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353Geist des Kriegers

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  • Lasse_Bj=c3=b6rn_Wittland
    5. Mär.
      Hi ihr,

      ich nehme mich mal des letzten noch verschollenen Crewmitglieds an.

      <RPG>

      Ort : Planet Carraya 3
      Zeit: abends

      Missmutig stapfte Quorn durch den Buschwald. Der alt Krieger hasste
      diesen Planeten mit einer Leidenschaft, die er einst heißblütigen Frauen
      oder der Targh-Jagd entgegen gebracht hatte. Damals, als er noch auf der
      Y'tem gedient hatte, im Krieg gegen die Sep'tarim - eine Auszeichnung
      hatte er bekommen, weil er und seine Truppe sich dem Gegner entgegen
      geworfen hatten, obwohl der Sieg schon verloren schien. Damals war er
      ein Held gewesen, jung und gutaussehend, und er hatte nie Probleme damit
      gehabt eine Frau zu finden, die sein Lager mit ihm teilte.

      Mittlerweile war er alt geworden. Eine Chance, sich erneut zu beweisen,
      hatte sich ihm nicht mehr gezeigt, und mit den Jahren verblasste seine
      Heldentat in den Erinnerungen seiner Mitmenschen, und sein Bett blieb
      immer öfter leer. Er wurde versetzt, mehrfach, und immer war es ein
      weiterer kleiner Schritt zurück. Längst diente er nicht mehr in einer
      der ruhmreichen Frontdivisionen des Reiches, sondern musste auf dem
      Umweg über mehrere Garnisonen schließlich die Pille schlucken, hierher
      versetzt zu werden, um mit den orionischen Terroristen Katz und Maus zu
      spielen. Wobei er sich längst nicht mehr sicher war, wer die Katze und
      wer die Maus war. Die Orioner waren unsichtbar, töteten aus dem
      Hinterhalt oder rissen ihre Gegner mit Sprengfallen in Stücke, woraufhin
      die Klingonen mit ihren schweren Waffen ganze Landstriche verwüsteten,
      in der Hoffnung, dabei auch den einen oder anderen Gegner zu treffen.

      Keins von beidem war ehrenvoll oder gar ruhmreich. Es war ein dreckiges
      Gemetzel, und jeder wusste es. Zumindest jeder, der nicht an akutem
      Realitätsverlust litt, so wie sein verdammter Kommandant.

      "Hast du etwas gefunden, Alter Mann?"

      Quorn schnaufte. //Alter Mann!// Dabei war Yu'ba nicht einmal vier Jahr
      jünger als er. Was allerdings nichts daran änderte, das sie recht hatte.
      "Nein. Die Handscanner sind nutzlos, wie immer."

      "Die Sensoren des Shuttles haben etwas entdeckt." erinnerte Yu'ba.

      "Ich sage nicht das hier niemand ist; ich sage nur, das dieses Ding hier
      uns nicht helfen wird, ihn zu finden." knurrte Quorn und feuert den
      Scanner in den nächsten Busch. Zurück auf der Basis würde ihm das
      sicherlich eine Rüge vom Quartiermeister einbringen, aber das war ihm egal.

      "Wir sollten uns aufteilen." schlug Tempe`q, der letzte in seiner
      kleinen Gruppe, vor. "So können wir ein größeres Gebiet absuchen."

      "Gute Idee, Grünschnabel." lobte Quorn. "Wenn einer von uns auf eine
      Mine treten sollte werden es die anderen überleben."

      "Hast du eine bessere Idee?"

      Klar hatte Quorn die. Von hier verschwinden. Die Absturzstelle des
      Föderationsschiffs war nicht mehr als eine Stunde Fußmarsch von hier
      entfernt. Eigentlich hätten sie sowieso dort sein sollen, um
      herauszufinden, wieso Kal'Tor sich seit Stunden nicht mehr gemeldet
      hatte. Als ob das nicht auf der Hand lag. Aber die Sensoren ihres
      Shuttles hatten auf dem Flug zu dem Wrack ein menschliches Lebenszeichen
      im Busch unter ihnen aufgefangen, und Ramos hatte ihn, Yu'ba und Tempe`q
      herunter gebeamt, um es sich anzusehen. Was sie nun schon seit 10
      Minuten taten. Und da sie alle noch lebten war es möglicherweise doch
      keine Falle der Orioner.

      "Machen wir es so, dann sind wir schneller fertig." meinte Quorn.
      "Ich gehe nach rechts, du geradeaus. Yu'ba, du gehst nach links zum
      Bach. Pass auf die Krokodile auf."

      "Ich bin nicht zum ersten Mal auf diesem Planeten." gab die Kriegerin
      zurück und machte sich, genau wie Tempe`q, auf den Weg.

      Quorn ging seinerseits los und suchte nach dem Ursprung der
      Lebenszeichen. Aber er war unkonzentriert, immer wieder schweiften seine
      Gedanken zu Yu'ba ab. Er kannte die bärbeißige Frau noch nicht lange,
      aber er hatte sofort Gefallen an ihr gefunden. Bei Khaless, niemand
      anderem hätte er es durchgehen lassen, ihn einen 'alten Mann' zu nennen!
      Und er hatte das Gefühl, das sie auch ähnlich für ihn empfand. Wenn dem
      so war, dann gab es vielleicht doch _etwas_ was seinen Aufenthalt auf
      dieser Wert etwas erträglicher machen könnte. Es war schon viel zu lange
      her, das er neben einer Frau aufgewacht war.

      Er war so in seine Gedanken um Yu'ba vertieft, das er die andere Person
      in ihrem Versteck fast übersehen hätte. Er war keine zehn Meter mehr von
      ihr entfernt, als ihm auffiel, das ein ein Stück schwarzem Stoffes
      hinter einem Baumstamm hervorlugte. Fluchend zog er seinen Disruptor und
      sah sich nach einer möglichen Falle um.

      Doch da war nichts.

      "Du da, ich kann dich sehen." rief er dem Anderen zu. "Komm raus. Du
      willst nicht, das ich dich holen komme!"

      Keine Reaktion.

      Vorsichtig und sich immer wieder umsehend näherte Quorn sich dem Baum.
      Der Andere rührte sich noch immer nicht. Zumindest der Teil von ihm, den
      er sehen konnte.
      "Yu'ba. Grünschnabel! Ich habe hier etwas."

      Noch immer rührte der Andere sich nicht, und Quorn hatte den Stamm fast
      erreicht. Der Krieger atmete einmal tief durch, dann umrundete er den
      Baum mit zwei schnellen Schritten und drückte dem Anderen seinen
      Disruptor ins Gesicht.

      Nur, das dort kein Gesicht war. Auch kein Anderer. Ungläubig blickte
      Quorn auf den Stoff, mit dem er zum Narren gehalten wurde. Es war eine
      Uniformjacke der Sternenflotte, soweit hatte er richtig gesehen. Aber
      statt einem Menschen befanden sich darin einige zusammengebundene
      Stöcke, die dem Kleidungsstück Halt und die Illusion gaben, das es von
      jemandem getragen wurde, de sich hinter dioesem Baum zu verstecken
      versuchte. Es war eindeutig ein Köder, und er hatte ihn geschluckt. Aber
      wo war der Jäger, der ihn ausgelegt hatte?

      ============

      Jean-Jacques wartete, bis der Klingone direkt unter ihr stand und seine
      Ablenkung inspizierte. Offen gesagt war der Marine überrascht, das er es
      tat, dann das bedeutete, das sein doch eher aus der Verzweiflung
      geborener Plan tatsächlich funktioniert hatte - zumindest bis zu diesem
      Punkt. Womit der Plan allerdings auch schon fast zu ende war, ab
      demnächst würde er improvisieren müssen, wie er es eigentlich nur tat,
      seit er getrennt von seiner Ausrüstung und dem Rest des Außenteams auf
      diesem Planeten gelandet war. Seit der Rematerialisierung hatte er einen
      Angriff eines Riesenkrokodils überstanden, wurde fast von einem
      menschengroßen Kaninchen über den Haufen gerannt, war in einen Sandsturm
      geraten und wurde von dem aggressivsten Mückenschwarm geplagt, den er je
      erlebt hatte.
      Und dann kamen auch noch die Klingonen. Als er das Shuttle über sich
      hinwegfliegen sah ahnte er schon, das er entdeckt worden war, und als er
      kurz darauf drei Klingonen in Kampfanzügen in seine Richtung kommen sah
      wusste er, das er kämpfen musste.
      Was gar nicht so leicht war ohne Waffen.

      Jean ließ sie sich fallen und holte aus. Der Klingone musste etwas
      gehört oder gesehen haben, denn sein Kopf zuckte hoch, und als er ihn
      sah, versuchte er noch auszuweichen.

      Aber er war zu langsam. Jean traf ihn mit dem Stein im vollen Schwung im
      Gesicht, Blut spritzte, und er konnte die Schädelknochen seines Gegners
      brechen hören. Dann prallte er auf den Klingonen, und beide gingen zu Boden.

      Jean brauchte nur einen Moment, um sich wieder aufzurappeln. Sein Gegner
      lag am Boden und stöhnte leise, machte jedoch keine Anstalten
      aufzustehen. Sehr gut. Aber er durfte jetzt keine Zeit verlieren, die
      anderen beiden Klingonen würden sicherlich jeden Moment hier sein.
      Schnell nahm er dem Klingonen sein Messer und den Disruptor, der ihm aus
      der Hand gefallen war, ab. Die Waffe fühlte sich unförmig und schwer in
      ihrer Hand an, aber auch ungemein beruhigend. Jetzt hatte er etwas,
      womit er den Klingonen auf Augenhöhe begegnen konnte.

      Aus den Augenwinkeln nahm er eine Bewegung wahr und fuhr herum. Ein
      weiterer Klingone brach durch das Unterholz auf Jean zu. Offenbar hatte
      er nicht damit gerechnet, so plötzlich auf einen Feind zu stoßen, denn
      erst als er Jean erblickte begann er hektisch nach der Waffe in seinem
      Holster zu greifen.

      Jean drückte ab. Der Schuss war nicht gut gezielt, aber auf die geringe
      Entfernung war das zum Glück auch gar nicht nötig. Der Bolzen traf den
      Klingonen in die Brust und der Aufprall riss seinen Brustkorb auf und
      seinen Körper im Laufen nach hinten. Er war schon Tot, ehe er vor Jean
      auf den Boden aufschlug.

      Zwei weitere Disruptorbolzen flogen durch die Luft und schlugen rechts
      und links neben dem Marine ein. er folgte ihren Flugbahnen zu dem
      dritten Klingonen -nein, einer Klingonin-, die etwas weiter weg stand.
      Schnell gab Jean selbst mehrere Schüsse in ihre Richtung ab. Er hatte
      wenig Hoffnung, diesmal einen weiteren Treffer zu landen; alles was er
      wollte war die Andere für ein paar Sekunden niederzuhalten, bis er sich
      selbst eine bessere Deckung gesucht hatte. Also biss er die Zähne
      zusammen und rannte los, blind in die Richtung der Klingonin schießend.
      Die feuerte zurück, und um Jean herum explodierten Vegetation und Erdreich.

      ============

      Ju'ba schoß weiter, aber der Sternenflottler schlug Haken und wich ihren
      Schüssen aus. Um seine Antwortfeuer machte sie sich keine Sorgen, er
      schoss völlig ungezielt, und die meisten Schüsse landeten nicht mal in
      ihrer Nähe, geschweige denn ihm Ziel.

      Nur ihre eben leider auch nicht.

      Sie fluchte leise, als er einen besonders dicken Baum errichte und sich
      dahinter fallen ließ. Jetzt war er zwar kein bewegliches Ziel mehr,
      hatte aber Deckung. Für einen geübteren Schützen wie Tempe`q oder den
      alten Mann wäre das kein Problem gewesen, aber sie war eher eine
      Schwertkämpferin als Schützin. Sie zog sich etwas weiter hinter ihren
      eigenen Baum zurück und feuerte zwei Schüsse auf den Baum, die der
      Sternenflottler mit einem einzelnen, diesmal schon deutlich besser
      gezielten, beantwortete.

      Yu'ba überlegte. Sich auf einen längeren Schusswechsel einzulassen wäre
      gefährlich, und sie war Realist genug um einzusehen, das sie sich ihm
      kaum in eine bessere Schussposition nähern konnte, ohne sich selbst als
      Zielscheibe anzubieten. Also wählte sie die pragmatische Lösung in Form
      einer Plasmagranate.

      Der Wurf war gut, die Granate viel neben dem Baum zu Boden, und die
      anschließende Explosion zerfetzte die unteren Meter des Stammes zu
      streichholzkleinen Splittern, die in alle Richtungen davonstoben,
      während die obere Hälfte des Baumes zuerst nach unten und dann zur Seite
      stürzte, wobei sie noch mehrere kleinere Pflanzen mit riss.
      Ju'ba rannte los. Sie achtete genau auf das Gelände vor sich, bereit,
      sich sofort zur Seite zu werfen, sollte der Flottler die Explosion doch
      irgendwie überlebt haben und auf sie schießen. Aber kein Schuss viel,
      und die Klingonin erreichte den Explosionskrater.

      Keine Leiche. Ju'ba sah sich um. Die Explosion war stark gewesen, aber
      trotzdem hätte normalerweise irgendetwas zurückbleiben müssen, und sei
      es nur der Gestank von verbranntem Fleisch. Aber hier war nichts. Dann
      sah sie, das kurz hinter dem Baum ein Abhang begann, der frische
      Abgangsspuren zeigte. Der elende Föderierte war ihr entkommen, indem er
      sich den Hang hat hinunterfallen lassen!

      Ju'ba ging in die Hocke und suchte den Hang unter sich ab, konnte ihn
      aber nicht erkennen - dafür gleich mehrere Verstecke, hinter denen er
      sich verkrochen haben könnte. Sie wich von der Abhangkante zurück, um
      ihm kein unnötig gutes Ziel zu bieten. Da bemerkte sie das Geräusch. Es
      war ein leises Pfeifen, das sie im ersten Moment für eine Nachwirkung
      des Explosionsknall hielt, bis sie merkte, das es lauter wurde. Mit
      einem Anflug von Schrecken erkannte sie das Geräusch. Ohne nachzudenken
      folgte die Klingonin ihren Instinkten und sprang nach vorne, über die
      Kante. Keinen Moment zu früh, denn noch ehe sie auf den Abhang aufschlug
      explodierte Quorns Disruptor hinter ihr und sandte eine Hitzewelle über
      ihren Körper hinweg. Sie kam auf, überschlug sich mehrmals und kullerte
      unkontrolliert den Hang hinab.

      Ein Stück weiter unten konnte sie sich schließlich abbremsen und wieder
      aufrichten. Ihr Rücken schmerzte, und in ihren Ohren fiepte es wieder,
      diesmal aber wirklich von der Explosion.

      Sie ahnte die Bewegung hinter sich eher, als das sie sie war nahm. Yu'ba
      wirbelte herum und sah, wie der Sternenflotter -ein Mensch, jetzt konnte
      sie ihn zum ersten Mal deutlich sehen- auf sie zustürmte und mit einem
      D'k tahg -Quorns D'k tahg- zustieß. Sie riss den Arm hoch, und die
      Klinge bohrte sich statt in ihren Hals durch ihre rechte Handfläche. Der
      Mensch starrte sie entgeistert an, dann holte sie mit der linken aus und
      versetzte ihm einen Schlag, der ihn beiseite taumeln und den D'k tahg
      loslassen ließ.
      Ju'ba wartete, bis er wieder aufgesprungen war und sich zu ihr umdrehte,
      dann zog sie langsam die Klinge aus ihrer Hand. Sie betrachtete sie von
      allen Seiten, dann bleckte sie die Zähne und blickte ihn herausfordernd
      an. Als sie sah, das der Mensch keine Anstalten machte zu fliehen nickte
      sie ihm einmal zu und warf die Waffe hinter sich. Ohne würde es länger
      dauern und mehr Spaß machen.

      Der Mensch schluckte, als sie auf ihn zu ging, wechselte aber in eine
      Kampfstellung. Ein Krieger, stellte Ju'ba fest. Gut. Mit einem Brüllen
      ging sie auf ihn los, aber ihr erster Angriff war zu unbeherrscht. Er
      duckte sich zur Seite weg und verpasste ihr einen Schlag, den sie unter
      ihrer Rüstung allerdings kaum wahrnahm. Sie setzte nach, aber er wich
      abermals zurück.

      So ging es eine Zeit lang weiter. Er traf sie zwar häufiger, aber seine
      Schläge hatten kaum eine Wirkung auf die Klingonin, während die weniger
      Treffer, die sie bei ihm landen konnte, ihn jedes mal zurücktaumeln und
      aufstöhnen ließen. Sie war zuversichtlich, das sie diesen Kampf auf
      lange Sicht gewinnen würde, schon alleine weil ihre Kondition besser war
      als die eines Menschen. Aber dann viel ihr ein Muster in den Bewegungen
      des Menschen auf.

      Wieder unternahm sie einen direkten Angriff. Wie sie erwartet hatte wich
      er nach links aus, zur Seite ihrer verwundeten Hand, die sie bisher so
      gut wie gar nicht eingesetzt hatte. Aber nicht diesmal. Ihr Arm schoss
      vor und sie bekam ihn am Unterarm zu fassen. Ju'ba gab dem Menschen
      keine Gelegenheit, zu reagieren. Sie zog ihn die Schmerzen ignorierend
      zu sich heran und schlug mit der Linken zu. Er konnte den Schlag zwar
      mit seinem freien Arm ablenken, zuckte unter dem Treffer aber trotzdem
      zusammen. Und revancierte sich mit einem Tritt gegen ihr Schienbein,
      Ju'ba ihrerseits griff ihn an seinem Hemd, zog ihn zu sich heran und gab
      ihm eine Kopfnuss.

      Er taumelte zurück und versuchte seinen Arm zu befreien, aber Ju'ba ließ
      nicht los, sondern schlug ihrerseits noch einmal zu. Blut spritzte, als
      die Augenbraue des Menschen aufplatzte.

      Doch der Mensch gab gab noch nicht auf und griff mit seinem freien Arm
      nach ihrer rechten Hand. Er hatte nicht mehr viel Kraft, aber darauf kam
      es ihm auch nicht an, als er begann, in ihrer Wunder herumzustochern.
      Mit einem schmerzerfüllten Grunzen ließ Ju'ba ihn los, und er viel vor
      ihr auf den Boden.

      Einmal wollte er noch aufzustehen, aber die Klingonin gab ihm einen
      kräftigen Tritt in die Seite, der ihn einen Meter weiter und auf den
      Rücken katapultierte. Danach versuchte er nur noch, vor ihr davon zu
      robben, und sie dabei mit allem zu bewerfen, was ihm in die Hände geriet
      - hauptsächlich kleine Steine und Dreck, der nicht einmal weit genug
      flog, um sie zu treffen. Ju'ba selbst folgte ihm langsam; sie wusste
      bereits, wo es Enden würde.

      Kurz darauf merkte es auch der Sternenflottler, als er gegen den Felsen
      in seinem Rücken stieß. Er versuchte sich daran hochzuziehen, und Ju'ba
      ließ ihn gewähren.

      "Gut gekämpft." erklärte sie, und ein Stück weit meinte sie es
      tatsächlich so. Für einen Menschen hatte er sich bemüht. "Aber es ist an
      der Zeit, es zu beenden." Mit diesen Worten trat sie an ihn heran und
      legte ihre gesunde Hand um seine Kehle.

      Noch einmal versuchte der Mensch sich zu wehren. Er griff mit beiden
      Händen nach ihrer und versuchte, ihren Griff zu lösen. Vergeblich. Dann
      versuchte er, sie zu Boxen, aber seine Schläge waren viel zu schwach
      geworden, um sie von ihrem Tun abzubringen. Schließlich griff er nach
      ihrem Kopf, versuchte sie zu kratzen und ihr die Augen einzudrücken.
      Hier nahm sie ihre verletzte Rechte hinzu, um seine Hand gegen den
      Felsen zu pressen. Dann leiste er keinen Widerstand mehr, und sie sah
      zu, wie das Leben aus seinen Augen zu weichen begann und er aufhörte,
      nach Luft zu schnappen.

      Stattdessen verzog sich sein Mund zu einem verzerrten Grinsen. Ju'ba
      versuchte noch zu verstehen, was das sollte, als sie plötzlich einen
      heißen Schmerz an ihrem Hals spürte, und wie von irgendwoher Blut in
      ihren Mund strömte. Sie lies den Sternenflotter los und griff sich an
      den Hals. Sie spürte viel warmes Blut, das aus einer tiefen Wunde
      sprudelte. Verständnislos sah sie auf ihre blutbesudelte Hand und dann
      den Menschen. Und das Messer, das er in der freien Hand hielt. Ihr
      eigener D'k tahg. Ju'ba wurde schwindelig. Sie versuchte zu atmen, aber
      es kam nur ein gurgelndes Geräusch dabei heraus, und sie spuckte mehr
      Blut. Ein letzte Mal sah sie dem Menschen in die Augen, dann wurde es
      schwarz um sie herum und sie stürzte.

      </RPG>

      <SUM>

      Ort : Planet Carraya 3
      Zeit: abends

      Jean-Jacques Révèlle stößt auf der Suche nach dem Rest des Außenteams
      auf eine Gruppe Klingonen und muss um sein Leben kämpfen.

      </SUM>

      Bis dann,
      Lasse