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Re: [Metaphernanalyse] Betrifft: Reflexivität

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  • schulze.20@t-online.de
    Liebe Frau Nürnberg, liebe Mitlesende, ich war die letzte Woche unterwegs zum Soziologie-Kongress, deshalb kann ich mich jetzt erst melden und will mich zu
    Nachricht 1 von 9 , 16. Okt. 2006
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      T-Online eMail
      Liebe Frau Nürnberg, liebe Mitlesende,
       
      ich war die letzte Woche unterwegs zum Soziologie-Kongress, deshalb kann ich mich jetzt erst melden und will mich zu ihrem 4. Punkt - der Reflexivität - äussern.

      "> 4. Reflexivität?
      > Hat jemand seine eigenen Metaphern analysiert? Herr Schmitt (2003)
      schlägt ja ein Selbstinterview vor. Ich habe jetzt damit begonnen,
      meine eigenen Interview gesondert zu kodieren."
       
      Ich hatte in meiner qualitativ-empirischen Dissertation zum professionellen Handeln von VerfahrenspflegerInnen - einer neu entstandenen Berufsgruppe im Famliengericht ('Anwalt des Kindes') - ein Selbstinterview geführt, da ich selbst als Verfahrenspflegerin tätig bin. Ich habe es wie die anderen VerfahrenspflegerInnen-Interviews zunächst einzeln metapherananalytisch ausgewertet. Dabei entstand eben eine gute Vergleichsfolie zwischen den von mir persönlich verwendeten Metaphern und denen der anderen; Gemeinsamkeiten und Differenzierungen (auch innerhalb der metaphorischen Konzepte) wurden sichtbar. Meine eigenen kognitiven/ metaphorischen Muster wurden auf diese Weise transparent; die Subjektivität der Forscherin reflektiert.
      Darüber hinaus lassen sich - je nach Fragestellung - die eigenen Metaphern natürlich neben denen der anderen Befragten in das Gesamtergebnis einbeziehen; insbesondere wenn Sie 'Teil des Forschungsfeldes' sind.
       
      Herzliche Grüße
       
      Heike Schulze
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