Jol'tar, hat jemand von Ihnen einen Trikorder dabei?"

      Jol'tar warf ihr einen Blick zu, als hätte sie ihn gefragt, ob er seinen Dienst nackt versehen würde, aber er zog das Gerät mit der freien Hand aus seiner Gürtelschlaufe und reichte es ihr.

      "Danke." meinte Yvonne und begann erst sich und dann Ramos zu untersuchen.
      "Nichts." meinte sie schließlich und gab dem Andorianer das Gerät zurück. "Wir haben keine Wanzen. Peilsender.", fügte sie sicherheitshalber hinzu.

      "Wieso sollten wir? Das hier ist kein Trick. Ich_habe_ die Klingonen verraten, um sie zu befreien." sagte Ramos. "Ich hätte das nicht tun müssen; wenn die mich jetzt in die Finger bekommen..."

      "...könnten Sie ihren Kopf nur noch aus der Schlinge ziehen, indem Sie uns auch verraten." führte Jol'tar den Satz zu Ende. "Und, dass man Ihnen in dieser Hinsicht nicht trauen kann haben Sie ja bereits zugegeben."

      "Geben Sie dem Mann doch wenigstens eine Chance." rief Alexandre hinunter.
      "Wenn er etwas Verdächtiges macht, können sie ihn immer noch niederschießen wie Lansa."

      "Wie wer?" fragte Yvonne.

      "Die Hausherrin." antwortete der Portugiese. "Sind Sie alleine? Haben Sie etwas von den anderen gehört?"

      "Ja, bin ich. Aber vor ein paar Stunden im Wald habe ich Doktor Tod und die Katze getroffen - naja, eigentlich haben Sie mich aufgegabelt. Monceur war auch dabei. Und sie hatte vorher Kontakt mit... "Yvonne zählte mit den Fingern ab, wen die Marine alles genannt hatte. Es war erst wenige Stunden her, aber es fühlte sich wie Monate an
      " ...allen anderen außer ihnen beiden und dem Rothemd."

      "Wenn Sie Major Revelle meinen, der ist bei uns. Aber er hatte auf dem Weg hierher eine Begegnung mit einer Gruppe Klingonen und ist verletzt. Wir haben ihn so gut es ging versorgt und er schläft jetzt."

      "Müssen wir diese Unterredung eigentlich über zwei Ebenen führen?" fragte Yvonne und deutete auf die Treppe.
      "Und wo sind wir hier überhaupt?"

      "Im Keller einer Hütte, die von dieser Lansa bewohnt wird." antwortete Jol'tar und trat dabei von der Treppe weg, und machte Yvonne dabei den Weg nach oben frei.

      "Bewohnt wird? Oder ...wurde? Hat Alex das mit dem niederschießen ernst gemeint?"

      "Das hat er." antwortete eine Yvonne unbekannte Frauenstimme von oben. "Aber ihr Kommander wusste wohl nicht, das der Phaser nur auf 'Betäubung' stand."

      "Sie ist eine Romulanerin." erklärte Ramos. "Ihre Hütte liegt ein paar Wegstunden von der klingonischen Hauptbasis entfernt, das würde passen. Sie hat hier schon gelebt als wir unsere Basis aufgeschlagen haben um die Orioni zu jagen. R`tach, der klingonische Kommandant, hatte sie zuerst für eine Sympathisantin oder Unterstützerin der Rebellen gehalten, aber als in den Verhören klar wurde, dass sie nur alt und etwas wirr war haben wir sie wieder laufen gelassen. Aber es kommen regelmäßig Patrouillen vorbei, um ein Auge auf sie zu haben."

      "Heute Morgen war eine hier, kurz nachdem wir angekommen sind." sagte Alexandre. "Aber sie schienen eher Augen für Lansas Vorräte zu haben."
      "Wissen Sie, was sie hier ganz alleine macht?"

      "Nein." antwortete Ramos. Yvonne hatte den Keller mittlerweile verlassen und Jol'tar deutete ihm mit seinem Phaser, das er als nächster gehen sollte.
      "Vielleicht hat sie es R`tach gesagt, aber ich habe es nie erfahren. Ich weiß nur, das sie nicht immer alleine war; vor einigen Jahren ist die Frau gestorben, mit der sie hier gelebt hat."

      "Doreah." schlug der Andorianer von hinter ihm vor.

      Ramos zögerte.
      "Nein, das klingt falsch. Es war etwas mit 'Z', aber ich kann mich nicht mehr genau erinnern."

      "Sie hieß Ceiri." erklärte die Romulanerin, als der Ex-Maquis, Ex-Ops, den über dem Keller liegenden Raum betrat.
      "Was der Commander auch genau weiß. Aber er ist ein wenig paranoid, weshalb er glaubt, Ihnen derartige Fangfragen stellen zu müssen."

      "Und ich habe auch Grund dazu." bestätigte Jol'tar, der nun als letzter aus dem Keller kam, und richtete den Phaser auf die Romulanerin.
      "Was ist das für ein Tunnel, und warum haben Sie ihn uns verschwiegen?"

      "Sie haben nicht danach gefragt." antwortete Lansa schlicht. "Und außerdem hatte ich nicht an ihn gedacht. Sie hatten mir eine Waffe an den Kopf gehalten, meine Gedanken waren bei etwas nageliegenderen Problemen als einem Gang, den seit über zehn Jahren niemand mehr verwendet hat."

      "Ja aber wo kommt dieser Gang her?" wollte nun Yvonne wissen. "Haben sie und Cersei ihn angelegt? Die momentane klingonische Besatzung war es sicher nicht."

      "Er war schon hier, als wie die Hütte gebaut haben. Genauso wie der Kellerraum, deshalb haben wir sie ja hier gebaut. Auf dem ganzen Planeren gibt es alte Anlagen, grösstenteils unterirdische Bunker, die irgendjemand vor uns errichtet hat. Sie sind zu jung für die Iconianer und auch nicht in ihrem Stil errichtet; wer sie erbaut hat -oder warum- konnten Ceiri und ich nie herausfinden."

      "Und der Tunnel?"

      "Er verbindet meinen Keller mit dem Bunker, über dem den die aktuelle klingonische Besatzung ihr Lager errichtet hat. Es gibt viele solcher Tunnel, sie durchziehen den Planeten wie ein Netz - auch hier kann ich nur spekulieren, warum und wer sie gegraben hat."

      "Spielt das eine Rolle?" fragte Yvonne.

      "Nein." antwortete Jol'tar, was die Pilotin misstrauisch machte. Es passierte nicht oft, das er und sie einer Meinung waren.
      "Aber wenn dieser Tunnel in die klingonische Basis führt, dann sind wir hier nicht sicher."

      "Das andere Ende liegt hinter einer Geheimtür." steuerte Ramos bei. "Niemand kennt sie ausser mir und jetzt ihrer Kammeradin."

      "Und woher kannten Sie die Geheimtür?"

      "Ich habe sie gefunden." räumte der Überläufer ein. "Aber..."

      "Er hat recht." musste Yvonne zugeben. "Den Klingonen_kann_ nicht entgangen sein, dass wir verschwunden sind. Sie werden nach uns suchen, und danach,_wie_ wir es sind. Und wenn sie diesen Gang finden konnten, dann können die es auch."

      "Und sofern Sie nicht eine Sprengfalle zurück gelassen haben können sie jeden Moment in diesem Keller auftauchen." ergänzte Jol'tar. Als Ramos nicht antwortete seufzte er.
      "Dachte ich mir. Almeida machen Sie alles für den Aufbruch bereit, wir müssen so schnell wie möglich hier weg."

      "Ich glaube nicht, das JJ transportfähig ist." erwiderte der Portugiese und tauschte einen Blick mit Yvonne aus, die auch nicht so wirkte, als würde sie heute noch weit kommen.

      "Er sollte es besser sein." antwortete Jol'tar. "Sonst müssen wir ihn zurücklassen."

      "Vielleicht gibt es noch eine andere Lösung" kam Yvonne der absehbaren Erwiderung durch Alex zuvor. Dann zeigte sie auf dessen Brust.
      "Kann ich mir den mal kurz ausleihen?"

      "Du kannst mich solange haben wie du willst." antwortete der Portugiese.

      "Den Kommunikator, Scherzkeks."

      Alexandre löste das Gerät von seiner Uniform und warf es ihr zu.
      "Es wird nicht funktionieren. Wir haben schon versucht, mit den Anderen aus dem Außenteam in Kontakt zu treten, aber es hat nicht geklappt. Irgendetwas auf diesem Planeten stört die Kommunikatoren und schränkt ihre Reichweite massiv ein."

      "Wer hat gesagt, dass ich das Außenteam kontaktieren möchte?" antwortete Yvonne und fing den Kommunikator auf. Sie tippte das Gehäuse an und hielt ihn vor ihr Gesicht.
      "Ermelyn an Neo. Bitte kommen."

      Es folgten mehrere Sekunden statischem Rauschens, in denen die übrigen Anwesenden Yvonne mit einer Mischung aus Neugier und Unglauben taxierten.

      ['Leutnant, sind Sie das? Hier ist Crash. Heiliger Strohsack, Sie haben uns einen ordentlichen Schrecken eingejagt. Wie haben Sie den Absturz überlebt?']

      "Knapp. Wo ist Nova?"

      ['Der ist gerade am schiffen.']

      "In Ordnung, wir haben nicht viel Zeit. Die Klingonen sind hinter uns her und werden bald hier sein. Können Sie meine Position orten und mit der Phönix runterkommen um uns aufzusammeln?"

      ['Ähhhh, jein. Orten ja, aber wenn wir runter kommen werden uns diese Luftabwehrraketen auseinandernehmen. Die Phönix ist leider nicht so schnell wie die LAU.']

      "Was für eine LAU?"

      ['Ich dachte davon wüssten Sie? Vor zweieinhalb Stunden ist hier plötzlich eine LAU aufgetaucht und wie ein Projektil auf den Planeten zugerast; das Ganze ging so schnell das die Klingonen sich nicht aufschalten und sie runterpflücken konnten.']

      "Wo ist die LAU jetzt?" mischte sich Jol'tar ein.

      ['Keine Ahnung. Wir hatten sie nur auf den passiven Sensoren, und sie ist unter einer Wolkenbank verschwunden. Wir können nicht mal mit Sicherheit sagen, welche der Beiden es war.']

      "CAT." sagte Yvonne. "Es gibt nur zwei Personen auf der Odyssee, denen Lyma die Schlüssel für ihre LAU geben würde, und beide sind auf diesem Planeten." Gut, eine davon hatte dieses Privileg vor nicht allzu langer Zeit verspielt, aber das änderte gerade nichts an den Tatsachen. Mara hingegen hatte Sif und ging eigentlich nirgendwo hin ohne CAT im Schlepptau zu haben. Eigentlich hätte sie es sich denken können, dass sie nicht die einzige war, die sich Rückendeckung besorgt hatte.

      "Crash, können Sie diese Raketenabwehr irgendwie ausschalten?"
      "Crash?"

      "Gibt es etwas, was du uns sagen möchtest?" fragte Alexandre.

      "Wir haben..." Yvonne sah kurz zu Lansa und besonders Ramos und entschied sich, nicht noch mehr Informationen fallen zu lassen als sie es 'eh schon getan hatte. Jol'tar war ein paranoider Verschwörungstheoretiker, aber er_hatte_ recht, wenn er sagte, dass sie dem Überläufer nicht weiter als nötig trauen sollte.
      "...mehrere Schiffe in der Nähe. Sie haben die Oddi kurz nach uns verlassen und sich versteckt gehalten, um uns im Notfall helfen zu können."

      "Warum wussten wir nichts davon?" wollte Jol'tar wissen.

      "Weil es dem ursprünglichen Missionsziel entgegengelaufen wäre."

      "Ursprünglich?" fragte Ramos. "Dann sind Sie gar nicht primär wegen den Orioni hier?"

      "Unwichtig." winkte Yvonne ab. "Wir sind hier, und wir wollen hier weg. Crash, bitte melden. Was ist bei Ihnen los?"

      ['Ermelyn? Nova hier. Entschuldigen Sie die kurze Unterbrechung; diese Verbindung läuft über Kommunikationsrelais, die wir im Orbit des Planeten ausgesetzt haben; dummerweise können die Klingonen sie orten, sobald sie aktiv werden. Wir haben gerade eine verloren und mussten die Verbindung umleiten. Will heißen, wir haben nicht viel Zeit.']

      "Verstanden. Nova, können Sie die Raketen ausschalten?"

      ['Nein. Wir müssten alle drei Batterien gleichzeitig ausschalten, sonst würden uns die verbleibenden abschießen. Und dafür haben wir nicht genug Feuerkraft.']

      "Und wenn CAT hilft?" fragte Alexandre.

      ['Vielleicht.'] überlegte Nova.

      "Wenn die LAU die klingonische Abwehr unterfliegen kann, dann könnte die Sie doch abholen?" schlug Lansa vor.

      "Das hat einmal funktioniert." verwarf Jol'tar die Idee. "Jetzt wissen die Klingonen das sie da ist, und sie werden den gleichen Fehler nicht noch einmal machen."

      "Finden Sie CAT. Koordinieren Sie sich mit Mara. Finden Sie einen Weg, uns hier abzuholen." fasste Yvonne zusammen. "Dann melden Sie sich wieder."

      ['Verstanden. Nova Ende.']

      "Ende."

      "Und nun?" wollte Ramos wissen. "Ich bleibe bei meiner Meinung, das wir diesen Ort schnellstmöglich verlassen sollten. Leutnant Renards 'Lösung' ist offensichtlich nicht zeitnah, und die Klingonen könnten jeden Moment aus dem Tunnel kommen.", antwortete Jol'tar.
      "Oder schlimmer noch", deutete Alexandre in die Luft und fing seinen Kommunikator gerade noch so auf, "sie schlagen von der Luft zu."

      "Oder materialisieren sich einfach so in der Hütte." JJs Version gefiel keinem wirklich. "Wir müssen hier weg", gab Yvonne allen recht. "Aber wie?"

      Lansa seufzte. "Sternenflotte. Alles ist state of the art, aber wenn es mal drunter und drüber geht, kommen sie nicht zurecht. Kommt mit." Die Romulanerin drehte sich um, um in Richtung der Tür zu gehen, als sie hörte, wie Jol'tar seinen Phaser durchlud und stehen blieb. Ohne sich zu ihm zu wenden begann sie erneut. "Ich habe im Schuppen links von der Hütte ein Vehikel, dass uns helfen wird von hier wegzukommen. Es ist langsam, aber es bietet Platz genug, um die Verletzten darauf zu transportieren und zum Tor zu fahren. Dort sind wir vor den Klingonen sicher."

      "Welches Tor?"

      "Ich erkläre es dir auf dem Weg.2 versprach Alexandre und schulterte das Medikit.


      </RPG>

      <SUM>

      Ort : Lansas Hütte, Carraya 3
      Zeit: MD 6.1900

      Lansa erzählt Alexandre und Jol'tar wie sie auf Carraya gelandet ist und dass sich auf dem Planeten ein iconianisches Tor befindet.

      Zeit: MD 7.0042
      Ort : Lansas Hütte

      Nachdem Yvonne und Ramos aus dem klingonischen Lager geflüchtet und durch den Tunnel gerannt sind, kamen sie bei Lansas Hütte an. Dort angekommen erfuhren sie von Nova, mit dem Yvonne Kontakt aufnehmen konnte, dass CAT sich mittlerweile auf dem Planeten befindet und beschlossen sich in Richtung des iconianischen Tors aufzumachen, wo sie vor den klingonischen Verfolgern erstmal sicher wären.

      </SUM>

      Bis dann,
      Louis und Lasse