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Samojede Rassestandart   Beitragsliste  
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Samojede

Dieser große weiße, spitzähnliche Hund mit dem "lächelnden Gesicht"
fand von allen uns heute bekannten Polarhunden zuerst Liebhaber in
Europa, präziser in Großbritannien. Seine rasch wachsende
Popularität verdankt er nicht nur seinem Einsatz durch Polarforscher
wie zum Beispiel Nansen bei seiner Expedition 1893 bis 1896 und der
Tatsache, daß Königin Alexandra, die Gemahlin Edwards VII. sich für
diese Rasse interessierte. Die tiefere Ursache für seine schnelle
Verbreitung lag in dem Samojeden eigenen Wesen; er wurde geschildert
als treuer, gehorsamer, sanft und anschmiegsamer und doch Wiederum
selbständiger Hausgenosse. Dazu kommt die auffallende stolze Haltung
und sein kräftiger und doch eleganter Wuchs, sein lächelndes
Interesse für alles, was um ihn herum geschieht. So nimmt es nicht
wunder, daß ein vorzüglich gepflegter Samojede für viele
Hundeliebhaber heutzutage als einer der schönsten Hunde gilt, auch
wenn sie selbst aus mancherlei Gründen ihn nicht halten können.

Der Samojede wurde als erste Schlittenhundrasse schon Ende des
vergangenen Jahrhunderts anerkannt und ist bis heute ein typischer
nordischer Gebrauchshund geblieben. Ihren Rassenamen erhielten die
Samojedenhunde nach dem Nomadenstamm der Samojeden, welche das
Grenzgebiet zwischen dem europäischen und asiatischen Sibirien
bewohnen. Dort war es die Aufgabe der Hunde, Schlitten zu ziehen,
Lasten zu schleppen, Rentiere zu hüten und zu beschützen sowie
Helfer bei der Jagd zu sein. Die Vorfahren dieser Hunde gehören wohl
zu den am frühesten domestizierten, unter ihren Ahnen vermutet man
den Torfhund. Überreste dieser ältesten der sechs Hunderassengruppen
fand man unter anderem bei Ausgrabungen von Pfahlwohnungen der
jüngsten Steinzeit. Torfhunde, manchmal auch Torfspitze genannt,
waren um ca. 4000 v.Chr. über Europa und Nordasien verbreitet.
Vieles spricht dafür, daß die Nachfahren dieser Hunde schon sehr
lange bei dem Nomadenstamm der Samojeden zu Hause waren. Der heute
dort gehaltene Hund verrichtet noch nahezu die gleiche Arbeit Wie eh
und je, wenngleich die nunmehr festgelegten russischen Merkmale für
diese Samojeden-Laika oder Nenezker-Laika stark abweichen von dem
für unsere Samojeden gültigen, von der F.C.I. anerkannten
Rassestandard.

Nach diesem Standard wird bei den Rüden eine Schulterhöhe von 57 (+/-
3) cm verlangt. Der Kopf soll kräftig und keilförmig sein und mit
gut ausgebildeter nicht zu langer Fangpartie, trockenen Lefzen und
leicht hochgezogenen Mundwinkeln für das rassetypische Lächeln
sorgen. Die dunklen, mandelförmigen Augen sollen tiefliegend und gut
auseinandergesetzt sein; die kleinen, dreieckigen, weit voneinander
und hoch angesetzten Ohren sollen eine leicht gerundete Spitze
haben. Der kräftige Hals von mäßiger Länge mit gut gewölbtem Nacken
wird stolz getragen.
Das Gebäude ist etwas länger als hoch, mit festem Rücken und gut
ausgebildeter, tiefer Brust und kräftiger Lendenpartie. Die nicht zu
lange, dicht und buschig behaarte Rute ist hochangesetzt und wird
über den Rücken gerollt getragen. Lange, festanliegende, schräge
Schultern sowie gerade, knochenstarke Vorderläufe mit kräftigen
Gelenken sind erwünscht, ebenso wie eine sehr gut bemuskelte,
ausreichend gewinkelte Hinterhand mit tief angesetzten
Sprunggelenken. Die Pfoten sollen oval geformt sein, mit
hochgewölbten Zehen und dicken, widerstandsfähigen Ballen.
Unerläßlich ist eine doppelte Behaarung: Die glatten, grannenartigen
Deckhaare stehen etwas vom Körper ab, darunter findet sich eine
weiche und sehr dichte Unterwolle. Rüden haben. oft eine kräftig
ausgebildete sogenannte Mähne. Lediglich der Kopf und die Ohren wie
die Vorderseite der Läufe sind kurz behaart. Allerdings ist bei
Hündinnen die Behaarung meist kürzer und auch weicher in der Textur.
Die Fellfarbe ist meist weiß, ebenfalls erlaubt ist weiß mit
bisquitfarbenen Abzeichen oder sahnegelb. Die Pigmentierung von
Nase, Lefzen, Augenumrandung und Ballen ist vorzugsweise schwarz.

Dank seiner Vielseitigkeit ist der Samojede sowohl als Sport- wie
auch als Familienhund geeignet. Die Fähigkeit des Samojeden bei
Schlittenhunderennen liegen nicht so sehr in übergroßer
Geschwindigkeit, er ist eher ein ausdauernder Läufer und vermag auch
schwerere Lastenschlitten zu ziehen. In jedem Fall benötigt er
sinnvolle Beschäftigung und regelmäßige Bewegung, mit einem Auslauf
nur im Garten ist es nicht getan. Aufgrund seiner zu selbständigem
Handeln neigenden Veranlagung bedarf er in der Jugend einer zwar
liebevollen, doch konsequenten Erziehung. Auch ist dabei zu
beachten, daß er lernt, nicht alles und jedes grundlos anzukläffen.
Von frühester Jugend daran gewöhnt, sich täglich gründlich
durchbürsten zu lassen, bereitet die Fellpflege keine
Schwierigkeiten. Da hierbei beim jahreszeitlichen Haarwechsel auch
alle lose sitzenden Haare sofort entfernt werden und der Samojede
sich selber gut sauber hält, wird er wenig Schmutz hinterlassen. Von
zu häufigem Baden ist unbedingt abzuraten.
Rassestandard















Fr 10. Nov 2006 21:11

malamutedream
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Sylvia
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10. Nov 2006
21:14
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