Hallo multikultis!
Man soll ja wirklich erst mal hinhören und erst dann urteilen, also
habe ich beide Programme getestet. Zweifellos: keines der Programme
kann multikulti wirklich ersetzen, aber das wird selbst dann so sein,
wenn das Nachfolgeprogramm irgendwann mal wieder zu einem 24-Stunden-
Vollzeitprogramm werden sollte. Da ich multikulti vor allem früh und
am Wochenende gehört habe, läuft da jetzt ja nur reine Musik, also
lande ich dann doch bei den Kölnern. Deren Moderation wirkt auf mich
irgendwie unverbindlicher, vielleicht auch, weil es (für mich) neue
Stimmen sind. Wenn Leute auf Sendung gehen, die man schon aus den
früheren Zuschaltungen kannte, springt mehr rüber. Die bisherigen
Formate auf multikult2.0 bringen oft die bekannteren Stimmen, aber
nach 16 Uhr ist das auch eine Umstellung. Was mir wirklich fehlt, ist
das gewohnte Wochenendprogramm, allerdings sind für mich persönlich
das wöchentliche Lusomania-Programm sowie die Gospelsendung am
Sonntag auch eine Bereicherung, der Sonnabendvormittag hat mich aber
nicht wirklich begeistert, da habe ich zeitweise den reinen
Musikstream im Netz vorgezogen.
Ansonsten war zwar multikulti praktisch seit Radio4You-Zeiten mein
Sender Nummer 1, aber ich war kein Hardcorehörer, für den es nur ein
Programm gab - ich habe immer wieder auch andere Formate
eingeschaltet, wie z.B. Jazz Rio vom Jazz-Radio oder ausländische
Internetsender, das ist halt meine persönliche Vielfalt; so kannte
ich manche Interpreten schon lange, bevor sie auf Multikulti gespielt
wurden.
Ich denke mal, sollte in ein, zwei Jahren die Luft (das Geld) auch
für das Funkhaus Europa dünn werden (die Befürchtung war schon im
Sommer in der Luft) und den Kölnern auch der Stuhl vor die Tür
gesetzt werden, wäre es wohl kaum noch vorstellbar, dass Multikult2.0
dn Sprung zurück ins Radio schafft; dann fände man auf 96,3 wohl
endgültig nur einen Einheitsbrei-Dudelfunk-Trallalla-Sender. Also,
ich gebe daher beiden Programmen eine Chance und mein Ohr!