Ach, kaum hab ich mich so gefreut über dein Mail,
modifizierst du es schon wieder...! ;-)<br>Bin ja prinzipiell
auch nicht gegen das Analysieren etc. (wäre sonst wohl
kaum in diesem Club!), aber erst muss man doch ein
Werk auf sich wirken lassen, eine Weile erschlagen
sein, bis sich dann langsam die Nueugier regt. Es hat
wer mal gesagt, ein Buch, das einem nicht erschlage,
sei nichts wert. (Ich glaube, es war
Kafka...?)<br>Das bringt mich gerade auf nen anderen Gedanken, der
eigentlich auch recht viel mit Goethe zu tun hat: Eines der
erschlagendsten Bücher, die ich je gelesen habe, ist Klaus Manns
"Mephisto". Sollte es nun eigentlich "analytisch" lesen für
die Matura, schaffe es aber irgendwie nicht... Kaum
fang ich irgendwo an zu lesen, bin ich wieder total
fasziniert von diesen unglaublichen Beschreibungen der
Leute, der Atmospäre hinter der Bühne und natürlich der
Hauptfigur. - Es ist in meiner Meinung überaus
offensichtlich, dass die Geschichte auf Gründgens gemünzt ist,
wenn auch der Nachsatz beigefügt wurde, es handle sich
bei den Figuren des Buches um Typen, nicht um
Personen... <br>Ich nehme an, die Filmversion mit Quadflieg
als Faust düfte der Inszenierung in den frühen
Vierzigerjahren ähnlich sein und möchte nun eigentlich gerne
erfahren, wie die anderen Mitglieder so zu dem allem
stehen...