Damit wieder mal was geschieht hier, und damit
Goethe nicht nur als der ach so tiefe und ernsthafte
Denker nun gleich allen vergrault wird:<br><br>Zwischen
Lavater und Basedow<br><br> <br> Zwischen Lavater und
Basedow<br>Saß ich bei Tisch des Lebens froh.<br>Herr Helfer,
der war gar nicht faul,<br>Setzt' sich auf einen
schwarzen Gaul,<br>Nahm einen Pfarrer hinter sich<br>Und
auf die Offenbarung strich,<br>Die uns Johannes der
Prophet<br>Mit Rätseln wohl versiegeln tät;<br>Eröffnet' die
Siegel kurz und gut,<br>Wie man Theriaksbüchsen öffnen
tut,<br>Und maß mit einem heiligen Rohr<br>Die Kubusstadt und
das Perlentor<br>Dem hocherstaunten Jünger
vor.<br>Ich war indes nicht weit gereist,<br>Hatte ein Stück
Salmen aufgespeist. <br><br> Vater Basedow, unter dieser
Zeit,<br>Packt einen Tanzmeister an seiner Seit<br>Und zeigt
ihm, was die Taufe klar<br>Bei Christ und seinen
Jüngern war;<br>Und daß sichs gar nicht ziemet
jetzt,<br>Daß man den Kindern die Köpfe netzt. <br><br> Drob
ärgert sich der andre sehr<br>Und wollte gar nichts
hören mehr,<br>Und sagt: es wüßte jedes Kind,<br>Daß es
in der Bibel anders stünd.<br>Und ich behaglich
unterdessen<br>Hätt einen Hahnen aufgefressen. <br> * <br> Und, wie
nach Emmaus, weiter gings<br>Mit Geist- und
Feuerschritten,<br>Prophete rechts, Prophete links,<br>Das Weltkind in der
Mitten.