Hallo zusammen
Heute erfuhr ich etwas sehr stossendes. Zu erst folgendes: Leider kenne ich den Inhalt der Arbeits- und Sozialgesetzgebung nur sehr ungenügend. Es besteht die akute Gefahr, dass die aktuelle Gesetzgebung Personen, die im Sozialbereich arbeiten die sozial verantwortungsbewusste Freizeitgestaltung massiv einschränkt und bei diesen Leuten die egoistische Freizeitgestaltung fördert, an Stelle sie zu bremsen. Einige konkretes Beispiel aus meinem Wohnbereich: 1. Heute vereinbarten meine Betreuerin mit mir und meiner Partnerin ein Osteressen. Ich machte der Betreuerin den Vorschlag ihre Familie, gegen Selberbezahlen, mit zu nehmen. Sie lehnte dies unter dem Hinweis, dass sie Arbeitsleben und Freizeit klar trenne ab. 2. Ich wiese sie auf die Zeit hin, als sie ab und zu die Wohngruppenbewohner zu einem Grillabend bei sich zu Hause einlud. Sie antwortete, dass sie das nie mehr tun werde, da sie damals nur ganz wenige Stellenprozente gearbeitet habe und verwies mich darauf, dass sie schon vor längeren Zeit von ihrem Vorgesetzen Herrn Farner genaue Anweisungen erhalten habe. Im Rahmen der jährlichen Umfrage an die vom Verein für Sozialpsychiatrie betreuten Personen stellte ich die Frage an den Vorgesetzten meiner Betreuerin ob es möglich sei, dass meine Betreuerin und ich ein Teil der persönlichen Freizeit gemeinsam verbringen können. Diese Frage ist noch nicht beantwortet. Aber ich befürchte, dass das aus arbeitsrechtlichen Gründen nicht geht. Diese rücksichtslose Gesetzgebung ist z.B. auf Bauernhöfen nicht praktikabel und erschwert vermutlich einige wichtige Möglichkeiten der Integration und die Möglichkeit, dass die Familien der Betreuer die soziale Verantwortung bei der Planung der persönlichen Freizeit und Ferien in dem sie die Anteilnahme von Betreuten an der persönlichen Freizeit der Betreuungspersonen verbietet und mischt sich dadurch rücksichtslos in die persönliche Freizeit der beiden Parteien ein. Hier sollten sich die Selbsthilfeorganisationen konsequnt gegen diese Gesetzgebung zur Wehr setzen. Sie stellt uns Behinderten Hindernisse in den Weg, an Stelle sie zu entfernen. Wer hat diese Gesetzgebung entwickelt? Was meinst Du zu dieser Gesetzgebung? Wie ist die Gesetzgebung im Detail?
Vielen Dank im voraus.
Mit freundlichen Grüssen
L. Graf