Als Schlosser bei SGP begann seine Karriere, in der Abendschule hat er die
HTL nachgeholt und wirkte dann als Konstrukteur bei der Franz Knotz Stahl-
und Kesselbau AG. Dort gehen die meisten Fahrzeuge, für die der kleine
Wiener Fahrzeughersteller berühmt wurde, auf sein Konto, allen voran der
Schmalspurtriebwagen 5090.
Nach dem bedauerlichen Konkurs der Firma Knotz übersiedelte die Belegschaft
samt den laufenden Aufträgen zu Bombardier nach Floridsdorf, wo die Aufträge
fertiggestellt wurden, unter anderem die Zweisystemtriebwagen 4855 für
ÖBB/Stern&Hafferl.
Alsbald wurden Lenk und sein Team von dessen "alter Heimat" SGP abgeworben.
Dort stellte sich die Aufgabe, eine neue Straßenbahngeneration für Wien zu
entwickeln. Lenk hatte kurz zuvor Spezialfahrzeuge in einem Ziegelwerk
gesehen, welche eine sehr niedrige Ladefläche mit daneben senkrecht
stehenden Antrieben besaßen. Dieses Konzept, verpackt in die Wagengelenke,
wollte er auf die Schienenfahrzeugtechnik umsetzen - der ULF war geboren.
Die folgenden Jahre war der berüchtigte ULF-Versuchsträger seine zweite
Heimat.
Unermüdlich, was die Arbeit betrifft, ging er spät in Pension und verstarb
nun unerwartet nur ein halbes Jahr danach im 67. Lebensjahr.
Manche von Euch werden Ing. Leopold Lenk vielleicht gekannt haben, er war
ein sehr lebenslustiger und netter Mensch, der sich 100%ig für seinen Beruf
einsetzte - ich konnte selbst mit ihm ein wenig plaudern.
Wenigstens konnte er den Fahrgasteinsatz der ersten wirklich erfolgreich
fahrenden ULFe, der "Spiegel-Serie" am 31er, noch miterleben.
Ronny