Hallo Herr Hafenbradl
zu der Frage ist ja schon einiges gesagt, und ich will an dieser Stelle einmal
kurz auf den Selbstbau einer Lochkamera eingehen.
Frage: Haben Sie Laborerfahrung bzw. jemanden der (Plan)Filme und Papier
entwickeln kann? Falls ja, dann aus Schachtel, Dose oder ähnlichem selbst bauen.
Hinweise und Anregungen auf http://www.die-lochkamera.de/
Falls Nein, dann bietet sich der Umbau einer alten 6x6 Kamera an. Ideal dazu
Agfa Click und Clack.
Vorteil: Rollfilme sind immer noch zu bekommen und werden im Labor entwickelt
und auch auf Papier abgezogen, selbst ein Scan auf CD ist meist möglich.
Beste Erfahrungen habe ich mit "Farbglanz" gemacht. http://www.farbglanz.de/
Die Agfas gibt es bei Ebay mit etwas Glück für wenig Geld und mit "normaler"
Brennweite sind sie auch einfach umzubauen.
Das Loch herzustellen ist da schon etwas aufwändiger aber ich denke mal, da
finden sich auch Möglichkeiten.
Noch etwas zum Projekt.
Vielleicht ein Versuch wert. Digikamera auf Stativ und alle 10 Min eine Aufnahme
machen, oder bei jedem Szenenwechsel, einfach mal experimentieren.
Belichtung bei einigen Sekunden oder auch unter 1 Sekunde, oder Automatik.
Dann die Bilder mischen. Wie so ein Bildermisch-Ergebnis von Bildern dann
aussehen kann, kann man hier sehen:
http://www.grmpftl.de/main.php
In Ihrem Fall wäre dann der Bildschirm "gemixt" rundherum aber unverändert
vorhanden
Grundsätzlich sollte so etwas auch mit der Lochkamera möglich sein.
Kamera mit Stativ vor den TV und die "Hutbelichtungsmethode"
Verschluß dauernd offen, und mit einem Hut das "Loch" abdecken und dann immer
für ein paar Sekunden wegnehmen. Wie lange und wie oft muß man experimentell
ermitteln. Die Methode müsste auch mit einer Digitalen funktionieren wenn sie
denn für Dauerbelichtung ausgelegt ist.
Vielleicht hilft das etwas weiter
Gruß Norbert Sievers
> -----Ursprüngliche Nachricht-----
> Von: lochkamera@...
> Gesendet: 20.05.08 21:26:30
> An: lochkamera@...
> Betreff: [lochkamera] Grundlegende Fragen und ein Projekt
> Guten Tag,
> mein Name ist Simon Hafenbradl und ich bin Kommunikationsdesign-
> Student.
> Ich arbeite zur Zeit an meinem Diplom und will eine Idee verwirklichen,
> bei der ich noch keine Ahnung habe , ob sie sich wirklich verwirkliche
> n lässt. Ich hoffe, dass ich hier im Forum Antworten finde und bin
> über jede Mithilfe und jeden Tipp sehr dankbar!
>
> Also, mein Vorhaben:
>
> ich will eine Reihe Fotos machen.
> Das Motiv soll ein Spielfilm (vom Monitor, bzw. Fernsehgerät) sein
> 1.Foto: die gesamte Laufzeit des Films (ca 120 Min.)
> 2.Foto: die halbe Laufzeit
> 3.Foto: ein viertel der Laufzeit
> 4.Foto:...
> ...
>
> Um es gleich vorweg zu sagen, ich habe keinerlei (wirkliche) Ahnung
> von Fotografie. Mit meiner Digicam konnte ich schöne Ergebnisse
> erzielen (bei einer maximalen Belichtungszeit von 4 Sekunden). Und im
> Gesrpäch mit meinem Betreuer sind wir auf Lochkameras gekommen,
> mithilfe derer man so Lange Belichtungszeiten erreichen kann.
>
> Können sie sich vorstellen, dass es möglich ist mit einer Lochkamera
> einen laufenden Film zu fotografieren?
>
> Wie müsste ich vorgehen? Ich habe leider gar keine Erfahrung mit
> Lochkameras.
>
> Wo bekomme ich eine geeignete Kamera her, bzw was muss ich beim Bau
> beachten, wenn ich solche Fotos machen will?
>
> Bei den Projekt geht es um Überlagerungen, Verdichtungen, Auflösen.
>
> Vielen Dank für Ihre Hilfe!
> Mit herzlichen Grüßen,
> Simon Hafenbradl
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