Liebe Esperanto-Freunde,
in Hamburg und anderswo schießen englischsprachige private Hochschulen und andere Projekte wie Pilze aus der Erde. Das ist aus meiner Sicht eine kontraproduktive Entwicklung zur europäischen Integration, eine Entwicklung, die viele inzwischen festgeschriebene Regeln (kulturelle und sprachliche Vielfalt, Gleichberechtigung und Chancengleichheit) verletzt.
Es ist aber auch eine Entwicklung, die deutlich Schwächen in unserem gesellschaftlichen System aufzeigt. Hochschulen und andere Projekte müssen ja finanziert werden. Wenn der Staat dazu nicht in der Lage ist oder sich aus welchen Gründen auch immer zurückhält, werden private Unternehmen und/oder ihre Stiftungen aktiv. Denn nur sie haben die monopolähnliche Möglichkeit, die notwendigen finanziellen Mittel zu erwirtschaften und zu investieren.
Kein Wunder, dass unter solchen Verhältnissen generell gemeinnützige Projekte, und dazu zähle ich auch die überwiegend gemeinnützigen Aktivitäten der Esperanto-Bewegung, nur ein geringes Durchsetzungsvermögen haben. Denn auch sie müssten eigentlich finanziell ebenso großzügig ausgestattet werden, wie zum Beispiel die komfortablen Hochschul-Projekte der Wirtschaft. Doch daran hapert es bekanntlich.
Wenn also gemeinnützige Projekte bessere Möglichkeiten zur Verwirklichung ihrer Ziele bekommen sollen, dann müssen wir uns meiner Meinung nach vordringlich Gedanken darüber machen, ob und wie sich eine gemeinnützige Wertschöpfung zur Finanzierung der investiven und laufenden Kosten gestalten ließe
Hierzu habe ich Denkanstöße entwickelt, die unter www.stiftung-europaverstaendigung.de/voelkerverstaendigung/index.htm nachzulesen sind.
Mit den Gedanken allein ist es natürlich nicht getan. Sie müssen auch politisch umgesetzt werden.
Gerhard Hein
Stiftung Europaverstaendigung e.V.
Vorstand: Gerhard Hein, Delia Pick. Eingetragen beim Amtsgericht Hamburg unter Nr. VR 12 546
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