Stiftung Europaverständigung e.V.
Pressemitteilung vom 10. Juni 2007
Ein Beitrag zur aktuellen Armuts-Diskussion
Die Finanzierung der Armutsbekämpfung reformieren!
Den Wert der Menschenwürde aktivieren:
Es fehlt an einem Verfahren und am politischen Willen, den ideellen (=
gedachten) Wert der Menschenwürde in einen finanziellen Wert umzusetzen.
Maßnahmen zur Armutsbekämpfung (z.B. auch in Afrika) werden herkömmlich aus
Steuern und Spenden finanziert, Die Geldmittel sind eine Teilmenge aus der
Wertschöpfung, die auf dem Markt bewirkt wird. Im Hinblick auf den Bedarf sind
sie völlig unzureichend, wie aktuell in den Medien berichtet wird. Dringend
notwendige Maßnahmen können nicht durchgeführt werden.
Nach Meinung von Gerhard Hein, Stiftung Europaverständigung e.V. besteht der
Bedarf, die Methoden der Finanzierung zu überdenken und zu reformieren. Die
herkömmlichen Methoden sind nicht effektiv genug.
Es fällt auf, dass zur Wertschöpfung auch ideelle (=gedachte) Werte verwendet
werden. Einen ideellen Wert in einen finanziellen Wert, also in Geld umzusetzen,
ist unter marktwirtschaftlichen Bedingungen ein erprobtes Verfahren. Die Idee
wird zum Wirtschaftsgut gemacht. Beispiele: Marken (Warenzeichen), Erfindungen
(Patente), Wertpapiere.
Allerdings gibt es auch Werte, die unter den Marktbedingungen von Angebot und
Nachfrage nicht zur Wertschöpfung benutzt werden können. Hier ist an die
Menschenwürde zu denken. Sie ist unser höchster Wert; über sie verfügt jeder
Mensch.
Hein schlägt vor, eine Methode zur „sozialen Wertschöpfung“ zu ersinnen und per
Gesetz einzuführen, um unabhängig vom Markt den finanziellen Wert der
Menschenwürde schöpfen zu können. Denkansätze gibt es bereits. Die EU könnte ja
eine Vorreiterrolle übernehmen.
Durch „soziale Wertschöpfung“ könnten Maßnahmen zur Armutsbekämpfung
bedarfsgerecht finanziert werden.
Gez. Gerhard Hein
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