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349Von Teambuilding, Büchern und Polizeiarbeit

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  • sfg_mackenzie
    6. Feb.
      Ein CoPo von Michel und mir. Nicht wirklich Missionsrelevant sondern reines Charbuilding :-)


      <RPG>


      # Zeit: SpD 5.1210
      # Ort: Bar


      <QUOTE>
      „Eine Marine. Ja, sie kann dort auch ohne Ausrüstung überleben. Aber sie wird stark eingeschränkt sein ohne Ausrüstung. Ich denke eher an Ortrichk. Sie ist in der Natur auf ihrer Heimatwelt aufgewachsen und hat die nötigen Instinkte, um in gefährlicher Wildnis zu überleben.“
      </QUOTE>


      Fiona schnaubte und nippte erneut an dem Whiskey.
      "Die Wildnis macht mir weniger Sorgen. Wir sind alle Offiziere und haben das Survivaltraining mehr als einmal absolviert. Mir machen andere Dinge Sorge. Die Hitze die dort herrschen wird und für die Commodore kein Zuckerschlecken sein wird. Ich habe auf Hel erlebt was die Hitze mit ihr macht, aber vor allem beunruhigt mich die Tatsache dass wir es mit einer unbekannten Anzahl von wahrscheinlich feindseligen Orionern zu tun haben werden. Orionern die im Gegensatz zu uns das Gelände kennen."


      Taithleach blickte in ihr Glas und sinnierte über diese Worte nach.


      "Sie sind nicht allein da unten - jeder des Teams wird seinen Part erfüllen. Die Verantwortung liegt nicht allein bei ihnen." versuchte Taithleach die junge Frau neben sich zu beruhigen.


      "Aber genau das tut es." beharrte Fiona grimmig. "Die Verantwortung kommt mit dem Posten, gleichgültig ob ich den Posten wollte oder nicht. Ich habe ihn und damit auch die Verantwortung."


      "Das klingt als habe man sie gezwungen." meinte Taithleach mit einem lächeln und Fiona seufzte.
      "Nicht direkt gezwungen aber ... Wie heißt es so schön: Leben ist das was passiert während man selbst andere Pläne macht. Mein Plan war es noch ein paar Jahre in Frisco zu bleiben und mich dann zurück nach Edinburgh versetzen zu lassen sobald da ein Posten frei wird. Wie man sieht kam es anders und nun haben wir auch noch Krieg ..." Fionas Stimme wurde leiser. Krieg - das bedeutete selbst wenn sie ein Versetzungsgesuch einreichen würde dann wäre das vermutlich für die Katz oder sie würde nur auf einem anderen Schiff landen. Ganz sicher würde man sie nicht auf die relativ sichere Erde versetzen.
      Diesmal nahm sie einen großen Schluck von dem Whiskey auch wenn er dafür eigentlich zu schade war.


      "Und nun ertränken sie ihren Kummer darüber?" Diesmal klang Taithleachs Stimme beinah herausfordernd.


      Fiona grinste schief und betrachtete sich in dem Spiegel hinter der Bar.


      "Nicht heute - Doctors Orders - ich darf nur ein Glas." antwortete die Schottin schließlich und schob das leere Glas von sich.


      Im Spiegel sah die CSO wie Taithleach schmunzelte und einen Schluck trank. Erst als die mollige Medizinerin weiter sprach bemerkte sie dass diese ins Gälische gewechselt hatte.


      "Meiner Erfahrung nach sind nur Leute im Weltraum unterwegs die auch hier hin wollten. Sie wären die Erste die ich kennen lerne die unfreiwillig auf einem Schiff Dienst tut. Und wie heißt es so schön: Ein jeder ist seines Glückes Schmied. Sie müssen sich also irgendwann dazu entschieden haben auf ein Schiff zu gehen. Und wenn sie wieder weg wollten, so haben sie schon vor dem Krieg die Möglichkeit gehabt sich versetzen zu lassen. Warum haben sie die Chance ungenutzt verstreichen lassen?"


      Fiona sah ihrem Spiegelbild in die Augen und grinste schließlich.
      "Cha bhi fios aire math an tobair gus an tràigh e."
      (The value of the well is not known until it goes dry.)
      erklärte sie auf gälisch und orderte bei Pierce nun ein Wasser. Sie wusste das Taithleach recht hatte, aber gleichzeitig war es nicht so einfach gewesen wie sie es dar stellte.


      "Ich habe mich nie auf den Posten beworben - mein Auftrag war anderer Natur und hatte mit gewissen Familienbanden zu tun. Nachdem der Einsatz beendet war wollte ich zurück nach Hause, was zu dem Zeitpunkt jedoch nicht ging. Stattdessen überfiel mich die Commodore mit dem Angebot den CSO Posten zu übernehmen." erzählte Fiona und wunderte sich ein wenig über sich selbst. Sie kannte die Ärztin gar nicht und schüttete ihr das Herz aus. Vielleicht lag es an dem heimatlichen Akzent der in Taithleachs Stimme mitschwang.


      "Es gibt immer noch die Möglichkeit die Flotte zu verlassen." schlug Taithleach vor und Fiona hätte beinah ihr Wasser wieder ausgespuckt. Mit Mühe schluckte sie das Wasser hinunter und hustete danach leicht.
      "Keine Chance." erklärte Fiona und tippte sich auf Höhe des Herzens an die Brust. "Zu viel Pflichtgefühl - liegt auch in der Familie. Wie sie sagten Doc - ich habe mich dafür entschieden - das heißt aber nicht das ich nicht ab und zu mit dieser Entscheidung auf gute schottische Art hadern kann." zwinkerte Fiona dann. Immerhin hatte sich ihre Laune verbessert durch das Gespräch.
      Zwar hielt sie den Außeneinsatz immer noch für eine wahnwitzige Schnapsidee, aber wenn sie Lyma schon nicht davon abhalten konnte, dann würde sie zumindest zusehen dass sie alles tat was in ihrer Macht stand um alle wieder lebend zurück zu bringen.


      Taithleach hatte sehr wohl bemerkt dass Fiona ungewollt etwas preisgegeben hatte, aber sie ging nicht darauf ein. Es war wohl eher unwahrscheinlich dass Fiona ihr genug vertraute, um über privates zu reden. Schließlich kannten sie sich kaum. Das sie redete war ja schon ein positiver Fortschritt.
      Sie setzte die Unterhaltung auf Gälisch fort.


      "Sie sollten mit sich selbst, und vielleicht noch mit einigen anderen Dingen, ins Reine kommen. Dann werden sie zufriedener sein. Sicherer. Selbstbewusster. Dann wird es auch nichts mehr zu hadern geben. Ihre Leistungsfähigkeit wird sich dann auch steigern. Mit weiteren positiven Auswirkungen.
      Lorg taobh a-staigh sìth. [NRPG: Finden sie ihren inneren Frieden.]
      Und diese Außenmission, zu der ich zum Glück nicht eingeladen bin, ... Oh Man! Teambuilding gut und schön. Aber hier? Im Krieg? Auf einem unbekannten Planeten? Orioner, Klingonen und was sonst noch da unten lauert ... Viel zu viele Unwegsamkeiten. Ich kann ihre Bedenken und Sorge verstehen. Nur kann niemand die Commodore umstimmen oder gar aufhalten. Ich hoffe deshalb dass sie *gleich* von Anfang an als Team starten."


      Fiona schnaubte erneut und rieb sich nachdenklich das Kinn. Ein Team. Das war leichter gesagt als getan. Genauso wie mit sich selbst ins Reine zu kommen. Wie sollte sie das denn tun wenn sie kaum eine Minute Zeit für sich hatte. Seit sie die Erde verlassen hatte war sie von einem Abenteuer ins andere gerutscht ohne Zeit zu haben das alles zu verarbeiten.


      Taithleach nippte wieder an ihren Whiskey. Sie ließ der CSO Zeit nachzudenken. Zu drängen brachte nichts. Das musste Fiona für sich selber entscheiden. Vor allem musste sie sich überlegen ob sie Vertrauen zu ihr, Taithleach, hatte.


      Nicht jeder konnte sich problemlos in ein Team einfügen. Oft bildete sich ein Team auch erst durch besondere Umstände oder Ereignisse. Sie selber hatte nie Probleme damit gehabt. Auch nicht bei Freundschaften, obwohl sie in dieser Hinsicht sehr selektiv war. Zuhören konnte sie trotzdem immer gut.
      Zu gerne hätte sie Fiona einen losen Faden angeboten um das Gespräch am laufen zu halten. Nur kannte sie die CSO viel zu wenig. Ihre medizinische Akte war da keine Hilfe.


      Also Abwarten. Mit einem leichten Lächeln warf sie Fiona einen aufmunternden Blick zu.


      Fiona seufzte erneut und erinnerte sich an ihren Partner in Frisco. Sie vermisste seine fröhliche Art und die tatsache dass er sie immer wieder zum lachen gebracht hatte. Hier hatte sie keinen Partner, hier war sie die Chefin - zumindest von ihrer Abteilung - mit völlig anders gearteten Aufgaben und vor allem Verantwortungen.


      Taithleach konnte sehen dass Fiona zu irgendeiner Art Entschluss gekommen war, zumindest deutete ihr Gesichtsausdruck so etwas an.


      “Mein Pa meinte immer dass man sich nicht um das sorgen sollte was sein könnte, sondern um das was ist. Ich denke zumindest für diese Außenmission werde ich versuchen mich daran zu halten.” nickte Fiona sich selbst zu und Taithleach lächelte.


      “Ihr Vater ist ein kluger Mann,” stimmte sie dann zu und Fiona rollte mit den Augen. “Lassen sie ihn das ja nicht hören, sein Ego wird sonst noch größer.” grinste die CSO und wechselte dann jedoch schlagartig das Thema und musterte Taithleach.


      “Was ist eigentlich mit ihnen? Wieso hat es sie auf diese Schiff mit der Tendenz zur Selbstzerstörung verschlagen?” fragte Fiona nun aus echter Neugier heraus.


      “Wenn mich nicht gerade die Miezekatze angefordert hätte hätte ich mir das wahrscheinlich zweimal überlegt. So war die Entscheidung einfach. Jetzt bin ich mit einer guten Freundin zusammen und wir können hoffentlich etwas Zeit miteinander verbringen. Und glauben sie mir. Es gibt auch andere Schiffe die .... nicht gerade einen Heiligenschein haben.”


      /Miezekatze?/ stirnrunzelnd wendete die CSO ihren Blick auf die Medizinerin. Dann dämmerte es ihr und ein schmunzeln schlich sich auf ihre Lippen als sie sich erinnert wie sie die Iskyra aus dem Turbolift befreit hatte.


      “Sie meinen Ensign Lertary? Die ist doch Wissenschaftlerin und sie sind Arzt.”


      “Wie sie meiner Akte entnehmen können bin ich viel wenn der Tag lang ist. Mediziner, Wissenschaftler, Biologe und so weiter. Aber Titel sind nur Schall und Rauch und oft noch verschwendetes Papier auf das sie geschrieben wurden. Ich definiere mich durch das was ich tue, sage und wer ich bin. Manchmal auch einfach nur durch meine Anwesenheit.”


      Taithleach betrachtete ihr Glas, dessen Inhalt zur Neige ging. Fiona schmunzelte leicht.


      “Wizards Fifth Rule.” kommentierte die Schottin und Taithleach Blick wanderte vom Glas zum Gesicht der CSO.


      “Bitte was?” fragte sie als habe sie nicht richtig verstanden, immerhin war Fiona vom Gälischen nun ins Englische gerutscht.


      Die rothaarige Schottin winkte leicht ab.


      “Nur etwas das ich als Kind in einem Fantasy-Roman gelesen habe. - Mind what people do, not only what they say, for deeds will betray a lie. No matter what your affiliation is, either friend or foe, you should watch the person's actions instead of the lies that they use to deceive you.” erklärte Fiona und deutete auf dann auf Taithleachs Glas.


      “Noch einen? Geht auf meine Rechnung.” wollte sie wissen und dachte gleichzeitig an ihre Freunde die sie auf der Erde zurückgelassen hatte. Es wurde wohl Zeit sich neue Freunde zu suchen. Für eine Weile hatte sie gehofft in Anvidur eine gefunden zu haben - zumindest hatte sie sich mit ihr gut verstanden und sie vermisste das regelmäßige Schachspiel.


      “Sehr weise. Taten lügen nicht. Ich habe Terry Goodkind leider nicht gelesen.”, die Medizinerin leerte ihr Glas und gabe dem Barmann zu verstehen dass sie noch einen Whiskey haben wollte. Immerhin hatte sie seit 20 Minuten Dienstfrei, “Wie kommte es dass sie als Kind Bücher lesen die 400 Jahre alt sind und heute noch rezitieren können?”


      Mit dem neuen Glas versorgt prostete sie Fiona zu, “Auf gutes Gelingen der Mission. Mögen alle gesund und munter zurück kommen.”, den Whiskey auf der Zunge genießend wartete sie auf Antwort.


      Fiona nippte an ihrem Wasser und dachte über die Frage nach. Es war ihr nie in den sinn gekommen das es merkwürdig kein könnte alte Bücher zu lesen.


      “Ich bin Schottin.” antwortete sie dann mit einem grinsen. “Historie liegt uns im Blut.” bemühte sie ein Klischee. “Meine Familie besitzt eine große Bücherei mit richtigen Büchern, wenn auch die meisten davon Replikas und alle auch digital verfügbar sind aber ich war schon als Kind fasziniert von echten Büchern. Ich weiß noch dass ich mit einem richtigen Buch lesen gelernt habe. Die Buchstaben kannte ich alle vorher schon aber wirklich begriffen was es bedeutet wenn aus aneinandergereihten Buchstaben ein Wort und dann ein richtiger Satz wird, das habe ich mit einem Buch in meiner Hand.”




      Taithleach nickte “Mit Terry Goodkind?” fragte sie aber dennoch leicht erstaunt und Fiona schüttelte den Kopf.


      “Nein, mit ‘Willi Wurm und der Arche Noah’.” schmunzelte sie dann. “Terry Goodkind kam später während der Schulzeit als Flucht vor dem langweiligen Schulalltag. Ich hab die Bücher regelrecht verschlungen und mehrmals gelesen und vieles davon ist einfach hängen geblieben. Was ist mit ihnen? Was lesen sie den so?” fragte sie dann gleich zurück froh ein eher unverfängliches Gesprächsthema gefunden zu haben.


      “Zur Zeit scheinen Bücher wieder in Mode zu kommen. Ich lese alles was mir interessant vor kommt. Zumeist hat es hintergründig etwas mit meinen Fachgebieten zu tun. Zur Zeit lese ich Kathy Reichs Knochenarbeit.”


      Fiona runzelte die Stirn. “Sagt mir gerade nichts.”


      “Die Dame war Professorin für Soziologie und Anthropologie und arbeitete für zwei Institute in den damaligen USA und Kanada als forensische Anthropologin. Von dieser Thematik handelten auch ihre Romane.”


      “In einem Roman dürfte die Thematik aber nur gestreift werden. Und was ist an 400 Jahre alter Anthropologie interessant?”


      “Wenn etwas angesprochen wird was mich interessiert lese ich in der Fachliteratur weiter. Die Geschichte der Anthropologie ist interessant. Zum Beispiel wurde Radiokarbondatierung 1946 entwickelt und wird noch heute angewendet. Außerdem hat mich Ortrichk damit geärgert. Sie war Dozentin für Anthropologie der Iskyra und weiß verdammt viel darüber.”


      Ungewollt musste Fiona schmunzeln. Doch das Schmunzel fror etwas ein als Taithleach mit einer Frage nach legte.


      “Haben sie nicht auch die Geschichte der Sicherheit studiert? Wie stand es um die Sicherheit … 2016?”


      Fiona runzelte die Stirn und dachte über die Frage nach. Ihr Glas hatte einen runden Wasserrand auf der Theke hinterlassen und sie fuhr mit dem Finger durch diesen Kreis und zerstörte ihn damit.


      “Anders.” meinte sie dann und suchte noch immer nach Worten. “2016” wiederholte sie dann und rieb sich das Kinn mit der anderen Hand. “Die meisten anderen Völker der Galaxie waren bereits weiter als die Menschen auf der Erde. Ich denke die Erde muss ein sehr konfuser Ort gewesen sein zu der Zeit. All die verschiedenen Völker die zwar teilweise mit Bündnissen versuchten für etwas gemeinsames einzustehen nur um von allen Seite Steine in den Weg gelegt zu bekommen. Auf dem Europäischen Kontinent gab es eine große Flüchtlingskrise ausgelöst durch Kriege und Klimakatastrophen die den unterschwelligen Rassismus der Bevölkerung zum Vorschein gebracht hat.
      Ich bin nicht sicher ob ich in dieser Zeit gerne für die Sicherheit zuständig gewesen wäre. Wobei damals hätte ich mich entscheiden müssen zwischen Polizeidienst oder Militär. Heute ist beides eher miteinander vermischt - auch wenn wir die Marines immer noch haben. Die Kriminalität war höher als heute, Morde an der Tagesordnung. Keine Schöne Zeit.” schüttelte Fiona dann den Kopf um ihren Worten Nachdruck zu verleihen.


      “Wie kommen sie gerade auf dieses Jahr?” fragte sie dann und Taithleach zuckte mit den Schultern. “Die Romane von Katy Reichs spielen in der Zeit. Die Protagonistin arbeitet mit jemandem von einer Behörde namens FBI zusammen.” erklärte sie dann.
      “Federal Bureau of Invesigation” nickte Fiona. “Eine Art Bundespolizei der damaligen Vereinigten Staaten von Amerika. Das Polizeisystem von Amerika war auch so ein konfuser Fall für sich. Ich habe das bis heute nicht wirklich verstanden wer für was zuständig war. Einzelne Ortschaften hatten zum Beispiel Sheriffs die von der Bevölkerung gewählt wurden. Größere Städte dagegen hatten Polizeichiefs mit Polizeirevieren. Die waren für ihre Stadt oder eben ihre Gemeinde zuständig. Dann gab es noch den US Marshal Service der auf Bundesebene für Justizangelegenheit zuständig war und Gefangenentransporte, zeugen und Personenschutz zuständig war. Das FBI wiederum kümmerte sich um alle größeren Verbrechen die über verschiedene Bundesstaaten hinausgingen. Obwohl alle das gleiche Ziel hatten arbeiteten die einzelnen Branchen in einer gewissen Rivalität zueinander. Niemand ließ sich gern ‘seinen’ Fall wegnehmen.” erklärte Fiona nachdenklich.


      Zumindest daran hatte sich bis zum heutigen Tag wohl nicht viel geändert. Sie dachte an die Moncoeur und Tatsache dass sich die Marine ständig in Sicherheitsbelange einmischte. Das 2 Marines Wache standen vor dem Krankenzimmer von Tiru war nur ein Beispiel dafür. Das man sie bei der ersten Befragung nicht einmal hinzugezogen hatte eine andere. Für das erste hatte sie noch Verständnis - Tiru selbst war Marine und es war nur natürlich dass ihre Kameraden bei ihr sein wollten. Andererseits war das genau der Grund warum gerade Marines sie nicht bewachen sollten - sollte Tiru noch immer etwas von dieser Hauptmannpersona in sich haben und fliehen wollen wären die Marines vielleicht nicht die besten Wachhunde. Solange die Commodore das ganze jedoch absegnete waren Fiona die Hände gebunden - auch so ein Punkt der sie frustrierte. Vielleicht war dieses Teambuilding doch zu irgendwas gut.


      “Woran denken sie gerade?” fragte Taithleach nachdem die Stille zwischen ihnen schon beinah unangenehm war. Zwar wollte sie Fiona nicht unbedingt aus den brütenden Gedanken reisen - andererseits hatten sie sich bis eben noch gut unterhalten.


      Fiona grinste schief. “Daran das sich einige Dinge scheinbar nie ändern. Ich lasse mir zum Beispiel von den Marines auch nicht gerne meine Arbeit abnehmen. Vielleicht ist dieses Teambuilding doch keine so üble Idee - ich wünschte nur die Rahmenbedingen wären besser.


      “Slainte dazu.” stimmte Taithleach mit einem lächeln zu und hob ihr Glas,”Ich würde sie unterstützen, auch wenn ich nicht danach aussehe. Aber ich muss leider hier bleiben und auch noch eine Reihe Leute kennen lernen. Ich werde es in Ruhe angehen. Man kann nichts erzwingen. So sollten sie es auch machen.”


      Ungewollt musste Fiona schmunzeln, als die Irin ihr Hilfe anbot. Sie unterschätzte die mollige Frau trotzdem nicht. Jemanden nach dem Äußeren zu beurteilen lag ihr nicht und es wäre ein Fehler gewesen.


      “Ich werde es mir merken. Versprechen kann ich nichts. Da unten muss ich entsprechend der Situation agieren.” dann bezahlte sie die Drinks, “Entschuldigen sie mich jetzt. Ich habe noch viel zu erledigen.”


      “Natürlich. Viel Erfolg!”


      “Danke”


      Taithleach schaute der enteilenden Schottin hinterher. Das Gespräch war interessant gewesen. Hoffentlich ging die Außenmission gut aus. Dann würde es sich vielleicht ergeben sich erneut zu unterhalten. Irgendwie mochte sie Fiona.


      </RPG>




      <SUM>
      # Zeit: SpD 5.1210
      # Ort: Bar


      Fiona und Taithleach führen ein längeres Gespräch
      </SUM>




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      submitted by



      Mac & Michel




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