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wagner-gesellschaft · Deutsche Richard-Wagner-Gesellschaft
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Beiträge 1 - 30 von 81   Aktuellstes  |  < Aktuellere  |  Älter >  |  Ältestes
Beiträge: Auszug der Beiträge anzeigen   (Nach Thema sortieren) Nach Datum sortieren v  
#30 Von: "Francisco Javier Gordillo" <junger2000@...>
Datum: Son 17. Sep 2000 18:43
Betreff: La Hemeroteca Wagneriana
junger2000@...
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www.geocities.com/la_hemeroteca/wagneriana.html
En español. Artículos publicados en la revista de la
Asociación
Wagneriana de Barcelona

Saludos
Francisco Javier

#29 Von: "Dr. F. Steinert" <steinert@...>
Datum: Son 3. Sep 2000 18:28
Betreff: Aktivierung
steinert@...
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Hallo,
durch einen Providerfehler wurde www.wagner-gesellschaft.de
für eine Zeit deaktiviert. Einen Bericht über das Geschehene
und die neusten Informationen findet
man unter "Aktuelles".
Die Seite ist wieder aktiv!
Gruß
Frank Steinert

#28 Von: Karsten Unverricht <kaun0001@...>
Datum: Fr 1. Sep 2000 9:23
Betreff: guten tag!
kaun0001@...
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darf ich mich kurz vorstellen?
mein name ist karsten unverricht, bin student und höre in meiner
freizeit gerne klassik und da natürlich auch recht gerne richard wagner.

momentan bauen wir (dh kommilitonen von mir und meine wenigkeit) eine
kleine private wagnerseite im internet auf.
uns würde nun die meinung von fachkundigen und eingefleischten
wagnerianern interessieren. wir würden uns über einen eintrag und
kommentar in unserem gästebuch sehr freuen!

schauen sie doch mal rein unter:

http://www.richardwagner.web.ag

wenn ihnen die seite gefallen hat, empfehlen sie sie doch weiter!

mit den besten wünschen
karsten unverricht

#27 Von: gegenrechts@...
Datum: Son 13. Aug 2000 2:57
Betreff: Bündnis gegen Rechts
gegenrechts@...
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Initiative gegen Rechts


#Für Multikultur und ein Einwanderungsland Deutschland - Gegen die
rechte Gefahr!

Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus, Gewalt gegen Ausländer sind an
der Tagesordnung. 1999 wurden 451 Gewalttaten gegen Ausländer verübt,
das sind 1,3 Gewaltübergriffe JEDEN TAG! Wir dürfen nicht mehr länger
wegschauen, wir brauchen mehr Mut im Alltag.
7,3 Millionen Ausländer leben in der Bundesrepublik - es geht nicht
an, daß unsere Mitbürger in Angst leben müssen, nur wegen ihrer
Herkunft. Und dabei richtet sich die Rechtsextreme Gewalt nicht nur
gegen Ausländer, Schwule und andere Minderheiten sondern gegen uns
alle, denn sie wollen zerstören, was wir - Ausländer und Deutsche
gemeinsam - in den letzten Jahren aufgebaut haben: die
Multikulturelle Gesellschaft.

Wir müssen gemeinsam gegen Ausländerfeinde vorgehen. Manchmal ist es
so einfach: hinschauen, nicht wegschauen. Wenn rechte Schläger
meinen, sie könnten sich aufspielen und ihren Hass und ihre Parolen
verbreiten, Ausländer angreifen. Ein schneller Griff zum Handy, die
Notrufnummer der Polizei gewählt. Oder: andere ansprechen, Mit-Hilfe
suchen, denn: Gemeinsam sind wir stark - gegen Ausländerfeinde.

Wer eine Ideologie vertritt, die Gewalt oder auch nur Ausgrenzung von
Menschen fremder Herkunft rechtfertigt, wer die Rechte fremder
Menschen in Frage stellt, hat selbst seine Rechte verwirkt.

Auch Artikel 18 Grundgesetz sagt gegen rechte Parolen:
"Wer die Freiheit der Meinungsäußerung, ... zum Kampfe gegen die
freiheitliche demokratische Grundordnung mißbraucht, verwirkt diese
Grundrechte. ..."
Diese Gesetze müssen noch verschärft werden! Keine Rechte für die
Feinde unserer multikulturellen Gesellschaft.

"Gegen Rechte Menschen darf es null Toleranz geben" - Joschka
Fischer. Denn wer gegen Ausländer ist, ist gegen einen Mit-Menschen
und somit aller Menschen Feind. Alle Menschen auf der Welt sind
gleich. Rechtsradikale müssen mit allen Mitteln politisch verfolgt
und geächtet werden.

"In jedem Dorf und jeder Stadt der Republik muss es eine Bürgerkette
gegen Rechts und vielfältige Protestaktionen gegen rechtsradikales
Gedankengut und rechtsextreme Gewalt geben." - Klaus Zwickel

#Was wird bereits gegen Rechts getan?

Rechtsextremisten sind die Feinde der Gesellschaft, aber unsere
Demokratie ist wehrhaft.
Bereits bei der nächsten Innenministerkonferenz soll diskutiert
werden, ob bald für Heranwachsende Rechte zwischen 18 und 21 Jahren
das Erwachsenenstrafrecht gelten wird.
Die geplante Computer-Datei über Rechtsextremisten ist jedoch auch
nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

Nicht nur Glatzköpfige Gewalttäter, auch die Hintermänner die sie mit
ihrer menschenverachtenden Hass-Propaganda versorgen müssen bekämpft
und zum schweigen gebracht werden. Wer gegen Ausländer hetzt und sie
ihrer Würde beraubt indem man sie z.B.
als "Sozialschmarotzer" "oder "illegale Einwanderer" diffamiert und
somit die Rechte dieser Menschen beschneidet (denn kein Mensch ist
illegal), dem sollte im Gegenzug die Grundrechte aberkannt werden.

Kein Versammlungsrecht für Rechte! Die Demonstrationen, ermöglichen
es dem nationalen Spektrum, seine politischen Standpunkte einer
breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen. Damit muss endlich Schluß
sein!

Was wir in diesem Land brauchen ist mehr Zivilcourage, der offene
Brief des PDS-Vorsitzende Gabi Zimmer an den Telekom-Chef Ron Sommer
war richtungsweisend: er forderte ein Telefonverbot für
Rechtsextreme. Trägt das Telefon nicht zur Organisation und
Vernetzung der Rechtsextremisten bei? Dürfen wir also zulassen, daß
Rechte über das Telefon ihre menschenverachtende Ideologie verbeiten?
Daher soll sich die Telekom von den Anbietern sogenannter "Nationaler
Infotelefone" als Kunden trennen. Der Leistungszwang findet dort
seine Grenzen, wo er zu menschenverachtendem Tun mißbraucht wird.

Richtungsweisent ist auch die Forderung des Bundesverband der
Deutschen Industrie (BDI), politisch auffällig gewordene
rechtsradikale Mitarbeiter zu entlassen. "Wir müssen das testen und
notfalls auch vor den Gerichten durchkämpfen", sagte BDI-
Hauptgeschäftsführer Ludolf von Wartenberg gegenüber der Zeitung
Financial Times Deutschland. Auch die Deutsche Postgewerkschaft (DPG)
fordert ein Beförderungsverbot für Post mit rechtsextremen
Gedankengut. Die entsprechende Verordnung müssen verschärft werden,
meinte DPG- Sprecherin Sigrun Schmied im Radiosender -Berlin aktuell
93.6- am Freitag. Bislang ist es möglich, Sendungen, die auf der
Außenseite Hinweise auf rassistisches Gedankengut geben, nicht mehr
zu transportieren. Für Zeitungen ist dies jedoch nicht ausreichend!
Schmied erinnerte daran, daß es bereits Anfang der 90er Jahre Streit
um das Zustellen von rechtsextremer Post gab. "Zusteller haben sich
geweigert, rassistische Wahlwerbung auszutragen", sagte sie. Die
Mitarbeiter haben damit die von der Politik geforderte Zivilcourage
zwar schon erbracht, die Gewerkschaft hoffe nun aber, im Zuge der
aktuellen Debatte um den Rechtsextremismus mit ihrem Anliegen weiter
voranzukommen. Hoffen auch wir das beste.

#Faschismus aus der Mitte der Gesellschaft!

Beispiel für Vorurteile und Diskreminierung von Minderheiten aus der
Mitte der Gesellschaft ist das derzeitige Gebärden der CDU in Bezug
auf die Gleichstellung homosexueller Partnerschaften. Anerkennen
eines Nebeneinanders und Gleichstellung von verschiedenen
Lebensentwürfen, Infragestellen des Leitbilds der Norm - weiß,
männlich, heterosexuell, verheiratet ist jedoch die enorm wichtige
Aufgabe unserer Zeit.

Initiative gegen Rechts - gegenrechts@...

#26 Von: Hans-Ruediger Elster <elster@...>
Datum: Mo 3. Jul 2000 15:35
Betreff: Re: Willkommen bei wagner-gesellschaft (fwd)
elster@...
Mail senden Mail senden
 
---------- Forwarded message ----------
Date: Sun, 02 Jul 2000 03:43:11 +0000
From: symphonia@...
Subject: Re: Willkommen bei wagner-gesellschaft

Hello,

Thanks for the warm welcome!  I discovered this list on
the eGroups site. I love reading about and watching and
discussing Wagner's operas.   I am glad I found another
discussion group on Wagner's music.

I will be in Bayreuth attending the Wagner Festival from
August 17 to 28.  It will be my first time in Bayreuth.
If any of you are there that week, I would love to meet
you.   Send me a private message and we can discuss
where and when to meet.

Looking forward to the discussions on this list.

Best regards,

Janice Rosen
symphonia@...

(I am a member of the Wagner Societies of New York, of
Northern California, and of Washington, DC -- I am the
Founder of the WS in Washington, DC)

#25 Von: "juergen.eitner" <juergen.eitner@...>
Datum: Sam 1. Jul 2000 8:59
Betreff: Re: Wolfgang Wagner, DIE ZEIT
juergen.eitner@...
Mail senden Mail senden
 
-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: Hans-Ruediger Elster <elster@...>
An: DT.R.Wagner-Gesellschaft <wagner-gesellschaft@egroups.com>
Gesendet: Montag, 29. Mai 2000 12:17
Betreff: [wagner-gesellschaft] Wolfgang Wagner, DIE ZEIT


> Nachzulesen unter:
>
>         http://www3.zeit.de/aktuell/200022.bayreuth_.html
>
> Viele Gruesse
>
> Hans-Ruediger
>
>
> ------------------------------------------------------------------------
> $60 in FREE Long Distance!  Click Here to join beMANY! today.
> http://click.egroups.com/1/4126/8/_/29707/_/959595469/
> ------------------------------------------------------------------------
>
>
Meine a-Mail-Adresse hat sich geändert, bitte Ihre Infos in Zukunft nur noch
an folgende Adresse senden:

se406@...

Vielen Dank

J. Eitner

#24 Von: Hans-Ruediger Elster <elster@...>
Datum: Mo 29. Mai 2000 10:17
Betreff: Wolfgang Wagner, DIE ZEIT
elster@...
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#23 Von: "Ernst Petz" <spinne@...>
Datum: Son 9. Apr 2000 19:21
Betreff: Regietheater
spinne@...
Mail senden Mail senden
 
Mein zornerzürnter Beitrag über den Frankfurter Holländer
(im Herbst)
hat zwar zu Zustimmung innert dieser Seiten geführt, mir aber
persönlich diffamierende emails eingebracht ... ein paar
unverbesserliche Modernisten um jeden Preis gibt es wohl immer.
Desto mehr freut es mich, daß dieser Beitrag nun (mit einem
weitern
über Regietheater!!) in Buchform erscheint, Hg. Achim Wagner, Die
Verfolgung und Ermordung der (Wilhelm) Richard Wagner verübt
allabendlich durch diverse Sängergruppen in den Opernhäusern
der Welt
unter Anleitung profilierungssüchtiger und irrer Regietheater-
Regisseure; Texte gegen den Kunstmord. Den Titel als Peter Weis-Zitat
zu erkennen, wird wohl nicht allzu schwer sein, und die texte als
engagierte Verteidigung des Original-Gnies auch nicht!!!

Ernst Petz

#22 Von: "Schlingensiefnet" <webmaster@...>
Datum: Mo 17. Jan 2000 23:01
Betreff: Namibia-info nach Afrikareise.
webmaster@...
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Wir sind wieder zurück aus Namibia.
Wagners Ring wurde erfolgreich in den Sand gesetzt.
Letzte Takte am 31.12.1999 um 19.32 Uhr im Fish-River-Canon: 350 Millionen Jahre alt. Jetzt herrscht Nacht. Ausruhen im Bunker.
Ein paar Fotos zur Reise auf der aktuellen Seite:
www.christoph-schlingensief.de

Leider hat unser Provider noch immer Schwierigkeiten mit der Geschwindigkeit.
Nicht sofort aufgeben, wenn die Seiten nicht so schnell aufbauen. Ein paar Minuten später läuft es meist besser.

Weitere Webfilme zur Namibiareise (Wagnerreise) in den nächsten Tagen.
Anbei noch ein Artikel von Benjamin von Stuckrad Barre, der die Namibiareise als FAZ-Reporter begleitet hat. Der Artikel erschien in der FAZ-Ausgabe (überregional, Seite 46) vom 15.1.2000 (Samstag).

Und nun noch ein paar schöne Minuten bis zum nächsten Tag.
Viele afrikanische Grüße
Das Schlingensiefteam !

#21 Von: "Hans-Ruediger Elster" <elster@...>
Datum: Die 21. Dez 1999 11:43
Betreff: Juniorentagung
elster@...
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16. Juniorentagung der Deutschen Richard-Wagner-Gesellschaft

Burgbernheim bei Rothenburg o.d.T.

Beginn: Fr 17.03.2000 18.00 Uhr
Ende:   so 19.03.2000 13.00 Uhr

ANMELDESCHLUSS: 13. Februar 2000

Thema: Parsifal

Friederike Weber: Inhaltliche Einführung
Prof. Uwe Färber: musikalische Struktur des Werkes
Karl Richter:     Wagners Schriften
Ulrich Mutz:      Stoff- und Geistesgeschichte
Dr. Daniel Schneller: Buchautor Parsifal-Thematik

Werkgerechte Inszenierung auf Video

Das Wochenende richtet sich ausdrücklich an Erstteilnehmer und
Interessierte, die den "Parsifal" bislang wenig oder gar nicht kennen.

VOLLPENSIONSPREIS für 2 Übernachtungen im Waldgasthof "Wildbad" pro
Person:

Einzelzimmer:            128,-DM
Doppelzimmer mit Dusche: 145,-DM
Einzelzimmer mit Dusche: 165,-DM

Eine Teilnahme soll nicht aus finanziellen Gründen scheitern. Wer als
Student, Schüler, Arbeitsloser oder Sozialhilfeempfänger einen Zuschuß
in Anspruch nehmen möchte, teile dies bitte auf der Anmeldung mit.

Organisation:

Achim Fessler
Hohweg 28
79206 Breisach a.Rh.
Tel./Fax 07668/951294
D2: 0172/9795268
achim_fessler@...

______________________________________
Ein frohes Weihnachtsfest und ein gesundes Neues Jahr!

MfG

Hans-Rüediger Elster

#20 Von: Hans-Ruediger Elster <elster@...>
Datum: Die 7. Dez 1999 21:06
Betreff: Studentenabo (fwd)
elster@...
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Hier mal ein paar interessante News von der Semperoper Dresden
fuer unsere Jugend.

MfG

Hans-Ruediger Elster

P.S.: Ich war am Sonntag zum Parsifal in Dresden. ENDLICH mal eine
wunderschoene Inszenierung. (Inszenierung Theo Adam !!!)

Gurnemanz: Kurt Moll
Parsifal: Poul Elming (28. November, Dezember, April)
Kundry Deborah Polaski (November, Dezember)
Amfortas:Jukka Rasilainen
Klingsor Guenter von Kannen (05.12.99)
Titurel Johann Tilli

Die letzte Vorstellung in dieser Spielzeit 9. April 2000
_______________________

Jugend- und Studentenanrecht "Take four" an der Staatsoper (Semperoper)

                     Schüler ab 16 Jahre und Studenten können jetzt unter
Vorlage ihres
                     Schüler- bzw. Studentenausweises bei der Sächsischen
Staatsoper
                     Dresden ein speziell für sie aufgelegtes Anrecht
abschließen.

                     Sie erhalten drei Vorstellungen in der Semperoper
und eine in der
                     kleinen szene – also vier Aufführungen zum
einmaligen Preis von nur
                     insgesamt 30.- DM.

                     Dabei besteht sogar eine Wahlmöglichkeit! Aus einem
bereitgestellten
                     Pool der Kategorien "Das Klassische Opernwerk", "Das
Besondere
                     Werk" und "Ballett – klassisch und modern" sowie aus
dem gesamten
                     Repertoire der kleinen szene können die jungen Leute
sich ein
                     Abonnement von 4 Vorstellungen selbst
zusammenstellen.

                     Natürlich gilt auch hier wieder: Wer zeitig kommt,
kann seine Wahlam
                     freiesten gestalten.

                     Erstmals wird das Anrecht beim Sonderverkauf am 27.
November von
                     8.00 bis 13.00 Uhr in der Schinkelwache angeboten.
Wer das verpasst,
                     wende sich bitte persönlich an den Besucherdienst
der Sächsischen
                     Staatsoper Dresden, Abteilung Anrecht.


www.semperoper.de

#19 Von: "Dr. F. Steinert" <steinert@...>
Datum: Fr 3. Dez 1999 19:13
Betreff: technischer Hinweis
steinert@...
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Wichtiger technischer Hinweis:

Liebe Jane,
bitte trage Dich mit Deiner eigenen Adresse in die Gruppe ein und
benutze nicht die Netscape Profiles, der Rechner, bei denen unter
der R.W.Gesellschaft meine Identität eingetragen ist. Sonst kann es je
nach POP3 Einstellung sein, daß Du die Antworten auf Deinen Beitrag
garnicht bekommst. Zudem kommt es zur vollkommenen Konfusion, wer was
geschrieben hat!!!!
Gruß
Frank


#18 Von: "Ernst Petz" <spinne@...>
Datum: Fr 3. Dez 1999 13:14
Betreff: Re: Star wars
spinne@...
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Jane W. hat sicherlich recht, wenn sie das Verhältnis Original u. Plagiat anspricht, und im Bewußtsein und in der persönlichen Haltung dazu soll das auch präsent bleiben. Die ganze Problematik wird aber, leiderleider, schon mit der Frage / den Fragen nach der Legitimität relativiert:
"Legitim" scheint doch, IST doch mittlerweile alles, was sich am Markt durchsetzt - und wenn´s keine eigenen Talente sind, dann eben fremde, geklaute.
Und daß ein geringerer künstlerischer Anspruch sich da leichter durchsetzt ... tja, auch das hat gerade Hollywood hinlänglich bewiesen!
Ich finde nur auch, daß man der sehr effektvollen, aber doch sonst nichts!, StarWarsMusik zuviel der Ehre antut, wenn man sie vom rein kommerziellen (Be-)Reich über einen künstlerischen Horizont IN BEREICHE der Kunst schiebt, wenn man etwas völlig unernstes e´rnst nimmt. Und das tun wir doch gerade ...
 
Ernst Petz
--------------------------------------------
http://www.aarachne.at
spinne@...
Tel+Fax: ++43-1-285 53 53
-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: Dr.F.Steinert <steinert@...>
An: wagner-gesellschaft@eGroups.com <wagner-gesellschaft@eGroups.com>
Datum: Donnerstag, 02. Dezember 1999 22:49
Betreff: [wagner-gesellschaft] Re: Star wars

Ich halte die Verbindung zwar für gegeben, sie reduziert
sich jedoch auf der Verhältnis zwischen Original und
Plagiat. Ist es legitim die Mythen eines Volkes mit den
Science Fiction Erfindungen Hollywoods gleichzusetzen?
Ist es legitim die Musik eines Genies mit den kommerziellen
Nachahmungen des amerikanischen "Film Buisness" für gleichwertig
zu halten?
Ich glaube, dem ist nicht so!
Dennoch kann man, wie es Hollywood getan hat, sich diversen musikalischen
Vorbildern bedienen, um eine adäquate Filmmusuk zu kreieren, was
allerdings nur einen geringen künstlerischen Anspruch hat.
Das ist bei "Star Wars"gelungen.
Ich warne jedoch eindringlich vor derartigen Vergleichen, die
den historischen und künstlerischen Horizont gänzlich verkennen.
Eure
Jane Wertheim

Armin Diedrich schrieb:

Die These über die Verbinduns von "Star Wars" und Wagners "Ring ist
nicht neu und ich halte sie durchaus für zutreffend.Die epische Anlage
beider Projekte ist evident, und der Versuch der Mythenschöpfung ist
ebenfalls in beiden Werken gegeben. John Williams' Filmmusik ist von
Instrumentation und leitmotivischer Struktur eindeutig wagnerisierend
(das Hauptthema ist eine Hommage und Anspielung an sein bewundertes
Vorbild Erich Wolfgang Korngold, der ebenfalls ein ausgesprochener
Wagnerianer war. Die Wagner-Rezeption spielt sich nun einmal nicht
allein im Bereich der sogenannten "Hochkultur" ab, sondern strahlt auch
auf die Schaffung von Trivialmythen aus...

------------------------------------------------------------------------

 


#17 Von: "Dr.F.Steinert" <steinert@...>
Datum: Do 2. Dez 1999 21:47
Betreff: Re: Star wars
steinert@...
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Ich halte die Verbindung zwar für gegeben, sie reduziert
sich jedoch auf der Verhältnis zwischen Original und
Plagiat. Ist es legitim die Mythen eines Volkes mit den
Science Fiction Erfindungen Hollywoods gleichzusetzen?
Ist es legitim die Musik eines Genies mit den kommerziellen
Nachahmungen des amerikanischen "Film Buisness" für gleichwertig
zu halten?
Ich glaube, dem ist nicht so!
Dennoch kann man, wie es Hollywood getan hat, sich diversen musikalischen
Vorbildern bedienen, um eine adäquate Filmmusuk zu kreieren, was
allerdings nur einen geringen künstlerischen Anspruch hat.
Das ist bei "Star Wars"gelungen.
Ich warne jedoch eindringlich vor derartigen Vergleichen, die
den historischen und künstlerischen Horizont gänzlich verkennen.
Eure
Jane Wertheim

Armin Diedrich schrieb:

Die These über die Verbinduns von "Star Wars" und Wagners "Ring ist
nicht neu und ich halte sie durchaus für zutreffend.Die epische Anlage
beider Projekte ist evident, und der Versuch der Mythenschöpfung ist
ebenfalls in beiden Werken gegeben. John Williams' Filmmusik ist von
Instrumentation und leitmotivischer Struktur eindeutig wagnerisierend
(das Hauptthema ist eine Hommage und Anspielung an sein bewundertes
Vorbild Erich Wolfgang Korngold, der ebenfalls ein ausgesprochener
Wagnerianer war. Die Wagner-Rezeption spielt sich nun einmal nicht
allein im Bereich der sogenannten "Hochkultur" ab, sondern strahlt auch
auf die Schaffung von Trivialmythen aus...

------------------------------------------------------------------------

eGroups.com Home Page: http://www.egroups.com/group/wagner-gesellschaft
http://www.egroups.com - Gruppenkommunikation leicht gemacht

 

#16 Von: "Ernst Petz" <spinne@...>
Datum: Mit 1. Dez 1999 20:13
Betreff: Wagner - Star Wars
spinne@...
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Die StarWarsMusikMacher geheimnissen da ja auch gar nichts hinein: Im
Inlay der neuesten Soundtrack-CD wird das sogar als Vorzug der
Filmmusik angepriesen, daß sie sich nicht nur der Wagnerschen
Leitmotivtechnik bedienen, sondern sich an gewisse Motive absichtsvoll
anlehnen.

Ernst Petz

#15 Von: "Armin Diedrich" <diedricharmin@...>
Datum: Mit 1. Dez 1999 19:19
Betreff: Star wars
diedricharmin@...
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Die These über die Verbinduns von "Star Wars" und Wagners "Ring ist
nicht neu und ich halte sie durchaus für zutreffend.Die epische Anlage
beider Projekte ist evident, und der Versuch der Mythenschöpfung ist
ebenfalls in beiden Werken gegeben. John Williams' Filmmusik ist von
Instrumentation und leitmotivischer Struktur eindeutig wagnerisierend
(das Hauptthema ist eine Hommage und Anspielung an sein bewundertes
Vorbild Erich Wolfgang Korngold, der ebenfalls ein ausgesprochener
Wagnerianer war. Die Wagner-Rezeption spielt sich nun einmal nicht
allein im Bereich der sogenannten "Hochkultur" ab, sondern strahlt auch
auf die Schaffung von Trivialmythen aus...

#14 Von: "Dr.F.Steinert" <steinert@...>
Datum: Do 25. Nov 1999 18:45
Betreff: Starwars
steinert@...
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Hallo!
Ich habe eine recht "ungewöhnliche" Seite mitgeteilt bekommen,
die ich einfach unglaublich finde. Anschauen lohnt sich in jedem Fall!
Was ist wirklich an den Thesen?
Gruß
F.S.

Hello Wagner fans!

A new article is now available:

"The Star Wars series and Wagner's Ring - Structural, thematic and musical
connections." By Kr. Evensen. The URL is:
http://home.sol.no/~krevens/loge/starwars.htm

The article is an attempt at an analytical comparison between the famous
film series, "Star Wars" and Wagner's Der Ring des Nibelungen.
Have fun!

Yours, Kristian Evensen,
Richard Wagner Web Site ( http://home.sol.no/~krevens/loge/rwws.htm )

web: http://home.sol.no/~krevens
e-mail: krevens@...

#13 Von: Mats Norrman <siegfried@...>
Datum: Mit 24. Nov 1999 17:22
Betreff: Re: Selbstmord
siegfried@...
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Peter Kuebler [pkueble-@...] schrieb in Antike Zeiten:

>Zu Richard Wagner hätte ich eine spezielle Frage: Ich habe mit Erstaunen
>gehört, daß Wagner in Venedig anscheinend durch Selbstmord gestorben sein
>soll und daß dies in Italien allgemein bekannt sei. Wie schätzen Sie diese
>Behauptung ein?

My two cents: Ich habe nie davon gehört dass Wagner durch Selbstmord
gestorben ist. Ich habe nie das in eine einzige Wagner Biographie gesehen,
aber ich weiss dass Wagner im Mittelalter ab und zu Depressionen hatte, und
es ist ja möglich das er wegen psychisch Leiden...das glaube ich aber kaum.
Im Ende seines Lebens hatte er über alle seine Feinde triumphiert, er hatte
das Theather für alle Zeiten verändert, und ganz grossartige Werke
komponiert und seine Aufführungen erlebt. Wenn jemand bei der Ende seines
Lebens zufrieden sein konnte, so war es der Deutsche Richard....

Mats Norrman
siegfried@...

#12 Von: Mats Norrman <siegfried@...>
Datum: Mit 24. Nov 1999 16:57
Betreff: Vorstellung
siegfried@...
Mail senden Mail senden
 
Sehr geehrte Wagnerlistemitgleider,

als neuer Teilnehmer möchte ich mich Ihnen Vorstellen:

Erstmal: Ich bin ein Schwede, also ist Deutsch mir eine Fremdsprache, und
ich bitte um Verständnis damit dass was ich schreibe deshalb ein Bisschen
eigenartig aussieht.

Ich bin ein Student von Schwedisch und Geschichte, aber ich habe klassische
Musik als Hobby. Meine Lieblingskomposnisten sind Beethoven, Wagner und
Mahler. Ich liebe die Musik und ich höre fast immer Muisk zu; wenn ich
dieses schreibe höre ich "Die Walküre" zu. Letzter Akt btw.

Als ich auf einer Ökonomie eines Studentes lebe, kann ich mich nicht so
viel CDs kaufen leisten, die ich möchte, aber ich habe auf jeden Fall einen
kompletten "Ring", und zwar Furtwänglers 1953 Aufnahme. Ich finde ja "Der
Ring es Nibelungen" vielleicht der grösste Kunstwerk in Weltgeschichte. Er
ist voller Kraft und unausschöpflich!

Meine Lieblingsoper von Wagner sind "Die Walküre", "Siegfried" und "Die
Meistersinger aus Nürnberg". Obwohl das ist schwer zu sagen, weil die
andere auch so wunderschöne sind; Der Parzifal, der Tristan, Lohengrin...

Wenn Sie einmal Schweden besucht, versuchen denn im Anfang Augusts zu
fahren, weil es bei dieser Zeit eine von den schönsten Wagneraufführungen
in Schweden stattfindet. Es ist "Der Ring" in DALHALLA. Dalhalla ist ein
altes Kalkbruch das ins ein Amphiteater umgebaut ist, mit eine superschöne
Akoustik!! Ich habe zweimals der Ring hier genossen, und es ist wirklich
eine traumhafte Erfahrung. Können Sie Ihnen das vorstellen: Unter freiem
Himmel einen wunderschönen Ring zu sehen und hören? Traumhaft....

Es gibt eine Internetseite associeirt mit Dalhalla (Der nahme übrigens ein
Mischung von Dalarna [der Provinz] und Walhalla):

Besuchen Sie: [http://www.dalhalla.se] um zu sehen worum es da geht.

Wenn jemand mehr über Dalhalla oder mich wissen will, schreiben mir gerne
eine mail!

Ich freue mich darauf mit Ihnen über Wagner und seine wunderschöne Werke zu
mitdiskutieren!

Gruss

Mats Norrman
siegfried@...

#11 Von: Johanna Vasseur <e17@...>
Datum: Do 25. Nov 1999 14:57
Betreff: Re: Holländer in Frankfurt
e17@...
Mail senden Mail senden
 
Dieser Beitrag zum modernen Regietheater spricht einem wirklich aus der
Seele!
Ich denke, dass es sich bei den genannten und selbst leidvoll durchlittenen
Regie-Ungeheuerlichkeiten weniger um Albernheiten und Unverstaendnis der auf
diese Weise verzerrten Werke, als vielmehr um bewusste und voll
beabsichtigte Zerstoerung der Meisterwerke der Buehne handelt. Es betrifft
dies ja nicht nur die Werke der Opernkomponisten, auch die klassischen
Dramen des Sprechtheaters werden laufend entstellt, verhunzt und
massakriert. Und das auf den grossen, renommierten Buehnen fast noch mehr,
als auf den sogenannten Provinztheatern.
Siegfried als uebler Punker in Stuttgart, Lohengrin im Klassenzimmer
spielend, in Hamburg, sind ganz bewusste Exekutionen. Auf diese Weise wird
Sinn zu Unsinn ,
"Wohltat Plage"!
Das Skandaloese und zutiefst Verstoerende ist eben nur, dass sich
renommierte Saenger zur Mitwirkung hergeben und ein kunstbeflissenen
Publikum dieser Hinrichtung auch noch applaudiert.
Ab und zu erscheinen Silberstreifen am Horizont in Form  von "Abstimmung mit
den Fuessen". Wenn es "gar zu schlimmm"ist, bleiben die Leute einfach weg
und das Theater halbleer. Nur diese Form der Voten werden verstanden.
Traurig ist's mitzuerleben, wie"wir es doch so herrlich weit gebracht haben"
und man wuenscht sich mitunter einen eisernen Besen...
Johanna Vasseur

> bißchen Lesestoff hinein, zu dem mich der Besuch des Holländers in
> Frankfurt inspirierte (tja ... inspirierte - "hineinärgerte" wohl eher)
> Vielleicht diskutieren wir DANACH über Regietheater und die Hinrichtung
> von Originalkunstwerken durch doch bloß reproduzierende Künstler (wie
> Dirigenten und Regisseure). Also:
>
> Die Hinrichter
>
> Wider die Regie-Terroristen, am Beispiel des Frankfurter Holländers
>
> Wahrscheinlich hat alles damit angefangen, daß man vor guten hundert
> Jahren damit begann, die Namen der Regisseure (und Dirigenten) auch auf
> das Aufführungsplakat von Opern zu drucken.
> Der Überlieferung nach setzten diese beiden Berufsgruppen dann eine
> Zeitlang ihren Ehrgeiz auch tatsächlich darein, das ihnen anvertraute
> Werk so gut es ging und so gut sie es vermochten über die Rampe zu
> bringen.
> Dann aber mußten diese Berufsgruppen irgendwann das Gefühl bekommen
> haben, für die Nennung ihres Namens und für ihre horrend explodierenden
> Gagen unbedingt etwas Eigenes beitragen zu müssen; dies markiert den
> Beginn der Hinrichtungen großer Werke, markiert den Beginn des
> Aufstiegs von Unverständnis und Dummheit, von bornierter Eigensüchtelei
> und eingebildeter Kreativität.
> Denn wenn die Regisseure (um die geht's hier, Spastiker am Dirigierpult
> können zwar auch viel vermantschen, sind hier aber nicht, oder nur am
> Rande, Thema. Natürlich kann man eine Holländer-Ouvertüre auch als
> Tarantella interpretieren und dirigieren) einen großen Werk, einem
> "erprobten" Werk etwas neues hinzufügen wollten, konnte es zwangsläufig
> nur etwas Schlechteres sein ... und dafür bekamen sie dann auch noch
> Preise (Wie der Verbrecher am Fidelio in Stuttgart, dessen Florestan in
> einem rot tapezierten, hellst ausgeleuchteten Jungmädchen-Zimmer "Oh
> Gott,welch Dunkel hier" singen mußte ... es ist derselbe, der in Graz
> die Salome überleben ließ und dafür mit nackten Puppen durch die Gegend
> warf).
> Opernregisseure haben, scheint´s, grundsätzlich vergessen, daß sie bloß
> reproduzierende Künstler sind, Kunsthandwerker, aber Lügen gehört zu
> ihrem Geschäft und sie treiben´s auf den Bühnen. Getrieben werden sie
> oft genug von einer Kritiker-Kaste, die Werktreue als antiquiert
> bezeichnet und Scharlatane hofiert: Wenn etwas gewaltsam unverständlich
> ist, muß man es nicht loben, um zu kaschieren, daß man es nicht
> verstanden hat. Es kann schlicht unverständlich sein, weil es, weniger
> schlicht, dumm ist.
>
> Wir beginnen mit einem Quiz, basierend auf der 99er-Neuinszenierung des
> Fliegenden Holländers in Frankfurt, an einem Opernhaus, dem nach dieser
> Inszenierung zurecht zugestanden wurde, am eigenen Verfall mit Erfolg
> zu arbeiten:
> Was machen die Mädchen im zweiten Akt, bevor Erik kommt und das Nahen
> Dalands meldet? ...
> Richtig! Sie stehen weißgewandet mit Notenblättern um einen
> (wahrscheinlich Steinway) Flügel, den, auch den Takt vorgebend, Frau
> Mary bedient, und singen von sich drehenden Spinnrädern.
> Senta ist währenddessen nicht in das Bildnis des Holländers versunken,
> sondern schmollt ins Publikum.
> Nächste Frage: Was macht Senta, nachdem sie gesungen hat, hier stehe
> sie, treu bis in den Tod? ...
> Richtig. Sie fixiert starr das Publikum, während der Holländer (als
> Giovanni verkleidet, denn nach dem Regiekonzept ist diese Oper die
> "italienischste" von Richard Wagner) aus Dalands Haus tritt (!), sie
> umarmt, und in Dalands Haus zurückführt.
> Nächste Frage: Wo steht der Holländer, als ihn Daland zu ersten Mal
> sieht? ...
> Richtig: Auf  Dalands (!) Schiff, und zwar zwischen dem eingeschlafenen
> Steuermann und der ohnehin schlafenden Mannschaft. Die allerdings zuvor
> das identische Deck verlassen hat, also jetzt offenbar einen Stock
> tiefer lagert (kenntlich an den Bullaugen, die allerdings keine
> Bullaugen sind, sondern TV-Monitore). Die Textverwicklungen, die sich
> daraus ergeben, sind evident.
> Nächste Frage: Wo sind die Schätze des Holländers (im ersten Akt)
> gelagert, von denen er Daland eine Kostprobe (als Preis für eine
> Übernachtung) zeigt? ...
> Richtig. In Dalands Laderaum auf Dalands Schiff.
> Nächste Frage: Was läuft während des ganzen dritten Aktes mit, mal
> langsam, mal schnell? ...
> Richtig: Eine bildbeherrschende Bahnhofsuhr, was insofern verblüffend
> ist, als die besser in den ersten Akt paßte, in der das Bühnenbild noch
> mehr als sonst der Bahnhofshalle des Chikagoer Bahnhofs aus Johnny
> spielt auf entspricht.
> Nächste Frage: Worauf bläst der Holländer NICHT, nachdem er vor dem
> Finale von Sentas angeblichem Treubruch erfährt (er kanns gar nicht
> überhören, weil er während der ganzen Szene neben den beiden steht und
> aufmerksam zuhört), um seine Mannschaft (die er ohnehin während der
> ganzen Oper nicht hat, die kommt vom Band, quasi eine
> Tondokument-Mannschaft) zum Auslaufen (zur abermaligen Flucht vor
> Enttäuschung) zu alarmieren (was unnötig ist, weil er ja offenbar e
> nicht ausläuft, weil er ja wieder aus Dalands Haus kommt, um die sich
> nicht vom Felsen gestürzte Senta zu umarmen und abzuführen)? ...
> Richtig: Eine Trillerpfeife, denn die wurde bei der Wiener
> Rienzi-Inszenierung gebraucht, um die großflächig durchnumerierten
> Paare, die beim Wett-Tanzen (was Wagner wohl irrtümlich als Waffentanz
> instrumentiert hatte) aus dem Bewerb genommen werden, vom Tanzparkett
> zu pfeifen.
> Womit wir beim nächsten Schwachsinn sind (vergleichbar nur dem
> bepreisten Verbrechen am Fidelio in Stuttgart, wo Marcelline den ersten
> Akt mit dem Öffnen von Sardinenbüchsen zubringt und die Gefangenen die
> saubersten der Welt sein müssen, weil sie ununterbrochen mit
> zusammengelegten Handtüchern zum Duschen marschieren; oder dem
> Troubadour eines Herrn Neuenfels in Berlin, der einen lebenden Jesus
> auf einem vier-Meter-Kreuz durch die Inszenierung schleppen läßt, von
> Zeit zu Zeit steigt er herab, und segnet unaufgefordert wild durch die
> Gegend) eben dem Wiener Rienzi.
> Frage: Was hilft Rienzi beim Attentat des Colonna überhaupt nicht? ...
> Richtig!, der Kettenpanzer unter der Toga. Denn ihm explodiert eine
> Bombe unterm Hintern. Er zeigt dann allerdings nicht vor, was er
> gesanglich verspricht, nämlich wie genau er sich gegen diese Treue der
> Nobili geschützt hat (da müßte er eine eiserne Unterhose präsentieren).
> Daß das Finale der Oper nicht vorm brennenden Kapitol spielt, sondern
> in einer Art Abstellkammer, daß das Kapitol also nicht brennen muß,
> denn in dieser Inszenierung wird Rienzi, schon als Denkmal, gesprengt,
> wundert nicht weiter, spielt doch die ganze Oper eher im Innenhof einer
> Zigarettenfabrik in Sevilla (oder im Innehof eines beliebigen Wiener
> Gemeindebaus) als in Rom, und schon gar nicht im Rom des 14.
> Jahrhunderts. Auch stirbt Adriano nicht gemeinsam mit Rienzi und Irene
> unter den fallenden Trümmern des Kapitols, die sind zwar komponiert,
> finden aber nicht statt, sondern wird erstochen.
> Das alles sind Tatsachen.
> Was jetzt vom Quiz weg-, zu einigen prinzipielleren Fragen führt:
> Was denkt ein Regisseur, wenn die deutschen Gesandten im Jägergewand
> aufkreuzen, mit Gansbart-Hüten, und dem Rienzi als Gastgeschenk eine
> Ziehharmonika, Weißwürste und Brezeln bringen? (Die Antwort ist recht
> leicht: Er denkt, das sei witzig)
> Was denkt ein Regisseur, der ein Bühnenbild zuläßt, bei dem der
> Hauptdarsteller prinzipiell bei wichtigen Szenen dieselbe verlassen
> muß, um hinten herum zu einem neuen Standort zu kommen?
> Was denkt ein Regisseur, der den Text eines Werkes über weite Strecken
> der Lächerlichkeit, weil Unstimmigkeit, preisgibt, nur um seine überaus
> öden Schnapsideen unterzubringen?
> Was denkt ein Regisseur, wenn er den Daland zu einem der Saga nach in
> der selben Bucht liegenden Schiff hinüberrufen läßt, wer dort denn sei,
> wenn der Kapitän dieses Schiffes ohnehin schon neben ihm steht?
> Das gefallene, weil verfallene Rom in seinen Versatzstücken
> darzustellen, mag ja an sich eine gute Idee sein ... warum aber sucht
> sich dann der nichtkreative, reproduzierende Kunsthandwerker Regisseur
> nicht einen kreativen, produzierenden Künstler Autor und läßt sich ein
> Stück schreiben, zu dem seine Ideen passen? (Oder seine Idee, wenn er
> schon nur eine hat)
> Warum sucht sich der nichtkreative, reproduzierende Kunsthandwerker
> Regisseur nicht einen kreativen, produzierenden Künstler Autor und läßt
> sich ein italienisches Chaos-Stück schreiben, zu dem seine Ideen
> passen, wenn er schon ein italienisches Chaos-Stück inszenieren will?
>
>
>
> Frankfurter Rundschau
> Sg Hr Harry Nutt
>
> Große Eschenheimer Straße 16-18
> D – 60313 Frankfurt
>
> Wien, 28.10.1999
>
> Feuilleton-Beitrag, Frankfurter "Holländer"
>
> Sehr geehrter Herr Nutt,
>
> während der diesjährigen Buchmesse hatte ich das zweifelhafte
> Vergnügen,
> in der Frankfurter Oper einer Holländer-Hinrichtung beizuwohnen (am
> Tage
> vorher einer großartigen Endspiel-Aufführung im Schauspielhaus!).
> Da ich gerade sehr intensiv mit der Redaktion eines Buches mit allen
> Opern-Texten Richard Wagners befaßt bin (Beilage), empfand ich das
> Mißverhältnis zwischen gesungenem Text, dem in der Musik
> transportierten Inhalt und der gebotenen gewaltsam-dümmlichen
> Interpretation wahrscheinlich als besonders gravierend.
> Wie das bei schreibenden Menschen so ist, wird man Ärger am besten los,
> wenn man ihn zu Papier bringt.
> Und da ich bei weitem nicht allein in der Oper war, denke ich mir, daß
> meine Überlegungen zum Thema auch andere interessieren könnten (und
> sei´s, weil sie anderer Meinung sind, weil sie zB den Holländer vorher
> nicht kannten ...)
>
> Ich lege Ihnen daher den einem mißvergnüglichen Abend entsprungenen
> Text für Ihr sehr geschätztes Feuilleton vor, ich denke, er macht
> Leserinnen und Lesern, die ähnlichen Opern"erlebnissen" ausgesetzt
> waren / sind / sein werden wenn schon nicht Mut, so doch Spaß.
>
> Und vielleicht liest ihn ja auch der eine oder andere Kritiker ...
>
> Mit freundlichen Grüßen aus Wien,
>
> Ernst Petz
>
> ------------------------------------------------------------------------
> Was the salesman clueless?  Productopia has the answers.
> http://clickhere.egroups.com/click/1702
>
> eGroups.com Home Page: http://www.egroups.com/group/wagner-gesellschaft
> http://www.egroups.com - Gruppenkommunikation leicht gemacht

#10 Von: "Ernst Petz" <spinne@...>
Datum: Do 25. Nov 1999 11:19
Betreff: Holländer in Frankfurt
spinne@...
Mail senden Mail senden
 
Da geht ja, leider, wirklich nicht viel weiter, also stell ich 1mal ein
bißchen Lesestoff hinein, zu dem mich der Besuch des Holländers in
Frankfurt inspirierte (tja ... inspirierte - "hineinärgerte" wohl eher)
Vielleicht diskutieren wir DANACH über Regietheater und die Hinrichtung
von Originalkunstwerken durch doch bloß reproduzierende Künstler (wie
Dirigenten und Regisseure). Also:

Die Hinrichter

Wider die Regie-Terroristen, am Beispiel des Frankfurter Holländers

Wahrscheinlich hat alles damit angefangen, daß man vor guten hundert
Jahren damit begann, die Namen der Regisseure (und Dirigenten) auch auf
das Aufführungsplakat von Opern zu drucken.
Der Überlieferung nach setzten diese beiden Berufsgruppen dann eine
Zeitlang ihren Ehrgeiz auch tatsächlich darein, das ihnen anvertraute
Werk so gut es ging und so gut sie es vermochten über die Rampe zu
bringen.
Dann aber mußten diese Berufsgruppen irgendwann das Gefühl bekommen
haben, für die Nennung ihres Namens und für ihre horrend explodierenden
Gagen unbedingt etwas Eigenes beitragen zu müssen; dies markiert den
Beginn der Hinrichtungen großer Werke, markiert den Beginn des
Aufstiegs von Unverständnis und Dummheit, von bornierter Eigensüchtelei
und eingebildeter Kreativität.
Denn wenn die Regisseure (um die geht's hier, Spastiker am Dirigierpult
können zwar auch viel vermantschen, sind hier aber nicht, oder nur am
Rande, Thema. Natürlich kann man eine Holländer-Ouvertüre auch als
Tarantella interpretieren und dirigieren) einen großen Werk, einem
"erprobten" Werk etwas neues hinzufügen wollten, konnte es zwangsläufig
nur etwas Schlechteres sein ... und dafür bekamen sie dann auch noch
Preise (Wie der Verbrecher am Fidelio in Stuttgart, dessen Florestan in
einem rot tapezierten, hellst ausgeleuchteten Jungmädchen-Zimmer "Oh
Gott,welch Dunkel hier" singen mußte ... es ist derselbe, der in Graz
die Salome überleben ließ und dafür mit nackten Puppen durch die Gegend
warf).
Opernregisseure haben, scheint´s, grundsätzlich vergessen, daß sie bloß
reproduzierende Künstler sind, Kunsthandwerker, aber Lügen gehört zu
ihrem Geschäft und sie treiben´s auf den Bühnen. Getrieben werden sie
oft genug von einer Kritiker-Kaste, die Werktreue als antiquiert
bezeichnet und Scharlatane hofiert: Wenn etwas gewaltsam unverständlich
ist, muß man es nicht loben, um zu kaschieren, daß man es nicht
verstanden hat. Es kann schlicht unverständlich sein, weil es, weniger
schlicht, dumm ist.

Wir beginnen mit einem Quiz, basierend auf der 99er-Neuinszenierung des
Fliegenden Holländers in Frankfurt, an einem Opernhaus, dem nach dieser
Inszenierung zurecht zugestanden wurde, am eigenen Verfall mit Erfolg
zu arbeiten:
Was machen die Mädchen im zweiten Akt, bevor Erik kommt und das Nahen
Dalands meldet? ...
Richtig! Sie stehen weißgewandet mit Notenblättern um einen
(wahrscheinlich Steinway) Flügel, den, auch den Takt vorgebend, Frau
Mary bedient, und singen von sich drehenden Spinnrädern.
Senta ist währenddessen nicht in das Bildnis des Holländers versunken,
sondern schmollt ins Publikum.
Nächste Frage: Was macht Senta, nachdem sie gesungen hat, hier stehe
sie, treu bis in den Tod? ...
Richtig. Sie fixiert starr das Publikum, während der Holländer (als
Giovanni verkleidet, denn nach dem Regiekonzept ist diese Oper die
"italienischste" von Richard Wagner) aus Dalands Haus tritt (!), sie
umarmt, und in Dalands Haus zurückführt.
Nächste Frage: Wo steht der Holländer, als ihn Daland zu ersten Mal
sieht? ...
Richtig: Auf  Dalands (!) Schiff, und zwar zwischen dem eingeschlafenen
Steuermann und der ohnehin schlafenden Mannschaft. Die allerdings zuvor
das identische Deck verlassen hat, also jetzt offenbar einen Stock
tiefer lagert (kenntlich an den Bullaugen, die allerdings keine
Bullaugen sind, sondern TV-Monitore). Die Textverwicklungen, die sich
daraus ergeben, sind evident.
Nächste Frage: Wo sind die Schätze des Holländers (im ersten Akt)
gelagert, von denen er Daland eine Kostprobe (als Preis für eine
Übernachtung) zeigt? ...
Richtig. In Dalands Laderaum auf Dalands Schiff.
Nächste Frage: Was läuft während des ganzen dritten Aktes mit, mal
langsam, mal schnell? ...
Richtig: Eine bildbeherrschende Bahnhofsuhr, was insofern verblüffend
ist, als die besser in den ersten Akt paßte, in der das Bühnenbild noch
mehr als sonst der Bahnhofshalle des Chikagoer Bahnhofs aus Johnny
spielt auf entspricht.
Nächste Frage: Worauf bläst der Holländer NICHT, nachdem er vor dem
Finale von Sentas angeblichem Treubruch erfährt (er kanns gar nicht
überhören, weil er während der ganzen Szene neben den beiden steht und
aufmerksam zuhört), um seine Mannschaft (die er ohnehin während der
ganzen Oper nicht hat, die kommt vom Band, quasi eine
Tondokument-Mannschaft) zum Auslaufen (zur abermaligen Flucht vor
Enttäuschung) zu alarmieren (was unnötig ist, weil er ja offenbar e
nicht ausläuft, weil er ja wieder aus Dalands Haus kommt, um die sich
nicht vom Felsen gestürzte Senta zu umarmen und abzuführen)? ...
Richtig: Eine Trillerpfeife, denn die wurde bei der Wiener
Rienzi-Inszenierung gebraucht, um die großflächig durchnumerierten
Paare, die beim Wett-Tanzen (was Wagner wohl irrtümlich als Waffentanz
instrumentiert hatte) aus dem Bewerb genommen werden, vom Tanzparkett
zu pfeifen.
Womit wir beim nächsten Schwachsinn sind (vergleichbar nur dem
bepreisten Verbrechen am Fidelio in Stuttgart, wo Marcelline den ersten
Akt mit dem Öffnen von Sardinenbüchsen zubringt und die Gefangenen die
saubersten der Welt sein müssen, weil sie ununterbrochen mit
zusammengelegten Handtüchern zum Duschen marschieren; oder dem
Troubadour eines Herrn Neuenfels in Berlin, der einen lebenden Jesus
auf einem vier-Meter-Kreuz durch die Inszenierung schleppen läßt, von
Zeit zu Zeit steigt er herab, und segnet unaufgefordert wild durch die
Gegend) eben dem Wiener Rienzi.
Frage: Was hilft Rienzi beim Attentat des Colonna überhaupt nicht? ...
Richtig!, der Kettenpanzer unter der Toga. Denn ihm explodiert eine
Bombe unterm Hintern. Er zeigt dann allerdings nicht vor, was er
gesanglich verspricht, nämlich wie genau er sich gegen diese Treue der
Nobili geschützt hat (da müßte er eine eiserne Unterhose präsentieren).
Daß das Finale der Oper nicht vorm brennenden Kapitol spielt, sondern
in einer Art Abstellkammer, daß das Kapitol also nicht brennen muß,
denn in dieser Inszenierung wird Rienzi, schon als Denkmal, gesprengt,
wundert nicht weiter, spielt doch die ganze Oper eher im Innenhof einer
Zigarettenfabrik in Sevilla (oder im Innehof eines beliebigen Wiener
Gemeindebaus) als in Rom, und schon gar nicht im Rom des 14.
Jahrhunderts. Auch stirbt Adriano nicht gemeinsam mit Rienzi und Irene
unter den fallenden Trümmern des Kapitols, die sind zwar komponiert,
finden aber nicht statt, sondern wird erstochen.
Das alles sind Tatsachen.
Was jetzt vom Quiz weg-, zu einigen prinzipielleren Fragen führt:
Was denkt ein Regisseur, wenn die deutschen Gesandten im Jägergewand
aufkreuzen, mit Gansbart-Hüten, und dem Rienzi als Gastgeschenk eine
Ziehharmonika, Weißwürste und Brezeln bringen? (Die Antwort ist recht
leicht: Er denkt, das sei witzig)
Was denkt ein Regisseur, der ein Bühnenbild zuläßt, bei dem der
Hauptdarsteller prinzipiell bei wichtigen Szenen dieselbe verlassen
muß, um hinten herum zu einem neuen Standort zu kommen?
Was denkt ein Regisseur, der den Text eines Werkes über weite Strecken
der Lächerlichkeit, weil Unstimmigkeit, preisgibt, nur um seine überaus
öden Schnapsideen unterzubringen?
Was denkt ein Regisseur, wenn er den Daland zu einem der Saga nach in
der selben Bucht liegenden Schiff hinüberrufen läßt, wer dort denn sei,
wenn der Kapitän dieses Schiffes ohnehin schon neben ihm steht?
Das gefallene, weil verfallene Rom in seinen Versatzstücken
darzustellen, mag ja an sich eine gute Idee sein ... warum aber sucht
sich dann der nichtkreative, reproduzierende Kunsthandwerker Regisseur
nicht einen kreativen, produzierenden Künstler Autor und läßt sich ein
Stück schreiben, zu dem seine Ideen passen? (Oder seine Idee, wenn er
schon nur eine hat)
Warum sucht sich der nichtkreative, reproduzierende Kunsthandwerker
Regisseur nicht einen kreativen, produzierenden Künstler Autor und läßt
sich ein italienisches Chaos-Stück schreiben, zu dem seine Ideen
passen, wenn er schon ein italienisches Chaos-Stück inszenieren will?







Frankfurter Rundschau
Sg Hr Harry Nutt

Große Eschenheimer Straße 16-18
D – 60313 Frankfurt


Wien, 28.10.1999

Feuilleton-Beitrag, Frankfurter "Holländer"



Sehr geehrter Herr Nutt,

während der diesjährigen Buchmesse hatte ich das zweifelhafte
Vergnügen,
in der Frankfurter Oper einer Holländer-Hinrichtung beizuwohnen (am
Tage
vorher einer großartigen Endspiel-Aufführung im Schauspielhaus!).
Da ich gerade sehr intensiv mit der Redaktion eines Buches mit allen
Opern-Texten Richard Wagners befaßt bin (Beilage), empfand ich das
Mißverhältnis zwischen gesungenem Text, dem in der Musik
transportierten Inhalt und der gebotenen gewaltsam-dümmlichen
Interpretation wahrscheinlich als besonders gravierend.
Wie das bei schreibenden Menschen so ist, wird man Ärger am besten los,
wenn man ihn zu Papier bringt.
Und da ich bei weitem nicht allein in der Oper war, denke ich mir, daß
meine Überlegungen zum Thema auch andere interessieren könnten (und
sei´s, weil sie anderer Meinung sind, weil sie zB den Holländer vorher
nicht kannten ...)

Ich lege Ihnen daher den einem mißvergnüglichen Abend entsprungenen
Text für Ihr sehr geschätztes Feuilleton vor, ich denke, er macht
Leserinnen und Lesern, die ähnlichen Opern"erlebnissen" ausgesetzt
waren / sind / sein werden wenn schon nicht Mut, so doch Spaß.

Und vielleicht liest ihn ja auch der eine oder andere Kritiker ...

Mit freundlichen Grüßen aus Wien,




Ernst Petz

#9 Von: hss01je@...
Datum: Fr 5. Nov 1999 16:55
Betreff: Entschuldigung,ich muss mich wieder vorstellen!
hss01je@...
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e-mail ist

hss01je@...

Ich glaube, dass die anderen Addressen stimmen!
JANE

#8 Von: j.ennis@...
Datum: Fr 5. Nov 1999 16:24
Betreff: Das neueste Mitglied stellt sich vor!
j.ennis@...
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Hallo! Ich bin Dr. Jane Susanna ENNIS aus London, und freue mich
wirklich,dass ich diese Liste gefunden habe.
Ich habe Germanistik studiert, und meine Doktorarbeit war ueber Wagner.
Ihr koennt Kapitel II am Web lesen, der Ausschnitt befindet sich an:
http://www.fortunecity.co.uk/southbank/pottery/31/ring1.html
Ich habe auch eine WAGNER WebPage, sie befindet sich an:
http://www.fortunecity.co.uk/southbank/pottery/31/wagner.html

Liebe Gruesse von
JANE

#7 Von: "Dr.F.Steinert" <steinert@...>
Datum: Son 26. Sep 1999 16:46
Betreff: Re: Selbstmord
steinert@...
Mail senden Mail senden
 
Sehr geehrter Herr Ernst,
ich habe Ihre Anfrage an unseren "CD Experten" weitergeleitet.
Gruß
F. Steinert

Petz Ernst schrieb:

 Wagner & Selbstmord: Wenn so ein Quatsch verbreitet wird, ists kein Wunder, wenn keine Diskussion ingang kommt. Was anderes: Ich bin total begeistert von der Rheingold-Aufnahme von Gustav Kuhn, aus Erl/Tirol. Das ist das genaue Gegenteil zu bisherigen Interpretationen, nämlich wirklich "frisch" musiziert, ohne Verklärungen, ohne daß sich Reproduzierende gewaltig und gewalttätig "einbringen". In die Nähe kommt nur Sawallisch ... und nwenn ich genau das nebebn Solti und Karajan-Adepten kundtue, bekomme ich (geistige) Prügel. Die Welt ist hart, aber ungerecht. Kennt  nch jemand die Kuhn-CD? Ernst Petz --------------------------------------------
http://www.aarachne.at
spinne@...
Tel+Fax: ++43-1-285 53 53
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#6 Von: "Petz Ernst" <petz.ernst@...>
Datum: Mo 20. Sep 1999 18:45
Betreff: Selbstmord
petz.ernst@...
Mail senden Mail senden
 
Wagner & Selbstmord: Wenn so ein Quatsch verbreitet wird, ists kein Wunder, wenn keine Diskussion ingang kommt.
 
Was anderes: Ich bin total begeistert von der Rheingold-Aufnahme von Gustav Kuhn, aus Erl/Tirol. Das ist das genaue Gegenteil zu bisherigen Interpretationen, nämlich wirklich "frisch" musiziert, ohne Verklärungen, ohne daß sich Reproduzierende gewaltig und gewalttätig "einbringen". In die Nähe kommt nur Sawallisch ... und nwenn ich genau das nebebn Solti und Karajan-Adepten kundtue, bekomme ich (geistige) Prügel.
 
Die Welt ist hart, aber ungerecht.
 
Kennt  nch jemand die Kuhn-CD?
 
Ernst Petz
 
--------------------------------------------
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#5 Von: Hans-Ruediger Elster <elster@...>
Datum: Mo 20. Sep 1999 16:34
Betreff: Diskussion Wagner-Gesellschaft (fwd)
elster@...
Mail senden Mail senden
 
Liebe Listenteilnehmer,

soeben erreichte mich eine Mail mit einer Anregung zur Diskussion, und
somit moechte ich Ihnen diese hiermit zur Verfuegung stellen:

---------- Forwarded message ----------
From: Peter Kuebler <PKuebler@...>
Subject: Diskussion Wagner-Gesellschaft



Sehr geehrter Herr Elster,

nachdem ich vor ca. zwei Monaten meinen Vorstellungsbeitrag zusammen mit
einigen Diskussionspunkten ins Diskussionsforum gestellt habe, sind - so
weit ich das korrekt sehe - keine Antwortbeiträge eingegangen. Eigentlich
schade, jedoch hätte mich interessiert, ob dies in der Vergangenheit schon
immer so war.

Zu Richard Wagner hätte ich eine spezielle Frage: Ich habe mit Erstaunen
gehört, daß Wagner in Venedig anscheinend durch Selbstmord gestorben sein
soll und daß dies in Italien allgemein bekannt sei. Wie schätzen Sie diese
Behauptung ein?

Mit freundlichen Grüßen

Peter Kübler

__________________________
Ueber das Internet haben sich bisher 14 Teilnehmer in diese Liste hier
eingetragen.

Leider besteht z.Zt. noch das Problem, dass gerade unsere "Experten" noch
nicht ueber einen Internetanschluss verfuegen.

Sie sind aber alle recht herzlich zur Diskussion eingeladen!
Senden Sie Ihren Beitrag an: wagner-gesellschaft@egroups.com

Ich persoenlich habe diese Selbstmordtheorie heute zum ersten Mal
gehoert.

Haeufig zitiert wird ein Herzanfall als Todesursache.

http://www.zazz.com/wagner/biography.html
http://gla.ecoledoc.lip6.fr/~sarnikow/wagner/rwbio.html

Mit freundlichen Gruessen

Hans-Ruediger Elster
____________________
List-moderator

#4 Von: Hans-Ruediger Elster <elster@...>
Datum: Mo 12. Jul 1999 19:45
Betreff: Diskussion
elster@...
Mail senden Mail senden
 
Liebe Listenteilnehmer,

nachdem nun erfreulicherweise unsere Mailingliste immer mehr Teilnehmer
aufweist, erhielten wir nun einen Diskussionsbeitrag von Herrn Peter
Kuebler, welcher aber irgenwie nicht ueber die Mailingliste

wagner-gesellschaft@egroups.com

an Sie alle weitergeleitet wurde.
Deshalb uebersende ich Ihnen mit dieser Mail den Diskussionsbeitrag und
hoffe, dass die Uebertragung diesmal funktioniert.

Seien Sie alle herzlich willkommen!
Sollten Sie aktuelle Informationen zu dem uns alle interessierenden Thema
Richard Wagner haben, dann schreiben Sie uns.

Mit freundlichen Gruessen

Hans-Ruediger Elster, Halle / Saale
(Co-Moderator der Liste)
___________________________________

Betreff:
              [wagner-gesellschaft] Vorstellung
       Datum:
              Tue, 6 Jul 1999 13:09:29 +0100
         Von:
              "Peter Kuebler" <PKuebler@...>
  Rückantwort:
              wagner-gesellschaft@egroups.com
          An:
              wagner-gesellschaft@egroups.com





Sehr geehrte Mitglieder der Richard-Wagner-Gesellschaft, sehr geehrte
mailing list - Teilnehmer,
   als neuer Teilnehmer möchte ich mich Ihnen an dieser Stelle kurz
vorstellen:

Name: Peter Kübler

Wohnort: Künzelsau

Beruf: Unternehmensberater

Sicherlich interessiert Sie nun, wo mein Standpunkt bezüglich der
künstlerischer Interpretation der Werke Richard Wagners liegt. Deshalb
möchte ich im folgenden kurz darauf eingehen.

Als Musikbegeisterter beschäftige ich mich seit mehreren Jahren
schwerpunktmäßig mit den Werken von Richard Wagner und Ludwig van
Beethoven, wobei es für mich ein unabdingbarer Bestandteil jeder
gültigen
Interpretation sein muß, daß neben der reinen Treue am Notentext auch
eine
Orientierung am Charakter eines Werkes gewährleistet ist (Gustav Mahler
nannte es bekanntlich "was hinter den Noten liegt"). Das heißt, daß eine

gewisse Gestaltungsfreiheit in den Tempi oder in der Phrasierung
beispielsweise, wie sie Furtwängler oder auch Knappertsbusch
realisierten,
diesem vom Komponisten zugrundegelegten Charakter aufs vortrefflichste
entsprechen können. Analoges gilt für die Inszenierungen: Sobald auf der

Bühne derjenige Grad der Entfernung von der ursprünglichen Handlung
überschritten wird (nicht zu verwechseln mit reiner Abstraktion), daß
der
Charakter der Musik, der aus dem Orchestergraben ertönt, nicht mehr
dieser
Handlung entspricht (ein Beispiel hierfür ist die neue
Rheingold-Inszenierung in Stuttgart), dann schwächt dies die
Gesamtwirkung
in unzulässiger Weise ab. Werktreue sollte somit auf einer Ebene
angestrebt
werden, welche die durchaus notwendigen künstlerischen
Gestaltungsfreiheiten dazu benutzt, eine "den Hauch des Komponisten
atmende" Interpretation zu schaffen, anstatt z.B. gesellschaftskritische

Elemente dort implementieren zu wollen, wo sie inhaltlich deplaziert
wirken.

Lassen Sie mich am Ende 2 Fragen zur Diskussion stellen, zu denen mich
die
Meinungen der anderen Teilnehmer sehr interessieren würden:

1.) Worauf ist es zurückzuführen, daß es für die "ganz großen"
Wagner-Dirigenten der Vergangenheit heute keine adäquaten
       Nachfolger gibt?  Ist der Grund eher im Wandel der heute auf
technische Exaktheit ausgerichteten Musikauffassung, die sich
       weniger Freiheiten erlaubt, zu suchen? Schließlich läßt weniger
interpretatorische Freiheit auch weniger Platz für die
       Entwicklung unverwechselbarer Charakteristiken und genau dies ist
das
Problem, welches in der unglaublich oft geäußerten
       Meinung: "Heutige Dirigenten klingen fast alle gleich!" gipfelt.

2.) Was halten Sie von der Idee, die damaligen Bayreuther Inszenierungen

von Richard Wagner zu wiederholen, um einen
       Eindruck von Intention und Wirkung damals zu bekommen? Sicherlich
stand die Idee schon öfters im Raum, jedoch wurde
       Sie nie realisiert. Spricht etwas dagegen?


In Erwartung Ihrer Meinung, mit freundlichen Grüßen

Peter Kübler



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#3 Von: "Peter Kuebler" <PKuebler@...>
Datum: Die 6. Jul 1999 12:09
Betreff: Vorstellung
PKuebler@...
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Sehr geehrte Mitglieder der Richard-Wagner-Gesellschaft, sehr geehrte
mailing list - Teilnehmer,
   als neuer Teilnehmer möchte ich mich Ihnen an dieser Stelle kurz
vorstellen:

Name: Peter Kübler

Wohnort: Künzelsau

Beruf: Unternehmensberater

Sicherlich interessiert Sie nun, wo mein Standpunkt bezüglich der
künstlerischer Interpretation der Werke Richard Wagners liegt. Deshalb
möchte ich im folgenden kurz darauf eingehen.

Als Musikbegeisterter beschäftige ich mich seit mehreren Jahren
schwerpunktmäßig mit den Werken von Richard Wagner und Ludwig van
Beethoven, wobei es für mich ein unabdingbarer Bestandteil jeder gültigen
Interpretation sein muß, daß neben der reinen Treue am Notentext auch eine
Orientierung am Charakter eines Werkes gewährleistet ist (Gustav Mahler
nannte es bekanntlich "was hinter den Noten liegt"). Das heißt, daß eine
gewisse Gestaltungsfreiheit in den Tempi oder in der Phrasierung
beispielsweise, wie sie Furtwängler oder auch Knappertsbusch realisierten,
diesem vom Komponisten zugrundegelegten Charakter aufs vortrefflichste
entsprechen können. Analoges gilt für die Inszenierungen: Sobald auf der
Bühne derjenige Grad der Entfernung von der ursprünglichen Handlung
überschritten wird (nicht zu verwechseln mit reiner Abstraktion), daß der
Charakter der Musik, der aus dem Orchestergraben ertönt, nicht mehr dieser
Handlung entspricht (ein Beispiel hierfür ist die neue
Rheingold-Inszenierung in Stuttgart), dann schwächt dies die Gesamtwirkung
in unzulässiger Weise ab. Werktreue sollte somit auf einer Ebene angestrebt
werden, welche die durchaus notwendigen künstlerischen
Gestaltungsfreiheiten dazu benutzt, eine "den Hauch des Komponisten
atmende" Interpretation zu schaffen, anstatt z.B. gesellschaftskritische
Elemente dort implementieren zu wollen, wo sie inhaltlich deplaziert
wirken.

Lassen Sie mich am Ende 2 Fragen zur Diskussion stellen, zu denen mich die
Meinungen der anderen Teilnehmer sehr interessieren würden:

1.) Worauf ist es zurückzuführen, daß es für die "ganz großen"
Wagner-Dirigenten der Vergangenheit heute keine adäquaten
       Nachfolger gibt?  Ist der Grund eher im Wandel der heute auf
technische Exaktheit ausgerichteten Musikauffassung, die sich
       weniger Freiheiten erlaubt, zu suchen? Schließlich läßt weniger
interpretatorische Freiheit auch weniger Platz für die
       Entwicklung unverwechselbarer Charakteristiken und genau dies ist das
Problem, welches in der unglaublich oft geäußerten
       Meinung: "Heutige Dirigenten klingen fast alle gleich!" gipfelt.

2.) Was halten Sie von der Idee, die damaligen Bayreuther Inszenierungen
von Richard Wagner zu wiederholen, um einen
       Eindruck von Intention und Wirkung damals zu bekommen? Sicherlich
stand die Idee schon öfters im Raum, jedoch wurde
       Sie nie realisiert. Spricht etwas dagegen?


In Erwartung Ihrer Meinung, mit freundlichen Grüßen

Peter Kübler



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#2 Von: "H R E" <hre@...>
Datum: Do 25. Mrz 1999 9:55
Betreff: Fax
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#1 Von: "Hans-Ruediger Elster" <elster@...>
Datum: Mo 22. Mrz 1999 22:01
Betreff: Welcome to the wagner-gesellschaft E-Mail Group
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