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6029Antworten

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  • Kiki
    9. Sep.
      Hallo, liebes Forum,
      so schnell hatte ich mit einer Reaktion gar nicht gerechnet - will auch
      gleich antworten - möchte aber erst noch was loswerden: ich habe große
      Freude an den Rubriken Dateien und Fotos, die ich als Nicht-Mitglied
      nicht öffnen konnte - und frage mich heute, warum ich so lange nur auf
      der Seite herumgeturnt bin, ohne mich bei Ihnen zu bewerben. Ist ja
      jetzt zum Glück vorbei!
      Die erste Antwort ist für Monika: Leider konnte ich 2002 den Honegger in
      Leverkusen nicht erleben, in dem Jahr war ich in England, kannte die
      Geschichte aber aus DFD's Buch. Wie schön, dass Sie dabei sein konnten
      (nur Leverkusen ist ja nicht so schön).
      Die zweite Antwort ist für Laura: Ja, ich meine Jürgen Kesting und zwar
      sein Buch von 1998 "Die großen Sänger". Ich sprach von "Neid"
      (vielleicht etwas vorwitzig). Von meiner Gesangslehrerin weiß ich, dass
      Kesting Sänger werden wollte, was ihm ja nicht gelang. Vielleicht
      schwingt deshalb so etwas beleidigtes bei seinen Berurteilungen mit. Mir
      fehlt aber auch oft die Begeisterung für den emotionalen Aspekt, die
      Wärme, Großzügigkeit. Dazu kommt eine grobe Ungerechtigkeit, die
      verletzend und für mich meist nicht nachvollziehbar ist. Der Artikel
      über DFD ist viel zu lang, um ihn hochzuladen, und daher ein paar für
      mich unverständliche Äußerungen im Vergleich:
      Hotter macht dank seiner Ausdrucksgesten die meisten vokalen Schwächen
      vergessen.
      DFD: Er nimmt Zuflucht zu Ausdrucksgesten, die über vokale Defizite
      hinwegtragen, weniger freundlich formuliert, durch brutales Bellen.
      London: Im Kampf mit den Grenzen der Stimme liegt eine eigene Art von
      Intensität.
      DFD: Es gibt eine Uneinheitlichkeit und einen Niveauunterschied in der
      Darstellung, die aufdringlich in dem Augenblick wird, in dem die vokalen
      Mittel nicht reichen.
      Frick hat nicht die tonliche Variabilität, aber es liegt Kraft und
      Energie in diesem Singen.
      DFD: Er pendelt, auch bei seinen Liedaufnahemen, zwischen allen Extremen
      in der Lautstärke.
      Callas: Die Wirkung kann nicht erfasst werden durch die Beschreibung
      stimmlicher Tugenden, sie liegt in der Inensität des Ausdrucks.
      DFD: Seine vokalen Nöte sind als interpretatorische Tugenden gedeutet
      worden.
      So unterschiedlich kann man gleiche Gegebenheiten beurteilen. Und so
      ziehen sich diese unsäglichen Vergleiche durch das ganze Buch, es wird
      mit unterschiedlichem Maß gemessen. Kesting muss ihn ja nicht bewundern
      und erkennen, gut, aber gerecht muss er sein. Das sehe ich überhaupt
      nicht und kann nur furchtbar ärgerlich werden. Dann noch ein echtes
      Kesting-Schlusswort: Da gelingen ihm reizvolle Wirkungen, zumindest
      Reiz-Wirkungen.
      Genug geärgert für heute - das nächste Mal erfreulicheres.
      Freundliche Grüße an alle
      Christel Lilge