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Europafest in Hamburg   Beitragsliste  
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Während seiner Bühnenschau auf dem Europafest im Innenhof des Hamburger Rathauses am 9. Mai 2005 machte RALPH GLOMP u.a. auch mit mir als Vertreter von Stiftung Europaverständigung e.V. ein Interview. Den Wortlaut gebe ich nachfolgend wieder. Ich danke Ralph herzlich für seinen erneuten tatkräftigen Einsatz für die Esperanto-Idee auf dem jährlichen Europafest.

Gerhard Hein

Interview

Glomp: Mit welchen Themen befasst Ihr Euch zur Zeit?

Hein: Wir setzen uns für die Grundlagen ein, die für ein friedliches Zusammenleben in einer Europäischen Union der kulturellen und sprachlichen Vielfalt besonders wichtig sind.

 Als Grundlagen sind aus unserer Sicht zu fordern

  1. bessere Möglichkeiten für die europaweite sprachliche Verständigung von Mensch zu Mensch, und
  2. europaweit gleichwertige, fortschrittliche soziale Sicherheit. Sicherheit schließt die gleichberechtigte Teilhabe an sozialen Errungenschaften ein.

Glomp: Was müssen wir aus Deiner Sicht für den Zusammenhalt der EU tun?

Für den Zusammenhalt der 25 Staaten in der EU brauchen wir den gemeinsamen Willen, die eben erwähnten Grundlagen zu schaffen und zu festigen.

 Ein Muß für den Zusammenhalt sehe ich in

·       einer gleichberechtigten, diskriminierungsfreien und chancengleichen sprachlichen Verständigung,  und in

·       einer Verständigung, die für alle Menschen bürgerfreundlicher ist als heute, also europaweit leichter und wirtschaftlicher.

Die Diskriminierungsfreiheit ist für mich ein ganz wichtiger Punkt für den Zusammenhalt. Die Achtung der kulturellen und sprachlichen Vielfalt ist ja schon seit langem von den Mitgliedsländern vereinbart.  Jetzt sind Taten gefragt.

Als Tat erwarte ich die Einführung einer demokratischen Zweisprachigkeit

 Deshalb sollte neben der Muttersprache als Zweitsprache die neutrale (!) internationale Sprache ESPERANTO überall an Europas Schulen gelehrt wird.

 Ein zweites Muß für den Zusammenhalt der EU ist  eine gleichrangige, fortschrittliche soziale Sicherheit überall in Europa. Es darf innerhalb der EU kein Armutsgefälle geben!

 Das erfordert, dass soziale und gemeinnützige Tätigkeiten ideell und finanziell deutlich stärker als bisher zu fördern sind. Machbar wäre das! Und zwar mit einem Fürsorgewirtschaftsgesetz. Unsere Initiative dafür können Sie im Internet nachlesen.

(Anmerkung, nachträglich eingefügt: http://www.stiftung-europaverstaendigung.de/funktionsmodell-fuersorgewirtschaft/index.htm ).

Nach unserem Vorschlag sollten in den europäischen Volkswirtschaften künftig zwei unterschiedliche Wertschöpfungssysteme gleichberechtigt nebeneinander und zum beiderseitigen Nutzen zusammenwirken.

 Kurz gesagt: Erst Marktwirtschaft und Fürsorgewirtschaft zusammen ergeben aus meiner Sicht die „Soziale Marktwirtschaft“, wie sie von der europäischen Verfassung gefordert wird.

Glomp: Was brauchen wir noch?

 Hein: Ein europäisches Wir-Gefühl!

 Das entsteht nicht von selbst. Wir müssen darauf hinwirken, dass es auf dem Dünger von gemeinsamen kulturellen und rechtlichen Grundlagen wächst, die von allen Menschen akzeptiert werden. 

(Ende des Interviews)

http://www.hotel-esperanto.de dürfte einen Besuch wert sein!



Die 10. Mai 2005 3:41

gerhardhk.hein@...
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Gerhard Hein
gerhardhk.hein@...
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10. Mai 2005
6:13
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