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TGD, BTS und EATA für Abschaffung der Optionspflicht im Staatsangeh   Beitragsliste  
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European Assembly of Turkish Academics
Bundesverband Türkischer Studierendenvereine
Türkische Gemeinde in Deutschland
        
Berlin, den 08.07.2008
Gemeinsame Presseerklärung


TGD, BTS und EATA FÜR ABSCHAFFUNG DER OPTIONSPFLICHT IM STAATSANGEHÖRIGKEITSRECHT

Die Türkische Gemeinde in Deutschland, der Bundesverband Türkischer Studierendenvereine und European Assembly of Turkish Academics appellierten heute vor der Bundespressekonferenz in Berlin an die Bundesregierung, die Optionspflicht im §29 StAG abzuschaffen, wonach sich Jugendliche mit dem 18. Lebensjahr zwischen der deutschen (die sie per Geburt erhalten) und der ursprünglichen Staatsangehörigkeit entscheiden müssen.

Hierzu erklärten der Bundesvorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland, Kenan Kolat, der Bundesvorsitzende des Bundesverbandes Türkischer Studierendenvereine, Serdar Yazar und der Vorsitzende von European Assembly of Turkish Academics, Kerim Arpad, in einem gemeinsamen Aufruf:

„Die Optionspflicht führt zu vielen bürokratischen und integrationspolitischen Problemen. Durch das Optionsmodell werden familiäre und soziokulturelle Bindungen in einem ungeklärten Zustand gehalten und Entscheidungen gegen einen Teil der persönlichen Identität erforderlich gemacht. Die Entscheidungspflicht für die eine oder die andere Staatsangehörigkeit fällt in eine Phase, in der die Betroffenen zudem vor wichtigen Entscheidungen für ihre berufliche Lebensplanung stehen.

Während der Fußball-Europameisterschaft haben viele deutsch-türkische Jugendliche gezeigt, dass ihr Herz für beide Mannschaften geschlagen hat. Dieser Tatsache kann mit der Aufhebung der Optionspflicht und Einführung einer Möglichkeit der eigenständigen Entscheidungsmöglichkeit begegnet werden.

Im Rahmen einer Anhörung im Deutschen Bundestag wurden die rechtspolitischen und demokratietheoretischen Probleme der Optionspflicht durch die Sachverständigen problematisiert.“

Kolat, Yazar und Arpad appellierten an die Bundeskanzlerin, eine entsprechende Initiative zu starten. Frau Merkel könne durch eine solche Initiative wirklich die Bundeskanzlerin aller Bürger/innen Deutschlands werden.

Kenan Kolat    Türkische Gemeinde in Deutschland
Serdar Yazar    Bundesverband Türkischer Studierendenvereine
Kerim Arpad    European Assembly of Turkish Academics



Die 8. Jul 2008 14:17

eata_bawue
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eata_bawue
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8. Jul 2008
14:17
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