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355The whereabouts of Jol'tar and Alexandre [Part II]

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  • Luis Alfaia
    22. Mär.
      Hier mal Part II.

      Es sieht wohl so aus, als würden wir noch ein wenig in der Hütte festsitzen...

      Grüße
      Luis

      <RPG>

      Zeit: SpD 5.1130
      Ort: Vorratskeller unter Lansa's Hütte

      <QUOTE>
      "Können Sie verstehen was sie sagen?", fragte Alexandre, sehr leise flüsternd.
      "Irgendwas über Fleisch und Blutwein für ein Fest", murmelte Jol'tar in Richtung Alexandre. Der Andorianer hatte den Phaser noch immer auf den Eingang zum Keller fokussiert, allein seine Gehörkanäle streckten sich in Richtung der Deckenpaneele um besser zu hören. "Sie wollen den gelungenen Abschuss unseres Shuttles feiern", presste Jol'tar zwischen seinen Zähnen hervor. "Was sagt die alte Frau?", fragte der Andorianer, sich darauf bereitmachend von der alten Romulanerin verraten zu werden. Verrat lag schließlich in ihren Genen. Alexandre schluckte schwer. "Sie sagt irgendwas über Kisten hinterm Haus." Sein Kopf lag noch immer am Träger angelehnt, die Kleidung noch immer durchnässt vom Gift, strömte ihren Geruch in seine Nase. Der üble Geruch tat sein Übriges zur Gehirnerschütterung, die er vom Schlag auf den Kopf davongetragen hatte. Alexandre versuchte seinen Würgereiz zu unterdrücken. Nutzlos. Sein Magen wollte sich entleeren. Jetzt! Die Klingonen waren laut, er würde für deren Entdeckung verantwortlich sein. Er spürte, wie der Schwall kurz davor war den Rachen zu erreichen. Sein Mund füllte sich mit dem Inhalt seines Magens.
      </QUOTE>

      Jol'tars Hand legte sich mit festem Druck über den Mund Alexandres, während der Andorianer ihn gleichzeitig mit dem anderen Arm zu Boden presste. Alexandre konnte nicht anders als weiter zu würgen. Sein Mageninhalt drückte gegen seine Mundöffnung, fand dort aber keinen Ausweg. Alexandre war klar, dass er seinen Würgereflex unter Kontrolle bringen musste, ansonsten würde sich der saure Brei auf den Rückweg in den Hals und seine Luftröhre hinunter machen. Wenn es erstmal soweit war, würden seine Instinkte komplett übernehmen und ihn zu Abwehrverhalten verleiten, das sich vor den Klingonen nicht besser verbergen lassen würde als das ursprünglich geplante lautstarke von sich geben halbverdauter Nahrung.

      Alexandre tat, was er tun musste. Er schluckte, als er merkte, dass der nächste Würgreflex anstand. Der saure Brei bahnte sich seinen Weg zurück in Richtung des Magens, der erneut kontrahierte und das geschluckte erbrochene erneut nach Oben schicken wollte. Erneut schluckte der Portugiese in der Hoffnung das erneut erbrochene diesmal in sich zu behalten. Er suchte Blickkontakt mit dem Andorianer, der jedoch die Deckenklappe im Auge behielt und Alexandre mit schierer Kraft am Boden hielt. Der Techniker tappte Jol'tar auf die Schulter, um die Aufmerksamkeit des Andorianers zu erhalten, der sich aber nur schwerer machte und Alex damit zu verstehen gab ruhig zu bleiben.

      Zeit: SpD 5.1130
      Ort: Lansa's Hütte

      "Ho, altes Weib!" blaffte der klingonische Krieger Lansa beim Hereinkommen verächtlich an. "Wo ist unser Tribut?" Seine Hand lag auf dem Holster seines Blasters, die Waffe selbst hatte er jedoch nicht gezogen. Lansa nahm mit gemischten Gefühlen zur Kenntnis, dass der Klingone sie offenbar nicht als Bedrohung betrachtete. Er polterte in den Raum hinein und griff als erstes nach einem Trinkschlauch, der neben Lansas Kochstelle hing. Sein ihm nachfolgender Begleiter blieb an der Tür zurück und ließ den Blick forschend durch das Innenleben der Hütte wandern.

      "Draußen stehen zwei Kisten mit Feldfrüchten und Trockenfleisch." Die Romulanerin deutete auf einen kleinen Kistenstapel vor dem Fenster und bemühte sich, keinen Blickkontakt zu den beiden Kriegern zuzulassen.

      "Bah." Der erste Klingone spie den Schluck aus dem Trinkschlauch quer durch den Raum und schleuderte den Schlauch gegen die Wand. "Willst du uns vergiften, Weib? Wo ist dein Wein?"

      Lansa war klar, dass sie den Klingonen gegenüber die Unterwürfige spielen musste, aber selbst der unterbelichtetste Depp musste sehen, dass ihre Farm kein Weinberg war. Glücklicherweise wechselte der zweite Krieger das Thema, bevor Lansa etwas über die Lippen kam, das sie zweifelsohne bereut hätte.
      "Wir sind nicht wegen der Vorräte hier. Wir suchen nach Fremden, die sich hier in der Gegend herumtreiben könnten."

      "Fremde? Haben sich etwa ein paar Orioni hierher verirrt?" Lansa hoffte, dass ihre Stimme unschuldiger klang als sie sich fühlte.

      "Die Orioni haben ein Schiff abgeschossen. Wir suchen nach eventuellen Überlebenden, um sie vor den Rebellen zu schützen und ihnen unsere Hilfe anzubieten." Der andere Klingone lachte bellend.

      "Natürlich." Lansa hielt ihre Miene so neutral wie möglich. "Ich werde die Augen offenhalten."

      "Das ist auch besser so!", griff ihr nun der erste Klingone fest ins Gesicht. Seine Fingernägel drückten sich in die eingefallenen Wangen und hinterließen Kratzer. "Sonst schneid ich dir ehrlosen Hure von Romulanerin die Augen persönlich raus!" Sein Dolch war so schnell gezogen, dass Lansa es erst sah, als sich die Spitze der Klinge bereits an ihrem linken Auge befand. Ihre Augen funkelten vor Hass. Ein paar Jahre jünger und sie hätte dem Klingonen den Gar ausgemacht, stattdessen nickte die alte Romulanerin nur und atmete innerlich tief durch, als der zweite Klingone dem ersten deutete zu gehen: "Lad die Kisten in den Speedster. Wir müssen weiter!"

      Der Klingone ließ von Lansa ab und steckte seinen Dolch zurück. "Und das nächste Mal, wenn wir da sind, solltest du Wein bereitstehen haben!"

      Beide gingen zur Tür raus und griffen sich die Kisten. Lansa blieb regungslos auf ihrem Hocker sitzend. Der Speedster startete und fuhr mit den zwei Klingonen weg. Ein lautes, kehliges Lachen verhallte langsam unter dem Lärm des Antriebs.

      Zeit: SpD 5.1140
      Ort: Keller, Lanas Hütte

      Jol'tar ließ von Alexandre ab und stand auf, noch immer mit der Phasermündung in Richtung Bodenklappe deutend. Eine knappe Handbewegung reichte dem Andorianer, um seine Hand, die er auf Alexandres Mund gepresst hatte an dessen Jacke abzuwischen.

      "Beherrschen Sie sich das nächste Mal besser", befahl er, ohne dabei Rücksicht auf die körperliche Verfassung seines Mitstreiters zu nehmen.

      "Meinen Sie, die Waffe ist noch notwendig?", flüsterte der Techniker dem Andorianer zu. "Sie hat uns nicht verraten", schob Alexandre rechtfertigend hinterher.

      "Noch nicht", murmelte Jol'tar und gab somit seinem Misstrauen freien Lauf. Der Tisch, den Lansa ein wenig zur Seite wegschob, kratzte über den staubigen Boden. Die kleinen Scharniere, die die Falltür nach oben schwingen ließen, quietschten in einem für Jol'tar unangenehmen, hohen Ton. Seine Nackenhaare stellten sich auf, während die Fühler sich leicht einzogen. Im nächsten Moment krachte die hölzerne Falltür auf den Holzboden und gab Alex und Jol'tar den Weg in die Hütte wieder frei.

      "Schnell", deutete die Romulanerin, die vor die Öffnung getreten kam und stockte erst, ob der auf sie gerichtete Waffenmündung. Sie bezeugte ihren Unmut mit einem lauten Schnauffen und zusammengezogenen Augenbrauen. Mit beiden Händen winkte sie ab und drehte sich wieder um.

      "Sternenflottenheinis - immerzu Paranoid!", sagte sie auf Romulanisch und ging zu einer Duraniumtruhe am anderen Ende des Raumes. Sie hob den Deckel schwer seufzend an und nahm eine kleine Tasche aus der Truhe, als sie den Atem des Andorianers in ihrem Rücken förmlich spüren konnte. Sie drehte sich langsam um und hielt dem taktischen Offizier der Odyssey ein MedKit der Sternenflotte vor Augen. Mit einem Nicken in Richtung Alexandre deutete sie Jol'tar ihre Absicht den Mann zu untersuchen, der gerade mit wackligen Beinen die hölzerne Treppe aus dem unterirdischen Kabuff hochmühte.

      Der Andorianer nickte, statt jedoch seinem Kollegen die Hand zu reichen, flankierte er die Frau und hielt sie somit in Schach. Lansa seufzte erneut, legte das MedKit auf den Tisch und half Alexandre aus der Falltür heraus hoch. Sie deutete Alexandre, sich auf den Stuhl zu setzen und reichte ihm die Tasche. Ein medizinischer Scan fiel aufgrund der Störfelder aus, aber Alexandre wusste nur zu gut, welches Medikament ihm helfen würde. Gehirnerschütterungen waren beim Erste-Hilfe-Training gut aufgeklärt worden, schließlich könnte immer mal wieder jemand im Maschinenraum stürzen und dann etwaige Symptome aufweisen. Das Personal war darauf geschult, die typischen Ausfallerscheinungen nennen zu können und die erste medizinische Betreuung vorzunehmen. Dass man sich die Behandlung jedoch selbst verpassen musste, war eher selten.

      Der Portugiese untersuchte die kleinen Phiolen, konnte die Schrift jedoch nicht erkennen. Erst da fiel ihm auf, dass er seine Brille wohl im Keller hatte liegen lassen. "Was ist los", murmelte Jol'tar. "Ich kann die Schrift nicht lesen", antwortete Alex. "Meine Brille liegt wohl noch unten im Keller."

      Jol'tar schnaufte. Aus seiner halbwegs sicheren Position heraus trat er langsam an den Tisch heran und betrachtete die kleinen Phiolen. "Was brauchen Sie?"
      "Tetrasorin. 150 Mikrogramm." Alexandre schloss die Augen. Er spürte, wie ihn das Nachdenken anstrengte und ihm der Würgereiz wieder überkam. "Hier", Jol'tar reichte dem Techniker eine kleine Phiole, die dieser angestrengt in das Hypospray einsetzte. Alexandre reichte das Hypospray zurück an Jol'tar, der die Menge eingeben musste. Erneut brummte der Andorianer. Lansa hingegen betrachtete das Schauspiel amüsiert und fragte sich, wann denn der erste die wirklich wichtige Frage stellen würde. Woher hatte Sie ein föderatives MedKit.

      Es zischte und Lansa hatte ihr Gesicht mittlerweile auf ihren faltigen Händen abgestützt. Sie betrachtete Jol'tar mit einem gefährlichen Grinsen, dass er nicht einschätzen konnte, während Alexandres Übelkeitsgefühl verschwand und er eine rasche Besserung verspürte. Es war noch nicht perfekt, aber zumindest die Kopfschmerzen waren verschwunden. "Woher haben Sie dieses MedKit?", fragte Jol'tar nun ohne dabei eine Antwort zu erwarten, schließlich funktionierten die Universaltranslatoren in den Kommunikatoren nicht. Aber warum? Bislang war keine Technologie bekannt, die die UTs neutralisieren konnte.

      Währenddessen holte sich Alexandre seine Brille aus dem Keller und warf einen weiteren Blick auf die dort lagernden Vorräte. "Commander!", rief er aus dem Keller nach seinem Vorgesetzten. "Ich glaube, sie sollten sich das hier genauer anschauen." Alexandre warf ein paar Sternenflottennotrationen und Getränkerationen nach Oben und kletterte die Holzleiter unter starkem Husten wieder rauf. Er öffnete eine der Wasserrationen und trank einen kräftigen Schluck aus dem Beutel.

      "Sie müssen Duschen gehen", sagte die Romulanerin plötzlich auf Standard und grinste noch immer gefährlich, als sie vom Tisch aufstand und zu einem Schrank ging. Sie entnahm ihm ein Handtuch mit Föderationsemblem und warf Alexandre das Tuch zu.

      Jol'tars Phaser entlud sich mit einem surrenden Geräusch. Lansa sackte in sich zusammen und schlug auf dem Boden auf, noch während Alexandre entgeistert das Handtuch fing, und ohne ihm eine Chance zu lassen, den Sturz der Romulanerin galant aufzufangen. Der TO starrte den Andorianer mit großen Augen an. "Warum haben Sie das getan?"

      "Sie war ganz offensichtlich nicht die Person, die sie vorgegeben hat zu sein." entgegnete Jol'tar, während er begann, die Schränke zu durchstöbern. "Außerdem hat mir ihr Lächeln nicht gefallen."

      "Sie hat uns mit den Klingonen geholfen! Und offenbar..." Alexandre stockte. So offensichtlich war dann doch nicht, wie genau die Verbindung zwischen einer Romulanerin und der Vereinigten Föderation der Planeten aussehen sollte.

      "Deshalb atmet sie auch noch." erklärte Jol'tar. "Finden Sie es denn nicht auch außergewöhnlich mutig von ihr, Sternenflottenausrüstung offen in einem Schrank aufzubewahren, wo ihre klingonischen Gäste diese jederzeit hätten entdecken können. Ich hatte den Eindruck, dass diese Besuche nicht allzu selten waren."

      Alexandre hatte das Handtuch inzwischen näherer Betrachtung unterzogen. "Das Handtuch trägt das UFP-Logo, nicht das der Sternenflotte. Vielleicht ein Geheimdienst?"

      "Geheimdienste statten ihre Mitarbeiter in Deep Undercover üblicherweise nicht mit Dienstinsignien aus."

      "Vielleicht stammt es aus einer zivilen Quelle. Eine Kolonie, ein Frachter, ein Linienschiff..."

      "Möglich. Oder es stammt aus einem Souvenirgeschäft. Was immer noch nicht erklärt, wie sie, " Jol'tar deutete auf Lansa, "daran gekommen ist. Umso wichtiger ist es jetzt, dass wir erstmal ohne die Einmischung und Manipulation der Romulanerin herausfinden, was genau hier los ist." Er warf Alexandre einige stabile Stofffetzen zu, die er in einem der Schränke gefunden hatte. "Fesseln Sie sie erstmal an einen Stuhl. Sie wird bald aufwachen, und dann habe ich ein paar ernsthafte Fragen an sie."

      </RPG>

      <SUM>

      Zeit: SpD 5.1130
      Ort: Vorratskeller unter Lansa's Hütte

      Jol'tar wirft Alex zu Boden und sorgt mit dessen Hand auf dem Mund dafür, dass der Techniker sich nicht übergeben kann.

      Zeit: SpD 5.1130
      Ort: Lansa's Hütte

      Die Klingonen informieren Lansa über ein von den Orioni abgeschossenes Shuttle und holen zwei Kisten Proviant von der Romulanerin ab.

      Zeit: SpD 5.1140
      Ort: Keller, Lanas Hütte

      Nachdem Lansa Alexandre ein föderatives MedKit und ein Handtuch mit dem UFP-Abzeichen zuwirft, schießt Jol'tar die Romulanerin nieder, um sie zu befragen.

      </SUM>

      Submitted by
      @ und Luis