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johannwolfgangvongoethe · Johann Wolfgang von Goethe - Zu Ehren des grossen Dichters
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Beiträge 10 - 40 von 40   Aktuellstes  |  < Aktuellere  |  Älter >  |  Ältestes
Beiträge: Auszug der Beiträge anzeigen   (Nach Thema sortieren) Nach Datum sortieren v  
#40 Von: larryjames67
Datum: Mit 15. Okt 2008 12:27
Betreff: Get air tickets almost for nothing
larryjames67
Offline Offline
 
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#39 Von: "FranzEiber" <franzeiber@...>
Datum: Die 12. Okt 2004 13:42
Betreff: Ganz schön Tod hier ! Trotzdem !
FranzEiber
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Hallo Goethe Freunde,

leider scheint hier nicht viel los zu sein, überhaupt ist gerade im
WWW nicht gerade viel los (Foren etc.) wo man solch eine Bitte äußern
kann.

Ich suche für ein privates Projekt:
Den Text zu "Im Rheingau Herbsttage"

sowie (zeite Priorität)
alle Texte die Goethes Aufenthalte und Tagesabläufe in Karlsbad
beschreiben (Briefe, Reiseberichte, Gespräche etc.)

Leider bin ich nicht derartig vermögend, die sämtlichen Werke zu
erwerben, aber wo kann mann Kostenlos, oder für eine geringe
Jahresgebühr in seinen gesammten Werken online recherchieren.

Ich bitte um dringende Hilfe.

Vielen Dank

Franz Eiber

#38 Von: Kiwi Frucht <c_kiwilein@...>
Datum: Do 20. Nov 2003 5:02
Betreff: Faust
c_kiwilein
Offline Offline
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Ach ja, der absolute Goethe-Klassiker...
Warum ich überhaupt zu dieser Yahoo-Group kam:
Seit Tagen schlage ich mich mit einem "kleinen" Problem rum:
Wie schreibt man Faust so um dass eine Schultheatergruppe das Stück aufführt und
das in ca. 90 Minuten (das ist ja sogar schon zu lang)?
By the way, Faust stirbt am Schluss - und es ist ganz reduziert (s. auch "Wege
zu Goethes Faust" ---> Da sind auch Teile dabei, die diese Schausteller im
Mittelalter erzählt haben, ähm, ich mein natürlich das Puppenspiel :).
Obwohl ich mittlerweile mich so weit fühle, eine Facharbeit über Faust zu
schreiben (und dass obwohl ich noch in der Mittelstufe bin), tappe ich
vollkommen im Dunkeln was den blöden Text angeht - kann mir einer helfen?





---------------------------------
Gesendet von http://mail.yahoo.de
Schneller als Mail - der neue Yahoo! Messenger.

[Die Teile dieser Nachricht, die nicht aus Text bestanden, wurden entfernt]

#37 Von: "FranzEiber" <franzeiber@...>
Datum: Mit 3. Jul 2002 21:41
Betreff: Hallo Goethefreunde ich suche da was....
FranzEiber
Offline Offline
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Hallo Goethe Freunde,

ich wohne seit kurzem im Rheingau und hier hat unser verehrter Herr
Gothe ja einige schöne Tage verbracht.

Nun, da ich nicht weit vom Brentanohaus wohne, interessiert mich
natürlich was Goethe hier so während seiner Tage im Rheingau erlebt hat.

Soweit mir bekannt ist hat er seine Eindrücke in "Im Rheingau
Herbsttage" niedergeschrieben. Diese sind ein Anhang an seine Bericht
über das Bingener Rochusfest.

Nun habe ich alles abgeklappert und auch das Internet bemüht aber mir
sind die Texte über die Rheingauer Herbsttage nirgendwo begegnet.

Kann mir jemand sagen wo ich diese bekommen kann ??

Vielen Dank.

FE

#36 Von: chava_12
Datum: Do 11. Apr 2002 23:32
Betreff: nochmals Werthers Freuden
chava_12
Offline Offline
 
Habe mich nämlich mit einem Bekannten "gestritten", der behauptete,
Goethe persönlich hätte das Gedicht verfasst. Komischerweise hab ich
das auch im Internet verschiedernerorts gelesen, allerdings
mehrheitlich in Programmen, während die Version Nicoliai-
Proktophantasmist in Anmerkungen zu Faust vorkam.
Irgendwelche Aufschlüsse? (Bin halt rechthaberisch ;-)

#34 Von: carl_ludwig_sand
Datum: Mo 19. Nov 2001 17:07
Betreff: Goethe
carl_ludwig_sand
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Ich habe vor einiger Zeit meinem Nachbarn eine
recht alte (aber nicht mehr in Fraktur) Ausgabe von
Goethes Gedichten abgekauft. <br>Im Vorwort war zu lesen,
dass GOETHE EIN GELEGENHEITSDICHTER WAR, weshalb man
viele seiner Verse auch nicht mit in diese Ausgabe
genommen hatte.<br>Was meint ihr dazu?

#33 Von: sandhofer
Datum: Mit 17. Okt 2001 8:42
Betreff: Goethe zu Eckermann
sandhofer
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»Man liest viel zu viel geringe Sachen,« sagte
er, »womit man die Zeit verdirbt und wovon man weiter
nichts hat. Man sollte eigentlich immer nur das lesen,
was man bewundert, wie ich in meiner Jugend tat und
wie ich es nun an Walter Scott erfahre. Ich habe
jetzt den ›Rob Roy‹ angefangen und will so seine besten
Romane hintereinander durchlesen. Da ist freilich alles
groß, Stoff, Gehalt, Charaktere, Behandlung, und dann
der unendliche Fleiß in den Vorstudien, so wie in der
Ausführung die große Wahrheit des Details! Man sieht aber,
was die englische Geschichte ist, und was es sagen
will, wenn einem tüchtigen Poeten eine solche Erbschaft
zuteil wird. Unsere deutsche Geschichte in fünf Bänden
ist dagegen eine wahre Armut, so daß man auch nach
dem ›Götz von Berlichingen‹ sogleich ins Privatleben
ging und eine ›Agnes Bernauerin‹ und einen ›Otto von
Wittelsbach‹ schrieb, womit freilich nicht viel getan war.«

#32 Von: sandhofer
Datum: Do 27. Sep 2001 7:18
Betreff: Scheintod
sandhofer
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Weint, Mädchen, hier bei Amors Grabe;
hier<br>Sank er von nichts, von ohngefähr danieder.<br>Doch
ist er wirklich tot? Ich schwöre nicht dafür;<br>Ein
Nichts, ein Ohngefähr erweckt ihn ofters
wieder.<br><br>Soweit Goethe. Wie steht's mit seinem Club?

#31 Von: Chava_12
Datum: Mit 22. Aug 2001 18:59
Betreff: Nebst Nicolai
Chava_12
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Hier noch eien kleine Sammlung von Aussagen
versch. Leute zum Werther. Wäre neugierig, wer sich so
durch was angesprochen/berührt fühlt.<br>(Kursivschrift
funktioniert ja nicht, hab einfach Grossbuchstaben
benützt.)<br><br><br>„Allerhand Neues hab ich gemacht. Eine Geschichte des
Titels
„De Leiden des Jungen Werthers“, darin ich einen
jungen Menschen darstelle, der, mit einer tiefen reinen
Empfindung und wahrer Penetration begabt, sich in
schwärmende Träume verliert, sich durch Spekulation
untergräbt, bis er zuletzt durch dazutretende unglückliche
Leidenschaften, besonders durch eine endlose Liebe zerüttet, sich
eine Kugel vor den Kopf schiesst.“<br>(JWG 1774 an den
Grafen Schönborn)<br><br>„[...] Ich war siebzehn Jahre
alt, als Werther erschien. Vier Wochen lang hab ich
mich in Thränen gebadet, die ich aber nicht über die
Liebe und über das Schicksal des armen Werther vergoss,
sonder in der Zerknirschung des Herzens; im
demüthigenden Bewusstsein, dass ich nicht so dächte, nicht so
sein könnte, als dieser war. Ich war von der Idee
befallen: wer fähig ist, die Welt zu erkennen, wie ist
wirklich ist, müsste so denken, - so ein: sich auch das
Leben nehmen? – das haben Einige gethan. Aber Tausende
sind innerlich zerrissen, und auf lange Zeit
[...]“<br>(J.M.R. Lenz)<br><br>„Die schönste Stelle im Werther ist
die, wo er den Hasenfuss erschiesst.“<br>(G. Chr.
Lichtenberg)<br><br>„Da sitz ich mit zerflossenem Herzen, mit klopfender
Brust und mit Augen, aus denen wollüstiger Schmerz
tröpfelt, und sag‘ dir, Leser, dass ich eben DIE LEIDEN DES
JUNGEN WERTHERS von meinem geliebten GOETHE - gelesen? –
nein, verschlungen habe. Kritisieren soll ich? Könnt‘
ich’s, so hätt ich kein Herz. [...]“<br>(Chr. F. D.
Schubart)<br><br>„Zu den Schriften die der Verfasser als sichtbare
Beyspiele der Ausbrüche des Verderbens unserer Zeit
anführt, rechnen wir billig noch die Leiden (Narrheiten
und Tollheiten sollte es heissen) des jungen
Werthers, einen Roman, welcher keinen anderen Zweck hat,
als das Schändliche vom Selbstmord des jungen
Witzlings, den eine närrische und verbotene Liebe, und eine
daher entsprungene Desperation zu dem Entschlusse
gebracht hat, sich die Pistole vor den Kopf zu setzen,
abzuwischen, und diese schwarze That als eine Haltung des
Heroismus vorzuspiegeln, einen Roman, der von unseren
jungen Leuten nicht gelesen sondern verschlungen wird.
[...] Welcher Jüngling kann eine so verfluchenswürdige
Schrift lesen, ohne davon ein Pestgeschwür in seiner
Seele zurück zu behalten, welches gewiss zu seiner Zeit
ausbrechen wird. Und keine Zensur hindert den Druck solcher
Lockspeisen des Satans?"<br>(Pastor Melchior
Goeze)<br><br>„Mein lieber Herr Eschenburg,<br>Haben sie tausend Dank
für das Vergnügen, welches Sie mir durch Mittheilung
des Göthischen Romans gemacht haben. Ich schicke ihn
noch einen Tag früher zurück, damit auch anderes
dieses Vergnügen je eher je lieber geniessen können.
Aber wenn ein so warmes Produkt nicht mehr Unheil als
Gutes stiften soll: meynen sie nicht, dass es noch eine
kleine kalte Schlussrede haben müsste? Ein paar Winke
hinterher, wie Werther zu einem so abentheuerlichen
Charakter gekommen, wie ein anderer Jüngling, dem die
Nastur eine ähnliche Anlage gegeben, sich dafür zu
bewahren haben. [...] Also, liebe Göthe, noch ein
Kapitelchen zum Schlusse, und je cynischer, je
besser.“<br>(G. E. Lessing)

#30 Von: Chava_12
Datum: Fr 17. Aug 2001 19:56
Betreff: Hinhören
Chava_12
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Muss euch leider einigermassen aus dem blauen
Himmel auffordern, UNBEDINGT die Aufnahme zu hören, in
der Will Quadflieg den "Werther" liest. (Ascolta 1984
oder 1986, und es ist absolut theoretisch & egal, dass
er schon 70 ist!)<br>Leute, da geht man drauf!

#29 Von: Chava_12
Datum: Fr 17. Aug 2001 19:56
Betreff: Hinhören
Chava_12
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Muss euch leider einigermassen aus dem blauen
Himmel auffordern, UNBEDINGT die Aufnahme zu hören, in
der Will Quadflieg den "Werther" liest. (Ascolta 1984
oder 1986, und es ist absolut theoretisch & egal, dass
er schon 70 ist!)<br>Leute, da geht man drauf!

#28 Von: sandhofer
Datum: Sam 4. Aug 2001 14:43
Betreff: Heine zu Nicolai und Goethe
sandhofer
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Auch geschah es wohl zuweilen, dass er
[Nicolai]Windmühlen für Riesen ansah und dagegen focht. Noch
schlimmer aber bekam es ihm, wenn er manchmal wirkliche
Riesen für blosse Windmühlen ansah, z.B. einen Wolfgang
Goethe. Er schrieb eine Satire gegen dessen „Werther“,
worin er alle Intentionen des Autors aufs plumpste
verkannte. Indessen in der Hauptsache hatte er immer recht;
wenn er auch nicht begriff, was Goethe mit seinem
„Werther“ eigentlich sagen wollte, so begriff er doch ganz
gut dessen Wirkung, die weichliche Schwärmerei, die
unfruchtbare Sentimentalität, die durch diesen Roman aufkam
und mit jeder vernünftigen Gesinnung, die uns not
tat, in feindlichem Widerspruch war. Hier stimmte
Nicolai ganz überein mit Lessing, der an einen Freund
folgendes Urteil über „Werther“ schrieb:<br>[Fortsetzung im
Lessing-Club]<br>Aus: Zur Geschichte der Relgion und Philosophie in
Deutschland

#27 Von: carl_ludwig_sand
Datum: Die 24. Jul 2001 21:56
Betreff: Re: Emilia Galotti und Werther
carl_ludwig_sand
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Danke, jetzt kann ich Nicolai endlich verstehen,
ich dachte, der mache nur eine Parodie auf den
Werther, da entweder zuviel Zeit oder zuviel Geist
hatte...<br>Zum Glück, dass es damals noch kein Internet gab,
sonst hätte Goethe nur dort die Leute angepöbelt und
kein Werk fertiggestellt. ;-)

#26 Von: sandhofer
Datum: Die 24. Jul 2001 8:08
Betreff: Re: Emilia Galotti und Werther
sandhofer
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Na ja, der Umgangston war vor 250 Jahren nicht so
gepflegt wie heute. Er glich wohl sehr stark dem, was
heute im Internet gang und gäbe ist. Es gibt nichts
Neues unter der Sonne ;-)<br>Nicolai als Aufklärer sah
in Goethe - zurecht - genau das wieder auftauchen,
wogegen er sein Leben lang gekämpft hatte: ein völlig
irrationales Verhalten. Als einziger Aufklärer sah wohl
Lessing, was hier mit Goethe wirklich auf die Welt zukam.

#25 Von: Chava_12
Datum: Mo 23. Jul 2001 14:04
Betreff: Re: Emilia Galotti und Werther
Chava_12
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Jetzt kann ich's Goethe kaum mehr veuebeln, dass er irgendwelche Leute
auf/mitttles zweifelhaften Waldparties verhoehnt....

#24 Von: carl_ludwig_sand
Datum: Die 17. Jul 2001 10:15
Betreff: Re: Emilia Galotti und Werther
carl_ludwig_sand
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Nicolai auf Werthers Grabe, 1775<br>Freuden des
jungen Werthers<br><br>Ein junger Mensch, ich weiß nicht
wie,<br>Starb einst an der Hypochondrie<br>Und ward denn auch
begraben.<br>Da kam ein schöner Geist herbei,<br>Der hatte seinen
Stuhlgang frei,<br>Wie's denn so Leute haben.<br>Der setzt'
notdürftig sich aufs Grab<br>Und legte da sein Häuflein
ab,<br>Beschaute freundlich seinen Dreck,<br>Ging wohl eratmet
wieder weg<br>Und sprach zu sich bedächtiglich:<br>»Der
gute Mensch, wie hat er sich verdorben!<br>Hätt er
geschissen so wie ich,<br>Er wäre nicht gestorben!«

#23 Von: carl_ludwig_sand
Datum: Die 17. Jul 2001 10:14
Betreff: Re: Emilia Galotti und Werther
carl_ludwig_sand
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Könnte es sein, dass sich beide ihrer Schwäche
bewusst waren, die über kurz oder lang zu ihrem
moralischen Verfall führen würde?<br>So konnte Werther z.B.
dem inneren Drang nicht widerstehen, und musste trotz
des Verbotes Lotte am Ende doch noch besuchen. Nähme
er sich nicht das Leben, würde die schon gespannte
Situation gewiss noch weiter eskalieren.<br>Wie's mit
Emilia und dem Prinzen steht, weiß ich nicht so recht.
Aber auch da will sie sich damit vor der potentiellen
Schande ihrer wahrscheinlichen nächsten Taten befreien,
indem diese durch den "Selbstmord" (bringt ihr Vater
sie nicht um?) das Eintreten jener unmöglich
macht.<br><br>Allerdings müsste man eigentlich den Werther noch einmal auf
genau das achtend durchlesen. Vielleicht reichte auch
seine Diskussion mit Albert über den Suizid allgemein
("Paradox! Paradox!"), wo dieser Gedanke schon vorgegriffen
wird. Und natürlich die letzten zig Seiten, die das
Thema ganz behandeln.<br><br><br>Warum kostet
eigentlich Emilia Galotti von Reclam 4,- DM, Leisewitzs
"Julius von Tarent" bei etwa gleicher Dicke 8,- DM ? -
Will anscheinend keiner Lesen, daher Auflage 3 Stück.
Aber warum nicht? Immerhin hat's S*** (darf hier wohl
nicht erwähnt werden) auch gelesen und vieles daraus in
den R*** übernommen (Etwa K***s Beschreibung im 1.
Akt).

#22 Von: Chava_12
Datum: Fr 13. Jul 2001 21:53
Betreff: Re: Emilia Galotti und Werther
Chava_12
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hoerte mal so was: in beiden faellen ist
selbsttmord der einzige weg, die moralische integritaet zu
wahren. verstehe aber den sinn dieses weisen ausspruchs
nicht wirklich. vielleicht kannst du ihn
entschluesseln. vielleicht waere es zu unbuergerlich, ehe zu
brechen. obwohl es fragwueerdig ist, ob das werther
befriedigen wuerde. er muss ja einfach leiden, oder
nciht....?<br><br><br>(sorry, jugicomputor in schottland hat keine anstaendige
tastatur!!!!)

#21 Von: sandhofer
Datum: Mit 11. Jul 2001 6:12
Betreff: Emilia Galotti und Werther
sandhofer
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Ein aufgeschlagenes Exemplar von Lessings "Emilia
Galotti" liegt auf Werthers Pult, als er sich erschiesst.
Was soll das bedeuten?<br>Emilia Galotti tötet sich,
um die Ehre zu retten: die ihre, die ihres Vaters
und die ihres Ent- und Verführers, den sie nämlich
unterdessen liebt. Warum aber bringt sich Werther um?

#20 Von: sandhofer
Datum: Do 5. Jul 2001 14:48
Betreff: Re: Hallo
sandhofer
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HI! - Ist ein Gymnasiallehrer für Deutsch ein
"professioneller Literaturwissenschafter"? (Auch wenn's eine Frau
ist...) Viele wären es wohl gerne, zum Leidwesen der
Kids. <br>Die Vorstellung, Literatur könne man nur
verstehen mit dem Seziermesser in der Hand, ist genauso
falsch wie die andere, der Dichter schaffe aus dem
Unbewussten und sei von jeder Art von theoretischem Denken
oder Recherchen zum Thema unbeleckt. Ich fürchte,
letzteres verdanken wir unserem Freund Schiller, der in
seiner naiven und sentimentalischen Dichtung Goethe als
eine Art Naturtalent beschrieben hat, das keine
Reflexion einsetzt. Oder so ähnlich - ich habe den Text
jetzt nicht zur Hand.<br>Goethe, Schiller, Lessing -
sie alle haben viel weniger über Rechtschreibung
nachgedacht und viel mehr darüber, wie und warum sie auf
dieser Welt rumturnen. Und das macht sie, glaube ich
zeitlos.

#19 Von: juergen_raithel
Datum: Do 5. Jul 2001 14:08
Betreff: Hallo
juergen_raithel
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Hallo,<br>bin gerade eurem Club beigetreten und
möchte erstmal ein großes Kompliment loswerden: Scöne,
daß es im großen, großen Internet neben streng
germanistischen Goethe-Sites auch noch so etwas wie diese
"Begeisterten-Gemeinschaft" gibt. Recht jugendlcihe Begeisterte noch dazu,
gilt JWG doch vielfach als Altherren-Autor.<br>Zu den
Themen der letzten Mails (Interpretation und Bücher, die
einen erschlagen): Als professioneller
Literaturwissenschaftler, für den Interpretation ja das tägliche Brot ist,
vergisst man immer wieder leicht, daß Literatur ja nicht
für die Wissenschaft, sondern für das "allgemeine
Publikum" geschrieben wird. Daß man wunder welch
tiefsinnige Analysen braucht, um einen klassischen Text zu
verstehen, ist Quatsch, aber ein bißchen background und
Methodik kann den Genuß von Literatur auch steigern.
Schlimm wird es nur dann, wenn - wie oft in der Schule -
der Eindruck entsteht, der Text sei eine Art
Geheimschrift, die man mit Interpretation entschlüsseln könne.
Das wird meist an Kafka vorexerziert und hinterher
bleibt mesit nur die Frage offen, warum der Autor uns
denn nicht gleich gesagt hat, was er meint... Von der
amerikanischen Kritikerin Susan Sontag gibt es einen schönen
Aufsatz "Gegen Interpretation", der sich schön polemisch
mit diesem Thema beschäftigt.<br>Ein moderner Autor,
dessen Bücher mich immer wieder neu erschlagen und der
stilistisch glaube ich viel von Goethe gelernt hat ist W.G.
Sebald. Vielleicht lasst ihr euch ja auch mal auf
"Schwindel. Gefühle", "Die Ausgewanderten" oder "Die Ringe
des Saturn" ein. Wie gesagt, mich haben diese Texte
absolut Sebald-süchtig gemacht...

#18 Von: sandhofer
Datum: Fr 29. Juni 2001 8:15
Betreff: Re: Faust unterrichten
sandhofer
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Mit Büchern ist es wie mit der Liebe: Es gibt das
Buch (oder die Person), das (oder die) dich sofort
erschlägt. 10 Jahre später liest du es wieder (triffst du
sie wieder) und du fragst dich, was um Himmels Willen
du damals in ihm (in ihr) gesehen hast. Es gibt das
Buch (die Person), das (die) auf dich beim ersten
Treffen kaum Eindruck macht, und 50 Jahre später stellst
du fest, dass du nun bald Goldene Hochzeit feierst.
Es gibt den Fall, dass du nach dem ersten "coup de
foudre" anfängst das Buch zu analysieren (bzw. an der
Beziehung zu arbeiten) - und siehe da: deine Liebe wird
grösser, tiefer, vielfältiger...<br>Der grosse Unterschied
ist, dass du bei Büchern polygam sein darfst.

#17 Von: Chava_12
Datum: Do 28. Juni 2001 20:45
Betreff: Re: Faust unterrichten
Chava_12
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Ach, kaum hab ich mich so gefreut über dein Mail,
modifizierst du es schon wieder...! ;-)<br>Bin ja prinzipiell
auch nicht gegen das Analysieren etc. (wäre sonst wohl
kaum in diesem Club!), aber erst muss man doch ein
Werk auf sich wirken lassen, eine Weile erschlagen
sein, bis sich dann langsam die Nueugier regt. Es hat
wer mal gesagt, ein Buch, das einem nicht erschlage,
sei nichts wert. (Ich glaube, es war
Kafka...?)<br>Das bringt mich gerade auf nen anderen Gedanken, der
eigentlich auch recht viel mit Goethe zu tun hat: Eines der
erschlagendsten Bücher, die ich je gelesen habe, ist Klaus Manns
"Mephisto". Sollte es nun eigentlich "analytisch" lesen für
die Matura, schaffe es aber irgendwie nicht... Kaum
fang ich irgendwo an zu lesen, bin ich wieder total
fasziniert von diesen unglaublichen Beschreibungen der
Leute, der Atmospäre hinter der Bühne und natürlich der
Hauptfigur. - Es ist in meiner Meinung überaus
offensichtlich, dass die Geschichte auf Gründgens gemünzt ist,
wenn auch der Nachsatz beigefügt wurde, es handle sich
bei den Figuren des Buches um Typen, nicht um
Personen... <br>Ich nehme an, die Filmversion mit Quadflieg
als Faust düfte der Inszenierung in den frühen
Vierzigerjahren ähnlich sein und möchte nun eigentlich gerne
erfahren, wie die anderen Mitglieder so zu dem allem
stehen...

#16 Von: sandhofer
Datum: Mo 25. Juni 2001 7:18
Betreff: Re: Faust unterrichten
sandhofer
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Gut, ich geb's zu, ich war böse...<br>Natürlich kann eine sachliche Analyse das
Verständnis eines Werks erhöhen und damit die (Lese-)Lust vergrössern.

#15 Von: sandhofer
Datum: Mo 25. Juni 2001 7:15
Betreff: Re: Faust unterrichten
sandhofer
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Wenn du's nicht erfühlst, so wirst du's nie
erjagen...<br>Ich bin persönlich auch deiner Meinung; Literatur
lieben und Lust empfinden gehören für mich zusammen. Nun
gibt es aber Personen, die vorwiegend beim Analysieren
und Sezieren Lust empfinden. Und es gibt
DeutschlehrerInnen, die von Faust so überfordert sind, dass sie sich
an ein Büchlein oder so klammern, wo
Handlungsgerüste, philosophische Ansätze etc. zu finden
sind.<br>Das hat den Vorteil, dass <br>a) es wirkt, als ob
man/frau als LehrerIn etwas wüsste<br>b) man/frau das
wunderbar in Tests abfragen kann <br>c) man allen die
Literatur verleidet, denn wo käme man hin, wenn klassische
Dichtung etwas wäre, das allen gefällt<br>d) man/frau sich
dahinter verstecken kann und Goethe nicht an sich ran
lassen braucht.<br><br>"I have my books<br> And my
poetry to protect me<br> I am shielded in my armor<br>
Hiding in my room<br> Safe within my womb<br> I touch
no-one and no-one touches me<br><br> I am a rock<br> I
am an island"<br>(Paul Simon, 1966)

#14 Von: Chava_12
Datum: Fr 22. Juni 2001 21:50
Betreff: Faust unterrichten
Chava_12
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Nur so ne Meinungsfrage, weil ich mich im Moment
so darüber nerve, dass unsere Deutschlehrerin mit
uns den Faust I minutiös seziert.<br>D.h. Diagramme
von Handlungssträngen, Hinterfragungen vom
Leitmotiven, wo fangen sie an, wie sind sie strukturell
verankert, philosophischen Ansätzen, Deutungen eines
Wortes,...<br><br>Ich bin die letzte, die faszinierende Komplexität des
Stückes abzustreiten, aber mir schient doch, man sollte
es einfach so wie ne Bombe auf sich wirken lassen...
Vielleicht auch eine zu emotionale Vorgangsweise....<br>Man
kann immer noch im Nahhineine analysieren, aber Faust
ist in erster Linie ja eine Art "Gesammtkunstwerk"
und kein Deutsch-Philosophischer Lehrkurs,
oder?<br><br>Überdies scheint es mit bezüglich der so oft im Text
geäusserten Unfähigkeit der Wörter, das Eigentliche
rüberzubringen, gerade in diesem Stück besonders absurd, "in
Worten zu klauben"...<br><br>Oder ist eine sachliche
Analyse für das Verstehen notwendig & der einzige Weg,
dieses Werk auch nur annähernd zu erschliessen?

#13 Von: sandhofer
Datum: Do 21. Juni 2001 7:26
Betreff: Re: Nun sag, wie hast du´s mit der Relig
sandhofer
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Damit wieder mal was geschieht hier, und damit
Goethe nicht nur als der ach so tiefe und ernsthafte
Denker nun gleich allen vergrault wird:<br><br>Zwischen
Lavater und Basedow<br><br> <br> Zwischen Lavater und
Basedow<br>Saß ich bei Tisch des Lebens froh.<br>Herr Helfer,
der war gar nicht faul,<br>Setzt' sich auf einen
schwarzen Gaul,<br>Nahm einen Pfarrer hinter sich<br>Und
auf die Offenbarung strich,<br>Die uns Johannes der
Prophet<br>Mit Rätseln wohl versiegeln tät;<br>Eröffnet' die
Siegel kurz und gut,<br>Wie man Theriaksbüchsen öffnen
tut,<br>Und maß mit einem heiligen Rohr<br>Die Kubusstadt und
das Perlentor<br>Dem hocherstaunten Jünger
vor.<br>Ich war indes nicht weit gereist,<br>Hatte ein Stück
Salmen aufgespeist. <br><br> Vater Basedow, unter dieser
Zeit,<br>Packt einen Tanzmeister an seiner Seit<br>Und zeigt
ihm, was die Taufe klar<br>Bei Christ und seinen
Jüngern war;<br>Und daß sichs gar nicht ziemet
jetzt,<br>Daß man den Kindern die Köpfe netzt. <br><br> Drob
ärgert sich der andre sehr<br>Und wollte gar nichts
hören mehr,<br>Und sagt: es wüßte jedes Kind,<br>Daß es
in der Bibel anders stünd.<br>Und ich behaglich
unterdessen<br>Hätt einen Hahnen aufgefressen. <br> * <br> Und, wie
nach Emmaus, weiter gings<br>Mit Geist- und
Feuerschritten,<br>Prophete rechts, Prophete links,<br>Das Weltkind in der
Mitten.

#12 Von: erik_b70
Datum: Sam 21. Apr 2001 11:41
Betreff: Re: Nun sag, wie hast du´s mit der Relig
erik_b70
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Ob schon einer der heutigen Schreiberlinge<br>G.
neudeutsch einer "Patchwork"-Religion<br>bezichtigt hat.
Wundern wuerde es mich <br>nicht, auch wenns den Kern der
Sache wohl <br>nur sehr verschwommen beschreiben
wuerde...

#11 Von: Chava_12
Datum: Mit 18. Apr 2001 22:14
Betreff: Nun sag, wie hast du´s mit der Religion?
Chava_12
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"Als Dichter und Künstler bin ich Polytheist,
Pantheist hingegen als Naturforscher, und eins so
entschieden als das andere. Bedarf ich eines Gottes für meine
Persönlichkeit, als sittlicher Mensch, so ist dafür auch schon
gesorgt."<br><br>(Goethe an F. H. Jacobi anno 1831) <br><br>Ne Seite mit
interessanten infos, obgleich nicht unbedingt-Faust-I &
II-bezogen:<br><br><a
href=http://www.humanismus.de/hvd/diesseits/artikel/299/goethe.htm
target=new>http://www.humanismus.de/hvd/diesseits/artikel/299/goethe.htm</a>

#10 Von: sandhofer
Datum: Mit 18. Apr 2001 20:30
Betreff: Re: Los geht's!
sandhofer
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HI!<br><br>Bin neu hier, und eigentlich hat mich
diese Nachricht veranlasst beizutreten. Ist lange her,
dass ich Faust II gelesen habe. Würde mich
interessieren, weil ich bei Goethe "Christentum" eigentlich nie
gefunden habe, auch nicht in F II, wie du das meinst ...

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