„ICH KLAGE AN"
Prof. Dr. Kurt Pahlen ( † ) zu den Irrwegen in der Opernregie
„Ich klage an:
die Regisseure, die um ihres persönlichen „Ruhms", ihrer oft maßlos
überhöhten Gagen und ihrer zumeist negativen Lebenseinstellung willen
Werke missachten, der Lächerlichkeit aussetzen, verfälschen und im
tiefsten Grunde unverstanden auf die Bühne bringen.
Ich klage an:
die Direktoren und Intendanten, die oft ihre eigene – bessere –
Überzeugung unterdrücken und verleugnen, um ein erhöhtes Echo in den
Medien zu erzielen.
Und ich klage diese Medien selbst an, die dieses gefährliche, oft
schändliche Tun, das für die Kunst keinen Fortschritt bringen kann,
unterstützen.
Ich klage sie an im Namen ungezählter Opernfreunde, die geliebte Werke
nicht mehr so hören können, wie ihre Autoren sie sich zweifellos
gewünscht haben.
Und im Namen der jungen Generation, die Opernwerke zum ersten Mal im
Leben vernimmt und nicht ahnen kann, dass sie manchmal der Sensation
zuliebe, statt bewundernswerter Meisterwerke nur Fälschungen
vorgesetzt erhält.
Ich liebe die Oper und würde mich freuen, von irgendwoher eine Antwort
zu bekommen, die mir zeigen könnte, dass ich im Unrecht bin."
Quelle: Programm Richard-Wagner-Festival Wels 2004
„ICH KLAGE AN"
Prof. Dr. Kurt Pahlen ( † ) zu den Irrwegen in der Opernregie
„Ich klage an:
die Regisseure, die um ihres persönlichen „Ruhms", ihrer oft maßlos
überhöhten Gagen und ihrer zumeist negativen Lebenseinstellung willen
Werke missachten, der Lächerlichkeit aussetzen, verfälschen und im
tiefsten Grunde unverstanden auf die Bühne bringen.
Ich klage an:
die Direktoren und Intendanten, die oft ihre eigene – bessere –
Überzeugung unterdrücken und verleugnen, um ein erhöhtes Echo in den
Medien zu erzielen.
Und ich klage diese Medien selbst an, die dieses gefährliche, oft
schändliche Tun, das für die Kunst keinen Fortschritt bringen kann,
unterstützen.
Ich klage sie an im Namen ungezählter Opernfreunde, die geliebte Werke
nicht mehr so hören können, wie ihre Autoren sie sich zweifellos
gewünscht haben.
Und im Namen der jungen Generation, die Opernwerke zum ersten Mal im
Leben vernimmt und nicht ahnen kann, dass sie manchmal der Sensation
zuliebe, statt bewundernswerter Meisterwerke nur Fälschungen
vorgesetzt erhält.
Ich liebe die Oper und würde mich freuen, von irgendwoher eine Antwort
zu bekommen, die mir zeigen könnte, dass ich im Unrecht bin."
Quelle: Programm Richard-Wagner-Festival Wels 2004