Nur so ne Meinungsfrage, weil ich mich im Moment
so darüber nerve, dass unsere Deutschlehrerin mit
uns den Faust I minutiös seziert.<br>D.h. Diagramme
von Handlungssträngen, Hinterfragungen vom
Leitmotiven, wo fangen sie an, wie sind sie strukturell
verankert, philosophischen Ansätzen, Deutungen eines
Wortes,...<br><br>Ich bin die letzte, die faszinierende Komplexität des
Stückes abzustreiten, aber mir schient doch, man sollte
es einfach so wie ne Bombe auf sich wirken lassen...
Vielleicht auch eine zu emotionale Vorgangsweise....<br>Man
kann immer noch im Nahhineine analysieren, aber Faust
ist in erster Linie ja eine Art "Gesammtkunstwerk"
und kein Deutsch-Philosophischer Lehrkurs,
oder?<br><br>Überdies scheint es mit bezüglich der so oft im Text
geäusserten Unfähigkeit der Wörter, das Eigentliche
rüberzubringen, gerade in diesem Stück besonders absurd, "in
Worten zu klauben"...<br><br>Oder ist eine sachliche
Analyse für das Verstehen notwendig & der einzige Weg,
dieses Werk auch nur annähernd zu erschliessen?