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356Die Zeit läuft ab

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  • sfg_mackenzie
    24. Mär.
      <RPG>


      # Zeit: MD 6.1430
      # Ort: Klingonisches Lager / Ufer des Flusses


      Kabor stampfte wütend mit dem Fuß auf. Der junge Klingone zitterte vor Wut.
      "Ich bin genau so ein Krieger wie jeder andere hier!" protestierte er grollend. Sein Vater grunzte nur während Oshaq auflachte.
      "Ach ja? Und wo sind deine Trophäen? Wo deine getöteten Rebellen?" fragte er dann und Kabor ballte seine Hände zu Fäusten.
      Er fletschte die Zähne und sah kurz zu seinem Vater.
      "Ich werde euch schon beweisen das ich genauso gut bin wie jeder andere." schnaufte er schließlich und stürmte zur Tür.
      Kabor!" rief sein Vater ihm nach doch der junge Mann hörte ihn nicht mehr. Ein strafender Blick glitt zu Oshaq.
      "Er ist noch nicht bereit." meinte er dann und Oshaq zuckte mit den Schultern.
      "Wir sind im Krieg - besser er wird bereit." gab Oshaq schließlich zurück. Für ihn war Kabor nichts weiter als ein bevorzugter Bengel der eine Lektion benötigte.


      Kabor stürzte blindlings nach draußen, noch immer beherrscht von seiner Wut. Wut auf Oshaq, Wut auf sich selbst und Wut auf seinen Vater.
      Er war ein Krieger und er würde es ihnen allen beweisen!
      Zielstrebig steuerte er auf die Speeder zu und prallte dabei gegen einen anderen Klingonen der dies mit einem wütenden "Hey" kommentierte. Dann saß Kabor bereits auf dem Speeder und aktivierte den Antrieb.


      Er steuerte den Speeder direkt in Richtung Wald. Er wusste das sich die Orioner in der Nähe des Flusses herum trieben und er gedachte sich diesmal seine Trophäe zu holen und sie Oshaq vor die Füsse zu werfen.
      Der Alte würde schon sehen aus welchem Holz er, Kabor, geschnitzt war.


      Im Wald musste er das Tempo drosseln wollte er nicht Gefahr laufen von einem der Äste vom Speeder geholt zu werden. Dennoch war das Tempo immer noch halsbrecherisch. Bäume und Äste zischten an ihm vorbei, hier und da knackte das Holz wenn er sich brachial seinen Weg durch das Gehöz bahnte.
      Eine leise Stimme in seinem Hinterkopf sagte ihm das dies vielleicht nicht die beste Methode war sich den Orionern zu nähern, aber die wurde beinah völlig von der überschäumenden Wut verdrängt die ihn erfüllt.
      Vor sich sah er das es etwas heller wurde und er vermutete eine Lichtung. Um so überraschter war er als er plötzlich den Waldrand erreicht hatte und mit scharfem bremsen am Ufer des Flusses zum stehen kam.


      ***


      # Währendessen


      Therrurc, Moguk und Haarran hielten plötzlich inne und lauschten. Das surren war zunächst leise wurde aber deutlich lauter.
      Haarran gab den anderen ein Zeichen und sie ließen ihre Werkzeuge mit denen sie in mühsamer Handarbeit die Brücke repariert hatten fallen um nach ihren Waffen zu greifen.


      Nal und der Rest der Gruppe beobachteten wie sich die Orioner strategisch verteilten und einige sogar Deckung suchten. Nur drei blieben stehen und warteten darauf was das merkwürdige Geräusch zu bedeuten hatte.


      Haarran erkannte das Geräusch schnell und verteilte die restlichen Männer. Die Axt mit der er eben noch das Holz behandelt hatte fand ihren Platz in einer Schlaufe an seinem Gürtel.


      Gebannt starrte er und seine zwei Freunde gen Wald, dem Geräusch entgegen. Soweit er beurteilen konnte handelte es sich nur um einen Speeder, was nichts zu bedeuten hatte. Je nach Größe des Speeders hatten mindestens 3 Personen darauf Platz, wenn nicht mehr.


      Er biss die Zähne zusammen und spürte wie sich seine Muskeln anspannten. Wenn das Klingonen waren dann würde es zu einem Kampf kommen und er lechzte danach. Das Versteckspiel das sie hier vollführten ging ihm auf die Nerven.


      Dann brach der Speeder durch das letzte Stück unterholz und kam am Flussufer zu einem abrupten Halt.


      Ein Klingone. Ein einziger Klingone auf einem Speeder. Ein junger Klingone, aber ein Klingone.


      Kabor fletschte die Zähne und griff nach seinem Bat'leth im Halter des Speeders nur um festzustellen das es nicht da war. Er erinnerte sich das er so wütend davon gestürmt war das er vergessen hatte sein bathlet aus seinem Zimmer zu holen.
      Scham über sein törichtes Verhalten färbte sein Gesicht dunkel. Wie konnte er nur so dumm sein? Hatte Oshaq doch recht?
      Nein!
      Zwar hatte er kein Bat'leth aber er hatte zwei Mek'leths. Er war gut im Kampf mit Mek'leths und es waren nur 3 Orioner. Er würde mit drei Orioner fertig werden!


      Mit einem Kampfesschrei sprang er vom Speeder und rannte zur halb fertigen Brücke. Mit einem weiten Sprung landete er auf dem Teil der Brücke den die Orioner gerade repariert hatten.
      Mek'lethts in jeder Hand haltend ging er mit stolzer Brust auf die Orioner zu die ihn ihrerseits mit gezückten Waffen erwarteten.


      Haarran grinste breit als er das törichte Verhalten des Klingonen sah. Das war typisch für diese Krieger, keinem Kampf aus dem Weg gehen selbst wenn man in der Unterzahl war. Je näher der Klingone kam desto deutlicher konnte Haarran sehen das es sich hier wirklich um einen sehr jungen Klingonen handelte. Kein Kind mehr, aber auch noch kein Mann.


      Der Orioner gab den anderen zwei einen kurzen Wink und zog seine Axt wieder hervor. Er gedachte ein wenig Spaß zu haben.


      "Sie werden ihn umbringen." kommentierte Nal trocken das Geschehen.


      "Vermutlich." stimmte die Katze zu. Auch wen sie mit den Klingonen im Krieg waren und die Orioner eigentlich als Verbündete gewinnen sollten, war dieses Schauspiel nicht nach ihrem Geschmack.


      "Und während sie abgelenkt sind können wir uns den Speeder schnappen." meinte Yvonne und deutete auf das Fluggerät.


      Während das erste klirren der Waffen zu hören war starrten die drei Offiziere auf den Speeder und wägten das Für und Wider ab.


      "Da hat jemand die gleiche Idee." meinte Ortrichk dann leise und deutete auf den Speeder. Ganz in er Nähe robbte sich de Moncoeur aus dem Wasser und über das Ufer an den Speeder heran.




      # Zeit: MD 6.1710
      # Ort: Höhle


      Fiona klappte den Trikorder wieder zu und schüttelte den Kopf.


      "Wir brauchen einen Arzt und zwar schnell." meinte sie dann ernst. Die Dornen waren tief in Annas Haut eingedrungen und schienen sich unter der Haut zu verzweigen, fast als hätten sich Wurzeln geschlagen. An einfach herausziehen war nicht zu denken.
      Die Betazoidin hatte Fieber und zitterte gleichzeitig. Man hatte sie zugedeckt zu gut es ging. Fiona hatte bemerkt das - sobald man sich einer der Dornen auch nur näherte der Zustand der bewusstlosen Technikerin schlechter wurde und sie vor Schmerz aufstöhnte.


      "Wie lange?" wollte Sky wissen und was war klar was sie mit der Frage wissen wollte.
      Wie lange würde Anna das überleben?
      Fiona biss sich auf die Unterlippe und starrte auf den zugeklappten Trikorder.


      "Ich glaube nicht das sie die Nacht überlebt." erklärte die Schottin dann fest und Sky nickte knapp.
      "Der Sturm lässt nach. Sobald er aufhört brechen sie die Funkstille und versuchen sie Dr. Du'lam zu erreichen." befahl sie schließlich nach kurzem Überlegen.
      Fiona nickte, erleichtert das ihr diese Verantwortung vorerst von den Schultern genommen wurde.


      ***


      # Währenddessen


      Absolute Dunkelheit. Sie trieb dahin in absoluter Dunkelheit. Wo war sie? Wer war sie?
      "Hallo?" rief sie in das sie umgebende Schwarz. "Ist da jemand?" fragte sie weiter. Keine Antwort kam.
      Sie begann zu zittern. Es war kalt hier. Sehr kalt. Sie hatte Angst und noch noch etwas. Wut? Zorn?
      Das waren nicht ihre Emotionen, oder doch?
      Sie versuchte sich zu konzentrieren. Das Bild einer Katze tauchte plötzlich vor ihr auf. Es war hell. Das einzige das in all der Dunkelheit zu leuchten schien. Etwas an dem Bild war ihr vertraut. Nein mehr als vertraut.
      Die Katze sah zu ihr und lief dann davon.
      "Hey, warte auf mich!" rief sie ihr nach und begann zu rennen. Konnte sie rennen? Bewegte sie sich überhaupt fort?
      Die Katze wurde in der Ferne immer kleiner. Sie versuchte hinter her zu kommen aber es ging nicht. Sie hatte Schmerzen. So starke Schmerzen in ihrer Brust. Dort wo die Dornen sie getroffen hatten.
      Dornen!
      Sie erinnerte sich! Sie wusste wieder wer sie war! Aber die Frage blieb offen wo sie war.
      "Ortrichk! Hilf mir!" schrie sie dem leuchtenden Fleck zu der in der Ferne immer kleiner wurde.




      # Zeit: MD 6.1930


      "Hat sie was gesagt?" fragte Fiona leise doch Sev'lik schüttelte den Kopf. "Ich glaube nicht. Falls doch habe ich es nicht verstanden." gab er zurück und benetzte die heiße Stirn der Betazoidin wieder mit einem feuchten Tuch.
      "Ihr Zustand verschlechtert sich zusehends." erklärte er und Fiona schluckte hart.
      "Ich werde nochmal versuchen die Ärztin zu erreichen." erklärte die Schottin dann und machte sich wieder auf den Weg aus der Höhle. Sie zog ihren Phaser. Das letzte was sie wollte war auch von so einem Busch attackiert zu werden.
      Draußen kletterte sie etwas höher über die Höhle. Es wurde langsam dunkel.
      Auf einem Felsabsatz blieb sie schließlich stehen und betätigte wieder ihren Kommunikator. Sie hatte nicht viel Hoffnung diesmal erfolgreicher zu sein. Die anderen drei Male hatte sie keine Antwort vom Rest des Außenteams bekommen und schon gar nicht von Dr. Du'lam.


      "MacKenzie an Dr. Du'lam. Bitte melden. Wir haben einen Notfall und brauchen dringend ihre Hilfe. Ich wiederhole, dies ist ein Notfall."


      Leises rauschen antwortete ihr und sie seufzte, Dann kniff sie die Augen zusammen als sie in der ferne etwas sah. Ein dunkler Punkt der sich auf sie zubewegte.


      "MacKenzie an Dr. Du'lam. Bitte melden. Wir haben einen Notfall und brauchen dringend ihre Hilfe. Ich wiederhole, dies ist ein Notfall." wiederholte Fiona erneut und behielt den Punkt im Auge.


      Der Punkt teilte sich und wurde zu mindestens 4 weiteren Punkten und sie kamen weiter näher.


      "Verdammt!" murmelte sie und schickte sich an die anderen in der Höhle zu vorzuwarnen.


      [Du'lam hier, um was für eine Notfall geht es?] erklang es plötzlich knarzend aus dem kleine Lautsprecher und Fiona atmete tief durch.


      "Ein Teammitglied wurde von einem Busch attackiert und von Dornen getroffen. Die Lebenszeichen werden immer schwächer und die Dornen scheinen sich unter der Haut auszubreiten. Wir brauchen sie hier dringend, gibt es eine Möglichkeit für sie uns zu erreichen?"
      fasste Fiona das ganze grob zusammen.


      Nal antwortete nicht und Fiona fürchtete bereits die Verbindung wieder verloren zu haben.


      [Möglicherweise.] kam es dann von Nal.


      "Versuchen sie es - ich bezweifle das die Patientin sonst die Nacht überlebt." beeilte sich Fiona zu sagen um ihrem Anliegen mehr Dringlichkeit zu verleihen.


      [Verstehe, ich sehe was ich tun kann.] antwortete Nal und Fiona beendete die Verbindung um schnell wieder zurück in die Höhle zu kommen.


      "Die gute Nachricht, ich konnte die Ärztin erreichen und es besteht die Möglichkeit das sie her kommen kann." begann Fiona und sah dann zu Sky.
      "Die schlechte Nachricht, ich habe draußen eine Gruppe gesehen die sich auf uns zubewegt. Ich denke wir bekommen bald Besuch." erläuterte sie dann weiter.


      "Orioner oder Klingonen?" fragte Sky beinah gelangweilt.


      "Keine Ahnung, sie waren noch zu weit weg und es wird langsam dunkel draußen." meinte Fiona angespannt.


      </RPG>


      <SUM>


      # Zeit: MD 6.1430 - 1515
      # Ort: Klingonisches Lager / Ufer des Flusses
      Kabor, ein junger Klingone will sich beweisen und startet auf einem Speeder durch den Wald um seine ersten 'Fenide' zu töten. Dabei trifft er auf die Orioner an der Brücke und verwickelt diese in einen Kampf. Die Sternenflottenoffiziere beobachten dies und überlegen sich den Speeder zu stehlen.




      # Zeit: MD 6.1710
      # Ort: Höhle
      Annas Zustand verschlechtert sich rapide und niemand kann ihr helfen. Sky gibt Befehl die Funkstille zu brechen und Dr. Du'lam zu erreichen.




      # Zeit: MD 6.1930
      # Ort: Höhle
      Fiona erreicht endlich Dr. Du'lam, sieht dann aber auch gleich das die 'Höhlenbewohner' bald Besuch bekommen werden.


      </SUM>


      ---


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