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347The whereabouts of Jol'tar and Alexandre [Part 1]

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  • Luis Alfaia
    1. Feb.
      Hallo Leute!

      Das CoPo von Ed und mir zieht sich leider, da wir zwei doch recht erkältet
      sind. Ich hatte gehofft, dass ich es doch noch fertigbekomme, aber leider
      macht mir die Grippe doch einen Schnitt durch die Rechnung.

      Wir setzen uns sofort wieder dran, sobald unsere Erkältungen ausgefochten
      sind.

      Grüße
      Luis

      <RPG>

      Zeit: SpD 5.1500
      Ort: Alexandres Quartier, USS Odyssey

      Alexandre war nach seiner Doppelschicht und dem beherzten Eingreifen des
      neuen Chefwissenschaftlers in seinem Bett gelandet. Lange schlafen konnte
      Alexandre nicht. Durst weckte den Portugiesen aus seinem unruhigen Schlaf.
      Er rollte sich zur Bettkante und setzte sich behutsam auf. Seine Füße
      berührten den Teppich. Erst da wurde ihm Bewusst, dass er seine Uniform noch
      trug. Er gähnte in seine vor dem Gesicht verschränkten Hände und drückte
      sich die Zeigefinger kurz gegen das Nasenbein. Sein Mund war trocken.
      Alexandre blickte auf das Chronometer. Fünfzehn Uhr. Er zog sich seine
      Uniformjacke aus und die Schublade neben seinem Bett auf. Seine Finger
      brachten eine kleine, zylinderförmige Verpackung aus der Schublade zum
      Vorschein. Der Deckel des Zylinders wurde mit dem Daumen weggeschnipst, eine
      Tablette wanderte in seinen Mund. Er schluckte die Tablette trocken hinab.
      Mit zittrigen Fingern stellte Alexandre das leere Medikamentenröhrchen auf
      das Nachtkästchen neben seinem Bett.

      Alexandre atmete tief durch und ging in das Bad. Das Wasser begann in das
      Becker zu Laufen, als sich Alexandre über das Becken beugte und einige
      Schlucke Wasser trank. Er blickte in den Spiegel, die tiefen Ringe um seine
      Augen verrieten ihm, dass er es mal wieder übertrieben hatte. Die und das
      Ziehen in seiner Brust. Er musste Du'lam aufsuchen gehen, die Tabletten
      waren wieder alle. Alexandre wollte gerade zur Zahnbürste greifen, als es an
      der Tür klingelte. Erneut seufzte Alexandre.

      "Wer ist da?"
      [Commander Jol'tar.], hallte es durch die Kommunikationsanlage.
      Alexandre stutzte einen kurzen Moment, dann sagte er: "Herein."
      Die Schotts des Quartiers öffnete sich, während Alexandre aus dem kleinen
      Badezimmer, durch das Schlafzimmer in das Wohnzimmer kam.

      "Lt Almeida. Vielen Dank, dass Sie etwas Zeit für mich erübrigen." begrüßte
      Jol'tar den Portugiesen mit einem Kopfnicken. Über der Schulter trug der
      Andorianer eine längliche Tasche an einem langen Gurt, die er beim
      Hereinkommen neben sich abstellte. "Ich bitte die Störung Ihrer Privatsphäre
      zu entschuldigen. Mir ist bewusst, dass Sie eine anstrengende Schicht hinter
      sich haben, und hoffe mit einer kleinen Geste Ihr Wohlwollen
      aufrechterhalten zu können." Der Andorianer präsentierte eine Flasche
      Andorianisches Ale.

      "Commander, das Gespräch hier klingt fast so, als würden Sie fraternisieren
      wollen.", meinte Alexandre mit einem Schmunzeln. Er lehnte sich mit seinen
      verschränkten Armen gegen den Türrahmen zu seinem Schlafzimmer, dabei
      musterte er den Andorianer genau. Die Fühler des Taktikers scannten das
      Quartier ab. Es war ein kleiner taktischer Vorteil, den die Andorianer
      genossen. Einer der Gründe, wieso sich ihre Spezies evolutionär auf Andoria
      durchgesetzt hatte und nicht etwa die Grelth.

      "Fraternisieren ist das falsche Wort. Dafür müsste ich mit Ihnen
      Freundschaft schließen wollen." Der Andorianer stellte sich mit dem Rücken
      zu Alexandre und betrachtete das in der Wand eingelassene Display. Es zeigte
      eine Darstellung aller Energieleitungen der Odyssey, rechts daneben eine
      Aufstellung, der verschiedenen Technikteams und deren Aufgaben. 

      "Mein Besuch hat deutlich profanere Gründe, Lieutenant. Sie besitzen eine
      überaus nützliche Kombination verschiedener Fähigkeiten, die ich mir gern zu
      Nutze machen würde." Der Andorianer stellte die mitgebrachte Flasche auf
      einer Kommode ab, öffnete den Reißverschluss und zeigte Alexandre den
      Inhalt.

      "Die Zieloptik ist nicht korrekt auf den Emitter eingestellt. Insbesondere
      wenn der Korpus nach einigen Schüssen warm wird, muss ich eine zunehmende
      Treffungenauigkeit feststellen. Ich hörte, Sie seien selbst ein ganz
      passabler Schütze und verstünden etwas von der Kunst. Zusammen mit ihrem
      technischen Sachverstand sind Sie vielleicht sogar in der Lage, mir bei
      meinem Problem zu helfen."

      "Eine schöne Waffe." musste Alexandre zugeben. "Ein
      Plasma-Scharfschützengewehr. Andorianische Bauart, nehme ich an?"

      "Ja. Ich habe die Zieloptik gegen eine modernere Variante ausgetauscht, aber
      ich habe Probleme, eine zufriedenstellende Zielgenauigkeit hinzubekommen."

      Jol'tar reichte Alexandre die Waffe, die dieser prüfend in der Hand wog.
      "Ich denke, ich weiß schon, wo das Problem liegt." Der Portugiese legte
      probeweise an und ließ den Zielsucher durch sein Quartier gleiten. "Die
      Zieloptik muss auf den Wärmeausdehnungskoeffizienten des Laufs eingestellt
      werden. Sie Optik, die Sie hier verbaut haben, ist nicht für andorianische
      Waffen ausgelegt. Ich bekomme das hin, aber dafür brauch ich mein Werkzeug
      aus dem Techniklabor. Und natürlich einige Testläufe auf dem Schießstand, um
      zu sehen, wie das Baby hier sich macht."

      "Gern." erwiderte Jol'tar. "Nehmen Sie Ihr eigenes Gewehr auch mit. Dann
      finden wir vielleicht auch heraus, wie gut Sie wirklich sind." Alexandre
      nahm das Gewehr mit einer harten Bewegung runter und reichte es zurück an
      den Andorianer. Ein gutes altes Schießtraining wäre etwas, was der
      Portugiese seit langem mal wieder vorgehabt hätte. Etwas, was ihm guttun
      würde, das Herz nicht so beanspruchen. Herz. Er verspürte einen leichten
      Stich in der Brust. Schweiß brach Alexandre auf die Stirn. Er musste Du'lam
      aufsuchen gehen und wieder eine Mütze voll Schlaf nehmen. 

      "Treffen wir uns heute Abend auf dem Schießdeck? Ich werde dort zu Ihnen
      stoßen." Alexandre streckte sich und sah Jol'tar dabei fest in die Augen.
      Jol'tar nahm das Gewehr an sich und nickte dem Portugiesen zu. "Gut.
      Einundzwanzighundert." Der Andorianer nickte erneut, argwöhnte aber über die
      plötzliche Distanz, die der Mann ihm gegenüber zeigte. Die Antennen Jol'tars
      zogen sich zusammen. Schweiß auf der Stirn, höherer Blutdruck, er stellte
      sich unruhig von einem Bein auf das andere.

      Jol'tar überlegte, ob der Portugiese etwas verheimlichte, sich darauf
      vorbereitete ihn anzugreifen oder er seinem Ruf als Frauenheld Ehre machte
      und ihn jetzt loswerden wollte, um den Ruf einer Frau in seinem Schlafzimmer
      zu schützen. Die zusätzlichen Gehörgänge am Kopf des Andorianers versuchten
      in das Schlafzimmer hineinzuhorchen, doch blieb dies ohne Erfolg. Alex
      räusperte sich kurz, was Jol'tar wieder dazu bewog den Techniker in seinen
      Fokus zu nehmen. Dem Andorianer kam die morgendliche Szene aus dem
      Besprechungsraum wieder in Erinnerung.

      "Geht es Ihnen gut, Lt.?"
      Alexandre griff plötzlich nach der Stuhllehne vor ihm, um sich aufzufangen.
      "Ich bin nur noch ein wenig übermüdet. Vier Stunden Schlaf reichen nicht
      aus, um eine Schicht von knapp sechzig Stunden aufzuholen." Er lächelte
      schmallippig.

      Jol'tar war klar, dass Alexandre an dieser Stelle nicht die Wahrheit sagte,
      ließ es aber vorerst auf sich beruhen und entschied sich, den TO etwas
      genauer im Auge behalten zu müssen. Stattdessen erwiderte er das wenig
      überzeugende Lächeln des Portugiesen. "Dann versuchen Sie jetzt, ein paar
      Stunden Schlaf zu finden. Es wäre eine Schande, wenn Sie in Ihrem Zustand
      mein Gewehr verpfuschen oder sich gar mit Übermüdung herausreden sollten,
      wenn ich Sie auf dem Schießstand bloßstelle."

      Alex nickte: "Aye, Sir."

      <NRPG: CoPo mit Luis? @Alex>

      Zeit: SpD 6.1008
      Ort: (N)Irgendwo, Carraya Drei

      Ein paar Konsolen hatten zu Alexandres Rechten Funken geschlagen, als der
      Beamvorgang eingesetzt hatte. In einem Moment hatte der Technische Offizier
      aus Reflex einen Schritt zur Seite gemacht im nächsten versank er in
      unerwartet weichen Untergrund. Alexandre suchte mit seinen Füßen Halt im
      Boden und bemerkte, wie er dabei tiefer einsank. "Treibsand", murmelte
      Alexandre.

      "Ruhig bleiben", erinnerte er sich und überprüfte die Gegend. Als er binnen
      kürzester Zeit tiefer im matschigem Sand zu versinken begann, seufzte er. Er
      war bereits mit den Knien versunken, als er begann sich umzusehen und einen
      Baum am Rande des Treibsands entdeckte, der relativ Stabil schien. Eine
      Kiste mit Vorräten lag daneben und machte nicht den Anschein sich vom
      Treibsand hinabziehen zu lassen. Er war gute zwei Meter entfernt. Alexandre
      zog seine Brille aus und den Rucksack vom Rücken, entfernte das Seil,
      welches er provisorisch eingepackt hatte, verstaute die Brille im Rucksack
      und war diesen schließlich zur Kiste. Als nächstes entledigte er sich von
      seiner Uniformjacke und warf diese ebenfalls ans Ufer. Plötzlich erschallte
      ein Knall vom Himmel. Alexandre drehte sich in Richtung des Knalls, sah
      jedoch nur das dichte Blattwerk gigantischer Bäume, die ihm den Blick auf
      den Ursprung des Knalls versperrten.

      Erneut sank er ein Stück ein. Er atmete tief ein. "Keine allzu raschen
      Bewegungen.", rief er sich zurück in Erinnerung und drehte sich mit dem
      Oberkörper zurück zum Ausgangspunkt. Dieser Treibsand war anders als der,
      den er auf der Erde, Albora Prime und Cardassia erlebt hatte. Einen
      Sekundenbruchteil überlegte er, wieso er immer in Treibsand geriet, schob
      den Gedanken aber wieder zur Seite. Jetzt galt es erstmal einen Weg heraus
      zu finden. Normalerweise hätte er sich auf den Rücken gelegt, die Beine
      langsam befreit und sich daraufhin in Richtung Ufer gerollt, aber dies lies
      die Dichte des Treibsands diesmal nicht zu. Er versank zu schnell, war
      mittlerweile bis zur Hüfte in dem Treibsand gesteckt. Alexandre ließ den
      matschigen Sand zwischen Daumen und Zeigefinger hin und hergleiten. Der
      Geruch brannte in der Nase. "Kohlenstoffdisulfid?!", rief er überrascht aus.
      Alexandre rief sich ins Gedächtnis zurück, was er darüber wusste. Entzündbar
      bei knapp hundert Grad, Dampfgemische waren leicht entzündlich. Andererseits
      hatte er es erst erkannt, als er es sich nah an die Nase gehalten hatte.
      Vermutlich hielt die Sanddecke des Treibsands das meiste Gas zurück. Giftig.
      Jetzt wurde Alex unruhig! Er musterte den Baum, der ihm gegenüber in den
      Himmel ragte und schätzte die Höhe ab. Gute zwanzig Meter ragte der dicke
      Stamm in die Höhe und war drei Meter breit. Äste reichten nicht in seine
      Richtung. Alex überlegte, ob er den Phaser an seinem Hüftgürtel zücken
      sollte. Andererseits, würde er hier in Gift ertrinken. "Verbrennen oder
      ertrinken?", fragte er sich selbst und griff zu seinem Phaser, den er am
      Hüftgürtel trug und überlegte kurz, wie er den Stamm dazu bringen könnte in
      seine Richtung zu fallen, ohne dabei vom Baum begraben zu werden.

      Alex bekreuzte sich dramatisch, stellte den Phaser auf einen Kegelschuss mit
      voller Streuung der geringsten Stufe ein und drückte den Abzug. Der
      Energiestrahl durchbrach die Luft und traf auf den Holzstamm, so dass der
      daraus resultierende Rückstoß reichte, um Alexandre weitere Zentimeter in
      den Treibsand zu drücken.

      Plötzlich erklang ein lautes Krachen. Alexandre löste den Druck vom Auslöser
      und besah den Schaden am dicken Baumstamm. Das Holz begann zu knarzen und
      krachen, als es unter dem eigenen Gewicht begann zu brechen. Der Baum
      stürzte in Richtung des Treibsandes und verursachte eine Welle, die
      Alexandre erneut einsinken ließ. Der Portugiese warf seinen Phaser zum
      Rucksack hinüber und griff nach dem Seil, welches er sich vorsichtshalber um
      die Schulter gehängt hatte.

      Ein paar Handgriffe waren nötig, dann war eine Schlaufe in das Seil
      gearbeitet. Alexandre besah sich den umgefallenen Baumstamm und entdeckte
      einen Ast, den er versuchte als Ankerpunkt zu nutzen.

      Der achte Versuch das Lasso richtig einzuwerfen saß. Alex begann damit sich
      in Richtung des Ufers zu ziehen, bis er festen Boden unter den Füßen spürte.
      Alexandre hielt das Seil fest, zog sich daran weiter ans Ufer. Dort
      angelangt sank der Portugiese neben die Vorratskiste zusammen. Er atmete
      tief durch. Das Gasgemisch in der Luft war durch den Aufprall des Baumes im
      Treibsand grösser geworden. Alex ließ seine Zunge über seine Lippen fahren
      und atmete erneut tief durch. Ihm war leicht schwindelig, es kam aber nicht
      vom Herzen. "Ich brauche frische Luft." Alex zog einen Trikorder aus dem
      Rucksack und überprüfte seine Umgebung. Unweit von ihm war ein Lebenszeichen
      angezeigt, viel weiter reichte der Trikorder jedoch nicht. Er atmete noch
      einmal tief durch, schulterte seinen Rucksack, klickte seinen Phaser in den
      Holster und schulterte das Gewehr. Er ging langsam. Suchte Halt an
      verschiedenen Bäumen und begann in die Richtung des Lebenszeichens zu
      gehen. 

      Zeit: SpD 5.1035
      Ort: Lansas Vorgarten, Carraya Drei

      Der Sturm hatte sich gelegt. Aber noch immer sauste der Wind durch das
      saftgrüne Gras, welches auf dem Weg zur Tür und an einer Sitzecke vor der
      Hauswand stellenweise abgetreten war. Die dunkle Erde erschien durch
      das aufgesogene Regenwasser pechschwarz. Eine kleine Pfütze spiegelte die
      darüber fliegenden, dunkelgrauen Wolken wieder, die den starken Regen gelöst
      hatten.

      Den Geruch vom frischen Regen hatte Lansa immer genossen. Sie hatte auf
      einer aus einem Baumstamm gehauenen Sitzbank an der Hauswand gesessen und,
      an ihren langen Haaren spielend, den Geruch genossen. Es erinnerte sie an
      ihre Heimat. Der Sherdak See auf Romulus. Einer der größten Seen. Sie war
      dort in einem ähnlichen Haus aufgewachsen. Ceiri hatte es nie gesehen und
      nun saß Lansa allein vor der Hütte. Sie atmete tief durch und hielt sich an
      der Erinnerung an ihrer verstorbenen Liebe Ceiri fest. Es knackte im
      Gebüsch. Lansa öffnete die Augen einen Spalt und beobachtete das weitläufige
      Geäst vor ihr. Erneut knackte es. Mit einem kurzen Ruck am Seil, welches sie
      in Händen hielt schnappte ihre Falle zu.

      "Ceiri", lachte Lansa in einer glockenhellen Stimme. "Heute gibt es
      Carraya-Hasen", sprach sie zu sich selbst und erhob sich mit einem gequälten
      Stöhnen. Der Geruch des Regens nach dem Sturm war fantastisch. Das
      anschließende kalte Lüftchen jedoch nichts für ihre Knie.

      Ein lauter Knall ließ Lansa nach oben gegen den wolkenlosen Horizont
      blicken. Sie spitzte die Ohren und kniff ihre langsam schwächer werdenden
      Augen zusammen, um etwas am Himmel zu erkennen, doch dieser erstrahlte bloß
      in seinem hellen Blau. "Lansa, Du wirst alt", grummelte die Romulanerin und
      wanderte zu ihrer Falle. "Und hör am besten auf Selbstgespräche zu führen,
      sonst halten dich die anderen noch für verrückt."

      Lansa wollte soeben den Hasen aus seiner Falle holen, als sie erschrak.
      Darin hatte sich nicht ein Hase verfangen, sondern ein Mensch. Ein
      bewusstloser Mensch, aber ein Mensch. Brille, Bart, Bewusstlos, Blutend.
      Lansa ging schnell auf den, aus großen Ästen gefertigten Holzkäfig zu. Sie
      zog ihren Dolch - Ceiris Dolch - und schnitt das Seil des Gegengewichts an
      der Aufhängung ab. "Da ist mir ja was Schönes in die Falle gegangen",
      murmelte sie und sorgte mit dem Schnitt dafür, dass der knapp zwei Meter
      hohe Käfig, automatisch nach oben gezogen wurde. Mit zwei großen Schritten
      betrachtete sie den Mann in Uniform, wie er vor ihr am Boden lag. Auf der
      Stirn klaffte eine Wunde, das Blut strömte ihm über die Schläfen in die
      Haare und tränkte den Boden. Ceiri hatte den Mechanismus entwickelt. Er
      hatte sich bewährt. Dass sie einen Menschen statt Carrayanischen Hasen
      gefangen hatte vermieste Lansa zumindest den Tag. Zumindest würde sie heute
      kein Fleisch essen. Der Geruch von frischem Blut verscheuchte die Aasfresser
      paradoxerweise immer. Morgen hätte sie stattdessen die doppelte Menge an
      Hasen. Getrocknetes Blut lockte die knapp zwei mal drei Meter Tiere jedoch
      an.

      Lansa riss sich ein wenig Tuch von ihrer Kleidung ab und drückte es dem
      Portugiesen auf die Stirn. "Er muss sich den Kopf am heruntergestürzten
      Käfig gestoßen haben", stellte sie fest. "Ach. Tatsächlich?! Woher willst du
      das Wissen? Hast du es gesehen?", fragte sie sich und seufzte.
      "Selbstgespräche", säuselte die Romulanerin und warf das Tuch mittig unter
      den Käfig. Sie schnappte sich Alexandres Phaserpistole und hing sich das
      Phasergewehr zu seiner Rechten um die Schultern. Erneut seufzte Lansa, als
      sie Alexandre an den noch immer nassen Knöcheln packte und langsam in
      Richtung ihrer Blockhütte schliff.

      Zeit: SpD 5.1100
      Ort: Lansas Hütte, Carraya Drei

      Die kleine Hütte auf der Lichtung machte keinen sonderlich bedrohlichen
      Eindruck, aber allein auf unbekanntem, potentiell feindlichem Terrain ging
      Jol'tar kein Risiko ein. Er sah einen Kräutergarten und bestellte Felder,
      aber die Ackerfrüchte konnten kaum mehr als zwei oder drei Personen ernähren
      - zumindest der unqualifizierten Meinung des TAK nach. Abseits des Gebäudes
      gab es ein kleines Holzhäuschen, kaum groß genug, dass eine einzelne Person
      darin Platz finden konnte. Etwas weiter entfernt einen etwas größeren
      Schuppen, und daneben ein Erdhaufen, den Jol'tar aufgrund der Holzmarkierung
      und des Blumenschmucks für ein Grab hielt. Bislang hatte er nur eine
      einzelne Bewohnerin ausmachen können, aber wer konnte schon sagen, wie viele
      weitere Personen sich in der Hütte aufhalten mochten. Sein Trikorder war
      aufgrund der vorherrschenden Bedingungen keine große Hilfe und nicht in der
      Lage, Signale weiter als einige wenige Meter aufzulösen.

      Der Andorianer bedauerte zutiefst den Verlust seines Gewehrs. Die Zieloptik
      des als Scharfschützenwaffe konfigurierten Gewehrs wäre bei der
      Auskundschaftung dieser Behausung unglaublich nützlich gewesen - von anderen
      offensichtlichen Anwendungsfällen abgesehen. Er benötigte Proviant,
      Ausrüstung und vor allem mehr Informationen über die Gegend. All das konnte
      er möglicherweise in der Hütte finden, vielleicht sogar ein
      Kommunikationsgerät, mit dem er die Odyssey erreichen konnte, sobald sie in
      das System zurückkehrte. Er überprüfte seinen Handphaser. Die kleine Anzeige
      zeigte immer noch die volle Ladung an, und dass er auf Töten eingestellt
      war. Sternenflottenregularien verlangten zwar, dass Phaserwaffen
      normalerweise nur auf Betäubung gestellt waren, aber das hatte Jol'tar
      direkt nach der Ankunft auf dem Planeten angepasst. Er ließ den Blick noch
      einmal kritisch über die Farm schweifen, bevor er zögerlich - unter
      Zähneknirschen - die Einstellung wieder auf Betäubung reduzierte.
      Informationen würde er kaum über eine Séance beziehen können.

      Als die Frau sich auf den Weg zum Waldrand machte, nutzte Jol'tar die Chance
      zu einem geduckten Sprint hinter das Wohnhaus. Ein schneller Blick in die
      Hütte zeigte nur einen einzelnen Wohnraum ohne offensichtliche Okkupanten.
      Jol'tar erlaubte sich ein zufriedenes Lächeln; die Frau war offenbar die
      einzige Person außer ihm hier. Die Freude hielt nicht lange an, als er sah,
      wie sie mit einem leblosen Körper in verschmutzter Sternenflottenuniform und
      dessen Waffen im Schlepptau zurückkehrte.

      Lansa zog den Techniker mit schwerem Schnaufen hinter sich her und steuerte
      den noch immer unbewussten Mann in Richtung des kleinen Brunnens, der mittig
      im Garten angebracht worden war. Dort angekommen schnaufte sie erstmal
      richtig durch, ehe sie zu einer, aus einem Stück Holz geschnitzten Kelle
      griff und Wasser aus dem Eimer schöpfte. Sie trank zwei, drei kräftige
      Schlucke, ehe sie den Rest gezielt auf das Gesicht des Portugiesen tropfen
      ließ. "Du musst ihm das Gift abwaschen", murmelte sie auf Romulanisch.
      Prustend kam Alexandre mit fuchtelnden Händen zu sich. Er beruhigte sich
      aber schnell, als er feststellte, dass er sich auf festem Boden befand, und
      wischte sich das Wasser aus dem Gesicht.

      "Aefvadh, veruul." Über ihm stand eine lächelnde Frau. "lloann’mhrahel?"

      "Ääh.. ie!" Alexandre schwirrte der Kopf, als er in seinem schmerzenden
      Schädel nach den passenden Vokabeln suchte. "Au'e! D.. dekon? Dekon! Thann--
      äh.. th’ann-a?"  Er zeigte mit dem Finger auf sich.
      "Dhat." Die Frau lachte, hörte aber schlagartig auf und erstarrte, als sie
      einen Phaserlauf an ihrem Hinterkopf spürte.

      "Hände hoch, und keine schnellen Bewegungen!" befahl Jol'tar der
      Romulanerin. "Sind Sie verletzt, Lieutenant? Können Sie aufstehen?"

      "Es geht schon, Sir." Alexandre erhob sich und rieb sich den schmerzenden
      Kopf. "Ich bin mir nicht ganz sicher, was passiert ist, aber ich glaube
      nicht, dass sie mir was tun wollte. Oder dass sie Sie versteht. Irgendwas
      scheint unsere Universal Translatoren zu stören."

      "Die universale Sprache einer Handfeuerwaffe scheint durchaus anzukommen."
      entgegnete der TAK trocken. Er zog ihr das Gewehr von der Schulter, während
      Alex ihr den Phaser aus der Schürz nahm. "Für alles Weitere verlasse ich
      mich auf Ihre linguistischen Fähigkeiten."

      Die Gehörstengel des Andorianers begannen zu zucken, und auch die
      Romulanerin ließ den Kopf plötzlich herumfahren und starrte mit
      erschrockenem Gesicht zum Waldrand hinüber. Einen kurzen Moment später
      begann auch Alexandre ein dumpfes Brummen zu vernehmen.

      "Kll’inghann!" hauchte die Romulanerin und spurtete dann überraschend in
      Richtung der Blockhütte. Alexandre konnte Jol'tar gerade noch in den Arm
      fallen, um zu verhindern, dass er der flüchtenden Frau in den Rücken schoss.
      "Nicht!" Jol'tar spürte heißen Zorn in sich aufschießen. Bevor er dem
      Portugiesen die Faust ins Gesicht schleudern und einen zweiten Schuss auf
      die Flüchtende abgeben konnte, hatte diese bereits ihr Häuschen erreicht.
      Die Romulanerin war an der Tür stehengeblieben und winkte nun den beiden
      Sternenflottenoffizieren zu. "Aehuho! Kll’inghann! Aehuho!"

      "Ich denke, Sie will uns helfen." meinte Alexandre.

      "Ich hoffe für Sie, Sie haben Recht." schnaubte Jol'tar. Gemeinsam rannten
      sie hinterher und ließen sich in die Hütte scheuchen.

      Lansa schlug die Tür zu, nachdem die beiden lebensmüden
      Sternenflottentrottel endlich reingekommen waren. Sie eilte durchs Zimmer
      und öffnete die Falltür in den kleinen Vorratskeller unter ihrem Haus. Die
      beiden Vollpfosten in seltsamen neuen Schlafanzügen - irgendwie wechselten
      die Typen ständig ihre Uniform - standen nur da und starrten sie an wie
      hlai’hwy. Seufzend beschloss sie, sich auf einfache, wenig-silbige Wörter zu
      beschränken. "Verstecken!" Sie deutete in Richtung der Waldgrenze, aus der
      das Brummen des klingonischen Patrouillenbootes schon deutlich zu vernehmen
      war. Die Soldaten konnten jede Sekunde vor ihrer Tür stehen! "Klingonen!
      Versteckt euch, ihr Trottel!" Sie gestikulierte heftig in Richtung des
      offenen Kellerlochs. Die beiden Sternenflottenoffiziere wechselten einen
      Blick und ein paar Worte, dann kamen sie endlich zur Vernunft und stiegen
      hinunter. Der Blaue war ihr dabei einen ziemlich besorgniserregenden Blick
      zu, der Lansa die Weisheit ihrer samaritischen Nächstenlieben bezweifeln
      ließ.

      Sie schloss die Luke und verschob nach einem kurzen Moment des Nachdenkens
      den Tisch und ihren Stuhl so, dass sie direkt über der geschlossenen Falltür
      standen. Keinen Moment zu früh ließ sie sich auf ihren Stuhl plumpsen, als
      von draußen bereits mehrere raue Stimmen zu hören waren, die sich offenbar
      gegenseitig aufs heftigste beschimpften.

      Alex ließ sich auf eine Kiste im Eck fallen, atmete tief durch und lehnte
      den Kopf gegen einen hölzernen Träger. Jol'tar hielt seinen Phaser in
      Richtung der Falltür, seine Fühler drehten sich jedoch in Richtung des
      Technikers. "Was ist mit Ihnen passiert?", fragte er flüsternd.

      Alexandre hielt seine Augen geschlossen und hörte, wie die Tür der Hütte
      aufflog. Zwei schwere Stiefelpaare traten Staub durch die Planken in den
      Keller. Die Klingonen begannen die alte Frau anzukeifen.

      "Können Sie verstehen was sie sagen?", fragte Alexandre, sehr leise
      flüsternd.
      "Irgendwas über Fleisch und Blutwein für ein Fest", murmelte Jol'tar in
      Richtung Alexandre. Der Andorianer hatte den Phaser noch immer auf den
      Eingang zum Keller fokussiert, allein seine Gehörkanäle streckten sich in
      Richtung der Deckenpaneele um besser zu hören. "Sie wollen den gelungenen
      Abschuss unseres Shuttles feiern", presste Jol'tar zwischen seinen Zähnen
      hervor. "Was sagt die alte Frau?", fragte der Andorianer, sich darauf
      bereitmachend von der alten Romulanerin verraten zu werden. Verrat lag
      schließlich in ihren Genen. Alexandre schluckte schwer. "Sie sagt irgendwas
      über Kisten hinterm Haus." Sein Kopf lag noch immer am Träger angelehnt, die
      Kleidung noch immer durchnässt vom Gift, strömte ihren Geruch in seine Nase.
      Der üble Geruch tat sein Übriges zur Gehirnerschütterung, die er vom Schlag
      auf den Kopf davongetragen hatte. Alexandre versuchte seinen Würgereiz zu
      unterdrücken. Nutzlos. Sein Magen wollte sich entleeren. Jetzt! Die
      Klingonen waren laut, er würde für deren Entdeckung verantwortlich sein. Er
      spürte, wie der Schwall kurz davor war den Rachen zu erreichen. Sein Mund
      füllte sich mit dem Inhalt seines Magens.

      </RPG>

      <SUM>

      Zeit: SpD 5.1500
      Ort: Alexandres Quartier, USS Odyssey

      Jol'tar sucht Alex in seinem Quartier auf. Diesem geht es dabei nicht gut,
      da er sich an sein Limit gearbeitet hatte. Der Andorianer braucht Hilfe mit
      seinem Gewehr.

      Zeit: SpD 6.1008
      Ort: (N)Irgendwo, Carraya Drei

      Der portugiesische TO landet auf Carreya und droht dabei unterzugehen.

      Zeit: SpD 5.1035
      Ort: Lansas Vorgarten, Carraya Drei

      Lansa, alte Romulanerin, die mit sich selbst redet, gelingt ein eigenartiger
      Fang.

      Zeit: SpD 5.1100
      Ort: Lansas Hütte, Carraya Drei

      Jol'tar entdeckt, wie eine alte Romulanerin, einen bewusstlosen Alex hinter
      sich her schleift und schleicht sich an. Seinen Phaser an ihren Hinterkopf
      haltend, sorgt er für Aufregung. Als sich diese zu entspannen scheint,
      tauchen Klingonen auf und Lansa versteckt die Zwei in ihrem Keller.

      </SUM>

      Submitted by

      Luis&Ed