czwartek, 09 października 2008
Rette sich, wer kann 09.10.2008
BERLIN/PARIS/WASHINGTON
(Eigener Bericht) - Trotz einer konzertierten Aktion der weltweit wichtigsten Notenbanken setzt sich der Kurssturz an der Deutschen Börse fort. Die gestrige Leitzinssenkung, mit der die Europäische Zentralbank, die Federal Reserve sowie fünf weitere Notenbanken die Finanzkrise mildern wollten, ist in Europa fast folgenlos verpufft; auch staatliche Stützungsaktionen zeigen keine Wirkung. In den USA konnte ein weiterer Kurssturz ebenfalls nicht verhindert werden. Die Krise heizt in der EU die Spannungen zwischen den westeuropäischen Hauptstädten an, nachdem der französisch-niederländische Versuch, Stützungsmaßnahmen EU-weit zu koordinieren, am Einspruch Berlins gescheitert ist. Während das willkürhafte Vorgehen der Bundesregierung Unmut in mehreren Ländern hervorruft, warnen Beobachter, die neuen deutsch-französischen Auseinandersetzungen könnten zu einem Hegemonialkampf inmitten der Krise eskalieren. Zugleich weisen erste krisenbedingte Entlassungen auf die sozialen Konsequenzen des beginnenden Zusammenbruchs hin, der die westlichen Staaten erfasst.
Keine Anzeichen
Die gestrige Leitzinssenkung der weltweit führenden Notenbanken ist nahezu wirkungslos verpufft. In einer konzertierten Aktion hatten die Notenbanken der USA, der Euro-Zone, Großbritanniens, Schwedens, der Schweiz, Kanadas und Chinas den Zinssatz um bis zu 0,5 Prozentpunkte verringert; für die EZB war dies die erste Zinssenkung seit fünf Jahren, in den USA schrumpfte der Satz auf nur noch 1,5 Prozent. Dennoch setzten die Kurse an den westlichen Börsen ihren Absturz fort. Während der DAX zeitweise auf weniger als 4.900 Punkte fiel und damit ein Dreijahrestief erreichte, erzielten die Börsen in London sowie in Paris ähnlich miserable Beträge. Auch der Dow Jones, der sich eine Weile halten konnte, fiel schließlich um zwei Prozent und erreichte zwischendurch mit weniger als 9.200 Punkten den niedrigsten Stand seit 2004. Die Finanzminister und die Notenbankchefs der G7 werden an diesem Freitag über neue Vorhaben beraten, um den Zusammenbruch von Banken und Börsen zu stoppen. Der deutsche Finanzminister gibt sich pessimistisch: "Es gibt bisher keine Anzeichen, wann diese Krise enden könnte".[1]
Willkür
Innerhalb der EU heizt die Krise die Spannungen zwischen den westeuropäischen Staaten weiter an. Vor allem das Vorgehen Berlins wird in mehreren Hauptstädten als offene Provokation empfunden. Die deutsche Kanzlerin hatte zunächst am Samstag die Staatsgarantien Irlands für seine Banken entschieden verurteilt, bevor sie am Sonntag selbst eine Staatsgarantie für die Münchener Hypo Real Estate und am Montag weitere deutsche Staatsgarantien für private Einlagen bekanntgab. Am Dienstag erklärte sie dann die irischen Maßnahmen erneut für verfehlt. Nicht nur in Dublin, auch in London hat dies für Erstaunen gesorgt, zumal in Deutschland inzwischen auch branchenweite staatliche Stützungsaktionen in Planung sind. Die Regierung Irlands hätte ihre Maßnahmen eben EU-weit abstimmen sollen, hieß es in Berlin zur Erklärung der Attacken gegen Dublin. Genau dies hatte die Bundesregierung mit ihren eigenen Staatsgarantien allerdings selbst nicht getan - unter Bruch ihrer Zusage beim "G4"-Treffen am vergangenen Samstag in Paris.[2]
Balkanisierung
Die deutschen Alleingänge werden in Frankreich recht offen kritisiert. Wie die französische Presse in Erinnerung ruft, hat Staatspräsident Sarkozy die damalige G8-Vorsitzende Merkel schon im August 2007 gebeten, gemeinsame Aktionen gegen die Krise in die Wege zu leiten - ohne Erfolg.[3] Der französische Versuch vom vergangenen Samstag, EU-weite Stützungsmaßnahmen zu initiieren, schlug fehl - weil Berlin sich erneut verweigerte, beschwert sich Sarkozy.[4] Mit der Weigerung hat Deutschland, die mit Abstand stärkste Wirtschaftsmacht Europas, einen nationalen Wettlauf um die Bankenrettung in Gang gesetzt, der gestern in Großbritannien zur Teilverstaatlichung mehrerer Banken führte. Ähnliches ist auch in Rom in Planung. Angesichts des innereuropäischen Kampfes aller gegen alle urteilen britische Medien, zur Zeit sei "Rette sich, wer kann" ein europäisches Prinzip. Man könne mittlerweile von einer "Balkanisierung des europäischen Bankensystems" reden.[5]
Kampf um Europa
Dabei schreitet die Konzentration der Bankenbranche in den Händen einiger weniger Finanzinstitute voran. Am Montag hat die französische BNP Paribas, die im vergangenen Jahr der Bilanzsumme nach die drittgrößte Bank weltweit war, den belgisch-luxemburgischen Teil der Fortis-Gruppe zu drei Vierteln übernommen. Zwar sei man "im Moment" damit beschäftigt, die Übernahme zu verarbeiten, erklärt BNP-Chef Baudouin Prot; das "bedeutet aber nicht, dass wir nun nichts mehr tun".[6] Frankreich habe immer "ein vereintes Europa à la française" befürwortet, heißt es in der britischen Presse; Deutschland hingegen spiele mit dem Gedanken "eines deutschen Europa". Berlin und Paris trügen ihren Kampf nun "auf dem EU-Bankensektor aus".
Verstummt
Vorläufig verstummt sind deutsche Stimmen, die die Krise in Europa für begrenzt hielten und Washington zum Hauptverlierer erklärten. Hatte der deutsche Finanzminister noch vor wenigen Tagen verkündet, die USA würden durch die Bankenkrise "ihren Status als Supermacht des Weltfinanzsystems verlieren" [7], so rückt jetzt das Bemühen ins Zentrum, den Totalzusammenbruch der eigenen Wirtschaft zu verhindern. Nach dem Scheitern der gestrigen Bemühungen und dem darauf folgenden Börsensturz ist nicht ersichtlich, mit welchen Mitteln die deutsche sowie die gesamte westliche Finanzbranche noch zu retten sein sollen. Die Verluste belaufen sich mittlerweile weltweit auf einen Betrag von 1,4 Billionen US-Dollar, heißt es in dem soeben veröffentlichten Quartalsbericht des Internationalen Währungsfonds (IWF) über die globalen Finanzmärkte. Dabei hat die Finanzkrise laut IWF ihren Höhepunkt noch längst nicht erreicht; mit weiteren Milliardeneinbußen ist zu rechnen.[8]
Sicher
Bereits jetzt greift die Krise in der Realwirtschaft immer stärker um sich. Nach mehreren Autokonzernen (Opel, BMW, mutmaßlich auch Daimler und Volkswagen) hat sie inzwischen auch die Stahlindustrie erfasst. Auch der größte Softwarehersteller Europas, SAP, kann sich der Krise nicht mehr entziehen. Es werde in Kürze "sicher" zu ernsten Einbrüchen in der Industrie kommen, bestätigt der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI).[9] Erste Produktionsstopps und Entlassungen wurden bereits angekündigt. Experten sagen für die kommenden Monate einen Anstieg der Arbeitslosigkeit voraus. Unklar ist nur noch das Ausmaß des beginnenden finanziellen und sozialen Zusammenbruchs.
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czwartek, 09 października 2008
Beyond Election Day: Rebuilding our World
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Sent: Wednesday, October 08, 2008 5:25 PM
Subject: Beyond Election Day: Rebuilding our World
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 A Prophetic Voice in Jewish, Multireligious, and American Life
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Beyond Election Day: Rebuilding our World
Shalom, salaam, peace! -- There are some Jewish teachings and practices -- not all - that represent a universal archetypal truth. One is a tradition that at the end of the 26-hour total fast and profound prayer of Yom Kippur, after we eat we hammer the first nail into the timbers of our sukkah -- that open, leafy, leaky, vulnerable hut we build to celebrate the harvest, five days after Yom Kippur, at the full of the harvest moon.
We turn from inward self-assessment and reflection, tshuvah ("turning" or repentance) and reconciliation, to rebuilding the world. For NOW we can build with the tools of love. So I write today -- just before Yom Kippur, pointing toward its end on Thursday evening -- with two tasks in mind, two timbers to connect: the "sukkah" Americans must build after the Awesome Day of our extraordinary election on November 4. No matter how the election turns out. The Shalom Center is deeply involved in three events that will come during the months after the election. On Sunday November 23, we are co-sponsoring with the Workmen's Circle/ Arbeterring an action-oriented gathering at Central Synagogue in New York City: "Jews Uniting to End the War and Heal America."
Among the speakers and workshop leaders will be Congressman Jerrold Nadler, former Congresswoman Elizabeth Holtzman, Rabbis David Saperstein, Nina Beth Cardin, Peter Knobel, David Shneyer, Rebecca Alpert, Or Rose, and Ellen Lippmann; Amy Goodman, national journalist of "Democracy Now!" radio and TV; and many others. No matter who wins the Presidency and Congress, grass-roots action will be necessary to move forward to meet the multiple crises we are in. Start here! To sign up and to help out the gathering even if you're too far away to come, click to http://www.circle.org/jewsuniting/
2. On January 19, in Washington DC and around America, we are working closely with interfaith networks celebrating Martin Luther King's Birthday the very day before the new president takes office. We will spark national action to commit ourselves once again to make real the vision of Dr. King as a new Administration begins. For information, see -- http://www.shalomctr.org/node/1432
3. And on March 29, The Shalom Center is sponsoring a 40th Anniversary New Interfaith Freedom Seder for the Earth, connected to the Blessing of the Sun that comes nine days later. A Seder will be held in Washington, and we will share the text and liturgy ahead of time all across the country so that many communities can create their own Interfaith Freedom Seders for the Earth. For information, see -- http://www.shalomctr.org/node/1457
If you want to take part in the MLK/ Inauguration planning and doing in your own community, and /or to take part in your own 40th Anniversary Interfaith Freedom Seder for the Earth, please write to let me know. Write at Office@... Thanks!
If you are fasting for Yom Kippur, blessings for a profound and moving fast, followed by strong and compassionate action to build the harvest sukkah of our lives.
If you are focusing on the Days of Awe brought us by our daily news even more than Days of Awe in a prayerbook, may you be blessed with calm as you live through this storm in our vulnerable lives, with help from all your neighbors and from a government that comes to seek our common good, and with deep compassion for all who are suffering in this crisis -
Arthur (Rabbi Arthur Waskow)
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emigrant polityczny, delegat na I Zjazd NSZZ Solidarność
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środa, 11 lipca 2007, reakcja
Blog > Komentarze do wpisu
Stefan Kosiewski do Kazimierza Biskupka o wspomnieniach Edwarda Czernyszewicza

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Drogi Kolego Kazimierzu, dziękuję za informację o Naszym Koledze Edwardzie Czernyszewiczu z Bytomia (obecnie Szwecja).
Potem mieliśmy już tygodnik Solidarność Jastrzębie i pojechałem służbowo na ostatnie posiedzenie Komisji Krajowej do Gdańska. W Bytomiu przeczytałem plakat obwieszczający o stanie wojennym, bo wracając z tegoż posiedzenia pociągiem wysiadłem w Bytomiu, a nie w Katowicach, gdzie domyślałem się najgorszego. W Bytomiu doświadczyłem więc, co to znaczy: być zdołowany - kiedy znagła pojawiający się ucisk na żołądku wzmaga się gwałtownie, gniecie od pasa, piersi, zaciska gardło, dusi a nogi wiąże niemoc. Przed betonowym słupem ogłoszeniowym złożonym z kilku kręgów, prostych rur kanalizacyjnych
(...) Instytut Lecha Wałęsy rozesłał przed paru laty wielostronicowe ankiety do Encyklopedii Wolności. Nie słychać nic o zamierzonej encyklopedii ani o tym, żeby się ktoś interesował zebranym materiałem (żaden wywiad, kontrwywiad, WSI, a były tam pytania zachęcające wyraźnie do zwierzeń, nie mówiąc już o zwykłym wydawnictwie).
Lech Wałęsa jako Prezydent RP nie wykazał zainteresowania Polakami zmuszonymi do emigracji politycznej, a dzisiaj wyzywa tychże emigrantów w internecie w taki sam mało przyjemny sposób, jak Rydzyk czepia się Pierwszej Damy IV Rzeczpospolitej, bo Wałęsa żyje swoim własnym światem, w którym nie ma miejsca na wspomnienie np. tego, że w latach siedemdziesiątych walczyliśmy w Polsce o Prawo do Wolności Człowieka i Obywatela, i jednym z tych niezbywalnych praw była wolność wyboru kraju osiedlenia. A Rydzyka jeszcze nikt nie wypytał na dobre, co on robił przez pół roku i gdzie był, kiedy zdradził Kościół Katolicki i porzucił zakon Redemptorystów po pielgrzymce do Watykanu, na Zachód od PRL-u .
O prawie do emigracji mówiła jedna z uchwał przyjętych na Zjeździe w Gdańsku. Wałęsie należy te fakty przypomnieć, żeby go wyciągnąć za uszy ze zbiornika nieczystości, w który sam się pakuje niepotrzebnym powtarzaniem cudzych opinii (w tym wypadku żydokomunistycznego szmatławca "szerczeń" ), bo żydokracja w Polsce przechodzi właśnie kolejny kompromitujący kryzys, znowu kogoś zamknęli, premier Kaczyński jest w kręgu podejrzeń, co nie znaczy, że jest winien, albo niewinny, ale jest w kręgu podejrzanych, a to się może okazać, że jest niewinny jak Andrzej Lepper i jeszcze mogą się dogadać i pogodzić, bo już się raz wyrzucali, a teraz mogą się przecież sami połapać, że robią ZADYME, a kto inny skasuje za TARCZE i parę innych SPRAW załatwi przy okazji, jak oni się bawią w te sexmanewry z Anetą Krawczyk i umarzanie spraw, bo jak się Blida zastrzeliła, to po co jeszcze jakaś afera węglowa?
Ale gdyby ten pokrowiec polityczny miał się rozlecieć, to wtedy Wałęsa może wreszcie będzie mógł się jasno opowiedzieć, za kim jest, po czyjej stronie zasiada oboma nogami.
Polacy wspominają w internecie swoją młodość, bo jest taka możliwość: opublikować i oddać od razu do czytania w internecie, nie chować po księgarniach i piwnicach. To chyba dobrze, że jest taka możliwość techniczna. Kiedy jako student chciałem przeczytać wspomnienia Paska, to musiałem jechać z Czeladzi do Katowic płacić za bilet, ustawiać się w czytelni w kolejce, mozolnie robić notatki. A dzisiaj można skopiować, można ściągnąć, przesłać za darmo: ze Szwecji do Niemiec, z Niemiec do Polski. Bez pośredników, emisariuszy, przebierańców.
Pozdrów proszę Cię Edwarda, serdeczności.
Z Frankfurtu nad Menem mówił
Stefan Kosiewski
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"SOWA" <sowa-frankfurt@...>
stefan_kosie...
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