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  • Hans Schulz
    20. Apr. 2006
      Ramana Maharishi zum Thema "Übung" Nichtduale Highlights # 27
      18. April 2006  Editor: Hans Schulz
      Beim Zuhören so mancher Neo-Advaitins könnte man rasch zum Schluss gelangen, dass jegliche spirituelle Übung nicht nur Zeitverschwendung wäre, sondern darüber hinaus ein spirituelles Ego nähren würde. Durchaus unerfreuliche Ausblicke für den treuen Anhänger des einen oder anderen Sadhana. Mit dem Rückgriff auf einige Aussagen von Ramana möchte ich beitragen zu einer differenzierten Betrachtungsweise.

      Ramana


      Frager: Auf der Suche nach dem "Ich" kann man nichts sehen.

      Sri Ramana Maharshi: Weil du daran gewöhnt bist, dich mit dem Körper zu identifizieren und das Sehen mit dem Auge, sagst du, dass du nichts siehst. Was soll man da sehen? Wer soll sehen? Wie soll man sehen? Es gibt nur ein Bewusstsein, das sich als "Ich"-Gedanke erscheinend mit dem Körper identifiziert, sich durch die Augen projiziert und die Gegenstände ringsumher sieht. Im Wachzustand ist das Individuum begrenzt und nimmt an, etwas anderes zu sehen. Der Beweis seiner Sinne wird ihm Autoritätssiegel sein. Aber er wird nicht zugestehen, dass der Seher, das Gesehene und das Sehen alle Manifestationen desselben Bewusstseins sind, nämlich "Ich, Ich". Meditation hilft, die Illusion zu meistern,  dass das Selbst sichtbar sein muss. In Wahrheit gibt es nichts Sichtbares. Wie nimmst du dein "Ich" jetzt wahr? Hältst du einen Spiegel vor dich, um deine eigenes Sein zu erfahren? Die Bewusstheit ist das "Ich". Begreife es und dies ist die Wahrheit.

      Frage: Beim Suchen nach dem Ursprung der Gedanken erscheint eine "Ich"-Wahrnehmung. Aber sie befriedigt mich nicht.

      Sri Ramana Maharshi: Ganz  richtig. Die Wahrnehmung des "Ich" ist mit einer Form verknüpft, es kann der Körper sein. Es sollte nichts mit dem reinen Selbst verknüpft sein. Das Selbst ist die unverknüpfte, reine Wirklichkeit, in dessem Licht der Körper und die Sinne scheinen. Wenn alle Gedanken zur Ruhe kommen, bleibt das reine Bewusstsein zurück.

      Gerade, wenn man vom Schlaf erwacht und bevor man der Welt bewusst wird, ist dieses reine "Ich, Ich" da. Halte an ihm fest, ohne einzuschlafen oder Gedanken zu erlauben, von dir Besitz zu ergreifen. Wenn es festgehalten wird, ist sogar die Wahrnehmung der Welt nicht von Bedeutung. Der Seher bleibt von den Phänomenen unbeeinträchtigt.

      ~~~~~~~~~~~~~~~~

      Frage: Das Verwerfen von Gedanken ist also nicht nötig?

      Sri Ramana Maharshi: Nein. Es mag nötig sein für eine kürzere oder längere Weile. Du bildest dir ein, dass es kein Ende gibt, wenn man immer weiter jeden Gedanken verwirft, wenn er auftaucht. Das ist nicht wahr, es gibt eine Ende. Wenn du wachsam bist und dich ernsthaft bemühst, jeden Gedanken zu verwerfen, wenn er entsteht, wirst du bald bemerken, dass du  tiefer und tiefer in dein eigenes inneres Selbst gehst. Auf dieser Ebene ist es nicht nötig, sich um das Verwerfen der Gedanken zu bemühen.


      Frage
      : Dann kann man  Bemühen und Anstrengung loslassen.

      Sri Ramana Maharshi: Nicht nur das, es ist unmöglich sich über einen bestimmten Punkt hinaus anzustrengen.

      Frage: Ich möchte gerne noch mehr Aufklärung. Sollte ich versuchen, ganz ohne Bemühen auszukommen?

      Sri Ramana Maharshi: Hier ist es unmöglich für dich, ohne Bemühen auszukommen. Wenn du tiefer gehst, ist jegliches Bemühen unmöglich für dich.

      Wenn der Geist durch Selbst-Erforschung nach innen sinkt in die Quelle des Aham-Vritti  (Ich-Empfinden), erlöschen die Vasanas (mentalen Neigungen). Das Licht des Selbst fällt auf die Vasanas und bringt das Phänomen einer Reflexion hervor, das wir "Geist" nennen.  Wenn die Vasanas erlöschen, verschwindet der Geist ebenfalls, vereinigt mit dem Licht der einen Wahrheit, dem Herzen.

      Dies ist das Wesentliche, was ein Aspirant wissen muss. Unbedingt erforderlich ist seine ernsthafte und einsgerichtete Erforschung der Quelle des Aham-Vritti.

      Questioner: Seeking the ‘I’ there is nothing to be seen.

      Sri Ramana Maharshi: Because you are accustomed to identify yourself with the body and sight with the eye, therefore you say you do not see anything. What is there to be seen? Who is to see? How to see? There is only one consciousness which, manifesting as ‘I’-thought, identifies itself with the body, projects itself through the eyes and sees the objects around. The individual is limited in the waking state and expects to see something different. The evidence of his senses will be seal of authority. But he will not admit that the seer, the seen and the seeing are all manifestations of the same consciousness – namely, ‘I, I’. Contemplation helps one to overcome the illusion that the Self must be visual. In truth, there is nothing visual. How do you feel the ‘I’ now? Do you hold a mirror before you to know your own being? The awareness is the ‘I’. Realise it and that is the truth.

      Question: Upon enquiring into the origin of thoughts there is perception of ‘I’. But it does not satisfy me.

      Sri Ramana Maharshi: Quite right. The perception of ‘I’ is associated with a form, may be the body. There should be nothing associated with the pure Self. The Self is the unassociated, pure reality, in whose light the body and the ego shine. On stilling all thoughts the pure consciousness remains.

      Just on waking from sleep and before becoming aware of the world there is that pure ‘I, I’. Hold on to it without sleeping or without allowing thoughts to possess you. If that is held firm it does not matter even if the world is seen. The seer remains unaffected by the phenomena.

      ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

      Question: And so rejection of thoughts is not necessary?

      Sri Ramana Maharshi: No. It may be necessary for a time or for some. You fancy that there is no end if one goes on rejecting every thought when it rises. It is not true, there is an end. If you are vigilant and make a stern effort to reject every thought when it rises you will soon find that you are going deeper and deeper into your own inner self. At that level it is not necessary to make an effort to reject thoughts.


      Questioner
      : Then it is possible to be without effort, without strain.

      Sri Ramana Maharshi: Not only that, it is impossible for you to make an effort beyond a certain extent.

      Question: I want to be further enlightened. Should I try to make no efforts at all?

      Sri Ramana Maharshi: Here it is impossible for you to be without effort. When you go deeper, it is impossible for you to make any effort.

      If the mind becomes introverted through enquiry into the source of Aham-Vritti (ego-sense), the Vasanas (mental tendencies) become extinct. The light of the Self falls on the Vasanas and produces the phenomenon of reflection we call the mind. Thus, when the Vasanas become extinct the mind also disappears, being absorbed into the light of the one reality, the Heart.

      This is the sum and substance of all that an aspirant needs to know. What is imperatively required of him is an earnest and one-pointed enquiry into the source of the Aham-Vritti.

      Ramana

      zitiert nach:

      http://www.hinduism.co.za/self-enq.htm

      weitere Quellen zu Ramana Maharishi:

      http://en.wikipedia.org/wiki/Ramana_Maharshi

      http://de.wikipedia.org/wiki/Ramana_Maharshi (dtsch)

      http://www.ramana-maharshi.org/german/ (dtsch)

      http://www.davidgodman.org/


      http://groups.yahoo.com/group/RamanaMaharshiDeutschland/
      (dtsch)



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