Du schreibst:
- Österreich braucht Demokratie, sowohl der Bürger als auch die Parteien. Damit meine ich innerhalb der Parteien. Auch die Parteien werden eines Tages gezwungen sein, auf den Zug Richtung Demokratie aufzuspringen.
Parteipolitik und Demokratie sind Widersprüche! Keine Partei kann eine wahre, wirkliche bzw. echte Demokratie befürworten, denn damit würden sie ihre eigene Existenzberechtigung untergraben.
Auch wenn Strachenthaler zur Zeit mehr Demokratie fordert, so sieht das schon ganz anders aus, wenn er nicht mehr das Schlusslicht in der Wählergunst ist.
Politiker fürchten die Demokratie wie der Teufel das Weihwasser! Die sogenannten „direkt-demokratischen Elemente" in unserer Verfassung sind eigentlich nur eine Verarschung des Volkes.
Ein Volksbegehren müssen sie nur „behandeln" – Das heißt: es kurz zu besprechen und es anschließend zu mistkübelelisieren reicht schon aus. Und eine Volksabstimmung, die für sie bindend wäre, brauchen sie nur erst gar nicht zu genehmigen.
Sorry aber du kannst von keinem Politiker erwarten, dass er sich selbst entsorgt! Er sitzt an den Hebeln der Macht und ist bloß auf sein Aufsichtsratpöstchen scharf, dass ihm die Industrie als Ausgedinge verschafft wenn er mal zurückgetreten wird.
Korruption gehört nun mal zum Handwerk eines Politikers. Auch wenn dies heute nicht mehr so offensichtlich betrieben oder direkt mit Geld abgegolten wird, so entbehrt es doch nicht einer gewissen Tradition die schon aus der Kaiserzeit stammt und weiterhin mühevoll und aufopfernd gepflegt wird.
Die Demokratie braucht die Parteipolitik so dringend wie ein Fisch das Fahrrad! Durch die Gruppierung der Interessen kann sie in Wirklichkeit gar nicht zur Geltung kommen. Die Probleme lassen sich weder mit Links-Rechts – noch mit Grün oder Braun lösen. Das Getue um die verschiedenen politischen Richtungen ist bloß Ablenkung.
In Wirklichkeit regiert ein neoliberales Konsortium, das sowohl die EU als auch die einzelnen Staatsregierungen fest im Griff hat. Staatseigentum zu Veräußern kann nur den Reichen, welche sich dieses dann unter den Nagel reißen zu gute kommen. Oder was hältst Du davon, den Herd in deiner Wohnung zu verkaufen um ihn anschließend zu mieten, weil er ja weiterhin gebraucht wird? Klar momentan bekommst du Geld und kannst stolz behaupten wieder einmal ein NULL-Defizit geschafft zu haben. Aber der Käufer betrachtet es als Investition, und wenn diese seine Amortisierung erreicht, resultiert sich das für das Volk als Verlust. Zu diesem Zeitpunkt allerdings, wirst du den damaligen Finanzminister irgendwo auf einem gut bezahlten Aufsichtsratposten in der Industrie wiederfinden.
Versuche erst gar nicht, die Parteien oder die Politiker zu demokratisieren. Das ist ein, von vornherein aussichtloses Unterfangen. Bei der repräsentativen Demokratie handelt es sich um einen systemimmanenten Fehler. D.h. du kannst den Fehler nicht beheben ohne dabei das gesamte System zu beeinträchtigen, bzw. zu zerstören.
Am besten ist es, du ignorierst es, und beginnst ein komplett neues System aufzubauen – Eines, das vom Souverän direkt ausgeht. Eines, in dem die koordinierenden Funktionen nicht über-, sondern untergeordnet sind.
Zumindest wäre das ein Ansatz der einen Erfolg bringen kann!
Pan.