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Nichtduale Highlights 25

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  • hansge01
    Nichtduale Highlights # 25 1.Februar 2006 Editor: Hans Schulz Was wir als Wirklichkeit wahrnehmen, ist unsere
    Nachricht 1 von 1 , 5. Feb. 2006

      Nichtduale Highlights # 251.Februar 2006  Editor: Hans Schulz

      Was wir als Wirklichkeit wahrnehmen, ist unsere Erfindung. Heinz von Foerster

      Milarepas Gesang der zwölf Täuschungen

      Warum sollten wir uns mit Täuschungen befassen? Reicht es nicht, wenn wir einfach im reinen Bewusstsein ruhen? Das erwähnt ja auch Milarepa im letzten Vers. Schließlich sind seine Zeilen auch mit schwarzer Tinte, zumindest in Pixeln auf den Monitor gezeichnet. Singt Milarepa nicht in seiner Zeit, der brahmanischen körper- und weltabgewandten Epoche? Solche Fragen mögen sich bei der Lektüre einstellen.

      Täuschungen der Selbst-und Weltwahrnehmung sind die unvermeidlichen Schatten unserer Erkenntnis. Sie sind sozusagen eingebaut in unsere gewöhnliche Weltsicht. Wie aber könnten wir im Bewusstsein (Bewussten Sein) ruhen , ohne Kenntnis unserer selbsterzeugten Täuschungen! Wir können nichts unternehmen, um diese Täuschungen loszuwerden.  Jeder Versuch würde ja nur eine weitere Schicht von Irrtum auflagern.

      Vermutlich können wir nicht mehr beitragen, als Täuschungen anzuerkennen und zu respektieren. Etwa so, wie in einem wartenden Zug die Täuschung auftreten mag, dass er schon fahre, wenn sich auf dem Nachbargleis ein anderer Zug in Bewegung setzt. Einen Augenblick lang ist die Täuschung perfekt. Doch dann fliegt uns ein leichtes Schwindelgefühl an. Das Wahrnehmungssystem stellt sich in Sekundenbruchteilen um auf die Tatsache, dass unser Zug steht, wie ein Fels. Wir wissen nicht, was den Sichtwechsel in Gang brachte, unser zweifelndes Interesse war jedoch notwendig.

      Hören wir den Meisteryogi!


      Gesang der zwölf Täuschungen

      Weltliche Dinge sind alle trügerisch;
      So suche ich die Göttliche Wahrheit.

      Aufgeregtheiten und Ablenkungen sind Illusionen;
      So meditiere ich über die Nichtduale Wahrheit.

      Weggenossen und Bedienstete sind trügerisch;
      So bleibe ich in Einsamkeit.

      Geld und Besitz sind ebenso trügerisch;
      So ich sie denn habe, gebe ich sie weg.

      Dinge der äußeren Welt sind alle Illusion;
      Den Inneren Geist betrachte ich.

      Wandernde Gedanken sind alle trügerisch;
      So schreite ich nur auf dem Pfad der Weisheit.

      Trügerisch sind die Lehren der nützlichen Wahrheit;
      Auf die Letzte Wahrheit meditiere ich.

      Bücher, mit schwarzer Tinte geschrieben, führen alle in die Irre;
      Ich meditiere nur über die Kernanweisungen der Geflüsterten Überliefeung.

      Worte und Sprüche sind auch nur Illusion;
      Entspannt lasse ich meinen Geist ruhen im mühelosen Zustand.

      Geburt und Tod sind beide Illusionen;
      Ich beachte nur die Wahrheit des Nicht-Entstehens.

      Der gewöhliche Geist ist in jeder Hinsicht irreführend;
      Und so übe ich das Erwecken der Bewusstheit.

      Die Übung der Geisteskontrolle ist irreführend und trügerisch;
      Und so ruhe ich im Reich der Wirklichkeit.

      Milarepa


      zitiert nach: http://www.yrec.info/modules.php?name=Forums&file=viewtopic&t=1487

      weitere Quellen zu Milarepa:
      http://www.aroter.org/images/thangkas/milarepa.htm


      http://sealevel.ns.ca/milarepa/milarepaindex.html

      Schauen Sie doch mal im Archiv vorbei. Alle bisherigen Seiten sind vom Nonduality- Portal aus zugänglich.
      http://nonduality.com/hlghome.htm



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