Zwei Jahre Pause
Hubert von Goisern will sich eine Auszeit gönnen
"Ich mag einfach nicht immer dasselbe tun. " Damit begründete Hubert von Goisern bei seinem Konzert am Samstag sein Vorhaben, nach dem Ende der aktuellen Tour zwei Jahre zu pausieren. Er sei seit vier Jahren nonstop mit Konzerten und der Produktion neuer Alben beschäftigt und brauche eine Auszeit. Eigentlich suche er jedes Jahr eine neue Herausforderung, sagt der Musiker. Aber sein Leben sei im Moment sehr reglementiert, und er hätte lieber mehr Zeit, "um Sachen passieren zu lassen".
Wann immer es gehe, versuche er allein zu sein, weil das Unterwegssein mit dem Tross aus 16 Musikern und Technikern sehr anstrengend sei. Seine Erholung bestehe derzeit hauptsächlich darin, dass er "wahnsinnig viel schlafe". 30 Konzerte habe er mit der "Trad II" -Tour geben wollen, inzwischen seien es 100 geworden. Gestern spielte Hubert von Goisern in Schwandorf, und das wird wohl für längere Zeit sein letzter Live-Auftritt gewesen sein.
Auf dem Zenit seiner Erfolge mit den "Alpinkatzen" hatte sich Goisern schon einmal für zwei Jahre verabschiedet, um mit Musikern aus Tibet und Ghana neue Projekte zu verwirklichen. Jetzt sagt er, er trage ein paar Sachen mit sich herum, zu denen er einfach nicht komme. Was er diesmal während seiner Konzertpause aushecken will, mag er nicht verraten. Irgendwann wolle er auch mal ein Buch schreiben, sagt er, keine Memoiren, keinen Krimi, sondern eher einen Roman. Aber das ist nur eines von Hubert von Goiserns künftigen Projekten, über die er eigentlich noch gar nicht reden will.
Zunächst wird er sich wieder seiner Familie zuwenden. Seiner Frau, mit der er seit mehr als 20 Jahren zusammen ist, und seinen beiden Kindern. Der Spagat zwischen Künstlerleben und häuslichem Eingebundensein fällt dem Künstler nicht leicht. Sein 16-jähriger Sohn habe in einem Streit der Eltern einmal vermittelt: "Weißt, Mama, auf Tournee ist der Papa unumschränkter Alleinherrscher, und wenn er daheim ist, ist er halt nur unbezahlte Hilfskraft", erzählt Goisern. Seine Familie ist das, was ihn erdet: "Allein geht's schon auch, aber da wird man ein wenig schrullig." -rn-
Redaktion: stadt_landshut am 09. August 2004
Viele Grüße -
Jürgen Raber
(HvG-Fanclub)