Hallo liebe Leute,
vielleicht oist dies für manche interessant?
Herzliche Grüße
Ricarda
-------- Original-Nachricht --------
Betreff: Mit Wilber an die Uni - CFP: "integrale Perspektiven auf
Kriegund Gewalt"
Datum: Wed, 25 Apr 2007 19:17:18 +0200
Von: Elke Fein <elke.fein@...>
An: egremium@...
CC: egremium@...
Referenzen: <1HgPKH-0SAPbu0@...>
Liebe IF-ler,
anbei schicke ich Euch einen Call for Papers zu dem
Workshop "integrative Perspektiven auf Krieg und Gewalt",
den ich im September gemeinsam mit Roland Benedikter im
Rahmen der diesjährigen Jahrestagung der Schweizerischen
Gesellschaft für Soziologie in Basel anbiete. Wir planen,
daraus einen Sammelband "integrale
Sozialwissenschaft" zu machen.
Es wäre schön, wenn Ihr den Aufruf ggf. an Interessierte
weiterleiten würdet.
Vielen Dank + herzlichen Grüße
Elke
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CfP: 'integrative Perspektiven auf Krieg und Gewalt'
Workshop im Rahmen des Kongresses der Schweizerischen
Gesellschaft für Soziologie vom 12. bis 14. September 2007
(http://www.sagw.ch/soziologie/), Universität Basel
Der genaue Termin wird noch bekannt gegeben
(wahrsch. 13. oder 14.9. vormittags)
Der 11. September 2001 und der hierdurch mit ausgelöste
?Kampf gegen den Terrorismus? haben neue Dimensionen von
Krieg und Gewalt in der globalisierten Welt sichtbar
gemacht. Dabei prallen religiöse, ethnische und andere
konventionelle Denk- und Wahrnehmungsmuster und die mit
ihnen einhergehenden Verhaltens- und Legitimationslogiken
recht unvermittelt auf moderne, ökonomisch und
universalistisch operierende Rationalitäten einerseits und
postmoderne Werthaltungen bzw. postmaterialistische Lebens-
und Politikentwürfe andererseits. Die Frage, wie mit diesen
überaus vielschichtigen und auf komplexe Weise miteinander
verschachtelten Konfliktstrukturen auf konstruktive, d.h.
möglichst friedliche und ?demokratische? Weise umzugehen
ist, ist längst zur Überlebensfrage aller an der
Globalisierung beteiligten Staaten und Gesellschaften
geworden. Sie verweist indessen nicht nur auf notwendige
Reformen und Entwicklungen des internationalen Systems und
seiner Konfliktbewältigungsmechanismen insgesamt. Vielmehr
werden Reibungskonflikte und (Klein-) Kriege wie die
zwischen den verschiedenen oben genannten Wertstrukturen,
Wahrnehmungsmuster und Legitimationslogiken immer stärker
in die einzelnen, insbesondere in die relativ offen
strukturierten westlichen Gesellschaften selbst
hineingetragen und zwingen diese zu Prozessen radikaler
Selbstvergewisserung über die eigenen Werte, Interessen und
die Grenzen ihrer Toleranz. Was vielfach als Bedrohung
moderner und postmoderner
Lebensformen (nicht nur) der westlichen Welt, zum Teil
sogar als ?Unterminierung der Grundlagen der Moderne?
angesehen wird, kann jedoch auch als Herausforderung be-
und als Chance zu deren Weiterentwicklung ergriffen werden.
Während die Probleme und Unzulänglichkeiten formaler
Institutionentransfers in Fällen wie dem des Irak oder
Afghanistans recht offensichtlich vor Augen treten, rückt
die Bedeutung kulturhistorischer und sozialpsychologischer
Faktoren immer stärker in den Fokus der politischen und
akademischen Aufmerksamkeit. Vor diesem Hintergrund stellt
der Workshop zum einen die Frage nach den soziokulturellen,
moralischen, philosophischen und psychologischen
Tiefenstrukturen aktueller Kriege und Konflikte ins
Zentrum, zum anderen versucht er, auf dieser Grundlage
weitergehende Entwicklungsperspektiven für einzelne Kriegs-
und Konfliktszenarien aufzuzeigen. Schließlich sollen
diese, ausgehend von der Tatsache, daß auch viele der
westlichen Kulturen historisch Perioden religiös und
ethnisch motivierter Kriege und Gewaltausbrüche erlebt
haben, in weitere Frage- und Erklärungskontexte eingeordnet
werden:
- Wie können die neuerliche Welle der Gewalt im Namen
religiöser und ethnischer Fanatismen und Fundamentalismen
und die durch sie begünstigten bzw. hervorgebrachten
Verhaltensstrategien paradigmatisch neu interpretiert
werden?
- Wie müssen Konzepte beschaffen sein, die die Komplexität
der vorhandenen Probleme in einer Weise integrieren, die
über die bekannten eindimensionalen
Demokratisierungsmodelle und ihre (sich nicht selten als
Einbahnstraßen oder Sackgassen entpuppenden)
Lösungskonzepte hinausgehen?
- Wie ist eine nachhaltige Befriedung, Entwicklung und
Demokratisierung im Weltmaßstab möglich, die die
vorhandenen Konfliktlinien und ihre jeweiligen Triebkräfte
konstruktiv aufgreift und einbindet?
Eingeladen sind hierzu sowohl theoretisch-konzeptionelle
als auch empirische Beiträge und Fallstudien. Eine
Veröffentlichung ist angestrebt.
Organisatoren:
Dr. Elke Fein
Seminar für Wissenschaftliche Politik
Universität Freiburg i. Brsg.
Dott. Dr. Dr. Roland Benedikter
Institut für Ideengeschichte und Demokratieforschung
Universitäten Innsbruck, Wien, Bozen
Paper Proposals im Umfang von ca. 300 Worten werden bis zum
25.05.2007 erbeten an: Dr. Elke Fein
Seminar für Wissenschaftliche Politik
Universität Freiburg i. Brsg.
fein@...
Rückfragen unter Tel.: +49-761-2039361
oder: +49-761-276615
---------------------------------------------------------Dr.
Elke Fein
Neuere und Osteuropäische Geschichte
Seminar für Wissenschaftliche Politik
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Werderring 12, 79098 Freiburg
Tel.: 0761 / 203-9181 oder: -3475 (Sekretariat)
Fax: 0761 / 203-3476
elke.fein@...
http://www.geschichte.uni-freiburg.de/lehrstuehle/neutatz/personal/fein.html/
www.elke-fein.de
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