Gemeinsame Erklärung der Initiative Türkischer Vereine in der Region
Stuttgart
Absage der Veranstaltungen über "Das Wirken der Fethullah
Gülen-Bewegung in Deutschland"
Aufgrund der aktuellen politischen Ereignisse in der Türkei, sehen wir
uns gezwungen, die für Montag (27.10. DGB-Haus) und Dienstag (28.10.
Rathaus) geplanten Veranstaltungen über "Das Wirken der Fethullah
Gülen-Bewegung in Deutschland" auf einen späteren Zeitpunkt zu
verschieben. Der als Hauptredner geladene Autor und Journalist Merdan
Yanardag wurde am Sonntagmorgen, einen Tag vor seiner Abreise nach
Stuttgart, auf Anordnung des Staatsanwaltes Zekeriya Öz in Ankara
verhaftet.
Bereits in den vergangenen Wochen wurden verschiedene Versuche
unternommen, unsere Veranstaltung in Misskredit zu bringen und zu
verhindern. Die Frankfurter Redaktion der türkischen Tageszeitung
ZAMAN hat in einem Brief an den Oberbürgermeister der Landeshauptstadt
Stuttgart dagegen protestiert, dass diese Veranstaltung im Rathaus
stattfinden sollte.
Des Weiteren wurden die Vertreter der veranstaltenden Vereine von
einem Redakteur der Zeitung ZAMAN sowie von dem Vorsitzenden des
Frankfurter "Forums für interkulturellen Dialog e.V.", dessen
Ehrenvorsitzender Fethullah Gülen ist, einzeln kontaktiert und
bedrängt, warum man so eine Veranstaltung überhaupt machen wolle.
Wir bedauern die kurzfristige Absage der Veranstaltung, kamen jedoch
überein, aufgrund dieser offensichtlichen Beeinflussungsversuche sowie
des großen Interesses, das die Thematik der Veranstaltung in Politik,
Verwaltung und Medien hervorgerufen hat, die geplante
Informationsveranstaltung über die Gülen-Bewegung zu einem späteren
Zeitpunkt nachzuholen.
Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen,
Initiative Türkischer Vereine in der Region Stuttgart