Aktuelles zum 26.3.2005: Ausgabe 2005/3
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Frohe Ostern!
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VIREN NOTIZ: BITTE BEACHTEN SIE - ZOOS-HEUTE SENDET KEIN EMAILS MIT ANHÄNGE
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INHALT
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Berlin: Mysteriöser Tod im Zoo: Affe Derrick fiel einfach um
Berlin: BODYGUARDS FÜR ZOOTIERE?
Berlin: Besucher schießen auf Krokodil im Zoo-Aquarium
Frankfurt: Jugendliche randalierten im Zoo - Tier an Verletzungen gestorben
Kastel: Tiergarten ringt um Geld
Saarbrücken: SPD: Zweckverband Zoo überlegenswert
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Berliner Zeitung vom Samstag, 26. März 2005
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/berlin/433975.html
Gorilla-Männchen starb nach der Fütterung
Der Berliner Zoo trauert um einen seiner Gorillas: Völlig überraschend und unter
seltsamen Umständen starb am Donnerstag der 25-jährige Gorilla-Mann Derrick.
Gleich nach der Fütterung am Nachmittag sei der Flachlandgorilla in sich
zusammengesackt und habe das Bewusstsein verloren, hieß es. Vergeblich
versuchten Tierärzte, den Affen wiederzubeleben. Der Zoologische Garten hat
jetzt noch sieben Gorilla-Weibchen und ein Männchen.
Warum Derrick sterben musste, das ist noch völlig unklar. Anzeichen für eine
Krankheit habe es nicht gegeben, sagte Tierarzt Andreas Ochs am Freitag.
"Derrick war noch nie ernstlich krank. Er hat höchstens nur mal einen Husten
gehabt." Als Ursache für den plötzlichen Tod kommen Ochs zufolge einige
Möglichkeiten in Frage: "Herzkammerflimmern etwa, Hirninfarkt oder eine
plötzliche innere Blutung." Dass das Tier vergiftet wurde, schließt der Tierarzt
allerdings aus.
Mehr Informationen erhoffen sich die Tierärzte von einer Obduktion, die
wahrscheinlich am kommenden Dienstag im Institut für Lebensmittel, Arzneimittel
und Tierseuchen an der Invalidenstraße vorgenommen werden soll. Dort werden die
meisten mysteriösen Todesfälle in Zoo und Tierpark geklärt. Bis es soweit ist,
wird Derrick in einem Kühlraum des Berliner Zoos aufbewahrt. Derrick war ein so
genannter Silberrücken und lebte im Zoo mit den beiden Weibchen "Effi" und
"Mpenzi" zusammen. 1980 wurde er im Zoo von Frankfurt/Main geboren und kam zehn
Jahre später als Leihgabe nach Berlin. Der über 200 Kilogramm schwere Affe galt
als Attraktion im Zoo. Eifersüchtig passte er auf seine zwei Frauen auf.
Als potenter Gorilla-Mann zeugte er sechs Nachkommen, darunter das Gorilla-Baby
Makoua, das wegen seiner traurigen Augen so berühmt wurde. Es war von seiner
Mutter verstoßen worden und wurde deshalb in den Tierpark Wilhelma nach
Stuttgart gebracht. Derrick hatte eine Lebenserwartung von 40 Jahren - so alt
können in Tiergärten gehaltene Flachlandgorillas werden. In freier Wildbahn
leben die Tiere in den Tiefländern Zentralafrikas. (kop.)
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Berlin vom 12.3.2005
http://bz.berlin1.de/aktuell/news/050313/zoo.html
Kriegen die Zoo-Tiere jetzt Bodyguards? Nach den schrecklichen Angriffen von
Jugendlichen auf das Nil-Krokodil, bei dem es ein Auge verlor, denkt Zoo-Chef
Jürgen Lange über Konsequenzen nach. "Sollten sich solche Übergriffe häufen,
müssen wir unsere Tiere einfach besser schützen", sagte Lange zur BZ am Sonntag.
Das könnten regelmäßige Patrouillen-Gänge sein - und sogar Tier-Bodyguards.
Das Wohl der Tiere geht vor Immer wieder werden Zootiere verletzt, immer wieder
auch von Kindern und Jugendlichen. Sie wissen nicht besser. Oder, und das ist
das Gemeine: Sie wissen es besser und quälen die Tiere dennoch.
Eine Zoo-Mitarbeiterin vom Aquarium berichtet: "Manchmal stechen Kinder oder
Jugendliche sogar mit Kugelschreibern auf die armen Fische ein oder versuchen
sie am Schwanz aus dem Wasser zu ziehen. Die begleitenden Lehrer stehen oft nur
daneben und greifen nicht ein. Sprechen wir die Kinder selbst an, werden sie
frech und drohen uns schlimmstenfalls sogar."
Sowohl unter Mitarbeitern als auch bei vielen Besuchern werden die Stimmen nach
stärkeren Kontrollen immer lauter. Mark Wilson, 37, aus Reinickendorf besucht
mit seiner Tochter Lara, 6, sehr oft den Zoo: "Es muß alles getan werden um die
Tiere zu schützen."
Dem stimmt auch Zoo-Direktor Jürgen Lange zu: "Natürlich wollen wir den
Besuchern nicht die Lust am Zoo oder am Aquarium nehmen und überall große Zäune
und Mauern zum Schutz aufstellen. Aber wenn die Quälereien nicht aufhören, haben
wir keine andere Wahl. Das Wohl der Tiere geht vor."
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Berlin - Berliner Morgenpost vom 11.3.2005
http://morgenpost.berlin1.de/content/2005/03/11/berlin/740400.html
Das älteste Krokodil im Berliner Zoo-Aquarium ist offenbar Opfer einer
Tierquälerei von Besuchern geworden: Unbekannte haben dem 60 Jahre alten Tier
das linke Auge ausgeschossen. Vermutlich wurde von der Brücke oberhalb des
Krokodilgeheges mit einer Zwille auf das Reptil gezielt. "Wir gehen von
bösartiger Absicht aus, ein Wurf mit einer Münze oder ähnliches kommt nicht in
Frage", sagte Zoodirektor Jürgen Lange der Berliner Morgenpost. Die Attacke traf
übrigens keinen Unschuldigen: Das betroffene Krokodilmännchen hatte vor Jahren
einem weiblichen Krokodil in seinem Gehege den Unterkiefer weggebissen.
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Frankfurt/Main - e110 vom 25.3.2005
http://www3.e110.de/artikel/detail.cfm?pageid=67&id=67582
Jugendliche haben im Frankfurter Zoo randaliert und dabei zwei Tiere verletzt,
eines von ihnen tödlich. Wie die Polizei berichtete, waren die Heranwachsenden
nachts in den Zoo eingedrungen und hatten auf dem gesamten Gelände
Mülltonnendeckel sowie Schaufeln, Schubkarren und Rechen in die Tiergehege
geworfen. Auch an einer Sitzbank machten sich die Randalierer zu schaffen. Durch
die Wurfgeschosse wurden eine Ziege und ein Pampashase verletzt. Die Ziege
verendete später. Der angerichtete Sachschaden beläuft sich auf 2000 Euro. Nach
den drei Tätern wird gefahndet.
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Kastel - Main Rheiner Vom 15.03.2005
http://www.main-rheiner.de/region/objekt.php3?artikel_id=1823300
Aus dem Vollen kann der Trägerverein des Tiergartens am Unteren Zwerchweg noch
immer nicht schöpfen. Doch bei der Neugestaltung des Areals am Dyckerhoffbruch
kommt das naturkundliche Projekt einen großen schritt voran. 20 000 Euro spendet
die Frankfurter Fraport AG aus ihrem Umweltprogramm, damit der Verein seinen
Teichen eine neue Form geben und ein Bienenhaus im Biotop am Petersberg
einrichten kann.
Bei den Betriebs- und Lohnkosten für den Mitarbeiter des Tierparks geht die
Hängepartie nach Angaben der Vorsitzenden des Trägervereins, Sabine Böhringer,
weiter. Der Wiesbadener Stadtkämmerer Dr. Helmut Müller und der Mainzer
Umweltdezernent Reichel hätten versprochen, jeweils 5 000 Euro "Nothilfe"
aufzutreiben und zusammen mit dem amtierenden Gründezernenten Grella ein Modell
für eine dauerhafte Finanzierung zu entwickeln. Sie selbst hätte schon eine
Lösung, sagte Böhringer. Nämlich die Kürzung des Betrags von 63 000 Euro, mit
dem der Tierpark Fasanerie aus dem AKK-Stadtteiletat unterstützt werde, um ein
Drittel: "Mit diesem Geld könnten wir den Tierpfleger bezahlen."
Mit zwei Veranstaltungen will der Tiergarten seine Popularität steigern. Am
Sonntag, 20. März, lädt der Verein zu einem Tag der offenen Tür um 12 Uhr mit
Kaffee und Kuchen ein. An Ostersonntag, 27. März, bietet er Familien und Kindern
um 12 Uhr ein Ostereier-Suchen an.
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Saabrücken - Saar Echo vom 25.3.2005
http://www.saar-echo.de/news.php?news_ID=20401
Marga Herzog erwartet "durchgerechnete Konzepte" für Löwenanlage / Aus zwei
Armen wurde noch nie ein Reicher
Die SPD-Stadtratsfraktion zeigt sich über die Informationspolitik der
Werkleitung des städtischen Zoobetriebs verwundert. Wie die stellvertretende
Fraktionsvorsitzende Marga Herzog mitteilte, habe der kaufmännische Direktor des
Zoos, Rainer Hück, in der jüngsten Sitzung des Werksausschusses unter dem Punkt
„mündliche Berichterstattung“ mögliche Bau- und Finanzierungsvarianten für eine
Löwenanlage angesprochen. „Wir haben das lediglich zur Kenntnis genommen und
legen Wert darauf, dass die Werkleitung eine handwerklich saubere Vorlage
erstellt“, so Herzog.
Neben den Bau- und Investitionskosten müsse auch eine Kalkulation der jährlichen
Folgekosten für die Unterhaltung der baulichen Anlage sowie Pflege und Betreuung
der Tiere vorgelegt werden. Herzog: „Der Verweis des kaufmännischen Direktors
auf die Möglichkeit zur Kreditaufnahme kennzeichnet die Mentalität, mit der im
Zoo gewirtschaftet wird. Ich erwarte durchgerechnete Konzepte.“
Die SPD-Politikerin fordert in diesem Zusammenhang auch eine Übersicht über die
Realisierung weiterer geplanter Baumaßnahmen. „Die Leitung des Zoos ist in der
Erstellung von Konzepten sehr kreativ. Was ist eigentlich aus dem Projekt
Science Park Zoo geworden?“, fragt sich Herzog. Dieses Projekt sollte die
Ansiedlung von Werbe- und Medienagenturen auf dem Zoogelände ermöglichen, sei
aber nur ein Beispiel für den „großen Einfallsreichtum“ der Zooleitung, der die
weitere Entwicklung des Zoos eher hemme als fördere.
Die Anregung der Grünen-Fraktion, die Zoos in Neunkirchen und Saarbrücken unter
dem Dach eines gemeinsamen Zweckverbandes unter Beteiligung des Landes zu
vereinen, sei überlegenswert. „Das muss man ganz sachlich prüfen, ob sich das
rechnet und ob die Beteiligten das wollen.“ Die Prüfung müsse jedoch zeitnah
erfolgen. „Wir können nicht ständig neue Betreibermodelle prüfen. Irgendwann
muss auch mal feststehen, wie es weiter geht, damit eine wirklich sinnvolle
Entwicklung des Zoos möglich wird“, so Herzog abschließend.
ANMERKUNG DER REDAKTION: Wie drollig! Die SPD im Saarbrücker Stadtrat versucht
in einer merkwürdigen Allianz mit der Saarbrücker Zeitung seit 15 Jahren, dem
Saarbrücker Zoo den Garaus zu machen. Und nun heuchelt die gleiche Partei
besondere Anteilnahme am Wohlergehen dieser populären Einrichtung. Tatsächlich
geht es der SPD keineswegs um die „sinnvolle Entwicklung“ des Tierparks mit
seiner gesellschaftlichen, pädagogischen und urbanen Funktion. Der Partei geht
es unter dem Strich um alternativ zwei komplexe Dinge, nämlich entweder um den
Rausschmiß der CDU-Leute Dr. Vaclav Ceska als Zoodirektor mitsamt dem
kaufmännischen Leiter Rainer Hück. Und solange diese Absicht nicht umgesetzt
ist, nehmen die Sozialdemokraten durch ihre permanente Subversion das Ende des
Zoos in Kauf. Es würde der Saarbrücker Stadtrats-SPD gut anstehen, vom hohen Roß
herabzusteigen, auf dem sie schon seit Wiebes Zeiten nicht mehr sitzen. Der Zoo
wäre im Gegensatz zu den handelnden Personen einer Ratsfraktion kaum ersetzbar.
(SE)
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Ein Service von Quantum Conservation e.V.