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Amnesty International: Urgent Action: Drohende Folter Park Yong-Chol   Beitragsliste  
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Dem Nordkoreaner Park Yong-Chol droht Folter. AI bittet um
Appellbriefe.

*******************************************************

Amnesty International Deutschland: Urgent Action

UA-Nr: UA-343/2004
AI-Index: ASA 24/007/2004
Datum: 23.12.2004

DROHENDE FOLTER
Nordkorea: Park Yong-chol

Wie amnesty international erfahren hat, ist der nordkoreanische
Staatsbürger Park Yong-chol im Oktober dieses Jahres gegen seinen
Willen in die Demokratische Volksrepublik Korea (Nordkorea)
zurückgebracht worden. Seitdem fehlt von ihm jede Nachricht, und
er
ist möglicherweise in Gefahr, gefoltert oder hingerichtet zu
werden.

Park Yong-chol verbüßte im Gefängnis von Weifang in der
chinesischen
Provinz Shandong eine zweijährige Haftstrafe, weil er einer der
Organisatoren des „Bootszwischenfalls von Yantai" im Januar
2003
gewesen sein soll. Damals hatte eine Gruppe von 30 Nordkoreanern
versucht, Südkorea von der chinesischen Hafenstadt Yantai in
Shandong
aus auf dem Seeweg zu erreichen. Er sollte im Januar 2005
freigelassen werden. Zusammen mit ihm waren vier weitere Personen
wegen Fluchthilfe zu Gefängnisstrafen verurteilt worden, von denen
drei inzwischen aus der Haft entlassen worden sind, während der
vierte, ein Südkoreaner weiter in Haft ist.

Die 30 in Yantai inhaftierten Nordkoreaner sind zum größten Teil
zwangsweise nach Nordkorea zurückgeschickt worden. Es ist davon
auszugehen, dass sie in ihrem Heimatland unter miserablen
Haftbedingungen festgehalten werden. Unbestätigten Berichten
zufolge
verbüßen sie in Straflagern für politische Gefangene (kwalliso)
lange
Haftstrafen. amnesty international bemüht sich um nähere
Informationen bezüglich ihres Schicksals. Park Yong-chol drohen
außerdem lange Verhöre und Folter oder gar die Todesstrafe.

HINTERGRUNDINFORMATIONEN

Nach nordkoreanischem Recht wird der „illegale
Grenzübertritt" gemäß
§ 117 des Strafgesetzbuches mit bis zu drei Jahren Haft in einem
Straflager für politische Häftlinge (kwalliso) bestraft. Dies
ist ein
klarer Verstoß gegen das Grundrecht auf Bewegungsfreiheit, wie es
in
Artikel 12 (2) des Internationalen Paktes über bürgerliche und
politische Rechte festgeschrieben ist („Jedermann steht es frei,
jedes Land einschließlich seines eigenen zu verlassen"), der
von
Nordkorea unterzeichnet worden ist.

Unbestätigten Berichten zufolge ist mindestens ein von den
chinesischen Behörden zurückgeschobener Nordkoreaner exekutiert
worden. Zwei Brüder und ihre Cousine aus Nordkorea sind im August
2003 aus der VR China in ihre Heimat abgeschoben worden. Sie wurden
dort gefoltert und zu fünf bis zehn Jahren Haft im Straflager
verurteilt. Seit Oktober 2004 hat man nichts mehr von ihnen gehört
(siehe auch UA 311/04 vom 19. November 2004).

Eine akute Nahrungsmittelknappheit zwingt Zehntausende von
Nordkoreanern, ohne behördliche Genehmigung die Grenze in Richtung
der nordöstlichen chinesischen Provinzen zu überqueren. Viele
halten
sich danach unter erbärmlichen Bedingungen in der Grenzregion auf.
Nordkoreaner, die sich illegal in China aufhalten, erhalten keine
Unterstützung von den chinesischen Behörden und sind einem
hohen
Risiko ausgesetzt, körperlich oder sexuell ausgebeutet zu werden.
Tausende von ihnen sind von den chinesischen Behörden zwangsweise
wieder in ihr Heimatland zurückgebracht worden.

Im Oktober dieses Jahres haben die chinesischen Behörden
angekündigt, „ohne Toleranz" gegen illegale Immigranten
aus Nordkorea
vorzugehen. Gleichzeitig sind mindestens 62 Nordkoreaner in der
chinesischen Hauptstadt Peking festgenommen worden. Zur Situation in
Nordkorea siehe auch den ai-Bericht „Starved of Rights: Human
Rights
and the Food Crisis in the Democratic People's Republic of Korea
(North Korea)" (ai-Index: ASA 24/003/2004, 17. Januar 2004).

EMPFOHLENE AKTIONEN: Schreiben Sie bitte Telefaxe oder
Luftpostbriefe, in denen Sie

- die Behörden auffordern, umgehend den Aufenthaltsort von Park
Yong-
chol bekanntzugeben;

- darauf dringen, dass er wegen seiner Flucht aus Nordkorea weder
inhaftiert noch misshandelt, gefoltert oder hingerichtet wird;

- seine sofortige und bedingungslose Freilassung fordern, sofern sie
nicht einer erkennbar strafbaren Handlung gemäß internationalen
Rechtsstandards angeklagt wird;

- die nordkoreanischen Behörden auffordern, dafür Sorge zu
tragen,
dass niemand allein aufgrund des Verlassens seines Heimatlandes
inhaftiert und misshandelt wird und dass alle wegen der friedlichen
Wahrnehmung ihrer grundlegenden Menschenrechte inhaftierten Personen
freigelassen werden;

- verlangen, dass alle Inhaftierten menschenwürdig behandelt
werden
und man alle Vorwürfe der Folter oder anderer
Menschenrechtsverletzungen ohne Verzug zum Gegenstand einer
unabhängigen und unparteiischen Untersuchung macht, die
Verantwortlichen ermittelt und vor Gericht stellt.

APPELLE AN:

Chairman Kim Jong-il, National Defence Commission
Pyongyang, DEMOKRATISCHE VOLKSREPUBLIK KOREA (NORDKOREA)
(Staatsoberhaupt – korrekte englische Anrede: Dear Chairman)

Ambassador Ri Tcheul, Permanent Representative of North Korea (DPRK)
Mission in Geneva, Permanent Mission of the DPRK to UN, Chemin de
Plonjon 1, 1207 Genf, SCHWEIZ (UN-Botschafter Nordkoreas in Genf -
korrekte englische Anrede: Dear Ambassador)
Telefax: (00 41) 22 786 0662

Ambassador Park Gil-yeon, Office of the Permanent Mission of North
Korea (DPRK) to UN
820 Second Avenue, 13th Floor, New York, N.Y. 10017, USA
(UN-Botschafter Nordkoreas in New York - korrekte englische Anrede:
Dear Ambassador)
Telefax: (001) 212 972 3154

KOPIEN AN:

Minister Paek Nam-sun, Ministry of Foreign Affairs, Pyongyang,
DEMOKRATISCHE VOLKSREPUBLIK KOREA (NORDKOREA) - (Außenminister)
Botschaft der Demokratischen Volksrepublik Korea, Glinkastraße
5-7,
10117 Berlin
(S.E. Herrn Hyon Bo Pak)
Telefax: 030-229 3191

Bitte schreiben Sie Ihre Appelle möglichst sofort. Schreiben Sie
in
gutem Koreanisch, Russsich, Englisch oder auf Deutsch. Da
Informationen in Urgent Actions schnell an Aktualität verlieren
können, bitten wir Sie, nach dem 4. Februar 2005 keine Appelle
mehr
zu verschicken.

RECOMMENDED ACTION: Please send appeals to arrive as quickly as
possible, in English or your own language:

- urging the North Korean authorities to make public information
concerning the whereabouts of Park Yong-chol;

- urging them to ensure that Park Yong-chol is not imprisoned or ill-
treated solely for attempting to leave North Korea;

- if he is detained, calling for him to be released immediately and
unconditionally, unless he is to be charged with a recognizably
criminal offence;

- calling on the authorities to guarantee that he will not be
tortured or ill-treated;

- urging them to ensure that all detainees are humanely treated, and
to investigate all allegations of torture and other human rights
abuses promptly and impartially, and bring those responsible to
justice.

Link:
http://www2.amnesty.de/internet/deall.nsf/51a43250d61caccfc1256aa1003d
7d38/d773fa8a538ca78ac1256f7700547f01?OpenDocument

*******************************************************

Bitte schreiben Sie einen persönlichen Brief wie von Amnesty
International empfohlen. Alternativ können Sie folgenden
Beispielbrief als Vorlage nehmen bzw. abändern.

Beispielbrief:

Dear Chairman,


Please allow me to draw your attention to the pitiful case of

Mr. PARK Yong-chol

He is a North Korean national and was arrested by Chinese Security
Police in Yantai, China, in January 2003, then imprisoned in Weifang
prison for almost two years. In October 2004 he was transferred to
the Democratic People's Republic of Korea.

I am deeply concerned for the safety and health of Park Yong-chul and
I call for his immediate and unconditional release, unless he is
charged with a recognized crime. Information on his whereabouts
should be made public and it should be guaranteed that he will not be
tortured or ill-treated.

It ought to go without saying, that no-one is imprisoned or ill-
treated solely for attempting to leave the Democratic People's
Republic of Korea, and that all those detained or imprisoned for the
peaceful exercise of their fundamental human rights be released.

Dear Chairman, please bring your influence to bear in order to
guarantee the fundamental and self-evident human rights to all your
citizens, even to detainees, and to investigate all allegations of
torture and other human rights abuses promptly and impartially. I am
confident of your good will and sense of justice and humanity.


Respectfully,














Fr 14. Jan 2005 17:06

jiri1915m
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Dem Nordkoreaner Park Yong-Chol droht Folter. AI bittet um Appellbriefe. ******************************************************* Amnesty International...
jiri1915m
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14. Jan 2005
17:10
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