Liebe
Abonnentinnen und Abonnenten der iBB,
ausnahmsweise
hier der Nachtrag eines Veranstaltungshinweises zur soeben erschienenen Ausgabe
der iBB 24. Er war vorgesehen, wurde in der ersten Auflage übersehen und wird
in die aktualisierte Fassung eingefügt werden.
Interessierten
an dieser Veranstaltung sei noch gesagt, dass es in 5 Minuten Fußweg zum
Veranstaltungsort das interessante Ellington-Hotel gibt (www.Ellington-Hotel.de), das wegen
eines Kooperationsvertrages von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der
Bundesagentur für Arbeit zum Zimmerpreis von 75,- € gebucht werden kann.
Freundliche
Grüße
Ihre
iBB-Redaktion
Wirtschaftskrise und Zukunft öffentlicher Bildung und Wissenschaft
Samstag, 27.06.2009, 10:00 Uhr
Tagung, Berlin
Nach dem – u. a. an der Frage der finanziellen Verantwortung – gescheiterten
Bildungsgipfel von Bund und Ländern Ende letzten Jahres ist die Finanzierung
von Bildung im Zusammenhang mit der Diskussion um »Konjunkturprogramme« wieder
auf der politischen Agenda – ohne dass dies bisher konkrete Konsequenzen gehabt
hätte. Dennoch wird von der etablierten Politik ein finanzieller Mehrbedarf
öffentlicher Bildung zugestanden. In der Öffentlichkeit existieren kaum
Vorstellungen über den tatsächlichen Fehlbedarf und über den spezifischen
politischen Konzentrationsbedarf in der Finanzierung deutscher Bildung. In
diese Diskussion müssen sich die linken Kräfte, kritische Wissenschaft und
Gewerkschaften einschalten. Insbesondere die Forderungen über die konkrete
Verteilung zusätzlicher Mittel müssen qualifiziert und konkretisiert werden.
Für die Hochschulen bspw. hätten zusätzliche Mittel als Durchschnittsgröße an
sich wenig Sinn, wenn diese, wie es bereits in den letzten Jahren erfolgt ist,
in den Sektoren »Eliteförderung« und »Spitzenforschung« bei anhaltender
Verwahrlosung des grundständigen Studiums und der Zunahme prekärer
Beschäftigungsverhältnisse in der Lehre konzentriert würden. In der Debatte
soll folglich geklärt werden, wie eine gesellschaftlich relevante Qualitätssteigerung
in der Breite und Fläche des deutschen Bildungssystems möglich ist, welche
Mittel dafür aufgewandt werden und wo diese vorrangig konzentriert werden
müssen. Es kommt also darauf an, eine Debatte über politische Strukturreformen
mit konkreten bildungsökonomischen Forderungen und Vorstellungen zusammen zu
führen.
Veranstalter: Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik, Bund
demokratischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, FIB, Gewerkschaft
Erziehung und Wissenschaft
Um Anmeldung wird gebeten (s.u.)
Programm
10.00 – 10.15 Uhr: Eröffnung und Begrüßung
10.15 – 12.00 Uhr
Ulrich Thöne (GEW)
Bildung in der Krise
Torsten Bultmann (BdWi)
Elitenförderung oder Massenqualifikation?
Axel Troost (Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik)
Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzmarktkrise auf die öffentlichen
Haushalte
Diskussion
12.00 – 13.00 Uhr
Tobias Kröll (Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik)
Die Ideologie des Neoliberalismus als kulturelles Kapital
Tobias Kaphegyi (Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik)
Neoliberale Ausrichtung der Bildung in Schulen
Diskussion
13.00 bis 14.00 Uhr: Mittagessen
14.00 – 15.30 Uhr
N.N.
Krise der Privatisierung – Rückkehr der öffentlichen Hand
Christian Berg (Vizepräsident des Deutschen Studentenwerks) Zukunft der
Hochschul- und Studienfinanzierung
Klemens Himpele (BdWi)
Hochschulfinanzierung im Föderalismus: Eine Einladung zum Trittbrettfahren?
Diskussion
15.30 – 16.00 Uhr Kaffeepause
16.00 – 17.00 Uhr
Cornelia Heintze (Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik)
Ressourcenbereitstellung für ein zukunftsfähiges Bildungssystem – ein
Vergleich mit Skandinavien
Roman Jaich (e4globe)
Finanzbedarf für ein zukunftsfähiges Bildungssystem
Diskussion
17.00 – 18.00 Uhr
Heinz-J. Bontrup (Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik)
Wirtschaftsdemokratie und Demokratisierung von Bildung und Wissenschaft
und Verabschiedung einer gemeinsamen Erklärung
Tagungsort:
DGB Berlin-Brandenburg
Keithstraße 1/3
10787 Berlin
Anreise:
Karte
ÖPNV: U-Bahn-Linie U2
Haltestelle Wittenbergplatz
Der Tagungsort befindet sich in der Keithstraße 1/3 (Ecke Kleiststraße)