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#4073 Von: "Dieter Poschen" <CONTRASTE@...>
Datum: Die 1. Feb 2005 21:44
Betreff: Schwerpunktthema im Februar 2005: Was bringt Eigenarbeit?
contraste48
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Aus CONTRASTE Nr. 245 (Februar 2005, Schwerpunktthema)

ANDERS ARBEITEN

Was bringt Eigenarbeit?

Warum mueht sich Zahnarzt Thomas W. an der
Hobelbank im Muenchner Haus der Eigenarbeit ab,
glaettet unhandliche Birkenholzbretter, aus denen er
spaeter eine Regalwand fuer sein Wohnzimmer bauen
will? "Mich macht es richtig stolz, wenn ich etwas
selbst hergestellt habe. Das gibt es nirgendwo zu
kaufen. Selber machen ist etwas ganz Individuelles und
fuer mich inzwischen sehr wichtig, schon deshalb, weil
ich dabei so gut entspannen kann."

Elisabeth Redler, Ingrid Reinecke, Forschungsgesellschaft
anstiftung gGmbH, Muenchen - Was bringt Annette Feiersinger,
Schreinerin im Kemptener Kempodium und Mutter von
zwei Kindern, dazu, ein handwerkliches Projekt fuer
Grundschulklassen zu kreieren? "Handwerkliches Arbeiten kommt
in unserem Schulsystem zu kurz. Ich habe
aber die Erfahrung gemacht, dass solche Taetigkeiten fuer
die Entfaltung und Persoenlichkeitsbildung der Kinder
wichtig sind."


Was bedeutet es fuer Tassew Shimeles, Agraringenieur
und Koordinator der Internationalen Gaerten Goettingen, bei der
Integration von Migranten ganz andere
Wege zu gehen? "Ich habe die Erkenntnis gewonnen,
dass Mitgestaltung in einem grossen Industrieland moeglich ist.
Das hat mir gezeigt, wie wichtig das Individuum
ist."


Stolz auf eigene Faehigkeiten, Lust an kreativer Betaetigung,
Wunsch nach persoenlicher Entfaltung, Geselligkeit, Teilhabe
und Mitgestaltung, aber auch die Moeglichkeit, Verantwortung
zu uebernehmen - das sind Motive dafuer, dass Menschen sich
bewegen, dass sie aktiv werden
fuer sich und fuer andere.


Hier setzt die gemeinnuetzige Forschungsgesellschaft
anstiftung in Muenchen an. In Modellprojekten entwickelt und
erprobt sie Grundlagen und Voraussetzungen
fuer die Verwirklichung nachhaltiger Lebensstile und neuer
Wohlstandsmodelle. Ihre These: Handwerkliche, kulturelle und
soziale Eigenarbeit dient der persoenlichen Entwicklung und
traegt zum nachhaltigen Umgang mit den
natuerlichen Ressourcen bei. Eigenarbeit, verstanden als
Taetigsein im eigenen Auftrag, mit den eigenen Kraeften,
nach eigenem Konzept fuer den eigenen Bedarf, ist von Anfang
an ein zentrales Forschungs- und Praxisthema der
anstiftung, flankiert von den Themen Selbsthilfe, Wohnen,
Nachbarschaft und Gesundheit. Die anstiftung wurde 1982 von
Jens Mittelsten Scheid, einem Mitglied der
Vorwerk-Unternehmerfamilie, gegruendet. Sie wird seither aus
Mitteln der Familienstiftung finanziert. "Mit den
Aktivitaeten der anstiftung", sagt Jens Mittelsten Scheid,
"wollen wir real und nachhaltig zu gesellschaftlichen
Problemloesungen beitragen." Heute konzentriert sich
die Forschungsarbeit auf regionale Eigenversorgung und
Eigenarbeit sowie, eingemuendet in die Gruendung der Stiftung
Interkultur, auf innovative Ansaetze fuer eine nachhaltige
Einwanderungsgesellschaft.

Auf Initiative der anstiftung entstand 1987 das
Muenchner Modellprojekt Haus der Eigenarbeit (HEi), ein
Buergerzentrum mit zahlreichen Werkstaetten, in denen
Laien ohne Voranmeldung handwerklich und kuenstlerisch taetig
sein koennen und dabei von Fachleuten beraten werden (s.
Artikel Seite 7). Nach dem Vorbild des HEi
sind in anderen Orten Werkstaetten fuer Eigenarbeit entstanden,
so z.B. in Wolfen, Bozen, Tuebingen und im Oekodorf Sieben
Linden. Auch fuer die Werkstaetten des Kempodium - Allgaeuer
Zentrum fuer Eigenversorgung, einer
weiteren Initiative der anstiftung in Kempten (s. Artikel
Seite 8), stand das HEi Pate. Jedes Projekt hat jedoch seine
eigene Geschichte und sein eigenes Profil. Im Kempodium z.B.
wird ein kleines Team von Beschaeftigten von
einer grossen Gruppe ehrenamtlicher Helfer/innen gestuetzt.
Regionalitaet ist wichtiger Bestandteil des Kemptener Konzepts
und praegte von Anfang an das Programm.
Die Stiftung Interkultur hat ueber Interkulturelle Gaerten
das Thema Integration mit Eigenarbeit verknuepft (s.
CONTRASTE Oktober 2004). Sie macht auf diesem Weg
auf neue Formen selbstbestimmter Integration aufmerksam.

Die anstiftung spuert gesellschaftliche Trends auf und
verbindet ihre Forschungs- und Entwicklungsarbeit mit
relevanten Zeitthemen. Dazu gehoeren die Krise der
Erwerbsarbeit, die Nachhaltigkeitsdebatte, aber auch die
Gefahren der Kommerzialisierung nahezu aller Lebensbereiche.
Kernfragen der anstiftung sind: Welche Formen
des lebenswichtigen und lebensdienlichen Handelns gibt
es in unserer Gesellschaft jenseits von Markt und Staat?
Unter welchen Bedingungen werden Menschen selber aktiv? Was
bedeuten ihnen informelle Taetigkeiten, und welchen Wert haben
diese fuer die Gesellschaft? Wie kann
man eine subsistenzorientierte Alltagskultur als
gesellschaftlichen Wert foerdern und schuetzen?

In ihrer jahrzehntelangen Forschungsarbeit hat die
anstiftung verschiedene Modellprojekte entwickelt und
wissenschaftlich begleitet. In ihrem neuen soziologischen
Forschungsprojekt ueber "Nachhaltige Lebensstile
und Alltag" untersucht sie seit Anfang 2004 die Verbreitung
und Bewertung eigenproduktiven Handelns in den
verschiedensten Milieus. Die anstiftung hat ausgewertet,
wie Projekte der Eigenarbeit zu organisieren, zu bewerben und
zu finanzieren sind; sie hat die Ergebnisse veroeffentlicht
und das "Netzwerk Eigenarbeit" ins Leben gerufen, das
inzwischen bis nach Suedtirol reicht. Neue Initiativen
erhalten Unterstuetzung durch Beratung, Schulungen und
Praktika; in einigen Faellen gibt es auch eine finanzielle
Starthilfe. Im "Newsletter Netzwerk Eigenarbeit" stellt die
anstiftung ihren Netzwerkpartnern beispielhafte Entwicklungen
in einzelnen Projekten vor.
Praktisches Know-how liefern ausserdem die "Bausteine
zur Projektentwicklung", in denen Themen wie die optimale
Einrichtung von Werkstaetten oder die Didaktik der
Arbeit mit Laien ausfuehrlich beschrieben werden. Um
den persoenlichen Erfahrungsaustausch zwischen den
Partnern lebendig zu halten, finden in unregelmaessigen
Abstaenden Projektetreffen statt.

Schwerpunktthema Seite 7 bis 9
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CONTRASTE ist die einzige ueberregionale Monatszeitung
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Entgegen dem herrschenden Zeitgeist, der sich in allen
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Land der gelebten Utopien berichtet: ueber Arbeiten ohne
ChefIn fuer ein selbstbestimmtes Leben, alternatives
Wirtschaften gegen Ausbeutung von Menschen und Natur,
Neugruendungen von Projekten, Kultur von "unten" und viele
andere selbstorganisierte und selbstverwaltete
Zusammenhaenge.

Desweiteren gibt es einen Projekte- und Stellenmarkt,
nuetzliche Infos ueber Seminare, Veranstaltungen und
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in den unterschiedlichsten Bewegungen aktiv und arbeiten
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#4074 Von: "Dieter Poschen" <CONTRASTE@...>
Datum: Die 1. Feb 2005 22:33
Betreff: Anklage gegen Online-Demo
contraste48
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Aus CONTRASTE Nr. 245 (Februar 2005)

OEFFENTLICHER RAUM WORLD WIDE WEB

Anklage wegen Online-Demo

"Wenn Konzerne, die mit
Abschiebungen Geld verdienen,
ihre groessten Filialen im Netz
aufbauen, dann muss man auch
genau dort demonstrieren."
(Aus einem Aufruf zur
Online-Demo gegen die Lufthansa)


Libertad!, Frankfurt/Main - Zur Erinnerung: Im Maerz 2001
begannen die
Initiativen "Libertad!" und "Kein
Mensch ist illegal" mit der Mobilisierung zu einer
Online-Demo im Zusammenhang mit der
deportation.class-Kampagne gegen das
Lufthansa-Abschiebegeschaeft. Unterstuetzt und zur Aktion
aufgerufen
wurde von rund 250 Gruppen und
Einzelpersonen aus den Bereichen
der Menschenrechtsarbeit, der Asylpolitik, von Gewerkschaften
und
NGO's. (u.a. Jos‚ Bov‚ ("Conf‚d‚ration paysanne", France),
Bundesarbeitsgemeinschaft Kritischer PolizistInnen (Hamburger
Signal) e.V.
und SAFERCITY.DE, Internationales
Sekretariat der CNT und Syndicat de
L'Industrie Informatique CNT-SII
aus Frankreich, Antiapartheidsgruppe Kiel, Centro de
Documentaci¢n
en Derechos Humanos "Segundo
Montes Mozo S.J.", Quito, Ecuador).

Am 20. Juni 2001, am Tag der
Hauptversammlung der Lufthansa
AG in Koeln, war es soweit: Mehr als
10.000 Teilnehmer/innen brachten
mit ihren Zugriffen auf die Lufthansa-Webseite den digitalen
Kranich
ins Wanken, die Seite war zeitweise
lahmgelegt.


"Noetigung" und "Anstiftung zur
Noetigung" war das aus Sicht der
Frankfurter Staatsanwaltschaft, die
auf eine Anzeige der Lufthansa AG
hin am 17.10.2001 eine Razzia bei
Libertad! durchfuehren liess. Insgesamt zehn Computer und
weitere Datentraeger wurden beschlagnahmt,
und befinden sich zum groessten Teil
bis heue im Besitz der Frankfurter
Polizei.

Das grosse oeffentliche Interesse
und die rege Beteiligung an der Online-Demo waren sehr
erfreulich, und
gross war auch die folgende Solidaritaet in Form von
Unterstuetzungserklaerungen fuer Libertad!.


Im Mai 2004 wurde Libertad!
von Seiten der Staatsanwaltschaft
die Moeglichkeit eines Vergleichs zur
Einstellung des Verfahrens signalisiert. Voraussetzung war
ein
"Schuldeingestaendnis" und der Verzicht auf Rueckgabe der
beschlagnahmten Gegenstaende. Libertad!
lehnte und lehnt dies ab, da wir Protest und Widerstand gegen
das toedliche Geschaeft mit den Abschiebungen nach wie vor fuer
absolut legitim
und notwendig halten.


Mit Datum 28.12.2004 hat nun
die Staatsanwaltschaft Frankfurt/Main Anklage beim
Amtsgericht gegen den Anmelder der Internet-Domains
"www.libertad.de" und
"www.sooderso.de" erhoben, da er
"durch Verbreiten von Schriften zu
einer rechtswidrigen Tat - Noetigung
gemaess Î240 StGB - aufgefordert"
habe.


Politisch und moralisch souveraen blicken wir einem Prozess
entgegen, der fuer die Lufthansa AG nur
mehr Peinlichkeiten an die Oeffentlichkeit tragen wird, als
dies vor und
waehrend der Online-Demo bereits
der Fall war.


Im Uebrigen entscheiden wir
selbst, was wir richtig finden, gegen
Abschiebungen zu tun!


Das World Wide Web ist ein oeffentlicher Raum. Wir werden
auch in Zukunft zu den neuen Protest- und
Widerstandsformen im
Internet aufrufen und uns an ihrer Organisierung beteiligen!

SPENDENKONTO:
Foerderverein Libertad! e.V., Kontonummer: 8020069300,
Bankleitzahl: 430 609 67, GLS Gemeinschaftsbank, Stichwort:
Onlinedemo

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#4075 Von: "Karl Dietz" <karl.dietz@...>
Datum: Die 1. Feb 2005 23:18
Betreff: hinweis: Barnimer Bürgerpost 2/2005 + INA
dz835
Mail senden Mail senden
 
zur info über die neue ausgabe der bbp aus barnim und dann noch
aus der INA beginn zeit - hat ja auch mal was. so text von "früher"
k.

------- Weitergeleitete Nachricht / Forwarded message -------
An:              list48@...
Datum:    Wed, 2 Feb 2005 00:08:51 +0100
Betreff:         Re: [list48] Inhalt der Barnimer Bürgerpost 2/2005


Am 1 Feb 2005, um 23:45 hat Gerd Markmann geschrieben:

>
> Inhalt der BBP 2/2005:
>

>
> Seite 12
> Tauschringe: Alternative zum Kapitalismus oder Elendsverwaltung -
> Teil 5: »Dinge tun, die Spaß machen« (Gerd Markmann)


>
> Seite 16
> Der Utopie dicht auf den Fersen? (aus dem Newsletter des Instituts
> für Neue Arbeit - INA)

...

>
> --
> LIST48
> http://de.groups.yahoo.com/groups/list48
> --
>

...

--

hier vorab infos zu ina aus coforum.de aus der pm zur gründung vor
etlichen jahren:

! Institut für neue Arbeit
! Wege aus der Krise der Arbeit

* Adresse : Düsseldorfer Str. 54, 51063 Köln-Mülheim
* Tel.: 0221 640 5245
* Fax.: 0221 640 3198
* Homepage: http://www.thur.de/philo/ina/ina.htm

----
! Kurzvorstellung

'''Was ist "Neue Arbeit"?'''

Das Konzept der Neuen Arbeit, als Idee zuerst konzipiert von
Frithjof_Bergmann, geht von der Erkenntnis aus, daß die Menge
der Erwerbsarbeit und damit die Zahl der regulären
Arbeitsverhältnisse immer mehr schrumpft. Stadtviertel mit alten
Industrien, wie Köln-Mülheim, leiden besonders unter dieser
Entwicklung. Staatliche Versuche, Arbeitsplätze zu schaffen,
können
das Problem nicht lösen, sondern nur verlagern; ABM und !HzA
schaffen
keine dauerhafte Arbeit. Nach dem Ende der Maßnahme wartet
meist
wieder die Arbeitslosigkeit. Neue Arbeit sieht dagegen vor, einen
Teil
Erwerbsarbeit zu verbinden mit Selbstversorgung auf hohem
technischen
Niveau ( high-tec-selfproviding) und schöpferischer Tätigkeit, dem
sogenannten Calling. In der Bundesrepublik und in anderen
Ländern gibt
es heute zahlreiche

Versuche, diese Ideen Wirklichkeit werden zu lassen. In Köln-
Mülheim haben Initiativen auf dem Gebiet der Neuen Arbeit über
viele Jahre Erfahrungen gesammelt.

'''II Initiatoren'''

Das Institut für Neue Arbeit ist entstanden aus der Sozialistischen
Selbsthilfe Mülheim (^SSM) e.V. und der "Mülheimer Erklärung",
einem
Zusammenschluß von dreißig Vereinen und Initiativen im
Stadtviertel
Köln-Mülheim. Die Sozialistische Selbsthilfe Mülheim arbeitet seit
zwanzig Jahren im Stadtviertel mit Obdachlosen und Behinderten.
Sie
ist ein selbstverwalteter Betrieb, der ohne öffentliche Zuschüsse
wirtschaftet, und eine ganze Reihe von Initiativen im Viertel und
darüber hinaus initiiert hat, wie "Wohnen gegen Strom e.V.", ein
autonomes Modell für Bauen, Wohnen und Leben "Kulturbunker
e.V.", ein
selbstverwaltetes Kulturzentrum "Böcking-Treff e.V.", ein
selbstverwalteter Jugend- und Nachbarschaftstreff "Bauen -
Wohnen -
Arbeiten e.V.", Obdachlose bauen sich selber Wohnungen und
schaffen
sich Arbeitsplätze auf dem Gelände einer ehemaligen Kaserne.
Dadurch
hat der ^SSM eine große Menge an Erfahrung auf dem Gebiet der
Selbstversorgung, der Selbstverwaltung, des Selberbauens und der
Eigenarbeit gesammelt, kurz der Neuen Arbeit.

Die Mülheimer Erklärung ist ein Zusammenschluß aus dem Kreis
der Bürgerdienste Mülheims. Angesichts wachsender
Arbeitslosigkeit und Perspektivlosigkeit einerseits und
zunehmender Industriebrachen andererseits tritt sie für neue Wege
zur
Bekämpfung der Arbeitslosigkeit, die über die "Ein-Jahres-
Perspektive" der ABM und HzA hinausgehen. Deshalb fordert sie,
auf dem
Gelände des ehemaligen Güterbahnhofes beispielhaft die
Schaffung von
Arbeitsplätzen zu initiieren und dabei Formen von Neuer Arbeit zu
erproben.

'''III Zielsetzung'''

Das Institut für Neue Arbeit hat es sich zum Ziel gesetzt,
ausgehend von der zwanzigjährigen Erfahrung der Initiativen im
Stadtviertel und basierend auf einer Vielzahl erfolgreich arbeitender
Projekte

die vorhandenen Erfahrungen theoretisch aufzuarbeiten,
die gewonnenen Ergebnisse mit anderen Erfahrungen zu
vergleichen,
konkrete Projekte zu initiieren, zu planen und anzuleiten,
bestehende Arbeitsgruppen und Projekte miteinander zu vernetzen,
Seminare und Workshops zu veranstalten, die allen Interessierten,
insbesondere aber den Mülheimer BürgerInnen die Möglichkeit
bieten,
sich aktiv an der Planung und Gestaltung ihrer Lebens- und
Arbeitsmöglichkeiten im Viertel zu beteiligen und die dazu
notwenigen
Techniken zu erlernen und einzuüben, den Planungsprozeß
"Industriebrache Mülheim" zu begleiten und zu moderieren.


'''IV Vorhaben'''

Das Institut für Neue Arbeit arbeitet seit über einem Jahr in
Räumen der ^SSM in der Düsseldorfer Str.74. Diese sollen zu einer
Tagungsstätte mit Bibliothek, Übernachtungsräumen, Büro, Küche
etc.
ausgebaut werden, in denen die oben geschilderten Arbeiten,
Forschungen, Workshops etc. durchgeführt werden können. Das
Institut
für Neue Arbeit wird darüberhinaus Gutachten- und
Forschungsaufträge
annehmen und durchführen, die sich mit der Zukunft der
Arbeitsgesellschaft und Alternativen zur Erwerbsarbeit befassen.

----
aus: Pressemitteilung zur Gründung ( 22. Oktober 1998) :
http://www.trend.partisan.net/trd1098/t421098.html

----
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Westfalen





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LIST48
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#4076 Von: "Dieter Poschen" <CONTRASTE@...>
Datum: Mit 2. Feb 2005 10:40
Betreff: CONTRASTE im Februar: Aus dem Inhalt
contraste48
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Aus CONTRASTE Nr. 245 (Februar 2005, AUS DEM INHALT)


OEFFENTLICHER RAUM WWW

Am 20. Juni 2001 war es soweit, eine Grossdemonstration im
Internet gegen das Abschiebegeschaeft, von dem u.a. auch die
Lufthansa AG profitiert, fand im oeffentlichen Raum World
Wide Web statt. Mehr als 10.000 TeilnehmerInnen brachten mit
ihren Zugriffen auf die Lufthansa-Website den digitalen
Kranich ins Wanken, die Seite war teilweise lahmgelegt. Nun
gibt es eine Anklage gegen den Anmelder der Online-Demo.

Seite 1

STADTKOMMUNEN-TREFF

Zum ersten Treffen von VertreterInnen verschiedener
Stadtkommunen oder -projekte in der Bundesrepublik
fanden sich vom 10. bis 12. Dezember 2004 zwoelf
sehr unterschiedliche Menschen aus sehr
unterschiedlichen Projekten in der Projektwerkstatt
Saasen bei Giessen ein.

Seite 2

PORTUGAL

30 Jahre nach der "Nelken"-Revolution und Landreform fuehrt
eine politische Reise in den Sueden Portugals.

Seite 2



JUGENDUMWELT


Der Jugendumweltkongress ("Jukss") fand zur Jahreswende in
Magdeburg statt - wie immer Experimentierfeld fuer eine bunte
Mischung aus Aktionen,
Arbeitskreisen, Diskussionen und selbstverwalteten
Strukturen. Das Ausprobieren von neuen Methoden
wurde dieses Mal wieder in den Vordergrund gerueckt - das
zentrale Plenum und vorher feststehendes Workshopprogramm
sollten zugunsten von
mehr Autonomie und Selbstorganisation aufgeloest
werden.

Seite 3


ORGANISATION VON UNTEN

In seinem Rueckblick zu den Hartz IV-Demos kommt
Joerg Bergstedt zu dem Schluss, dass diese "vereinnahmt,
kanalisiert und poulistisch" aufgeladen wurden. Eine Kritik
an Joergs Positionen ist angebracht,
findet Kurt Regenauer. Fuer besonders gefaehrlich haelt
er Joergs verwendeten "Populismus"-Begriff.

Mit der "Aktion Agenturschluss" Anfang Januar 2005
beschaeftigen sich zwei Beitraege, der eine haelt die Aktion
fuer einen vollen Erfolg, der Beitrag von Thilo
Pfennig beleuchtet diese kritisch.


Seite 4/5


TRAMPEN LEICHT GEMACHT


Angesichts steigender Bahnpreise stellt sich fuer viele,
die das Geld nicht haben oder ganz bewusst ein
selbstorganisiertes Leben ohne Job fuehren, die Frage nach
alternativen Moeglichkeiten, von A nach B zu kommen. Eine
dieser Moeglichkeiten ist das Trampen,
d.h. per Anhalter mit Leuten mitfahren, die ueber ein
Auto verfuegen oder ein nicht voll ausgeschoepftes
Wochenendticket.

Seite 6


SOZIALFORUM VON UNTEN

Im Juli 2005 findet in Erfurt das erste Sozialforum in
Deutschland statt. Etliche Gruppen wollen dort offene
Raeume mit kreativen Aktionsideen, Debatten um
Utopien und politische Strategien, vielfaeltigen
Projekten vom Radio ueber offene Internetplattformen
bis zum Theaterworkshop sowie alternative und
selbstorganisierte Formen des Alltagslebens
schaffen.

Seite 6


GRUNDEINKOMMEN

In unserer letzten Ausgabe hatten wir unseren
sozialpolitischen Schwerpunkt mit der Forderung nach
Grundeinkommen eroeffnet. Es wird hoechste Zeit, die
oeffentliche Diskussion zu diesem Thema verstaerkt zu
fuehren, denn die Zeiten der "Vollbeschaeftigung" sind
wohl endgueltig vorueber. Wir veroeffentlichen mit
freundlicher Genehmigung der oesterreichischen Zeitschrift
"grundrisse" in dieser und der kommenden
Ausgabe einen Beitrag von Karl Reitter.

Seite 10/11



GENOSSENSCHAFTEN


Mittlerweile ist eine gezielte Beeinflussung "von
Oben" aber auch Instrumentalisierung im so genannten
Genossenschaftswesen Deutschlands alltaeglich.
Dabei ist es nicht ausschlaggebend, ob gewollt oder
ungewollt. Aber die Geschichte lehrt: "In einer dirigierten
Wirtschaft leben nur die Dirigenten gut!"
(Zarko Petan) Lebten die Gruendervaeter des heutigen
deutschen Genossenschaftswesens noch, sie wuerden
dagegen Sturm laufen.


Seite 13

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#4077 Von: "Dieter Poschen" <CONTRASTE@...>
Datum: Mit 2. Feb 2005 15:41
Betreff: Terminkalender Februar 2005
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ALTERNATIVE OEKONOMIE


LOS GEHT'S 2005

Kapitalismus ueberwinden,
selbstbestimmt leben,
Gemeinschaften gruenden

Diese Gesellschaft braucht Alternativen.
Gemeinschafts-Interessierte treffen
Gleichgesinnte zum Austausch und zur
Initiierung neuer Gruppen. Bestehende
Gemeinschaften stellen sich vor und beantworten Fragen zu
ihrer Praxis.

Vom 13. bis 18. Mai 2005 findet in der
Kommune Waltershausen das Los geht's
2005 statt, Mitveranstalter: Villa Lokomuna und die Kommune
Niederkaufungen.

Information & Anmeldung:
Kommune Niederkaufungen
Kirchweg 1, D-34260 Kaufungen
Tel.: (0 56 05) 8 00 70
www.losgehts2005.de


OEKODOERFER

Seminar "Erfolgreiche Oekodoerfer"
und Gemeinschaften 2005:
18.-20.3. + 28.-30.10. Oekodorf
bei Hannover
22.-24.4. Gemeinschaft im Taunus
17.-19.6 + 23.-25.9. im Schwarzwald
7.-13.8. 12.OeKODORF-Festival bei Mainz
29.12.-2.1.06 Sylvester in Gemeinschaft

Kaum bekannt, aber es gibt sie seit ueber
40 Jahren, mit Integration alter oder behinderter Menschen,
mit kinderfreundlicher Atmosphaere, Selbstversorgung...,
alle mit Toleranz in der Weltanschauung und im Glauben. Die
Seminargaeste
werden unterstuetzt, herauszufinden, ob
fuer sie ein Gemeinschaftsleben in Frage
kommt und ggf. welcher Art.
Info: OeKODORF-Institut
Tel.: (0 77 64) 93 39 99
E-Mail: meyer@...


STIFTUNG SALECINA

Frauen-Geschichte(n)

Wegbereiterinnen der Frauenbewegung

mit Gisela Notz, Sozialwissenschaftlerin
und Historikerin, Bonn und Marlies Leibitzki,
Theaterpaedagogin, Bielefeld.

Anhand von ausgewaehlten Frauenbiografien wollen wir den
TeilnehmerInnen, die Zeit zwischen dem Beginn der
Industrialisierung und den (frauen)bewegten 1970er Jahren
naeher bringen. Nach
einer Zeitreise werden fuenf Frauen aus
verschiedenen (Frauen)bewegungen in
Text und Bild vorgestellt: Flora Tristan
(1803-1844), Rosa Luxemburg
(1870-1919), Jeanette Wolff
(1888-1976), Klara Marie Fassbinder
(1890-1974), Amalie Pinkus-De Sassi
(1910-1996).

Theaterpaedagogische spielerische Methoden ergaenzen die
historischen Vortraege.
Ausgehend von den Biografien werden
wir kleine Szenen entwickeln und die Geschichte(n) der Frauen
in die Gegenwart
holen.

Eingeladen sind interessierte Frauen
und Maenner aller Altersgruppen. Vorkenntnisse im
Theaterspiel sind absolut
nicht erforderlich.
Termin: 3. bis 10.9.2005
Das Seminar kostet fuer die ganze Woche
alles inclusive CHF 250,-Information & Anmeldung:
Stiftung Salecina. CH-7516 Maloja
Tel.: 0041-81-824 32 39
E-Mail: info@...
Web: www.salecina.ch


JUNGE LINKE

Mit Allah gegen Weltmacht
und Weltmarkt?
Islamischer Fundamentalismus
Dass der Glaube an hoehere Maechte ein
Politikum ersten Ranges ist, ist klar
- denn der ist von seinem Anspruch her immer
"fundamentalistisch" und stellt die
Sorte sinngebender Knechtsgesinnung
dar, die schon immer recht funktional
fuer herrschende Gewalt war. Was aber
nicht ihr Grund ist und auch nicht erklaert, was die
Glaeubigen denn damit wollen. Und es wollen viele was damit:
Denn
in fast allen Religionen sind zur Zeit die
Leute auf dem Vormarsch, die aus ihrem
Goetterglauben politische, wirtschaftliche
und soziale Konsequenzen in Form moralischer Erneuerung
und/oder Bewahrung der Tradition einfordern. Wenn im
21. Jahrhundert massenhaft Leute verlangen, dass Staat und
Wirtschaft gemaess
ihrer - zumeist recht interessierten - Lesart
heiliger Buecher eingerichtet werden,
sind die Gruende nicht in Bibel, Talmud,
Veda oder Koran zu finden. Sondern in
den Koepfen der Leute und in Staat und
Wirtschaft. Handelt es sich um einen weltweiten Trend zur
Regression auf angebliche kulturelle Eigenheit angesichts der
Verheerungen des globalen Kapitalismus?
Was aber macht nun gerade den islamischen Fundamentalismus so
attraktiv
- sein oedes Gerechtigkeitsideal, sein Antisemitismus oder
sein Ideal der Einheit von
Staat und Volk? Wenn Religion das Opium des Volkes ist, ist
dann der islamische
Fundamentalismus das Crack der Massen in der Peripherie? Oder
ist es der arabische Sozialismus der verzweifelten,
dummen Kerls?
Mittlerweile reicht ein Kopftuch, damit
im Kopf des Betrachters die Twin-Towers
zusammenstuerzen. Was hat die Auslaenderpolitik des weissen,
christlichen Europas mit dem wachsenden Schwachsinn
in den migrantischen Communities zu
tun? Wie ernst ist die europaeische Einladung an einen
"gelaeuterten" Islam, das
gelungene Zusammenspiel von Staat,
Kirche und Volk multikulturell zu ergaenzen? Und ist ihr
Antizionismus gelungene Integration in den anti-israelischen
Konsens in Europa, re-importierter Antisemitismus oder was?
Termin: 25.-27.02.2005, Hannover
Information & Anmeldung:
junge linke, Postfach 91 04 29,
D-30424 Hannover
E-Mail: info@...


BUKO

"Die BUKO diskutiert: Perspektiven!"

Im Mai 2004 hatten sich insgesamt
mehr als 800 Leute beim BUKO 27 in Kassel getroffen. Der
Kongress war damit einer der groessten der BUKO-Geschichte.
Das ist ganz wunderbar und Teil einer
Entwicklung innerhalb der letzten BUKO-Jahre, die von alten
BUKO-Hasen gerne als "Oeffnungsprozess" beschrieben
wird.

Schon immer waren die BUKO-Kongresse ein Forum von und fuer
Gruppen aus
verschiedenen Zusammenhaengen, um
sich auszutauschen, zu vernetzen und
miteinander zu diskutieren. Seit einigen
Jahren wird dieses Forum auch von Gruppen genutzt, die nicht
zu "klassischen"
Nord-Sued Themen arbeiten, sondern
sich mit (Anti)rassismus, Geschlechterverhaeltnissen,
Sozialabbau, Biopolitik
und vielen anderen Themen beschaeftigen. Diese thematische
Oeffnung der Kongresse ist Ergebnis der Entscheidung der
BUKO, die Kongresse gezielt mit Gruppen und Zusammenhaengen
aus anderen
Spektren der Linken zu organisieren.

Die Erfolge der letzten Kongresse haben
gezeigt, dass dieser Weg ein guter war.
Nun ist es an der Zeit, die Strukturen der
BUKO und ihre Ausrichtung perspektivisch zu diskutieren.
Zumal im Moment
bei der BUKO nicht alles in bester Butter
ist. Zum Beispiel sind Gruppen, die an
der Kongressvorbereitung beteiligt waren, nur selten nach dem
Kongress weiter in der BUKO aktiv geblieben. Unklar
ist auch, ob und welche Art einer Einbindung sich viele
Mitgliedsgruppen wuenschen. Die Ereignisse nach dem Kasseler
BUKO-Kongress und die Auseinandersetzung mit dem
Evangelischen Entwicklungsdienst (EED), die letztendlich auch
zu der Distanzierung von der H&M Aktion seitens des
BUKO-SprecherInnenrats gefuehrt haben (s. CONTRASTE Nr.
244, S. 12), haben fuer viel offene - und
wahrscheinlich auch im "Verborgenen"
stattfindende - Diskussion gesorgt. Und
zu guter letzt hat trotz dieser Distanzierung der EED, der
bisherige Hauptgeldgeber der BUKO, die komplette Foerderung
fuer die BUKO-Geschaeftsstelle und -Kongresse gestrichen.

Die letzte Zeit hat genuegend Turbulenzen produziert, um inne
zu halten, um
die letzten Monate und Jahre rueckblickend zu reflektieren,
um gemeinsam Utopien zu entwickeln, wo die BUKO hin will
und um Schritte zu planen, wie dieses
Ziel erreicht werden kann. Die BUKO-Kongresse sind in den
letzten Jahren
wichtige Orte einer (nicht nur) internationalistischen Linken
gewesen. Deswegen, und weil auch andere Gruppen mit
mehr politischem Gegenwind und knapper werdenden
Finanzmitteln zu tun haben, will die BUKO nicht alleine
diskutieren. Wir laden deswegen zum grossen

BUKO-Ratschlag vom 18.-20. Maerz in
Kassel ein, unter dem Motto
"Die BUKO diskutiert: Perspektiven!"

Wie schon das Motto sagt: Bei diesem Ratschlag soll es um
Perspektiven gehen -
in erster Linie um die der BUKO. Aber damit auch um die
Ausrichtung internationalistischer Politik hierzulande in den
naechsten Jahren. Zum Beispiel: Wird es
die naechsten Jahre noch BUKO-Kongresse geben? Soll die BUKO
ein Netzwerk
sein, ein think tank, oder vielleicht etwas
ganz anderes....? Unter welchen Bedingungen will sich wer am
Projekt BUKO
beteiligen? Ihr seht: spannende Fragen -
und nicht einfach zu beantworten.
Am allerschoensten waere es natuerlich,
wenn zudem noch moeglichst viele Leute
aus moeglichst vielen Spektren der Linken nach Kassel zum
Ratschlag kaemen.
Ihr zum Beispiel. Ihr koennt auch noch jemand mitbringen.
Information & Anmeldung:
Geschaeftsstelle der BUKO (Bundeskoordination
Internationalismus), Nernstweg
32-34, D-22765 Hamburg
Tel.: (0 40) 39 31 56, Fax 280 55 122
WEb: www.buko.info
mail@...


KASSEL

Buchvorstellung und Diskussion

Krieg ohne Grenzen Ò><Die neue Kolonisierung der Welt

Nach dem Ende des sogenannten kalten
Krieges brach keineswegs ein goldenes
Zeitalter des Friedens, der Freiheit und sozialen
Gerechtigkeit aus. Ganz im Gegenteil: Die kapitalistischen
Staaten der westlichen Welt brechen eine kriegerische
Aggression nach der anderen vom Zaun. In
ihrem neuen Buch stellt Maria Mies den
strukturellen Zusammenhang von Globalisierung, Krieg und
Sozialabbau dar.
Sie beschreibt, wie als Vorwand fuer Kriege neuerdings
vorgetaeuscht wird, humanitaere Katastrophen zu verhindern,
um
sie gleichzeitig herbeizufuehren. Parallel
und mit derselben Logik wird ein Krieg
nach innen gefuehrt. Angebliche "terroristische Bedrohungen"
werden dazu benutzt um Grundrechtseinschraenkungen
herbeizufuehren. Um mit Maria Mies zu
sprechen: "Es ist notwendig, dass FriedensfreundInnen und
GegnerInnen der
konzerngesteuerten Globalisierung, die
gemeinsame Kriegslogik in Wirtschaft
und Militaer erkennen." In ihrem Vortrag
wird sie auch ueber ein ungeschriebenes
Kapitel ihres Buches, dem Zusammenhang zwischen Krieg und
Patriarchat,
eingehen.
Termin: 23.02.2005, 19.30 Uhr, Eintritt
3/erm. 2 EUR
Ort: Evangelisches Forum, Lutherplatz,
Kassel


KOMMUNIKATION

Seminarreihe zur konstruktiven
Konfliktbearbeitung

In angespannten Konfliktsituationen
konstruktiv im Gespraech zu bleiben und
aufrichtig und gelassen zu reagieren, ist
fuer viele Menschen ein wichtiges Ziel.
Die Gewaltfreie Kommunikation (GFK)
- entwickelt von Marshall Rosenberg -
ist ein sehr wirksamer Ansatz, genau dies
zu lernen. Sie entwickelt Faehigkeiten
und Haltungen, die folgendes ermoeglichen:
* potenzielle Konflikte in friedliche Gespraeche umzuwandeln;
* sich ohne Abwehr und Feindseligkeiten ueber Interessen und
Beduerfnisse
auszutauschen;
* Kritik so zu aeussern, dass sie nicht
verletzt;
* Beziehungen zu gestalten, die auf
Verstaendnis und Wertschaetzung beruhen;
* Loesungen zu finden, bei denen moeglichst die Beduerfnisse
aller beruecksichtigt werden.

Einfuehrungsseminare

In diesen Seminaren geht es darum, den
Prozess der Gewaltfreien Kommunikation kennen zu lernen und
anhand eigener Beispiele seine praktische Anwendung zu ueben.
Termine: 18.-20.2.2005, 22.-24.4.2005

Seminar fuer
ZertifizierungsanwaerterInnen

Dieses Seminar ermoeglicht, sich im Anleiten von Uebungen und
in der Weitergabe der GFK auszuprobieren und Rueckmeldungen
zu erhalten. Des weiteren
koennen sie Supervision erhalten fuer bereits stattfindende
Seminararbeit im Bereich Kommunikation sowie fuer die
Anleitung von Uebungsgruppen und fuer die
Begleitung von Einzelpersonen oder bei
Mediationen. Es ist Raum fuer Entwicklung und fuer das
Ausprobieren neuer
Uebungen im Zusammenhang mit der
GFK sowie fuer gegenseitigen Austausch
und Unterstuetzung im Zusammenhang
mit Fragen, die die Zertifizierung angehen. Auch fuer die
Bearbeitung eigener
Muster und Blockaden, die das Einnehmen der Haltung, die der
GFK zugrunde
liegt, erschweren, wird hier der Ort sein.
Voraussetzung: 20 Seminartage, Einstieg in den
Zertifizierungsprozess, Anleitung einer Uebungsgruppe.
Termin: 24.-27.2.2005
Weitere Angebote zur Gewaltfreien Kommunikation unter:
www.gewaltfrei-niederkaufungen.de

Umgang mit Konflikten in
Teams und Gruppen

Wir Menschen verbringen einen Grossteil
unserer Zeit in Gruppen. Ob am Arbeitsplatz, im Privatleben
oder im Freundeskreis... ueberall muessen Entscheidungen
getroffen, Meinungen und Interessen
ausgehandelt und Loesungen entwickelt
werden. Gegensaetzliche Interessen und
Meinungsverschiedenheiten werden dabei oft als Blockade
erlebt, Konflikte eher
als Krise denn als Chance wahrgenommen.
Diese Sichtweise wollen wir umkehren,
Ansaetze der Konfliktbearbeitung kennen
lernen und auch ausprobieren, die Kraefte in Gruppen
freisetzen und uns Loesungen naeherbringen, in denen es nicht
um
Gewinnen und Verlieren geht.
Termin: 18.-20.3.2005
Information & Anmeldung:
Tagungs- und Begegnungshaus
Niederkaufungen, Kirchweg 1,
D-34260 Kaufungen
Tel.: (0 56 05) 80 07 30, Fax 80 07 40
E-Mail: tagungshaus@...

Authentizitaet und freundlichen
Umgang erlernen

Ein Mehr an Freundlichkeit schadet nie.
Oder doch? Wenn ich mich (bspw. aus
Hoeflichkeit) nicht ehrlich aeussere, taeusche ich den
Anderen, kann der Andere
mich missverstehen, kann dieser nicht
gut mit mir umgehen,... Wird solch gut
gemeintes Verhalten zu einem guten Miteinander fuehren oder
zu Heuchelei?
In einem regelmaessigen Kommunikationstraining will ich den
Teilnehmenden ermoeglichen, sich selbst und sich gegenseitig
besser kennen zu lernen, authentischer zu werden und
(perspektivisch) Akzeptieren und respektvollen Umgang
miteinander zu erlernen.
Das Training findet 14-taegig Donnerstags 19.30 Uhr statt und
ist vorlaeufig gratis.
In mehreren Runden stellen sich die Teilnehmer den Anderen
vor, werden zu ihrer Ausstrahlung befragt bzw. damit
konfrontiert. So erschliessen sich die Teilnehmer ihre
Authentizitaet und erlernen
freundlichere, ehrlichere Kommunikation.
Bei Interesse melden Sie sich bitte telefonisch bei mir, um
auch den Ort fuer das
Training zu erfahren. Bei grosser Nachfrage bilde ich eine
zweite Gruppe. Besonders gut ist es, wenn Menschen, die oft
oder viel miteinander zu tun haben, gemeinsam diesen Umgang
trainieren.
Gern komme ich in Ihr Team oder Verein, oder in Ihren
Unterricht, um das
Training einmal vorzustellen.
Tel.: (03 98 88) 3076



WuT 2005

Widerstands- und Utopietage

Fast drei Wochen lang werden sich Menschen treffen, die Lust
haben, Alternativen zu Herrschaft, Fremdbestimmung,
Rollenzurichtung und all den Normen
und Zwaengen dieser Gesellschaft zu entwickeln, d.h. zu
diskutieren, zu planen
und ausprobieren. Die "Widerstands-und Utopietage" sind ein
Grundkurs fuer
den Abschied aus der Normalitaet - sowohl
im Alltag wie auch im politischen
Engagement. Er liefert Ideen und konkretes Handwerkszeug, um
aus der ewigen
Langeweile von Latschdemos, Infostand
& Co. sowie den Zwaengen des Alltags
Stueck fuer Stueck zu entfliehen.

In der ersten Woche wird es Einfuehrungen geben in
Direct-Action, kreative Antirepression, Containern und
Schnorren,
eigene Zeitungen oder andere Medien,
Moeglichkeiten im Internet usw. Danach
geht es ans Praktische, dabei aber noch
viel als Probieren - z.B. ein Strassentheater oder der
Entwurf eines Fakes, Anketten, Wuehlen in
Lebensmittelcontainern
oder die ersten Materialien schnorren,
Layouten einer Zeitung, Interviews u.ae.
mit dem Aufnahmegeraet - vieles ist moeglich.

Wann und wo was geuebt wird, wann es
aus dem gesicherten Raum rausgeht z.B.
in die FussgaengerInnenzone, ein Kaufhaus oder andere Orte,
dass entscheidet
Ihr selbst. Nach jedem Ausprobieren
kann berichtet und in einem Workshop
das Ganze ausgewertet werden.

In der dritten Woche folgt dann Praxis
pur! Es ist Zeit fuer Aktionen, Projekte
oder Veranstaltungen, eine Zeitung
kann entstehen und verteilt werden, Gratisessen in der
Innenstadt von Giessen,
eine Radiosendung, ein Kunstprojekt,
ein Fahrrad zusammenbauen - viele
Ideen koennen verwirklicht werden.
Rundherum finden die gesamte Zeit
ueber Diskussionen zu Utopien und Strategien statt: Was ist,
wenn es keine Knaeste
mehr gibt? Wie lassen sich Demonstrationen kreativer
gestalten? Was tue ich,
wenn Polizisten mich festnehmen? Welche Fakes sind illegal?
Wo laesst sich was
am besten schnorren? Wie funktioniert
die Welt, wenn es keine Staaten mehr
gibt? Wie organisiere ich einen offenen
Raum auf Veranstaltungen? Gibt es Alternativen zu nervigen
Plena? ... das und
vieles mehr koennen die Themen sein.
Wann was geschieht, wird nicht vorgegeben sein, sondern von
den Teilnehmenden selbst bestimmt (Open Space).

Der Ort von "WuT 2005" passt zum Geschehen: Die
Projektwerkstatt in Saasen
ist weder irgendeine Bildungsstaette noch
ein uebliches politisches Zentrum. Vielmehr sind dort alle
Raeume so organisiert, dass alle Menschen moeglichst
gleichberechtigt alle moeglichen Arbeitsmaterialien nutzen
koennen. Niemand
muss gefragt werden - und waehrend der
drei Wochen ist alles fuer alle zugaenglich.
Zum Beispiel die Direct-Action-Plattform mit Kostuemen,
Kreide, Folien fuer
Graffiti, Kleister fuer Ueberkleben, Megafon und vieles mehr.
Oder die Computer
fuer Internet, Zeitungen, Flugblaetter, Plakate und vieles
mehr. Oder die Musikwerkstatt fuer Tonaufnahmen, Radio und
mehr. Die Fahrrad- und Heimwerkstatt
laden zum Benutzen ein, ebenso die riesigen Bibliotheken und
Archive. Daneben
gibt es viele Raeume fuer Treffen, zum Loswerkeln und das
Seminarhaus mit Betten.

Termin: 20.2.-11.3.2005 in der Projektwerkstatt in Saasen
(Kreis Giessen)

Mehr Informationen unter
Tel.: (0 64 01) 90 32 83
und www.wut2005.de.vu.

*********************************************************
CONTRASTE ist die einzige ueberregionale Monatszeitung
fuer Selbstorganisation. CONTRASTE dient den Bewegungen als
monatliches Sprachrohr und Diskussionsforum.

Entgegen dem herrschenden Zeitgeist, der sich in allen
Lebensbereichen breitmacht, wird hier regelmaessig aus dem
Land der gelebten Utopien berichtet: ueber Arbeiten ohne
ChefIn fuer ein selbstbestimmtes Leben, alternatives
Wirtschaften gegen Ausbeutung von Menschen und Natur,
Neugruendungen von Projekten, Kultur von "unten" und viele
andere selbstorganisierte und selbstverwaltete
Zusammenhaenge.

Desweiteren gibt es einen Projekte- und Stellenmarkt,
nuetzliche Infos ueber Seminare, Veranstaltungen und
Neuerscheinungen auf dem Buchmarkt.

CONTRASTE ist so buntgemischt wie die Bewegungen selbst und
ein Spiegel dieser Vielfalt. Die Auswahl der monatlichen
Berichte, Diskussionen und Dokumentationen erfolgt
undogmatisch und unabhaengig. Die RedakteurInnen sind selbst
in den unterschiedlichsten Bewegungen aktiv und arbeiten
ehrenamtlich und aus Engagement.

Die Printausgabe der CONTRASTE erscheint 11mal im Jahr und
kostet im Abonnement 45 EUR. Wer CONTRASTE erstmal
kennenlernen will, kann gegen Voreinsendung von 5 EUR in
Briefmarken oder als Schein, ein dreimonatiges Schnupperabo
bestellen. Dieses laeuft ohne gesonderte Kuendigung
automatisch aus.
Bestellungen an:
CONTRASTE e.V., Postfach 10 45 20, D-69035 Heidelberg, Tel.
(0 62 21) 16 24 67, Fax 16 44 89 EMail:
CONTRASTE@...
Internet: http://www.contraste.org

Zusaetzlich gibt es eine Mailingliste. An-/Abmeldung und
weitere Informationen unter:
http://de.groups.yahoo.com/group/contraste-list

Wenn Sie Ihr Abonnement fuer diese Gruppe kuendigen moechten,
senden
Sie eine E-Mail an:
contraste-list-unsubscribe@...

************************************************************

#4078 Von: "Karl Dietz" <karl.dietz@...>
Datum: Do 3. Feb 2005 16:01
Betreff: Amsterdam: CASA 2005 Call for Participation
dz835
Mail senden Mail senden
 
...

casa@...
Sent: Thursday, February 03, 2005 3:09 PM
Subject: [CASA] CASA 2005 Call for Participation


Dear Friends,



Attached is the Call for Participation for the CASA 2005 meeting (17-20 June
Amsterdam).

Please distribute it as widely as you can. Soon, we will put up the CfP in
flyer and poster format (just like the CfP of last year) so we can start
posting them around.



There will be more information about the meeting on the website
(www.casa.manifestor.org ) however we are having difficulties with updating
it right now. CASAzine is almost finished, we are busy with the layout, you
will find it on the website in two weeks time!



Hope to see you all again in June!



begummm

For the Amsterdam crew







---------------------------------------------------------------
Borders, Markets, Movements

  An Invitation to the CASA Meeting

  17-20 June 2005, Amsterdam



CASA (Cultural Analysis Summer Academy) provides a space for activists and
academics to debate and act upon social, cultural and political issues. This
year the meeting focuses on issues surrounding borders, markets, and
movement/s.



BORDERS

Borders are key instruments of power and exclusion, but they can also
contribute to the formation of new identities and social movements.  While
becoming less visible, borders retain their significance in people’s lives.
For better understanding of the many and varied interactions with borders,
we find it useful to raise questions such as:



- Can borders safeguard certain rights and liberties without necessarily
entailing the exclusion and suppression of others?

- What are the “new” borders that are being created within the global
community?

- Who controls the “new” borders and who transgresses them?



MARKETS
The basic definition of market is “a place for the exchange of goods”. Today
the language of markets has profoundly infiltrated diverse spaces to the
extent that it is hard to talk from outside this discourse. From the supply
of public services to the production of academic knowledge, all different
facets of public life are being affected by the market economy. Debating
this concept can enrich our knowledge of the politics of the market and
enable us to act upon it. Some questions for discussion include:



- To what extent is the global market taking over local markets?

- How can markets function as places of exchange that serve people, instead
of people serving the markets?

- What is the relationship of academia to the markets? How do social
movements relate to markets?



MOVEMENT/S

The idea of a “global society” endorses notions of free movement and
mobility. Yet the flow of people, goods, capital and ideas hasn’t lived up
to the hype of globalization and remains largely unidirectional. In a
similar fashion, social movements that are supposed to provide a space for
resistance and the mobility of identities, often prove to be highly
institutionalized and centralized. ‘Movement/s’ can be explored in multiple
ways, such as:



- What is the relation between movements and the institutional policies that
direct and control them?

- How are social movements delimited? How do they interact with each other
and with society?

- How is physical movement (migration, diaspora, travel etc.) related to
borders and markets?



> Practicalities

Participants are welcome to organize activities around the different topics
addressed in this meeting. They can vary from talks and papers, to
performances or audio-visual presentations. The format of the meeting can
also include discussions, roundtables, and workshops. Moreover, existing
networks should feel free to use the CASA format to arrange meetings,
discussions, calls for participation, and information-sharing events.



The CASA meeting will take place in Amsterdam, The Netherlands, from 17th to
20th June 2005.  Suggestions for participation and potential contributions
should reach the organizing committee by April 30th 2005.

CASA will endeavour to provide free housing for active participants. A small
amount of travel funding is also available.



To register and/or any further queries email us at: n.roei@....



More information, promotional materials, and (eventually) details of the
program for the meeting will be forthcoming on our website
http://casa.manifestor.org.



--------------------------------------------------------------------------


_______________________________________________
CASA mailing list
CASA@...
http://manifestor.org/cgi-bin/mailman/listinfo/casa

--
DSL Komplett von GMX +++ Supergünstig und stressfrei einsteigen!
AKTION "Kein Einrichtungspreis" nutzen: http://www.gmx.net/de/go/dsl
_______________________________________________
Wertkritik Mailingliste
JPBerlin - Mailbox und Politischer Provider
Wertkritik@...
http://listi.jpberlin.de/mailman/listinfo/wertkritik
------- Ende der weitergeleiteten Nachricht / End of forwarded message -------


--
LIST48
http://de.groups.yahoo.com/groups/list48
--


Yahoo! Groups Links







------- Ende der weitergeleiteten Nachricht / End of forwarded message -------

#4079 Von: "Dieter Poschen" <CONTRASTE@...>
Datum: Do 3. Feb 2005 14:47
Betreff: [Fwd: Termine: Berlin, HH, Stuttgart, Cottbus, Freiburg]
contraste48
Mail senden Mail senden
 
-------- Original-Nachricht --------
Betreff:  Termine: Berlin, HH, Stuttgart, Cottbus, Freiburg
Datum:  Thu, 3 Feb 2005 00:15:11 +0200
Von:  Café Critique <cafe.critique@...>
An:  cafe.critique@...





[Die Teile dieser Nachricht, die nicht aus Text bestanden, wurden entfernt]

#4080 Von: "Dieter Poschen" <CONTRASTE@...>
Datum: Do 3. Feb 2005 23:52
Betreff: [Fwd: [Infoladen] Fw: "Zeitgeschichte-online": Themenschwerpunkt RAF-Ausstellung]
contraste48
Mail senden Mail senden
 
-------- Original-Nachricht --------
Betreff:  [Infoladen] Fw: "Zeitgeschichte-online": Themenschwerpunkt
RAF-Ausstellung
Datum:  Thu, 3 Feb 2005 21:50:53 +0100
Von:  Archiv der sozialen Bewegungen <archivbremen@...>
Antwort an:  Public Discussion List <infoladen@...>
An:  IL - Liste <infoladen@...>



zur kenntnis


----- Original Message -----
From: "HSK (Maren Brodersen)" <hsk.mail@...>
To: <H-SOZ-U-KULT@...>
Sent: Thursday, February 03, 2005 8:37 PM
Subject: WWW: "Zeitgeschichte-online": Themenschwerpunkt RAF-Ausstellung


> From:    Jan-Holger Kirsch <kirsch@zeitgeschichte-online>
> Date:    03.02.2005
> Subject: WWW: "Zeitgeschichte-online": Themenschwerpunkt
>         RAF-Ausstellung
> ------------------------------------------------------------------------
>
> Zeitgeschichte-online
>
> Seit dem Sommer 2003 hat das Ausstellungsprojekt der Berliner
> "Kunst-Werke" zur Roten Armee Fraktion (RAF) für erregte Debatten
> gesorgt. Dabei ging es unter anderem um das Verhältnis von Kunst,
> Medien, Politik und Zeitgeschichtsforschung, um die Sensibilitäten von
> Angehörigen der RAF-Opfer und um die Bedeutung der RAF für die
> Gesellschaftsgeschichte der Bundesrepublik. Am 29. Januar ist die
> Ausstellung nun eröffnet worden und hat in den letzten Wochen bereits
> eine große Medienresonanz gefunden. Zwar handelt es sich ganz
> überwiegend um eine Kunstausstellung, doch hängen Kunst und
> Zeitgeschichte bei diesem Thema eng zusammen. Die Redaktion von
> "Zeitgeschichte-online" dokumentiert die aktuellen Diskussionen mit
> einem Themenschwerpunkt. Die Website wird in den nächsten Wochen noch um
> einige Essays und kritische Kommentare zur Ausstellung und zur
> RAF-Thematik ergänzt werden.
>
> Die RAF als Kunst-Werk
>
> Pressestimmen, Texte und Materialien zur Ausstellung "Zur Vorstellung
> des Terrors. Die RAF-Ausstellung" in den Kunst-Werken Berlin
> <http://www.zeitgeschichte-online.de/md=RAF-Inhalt>
>
> Texte zur Ausstellung:
>
> Klaus Biesenbach
> Engel der Geschichte oder Den Schrecken anderer betrachten oder Bilder
> in den Zeiten des Terrors
> (Beitrag aus dem Ausstellungskatalog)
> <http://www.zeitgeschichte-online.de/md=RAF-Biesenbach>
>
> Ellen Blumenstein
> Zu Vorstellungen des Terrors und Möglichkeiten der Kunst
> (Beitrag aus dem Ausstellungskatalog)
> <http://www.zeitgeschichte-online.de/md=RAF-Blumenstein>
>
> Shamim Momin im Gespräch mit Felix Ensslin
> "Traumamaschine" oder was kommt danach?
> (Beitrag aus dem Ausstellungskatalog)
> <http://www.zeitgeschichte-online.de/md=RAF-Ensslin>
>
> Beiträge zum Thema aus "Zeithistorische Forschungen/Studies in
> Contemporary History":
>
> Jan-Holger Kirsch
> Mythos RAF? Zum Streit um eine noch nicht vorhandene Ausstellung
> (Aus: Heft 2/2004)
> <http://www.zeithistorische-forschungen.de/16126041-Kirsch-2-2004>
>
> Wolfgang Kraushaar
> Zwischen Popkultur, Politik und Zeitgeschichte. Von der Schwierigkeit,
> die RAF zu historisieren
> (Aus: Heft 2/2004)
> <http://www.zeithistorische-forschungen.de/16126041-Kraushaar-2-2004>
>
> Annette Vowinckel
> Der kurze Weg nach Entebbe oder die Verlängerung der deutschen
> Geschichte in den Nahen Osten
> (Aus: Heft 2/2004)
> <http://www.zeithistorische-forschungen.de/16126041-Vowinckel-2-2004>
>
> Presse:
>
> Pressestimmen zur Ausstellung und ihrer Vorgeschichte
>
<http://www.zeitgeschichte-online.de/zol/_rainbow/documents/pdf/raf/presse_raf.p\
df>
>
> Neue Bücher zum Thema RAF im Spiegel der Kritik
>
<http://www.zeitgeschichte-online.de/zol/_rainbow/documents/pdf/raf/rezensionen_\
raf.pdf>
>
> Materialien:
>
> Online-Ressourcen zur RAF-Ausstellung und zum Thema RAF
> <http://www.zeitgeschichte-online.de/md=RAF-Online-Ressourcen>
>
> Debatte:
> Kommentare und Stimmen zur Ausstellung
> (in Vorbereitung)
>
> ------------------------------------------------------------------------
> Dr. Jan-Holger Kirsch
> Zentrum für Zeithistorische Forschung
> Redaktion Zeitgeschichte-online
> Am Neuen Markt 1
> D-14467 Potsdam
> Tel.: +49 (0)331/28991-18
> E-Mail: kirsch@...
>
> Homepage <http://www.zeitgeschichte-online.de/md=RAF-Inhalt>
>
> URL zur Zitation dieses Beitrages
> <http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/websites/id=207>
>
>
> _________________________________________________
>    HUMANITIES - SOZIAL- UND KULTURGESCHICHTE
>           H-SOZ-U-KULT@...
> Redaktion:
> E-Mail: hsk.redaktion@...
> WWW:    http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de
> _________________________________________________
>

_________________________________________________________________________
Infoladen Mailingliste (http://lists.knup.de/infoladen/)
Delivered by Mailman (http://list.org/), dem FREIEN Mailinglisten Manager

#4081 Von: "Dieter Poschen" <CONTRASTE@...>
Datum: Fr 4. Feb 2005 21:51
Betreff: [Fwd: Fw: [Yorck59_news] Runder Tisch am 04. Februar: Presseerklärung]
contraste48
Mail senden Mail senden
 
-------- Original-Nachricht --------
Betreff:  Fw: [Yorck59_news] Runder Tisch am 04. Februar: Presseerklärung
Datum:  Fri, 4 Feb 2005 19:56:43 -0000
Von:  Elisabeth Voss <post@...>
An:  CONTRASTE <contraste@...>



-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: "Yorck59 Infos" <yorck59infos@...>
An: <yorck59_news@...>
Gesendet: Freitag, 4. Februar 2005 18:50
Betreff: [Yorck59_news] Runder Tisch am 04. Februar: Presseerklärung



Hausprojekt Yorck59
Yorckstr. 59
10965 Berlin
0160 171 0973
www.yorck59.net
yorck59bleibt@...

Presseerklärung zum Runden Tisch

Sehr geehrte Damen und Herren,

Am 4.2.05 fand im Friedrichshain-Kreuzberger Rathaus von 11.00 bis 13.00 Uhr
ein Runder Tisch statt. Dieser war von der Bezirksbürgermeisterin Cornelia
Reinauer einberufen worden, um auf eine politische Lösung zum Erhalt des
Hausprojekts Yorck59 hinzuarbeiten. Eingeladen dazu waren Frau Reinauer
(Bezirkbürgermeisterin), Herr Schulz (Stadtrat für Stadtentwicklung und
Bauen), Herr Narr, Frau Junge-Reyer (SenStadt), Herr Wolf (SenWAF), Herr
Ströbele (MdB), Frau Oesterheld (Bau- und Wohnungspolitische Sprecherin der
Grünen im Bezirk), Herr Zillich (PDS-Abgeordneter, Mitglied im
Innenausschuss), Herr Zackenfels (SPD-Abgeordneter), VertreterInnen der
Yorck59, Herr Walter (Hausbesitzer), Herr Marweld (Hausverwaltung).
Entschuldigt fehlten Frau Oesterheld, Herr Zillich und Herr Zackenfels. Über
die hochkarätige Besetzung dieses Runden Tisches habenm sich die
VertreterInnen des Projekts gefreut, sind jedoch insbesondere sehr
enttäuscht über die Absage der Senatorin für Stadtentwicklung Frau Ingeborg
Junge-Reyer, die auch niemanden in Vertretung ihres Referats schickte. Der
Hauseigentümer Marc Walter und der Hausverwalter Boris Gregor Marweld
weigerten sich am Runden Tisch teilzunehmen. Sie hatten im Vorfeld ihre
Bedindung für eine Teilnahme gestellt: diese sofortige Herausgabe aller
Namen der HausbewohnerInnen, einen Erpressungsversuch, da eine Herausgabe
der Namen eine eventuelle Räumung erheblich erleichtern würde. Diesen
Beitrag zu ihrer eigenen Räumung konnten die VertreterInnen des Hausprojekts
verständlicherweise nicht leisten. Als Thema des Runden Tisches standen die
Forderungen des Projekts nach einer politischen Lösung in Form eines
langfristigen Projekterhalts durch einen Kauf des Hauses durch die
BewohnerInnen in Zusammenarbeit mit dem Freiburger Mietshäusersyndikat im
Raum. Solche Kaufverhandlungen können nur in Verbindung mit einem sofortigen
Räumungsstopp und einer Aussetzung des juristischen Wegs seitens des
Hausbesitzers, der die BewohnerInnen unter erheblichem finanziellem Druck
stellt, stattfinden. Die VertreterInnen des Projekts unterstrichen mehrfach,
dass hier besonders der Verzicht auf der Namenherausgabe und die Einstellung
der Forderung nach Nutzungsentschädigung als eine 55%ige Mieterhöhung
unabdinglich sind.

Der Runde Tisch entschied, diese Forderungen politisch zu unterstützen und
an der Öffentlichkeit zu tragen. Desweiteren wurde der Wunsch an die
Bezirksverordneteversammlung Friedrichshain-Kreuzberg gerichtet, ihre
Resolution zum Erhalt des Projekts vom Mai letzten Jahres zu überarbeiten
und die vom Runden Tisch geäußerten Forderungen zu übernehmen. Als
unabhängiger Vertreter merkte Prof. Wolf-Dieter Narr an, dass er symbolisch
in das Hausprojekt Yorck59 einziehen würde, um eine Forderung nach einem
Rämungsstopp Ausdruck zu verleihen.

In einem Telefonat mit der Bezirksbürgermeisterin wenige Stunden vor dem
Beginn des Runden Tisches äußerte der Hausbesitzer und sein Verwalter einen
weiteren vermeintlichen Grund für ihr Nicht-Erscheinen. In der Nacht seien
Schmierereien an ihr gemeinsames Objekt in der Friedrichstr. 129 angebracht
worden. Die VertreterInnen des Projekts merkten daraufhin an, dass vor allem
sie durch ständige Schikanen seitens der Hausverwaltung ständig bedroht
würden. Diesen Aspekt der Auseinandersetzung wollten sie jedoch zu einem
zentralen Punkt des Runden-Tisch-Gesprächs machen, um den Kern des Konflikts
zu thematisieren und das Zustandekommen einer baldigen politischen Lösung in
Form eines Hauskaufs zu ermöglichen.

In diesem Zusammenhang bekräftigte das Hausprojekt Yorck59 sein dem
Hausbesitzer schriftlich unterbreitetes Kaufangebot vom Ende Oktober.
Darüber hinaus signalisierten sie die Möglichkeit, beim Zustandekommen von
konkreten Kaufverhandlungen sich auch über einen Kauf des gesamten
Gebäudekomplexes Yorckstr. 59 inkl. des Vorderhauses sich verhandlungsbereit
zu zeigen.

In Bezug auf eine eventuelle Räumung äußerten sich einzelne TeilnehmerInnen
des Runden Tischs auch dahingehend, dass der Innensenator und die
Polizeiführung in einem solchen Falle auch den rechtlichen Nutzen mit den
möglichen politischen Kosten abwägen sollten. Auch die derzeitige stark
eingeschränkte Arbeitsmöglichkeit für die Antirassistische Initiative und
der Fakt, dass mehr als 10 Kinder in dem Haus wohnen, wurden dahingehend
betont.

Frau Reinauer erklärte zum Schluss des Runden Tisches, dass sie sich
kommende Woche erneut im Sinne des Runden Tisches mit dem Hauseigentümer in
Verbindung setzen werde.

Wie bereits angekündigt findet morgen ab 14.00 Uhr ab Breitscheidplatz eine
Demonstration für den Erhalt der Yorck59. Um die Route wird noch verhandelt.
Während dieser Demonstration können Sie SprecherInnen des Hauses unter der
oben angegebenen Nummer erreichen.

Mit freundlichen Grüßen,

Die BewohnerInnen und Initiativen der Yorck59

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http://www.yorck59.net
https://www.squat.net/pirat/site/index.php


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Yorck59_news Mailingliste
JPBerlin - Mailbox und Politischer Provider
Yorck59_news@...
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#4082 Von: "Karl Dietz" <karl.dietz@...>
Datum: Fr 4. Feb 2005 21:54
Betreff: Wissen und Bildung in der modernen Gesellschaft u.a.
dz835
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! Juni 2005

Chemnitz June 3-5, 2005
Konferenz:
Wissen und Bildung in der modernen Gesellschaft
http://www.informatik.uni-leipzig.de/
~graebe/pmwiki/pmwiki.php/RLS/RL-Konferenz-2005


! April 2005

18-23 April 2005
"TageDerUtopie / Entwürfe für eine gute Zukunft"
- Veranstaltungswoche, die im April 2005 zum zweitenmal in St.
Arbogast, Vorarlberg, Österreich stattfindet. Themen:
Nachhaltigkeit.
http://www.tagederutopie.org/

! Februar 2005

Montag, 14. Februar 2005, 19 Uhr
Leipzig, Infoladen Conne Island, Coburger Str. 3
Roswitha Scholz zum Thema: "Wert-Abspaltungstheorie und die
kritische Theorie Adornos"

Donnerstag, 10.02.05
20.00 Uhr
Buchladen Eulenspiegel
Hagenbruchstraße 7
33602 Bielefeld
Ende der Arbeit statt Arbeit ohne Ende?
Referat und Diskussion mit
Karl-Heinz-Lewed und Ernst Lohoff
(Autoren der Zeitschrift "krisis")

Montag, 7. Februar 2005, 20 Uhr
Moishe_Postone (Chicago):
"Das Kapital" und der Kapitalismus heute
Hebbel-Theater, HAU 2: Hallesches Ufer 32, Berlin-Kreuzberg, U-
Bahn Möckernbrücke

5. Februar 2005, 19.30%%%
Fotoausstellung, Diaschau, Lesung mit Ro Li B. %%%
in der Musikscheune Dönnie (12 km von ZarNekla) %%%
"Reise in die Nähe" - Gedichte, "Spuren" - Hinterlassenschaften in
Prosa, "Plán B" - Leben vorbei, "Blütenträume". In den Pausen Live-
Jazzmusik. mailto:zar.nekla.2@...

! Januar 2005

29.01.2005 - Beginn der KommuneInfoTour2005 in Bremen...

27./28. Januar 2005 Darmstadt
Informatisierung der Arbeit - Gesellschaft im Umbruch
http://www.informatisierung-der-arbeit.de



gekürzt aus:
--
listex
http://de.groups.yahoo.com/groups/listex
--

#4083 Von: "Dieter Poschen" <CONTRASTE@...>
Datum: Fr 4. Feb 2005 22:09
Betreff: Ein Frauenhaus zieht in die Welt
contraste48
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Aus CONTRASTE Nr. 244 (Januar 2005)

25 + 1 JAHR AUTONOMES FRAUENHAUS LUEBECK

Ein Frauenhaus zieht in die Welt

In Kuerze erscheint das aktuelle Medienpaket "Ein
Frauenhaus zieht in die Welt", ein Multimediaprofipaket zum
Thema Maennergewalt gegen Frauen und
Kinder. Darin enthalten ist: ein wissenschaftliches
Fachbuch, ein Video, ein DVD-Dokumentarfilm,
eine Dokumentation und Infomaterial. Einzelbestellung und
Sammelbestellungen, die bis zum 30. Januar 2005 bei uns
eingehen, erhalten einen Rabatt
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"Ein Frauenhaus zieht in die Welt"
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oder VHS, Luebeck 2004.
Ein Mitschnitt der Weltliteratur- und Musiknacht in
St. Petri zu Luebeck.

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des Autonomen Frauenhauses
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Dr. Angelika Henschel erforscht mit sozialwissenschaftlichem
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CONTRASTE ist die einzige ueberregionale Monatszeitung
fuer Selbstorganisation. CONTRASTE dient den Bewegungen als
monatliches Sprachrohr und Diskussionsforum.

Entgegen dem herrschenden Zeitgeist, der sich in allen
Lebensbereichen breitmacht, wird hier regelmaessig aus dem
Land der gelebten Utopien berichtet: ueber Arbeiten ohne
ChefIn fuer ein selbstbestimmtes Leben, alternatives
Wirtschaften gegen Ausbeutung von Menschen und Natur,
Neugruendungen von Projekten, Kultur von "unten" und viele
andere selbstorganisierte und selbstverwaltete
Zusammenhaenge.

Desweiteren gibt es einen Projekte- und Stellenmarkt,
nuetzliche Infos ueber Seminare, Veranstaltungen und
Neuerscheinungen auf dem Buchmarkt.

CONTRASTE ist so buntgemischt wie die Bewegungen selbst und
ein Spiegel dieser Vielfalt. Die Auswahl der monatlichen
Berichte, Diskussionen und Dokumentationen erfolgt
undogmatisch und unabhaengig. Die RedakteurInnen sind selbst
in den unterschiedlichsten Bewegungen aktiv und arbeiten
ehrenamtlich und aus Engagement.

Die Printausgabe der CONTRASTE erscheint 11mal im Jahr und
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#4084 Von: "Karl Dietz" <karl.dietz@...>
Datum: Sam 5. Feb 2005 11:23
Betreff: Re: CONTRASTE in 01/2005: Lingua Franca Nova
dz835
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Am 1 Jan 2005, um 23:49 hat Dieter Poschen geschrieben:

>
> CONTRASTE Nr. 244 (Januar 2005)
>
> AUS DEM INHALT
>
>

>
> Seite 12
>
> PLANSPRACHE
>
> Gibt es eigentlich viele Simultanuebersetzer fuer
> Estnisch-Portugiesisch, wie sieht es mit
> Niederlaendisch-Slowakisch aus? Es kann doch jeder
> Englisch, oder? Solange deutsche Touristen in
> britischen Speiselokalen ankuendigen "I become
> a chicken", sollten wir uns darueber keine Illusionen
> machen. Auch nicht solange viele den Werbeslogan
> "Come in and find out" als "Komme rein und finde
> wieder heraus" uebersetzen, wobei diese
> Interpretation eine tiefere Wahrheit offenbart.
> Stefan Fisahn ueber die Plansprache Lingua Franca Nova auf
>
>

>
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> CONTRASTE - Monatszeitung für Selbstorganisation
> http://www.contraste.org
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> CONTRASTE - LIST at Yahoo!Groups
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>

hier der volltext des artikels. nachdruck ist nach absprache mit
dem autor. cc an ihn sicher jederzeit möglich und gerne gesehen.


Lingua Franca Nova

Stefan Fisahn

12/04

Gibt es eigentlich viele Simultanübersetzer für Estnisch-
Portugiesisch, wie sieht es mit Niederländisch-Slowakisch aus?
Es kann doch jeder Englisch, oder? Solange deutsche Touristen in
britischen Speiselokalen ankündigen "I become a chicken", sollten
wir uns darüber keine Illusionen machen. Auch nicht solange viele
den Werbeslogan "Come in and find out" als "Komme rein und
finde wieder heraus" übersetzen, wobei diese Interpretation eine
tiefere Wahrheit offenbart. Englisch wurde nicht internationale
Verkehrssprache weil es besonders regelmäßig oder eindeutig in
der Aussprache ist. Die Dominanz von Englisch ist das Resultat
politischer und wirtschaftlicher Dominanz der USA. Diese Tatsache
ist noch kein Argument gegen Englisch, aber Englisch muss nicht
die letzte Antwort bleiben auf die Frage - welche Sprache kann uns
zur internationalen Kommunikation am besten dienen.

Der Definition "Sprache ist Konvention" folgend, gibt es Versuche neue
Konventionen einzuführen, Sprache zu planen, Sprache selber zu machen. Die
bekannteste Plansprache ist Esperanto, aber nicht die einzige. Ein genauere
  Betrachtung verdient Lingua Franca Nova (LFN), eine Plansprache die von Dr. C.
Goerge Boeree, Shippensburg University / Pennsylvania, seit 1965 entwickelt
wird. Goerge Boeree ist die treibende Kraft, aber er entwickelt d
ie Sprache nicht alleine, dazu später mehr.

  Lingua Franca

Wenn es Lingua Franca Nova gibt, gibt es dann auch eine alte Version? Ja die
gibt es. Der Begriff Lingua Franca wird als Synonym für Verkehrssprachen
verwendet, aber Lingua Franca war auch tatsächlich eine Sprache. Lingua
  Franca war ein Pidgin, eine Handelssprache die im Mittelmeerraum vom 14. bis
zum 19. Jahrhundert im Gebrauch war - eine Mischung aus Italienisch, Occitan und
Katalanisch mit Einflüssen von Spanisch, Portugiesisch, Kroati
sch, Griechisch, Türkisch und Arabisch. Die Grammatik war extrem vereinfacht.
Lingua Franca (oder auch "Sabir") kannte keine Geschlechter, kein Plural, keine
Beugungen. Die Pronomen erfuhren keine Veränderung als Objekt o
der in der besitzanzeigenden Form. Kann man sich so überhaupt unterhalten? Man
kann - vielleicht eingeschränkt, aber die Anwendung war ja auch eingeschränkt.
Pidginsprachen haben zwei mögliche Perspektiven, sie sterben (w
ie Russennorsk an der norwegischen Küste oder Unserdeutsch in Papua Neuginea)
oder werden zur Vollsprache, zur Kreolsprache. Kreolsprachen werden im Gegensatz
zu Pidginsprachen als Muttersprache verwendet und entwickeln s
ich lexikalisch weiter unter Beibehaltung einer einfachen Grammatik.

Beispiele sind das Tok Pisin auf Papua Neuginea, Seselwa auf den Seychellen,
Papiamento auf den ABC-Inseln und Haiti-Kreol. Diese Sprachen sind inzwischen
Nationalsprachen und es wurden Rechtschreibregeln definiert. In Kr
eolsprachen wird publiziert und es gibt Radiosendungen, wobei der soziale Status
von Kreolsprachen unterschiedlich ist.

Zurück zu Lingua Franca, diese erste Pidgin-Sprache (oder zumindest die erste
von der wir wissen) diente George Boeree als Inspiration für Lingua Franca Nova.
Wichtige Prinzipien von LFN sind Phonetik, Harmonie und Einfac
hheit. Ein schwieriger Balanceakt zwischen dem schematischen Ansatz von
Esperanto und dem naturalistischen Ansatz von Interlingua. LFN generiert seinen
Wortschatz aus romanischen Sprachen. Namentlich sind das Französisch,
  Italienisch, Portugiesisch, Spanisch und Katalanisch. Außer Katalanisch sind
das auch die Quellsprachen für Interlingua. Interlingua ist die clevere
Schnittmenge aus diesen Sprachen, allerdings wurden auch einige Unregel
mäßigkeiten in Rechtschreibung und Phonetik übernommen.

  Zmrzlina und Jäätelöä

Es fällt auf, dass sich viele Plansprachenprojekte auf romanische Sprachen
beziehen. Das bietet sich an, denn trotz der Unterschiede gibt es eine große
gemeinsame lexikalische Basis im einstigen Vulgärlatein. Eine gemeins
ame lexikalische Basis haben auch die slawischen Sprachen, und es gibt
tatsächlich mit Slovio den Versuch eine slawisch basierte Plansprache zu bauen,
aber die slawischen Sprachen bereiten bei der Aussprache durch Ihre Vo
kalarmut Schwierigkeiten. Wer in Prag Lust auf Eiscreme hat, sollte sich nach
Zmrzlina erkundigen, die Finnen beweisen, es geht auch anders - in Helsinki
sollte man nach Jäätelöä fragen. Da geht es in den romanischen Spra
chen ausgewogener zu. Per LFN würde man nach crema jelada fragen. Ein paar
Vorzüge von LFN: Die Aussprache ist einheitlich, die Schreibweise phonetisch und
regelmäßig, ohne dass dabei Sonderzeichen wie in Esperanto verwen
det werden. Verben werden nicht gebeugt, grammatikalische Zeiten werden durch
Indikatoren angezeigt: scriver - schreiben, me scrive - ich schreibe, tu scrive
- du schreibst, me ia scrive - ich schrieb, me va scribe - ich
werde schreiben, me ta scrive - ich würde schreiben ... usw.) Substantive können
als Verben, Verben können als Substantive verwendet werden, eine klare Trennung
zwischen Adjektiven und Adverbien besteht nicht. Eine Anzahl
  von Präfixen und Suffixen zur Bedeutungserweiterung oder Einengung stehen zur
Verfügung. Die Grammatik ist in einer Stunde zu lernen, dazu noch 1400
Basiswörter, und man kann sich schon angeregt unterhalten.

Alles in allem strahlt LFN durch seine Kreolgrammatik Leichtigkeit aus. Man
traut sich schnell los zu legen und ich kenne keine Sprache die schneller zu
erlernen wäre - und dennoch hat die Sprache lexikalische Vielfalt un
d Kraft. Fehlende Wörter können integriert werden, dazu gibt es klare Regeln und
Hinweise zur Transskription.

Die Kreolgrammatik ist es, die den Sexappeal von LFN ausmacht, hier wurde auch
nicht deduktiv von einem Mensch erdacht was nie wieder reformiert werden darf.
Goerge Boeree ist ein offener Geist, er hat es verstanden als M
oderator die vielen Vorschläge zu koordinieren, vor zwei Jahren etwa wurde LFN
mit dem Sprachprojekt "Europidgin" vereint.

Auch das ist ein Unterschied zu anderen Sprachprojekten die oft wie Religionen
gehandelt werden und bei denen es eher zu einem Schisma als zu einer Reform
kommt. Übersetzungen haben gezeigt dass die Grammatik tauglich ist
, am dynamischsten ist im Moment die Vokabularentwicklung, auch dies geschieht
im öffentlichen Diskurs.

Wie werden sehen ob wir LFN zu einer gesprochenen Sprache entwickeln können,
eine Entwicklung die bislang unter den Plansprachen nur Esperanto gelungen ist
und das dafür großen Respekt verdient. Erfolgsdruck gibt es nicht
, scheitert LFN - so werden wir die Gewissheit haben, an einem Projekt
teilgenommen zu haben, das uns etwas über Sprache lehrte, uns zu interessanten
Menschen führte und Spaß gemacht hat.

Die Sprecher von LFN treffen sich derzeit ausschließlich im Internet in der
Newsgroup und im Wiki-System. Zu beiden Kanälen findet man über die zentrale LFN
Internetseite www.lingua-franca-nova.net, dort findet man auch a
usführliche Sprachbeschreibungen und Lernmaterialien.

Zum Abschluss noch eine kurze Leseprobe in LFN, es handelt sich um eine
Übersetzung von Kafkas Text "Heimkehr" von 1927.

In drei Sätzen ist die Aussprache erklärt: c - immer wie k, j - wie in Jalousie,
s - immer ein scharfes, stimmloses s, v - wie w, x wie das deutsche sch und z
wie ein weiches, stimmhaftes s, alle anderen Buchstaben wie im
  Deutschen. Die Diphtonge sind ai, au, oi und eu. Die Betonung liegt auf dem
Vokal vor dem letzten Konsonant, wenn es kein Vokal vor dem letzten Konsonant
gibt wird der erste Vokal betont.

  Revenir a casa (FranzKafka: Heimkehr)

Me ia reveninte, me ia pasea tra coredor e regarde a sirca me. El es le ferme
vea de me padre. La acueta media. Vea, no usable aparatas, poneda in se, bloco
la via a scala de fondo. La gato senta estpeteda supra rel de sc
ala. Un telon aserada, un vice envolveda sirca bara, leva se en venta.

Me es arivante. Ci va reseta me? Ci espeta pos la porta de la
cosina? Fuma veni da ximine, cafe per come de sera es coceda.
Es ce tu sense a casa? Me no sabe, me es vera nonsecura. Si
esta es le casa de me padre, ma peso sta prosima peso fria, ce
cada es ocupa con se cosas, cual me parte ia oblida, parte ia
conose a no tempo. Come me pote servi a los, ce me es per los,
ance me es la fio de me padre, la fermor vea..E me no osa toca a
la porta de cosina, sola escuta stante da distantia, no esta modo,
ce me pote surpresada como escutor. E per ce me escuta stante
da distantia, me escuta no cosa, me sola escuta orolojo colpa
cuieta o me posable creda escuta lor da dias de enfantia. Ce ocure
otra en la cosina, es la secreta de la sentados ala, ce los asconde
de me. Plu longa tu retarda ante la porta, plu stranje deveni tu.
Como poto es, ce esta ora alga person abri la porta e vole
demanda me alga. Pote me no ance alga persona ci vole aconde el
secreta.

cc sf

#4085 Von: "pfreundschuh.de" <wolfram@...>
Datum: Son 6. Feb 2005 10:04
Betreff: Militarisierung der deutschen Selbstverst ändigung
wpfreundschuh
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Hallo,

am kommenden Donnerstag ist wieder ein Themenabend im EineWeltHaus in
München (19 Uhr)

"Die Militarisierung der deutschen Selbstverständigung"
zu lesen auf
http://kulturkritik.net/philosophie/militarisierung/index.html

Wäre schön, wenn Ihr dazu kommen könntet, noch schöner, wenn Ihr es auch
noch schaffen würdet, den Text zu lesen.

Schöne Grüße

Wolfram Pfreundschuh




[Die Teile dieser Nachricht, die nicht aus Text bestanden, wurden entfernt]

#4086 Von: "Dieter Poschen" <CONTRASTE@...>
Datum: Sam 5. Feb 2005 16:02
Betreff: Ausgründungsprojekt in Riesa: Wir können auch anders
contraste48
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Aus CONTRASTE Nr. 243 (Dezember 2004)

AUSGRUENDUNGSPROJEKT, RIESA: SELBSTHILFEGENOSSENSCHAFT ZUR
LANGFRISTIGEN SICHERUNG VON ARBEITSPLAETZEN GEGRUENDET

"Wir koennen auch anders"

Auf Initiative des Vereins zur Foerderung der
Jugend- und Familienhilfe, Arbeitsfoerderung und
Gemeinwesenarbeit - Sprungbrett e.V. wurde am
29.10.2004 die Dienstleistungsgenossenschaft
Cena et Flora eG i.G. gegruendet. Das Unternehmen
uebernimmt die ehemals durch die Diakonie Riesa
betriebenen Bereiche Kueche und Gaertnerei. Auf diese
Weise sichern sich die ehemals Beschaeftigten mit
der Genossenschaft Arbeitsplaetze und gewinnen eine
neue berufliche Perspektive. Unterstuetzt wird das
Projekt durch die innova eG sowie dem
Mitteldeutschen Genossenschaftsverband e.V.


Helmut Thieme, Red. Genossenschaften - Ein von der Diakonie
Riesa gGmbH in Sachsen getragenes und im Februar 1992
gebildetes Sozialunternehmen "Sprungbrett" vereinigte
zahlreiche Geschaeftsfelder, vor allem
Handwerkerservice, Dienstleistungsservice, Werkstattschule,
Stadtteilhaus und Straffaelligenhilfe. Durch den
Wegfall bzw. das Auslaufen von Foerdermitteln konnte
das Sozialunternehmen jedoch nicht mehr ohne Verluste durch
die Diakonie betrieben werden. Die Diakonie
entschloss sich deshalb, die Geschaeftsfelder zum
31.03.2004 aufzugeben. Entsprechend erhielten die
MitarbeiterInnen zum 31.03.04 ihre Kuendigung.


Gemeinsamer Schwung

So ist das Sprungbrett nicht nur Symbol dafuer, dass in einem
Sozialunternehmen ausgegrenzten Menschen ermoeglicht wird, ihr
lebenswichtiges Recht auf Beteiligung an Arbeit und
sinnvoller Beschaeftigung wahrzunehmen. Vielmehr gewinnt es
nun eine zweite zusaetzliche Bedeutung: Fuer die sozial
engagierten und ehemals
bei der Diakonie angestellten "SprungbrettlerInnen"
heisst es, nunmehr selbst den Sprung in eine selbstbestimmte
berufliche Absicherung zu wagen.


Als Reaktion auf die sich schon laenger abzeichnende
problematische Entwicklung gruendeten diese MitarbeiterInnen
in einem ersten Schritt im Januar 2004 den
"Sprungbrett e.V.", der seit dem 01.04.04 einige
Taetigkeitsfelder des ehemaligen Sozialunternehmens in eigener
Regie bearbeitet. Ein Teil der entlassenen
DiakoniemitarbeiterInnen wurde im Verein angestellt. Dies
reicht allerdings nicht aus bzw. stoesst an rechtliche Grenzen.
Deshalb wurde in einem zweiten Schritt die Gruendung einer
Selbsthilfegenossenschaft vorangetrieben.
In ihr werden bewaehrte Geschaeftsfelder wie die Kueche
und die Gaertnerei professionell fortgefuehrt. Der Verein
existiert als Heimstatt der nicht-gewerblichen
Taetigkeitsfelder weiter.

Projektentwicklung

Zu den Aktivitaeten zur Gruendungsvorbereitung gehoerten die
Erstellung eines Unternehmenskonzeptes, die
Formierung der potenziellen Mitglieder und eine
Weiterbildung. Grundlage der Gruendung wurde so, was unter
praktischer Projektentwicklung verstanden werden
kann. Unterstuetzung erhielten die kuenftigen
Genossenschafts-Mitglieder bei ihren Vorbereitungen durch den
Saechsischen Verein zur Foerderung des Genossenschaftsgedankens
e.V., ein Teilprojekttraeger der innova - EP
fuer Selbsthilfegenossenschaften, sowie dem Mitteldeutschen
Genossenschaftsverband e.V. als wichtigem regionalem Partner
innerhalb der innova - EP in Sachsen.

Zweck und Ziel der Genossenschaft ist die wirtschaftliche
Foerderung und Betreuung insbesondere der Mitglieder, die bei
dem Unternehmen ein Beschaeftigungsverhaeltnis haben, durch
einen gemeinschaftlichen Geschaeftsbetrieb. Damit ist sie von
ihrer Ausrichtung eine Produktivgenossenschaft. Gleichzeitig
soll sie die arbeitsweltbezogene Jugendsozialarbeit des
Sprungbrett e.V. Riesa
durch die Schaffung von Arbeits- und Ausbildungsplaetzen fuer
benachteiligte Zielgruppen sowie die Bereitstellung von
zielorientierten, kompetenzfoerdernden Praktikumsstellen
foerdern. Zu diesem Zweck schliesst die Genossenschaft mit dem
Sprungbrett e.V. Riesa im Rahmen der sozialpaedagogischen
Ausbildung benachteiligter Jugendliche eine
Kooperationsvereinbarung ab.


Speisen und Blumen


Gegenstaende des Unternehmens mit dem hoffnungsvollen Namen
"Cena et Flora" sind: Gaertnerische Dienstleistungen, die
Zubereitung und der Verkauf von Speisen zur
Essensversorgung in oeffentlichen Einrichtungen und
Unternehmen, ein Essen- und Haushaltsservice fuer Senioren und
private Haushalte sowie Hausmeisterdienstleistungen und
Wohnumfeldgestaltungen. Bis Ende des
Jahres wird die Gruendung der Genossenschaft noch
durch innova vor allem mit den erforderlichen
Qualifizierungsmassnahmen begleitet. Dann soll das Sprungbrett
genug Schwung gegeben haben, damit diese Teamgruendung zu
einem erfolgreichen Unternehmen mit sozialer Verantwortung
durchstartet.
*********************************************************
CONTRASTE ist die einzige ueberregionale Monatszeitung
fuer Selbstorganisation. CONTRASTE dient den Bewegungen als
monatliches Sprachrohr und Diskussionsforum.

Entgegen dem herrschenden Zeitgeist, der sich in allen
Lebensbereichen breitmacht, wird hier regelmaessig aus dem
Land der gelebten Utopien berichtet: ueber Arbeiten ohne
ChefIn fuer ein selbstbestimmtes Leben, alternatives
Wirtschaften gegen Ausbeutung von Menschen und Natur,
Neugruendungen von Projekten, Kultur von "unten" und viele
andere selbstorganisierte und selbstverwaltete
Zusammenhaenge.

Desweiteren gibt es einen Projekte- und Stellenmarkt,
nuetzliche Infos ueber Seminare, Veranstaltungen und
Neuerscheinungen auf dem Buchmarkt.

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undogmatisch und unabhaengig. Die RedakteurInnen sind selbst
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ehrenamtlich und aus Engagement.

Die Printausgabe der CONTRASTE erscheint 11mal im Jahr und
kostet im Abonnement 45 EUR. Wer CONTRASTE erstmal
kennenlernen will, kann gegen Voreinsendung von 5 EUR in
Briefmarken oder als Schein, ein dreimonatiges Schnupperabo
bestellen. Dieses laeuft ohne gesonderte Kuendigung
automatisch aus.
Bestellungen an:
CONTRASTE e.V., Postfach 10 45 20, D-69035 Heidelberg, Tel.
(0 62 21) 16 24 67, Fax 16 44 89  EMail:
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#4087 Von: "Karl Dietz" <karl.dietz@...>
Datum: Mo 7. Feb 2005 11:56
Betreff: [listex] ! Aktionsreise nach New York:
dz835
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----
! Aktionsreise nach New York:

! ...zur Überprüfungskonferenz des Atomwaffensperrvertrags

! 28./29. April  -  14./16. Mai 2005

mit
Internationale Begegnungen

! mit Diplomaten und Jugendlichen
! mit Aktivisten von Nichtregierungsorganisationen
! mit den Mayors for Peace
! mit Vertretern der "Aktion Völkerrecht"

60 Jahre nach den Atombombenabwürfen über Hiroshima und
Nagasaki gibt es immer
noch ca. 30.000 Atomwaffen auf der Erde, viele davon einsatzbereit.

Die Atomwaffengefahr war noch nie so groß wie heute, meint Dr. El
Baradei, der Chef der internationalen Atomenergiebehörde (IAEO).
Wir
können und wollen nicht tatenlos zusehen! Der Bürgermeister von
Hiroshima hat die Vision, dass bis 2020 alle Atomwaffen auf der
Erde
abgerüstet sind. Die Friedenswerkstatt Mutlangen will diese Vision
verwirklichen helfen und lädt deshalb zu dieser Reise nach New
York
ein.

Weitere Informationen:
www.pressehuette.de  redaktion@...



info aus:
--
listex
http://de.groups.yahoo.com/groups/listex
--

cc an wsh von der pressehutte.de for info über fwd an ca. 60 leute
in der contraste-list. und in kürze ist die info dann auch im google
index, denn dort sind die archive dieser liste.

#4088 Von: "Karl Dietz" <karl.dietz@...>
Datum: Die 8. Feb 2005 11:47
Betreff: TRAMPEN LEICHT GEMACHT
dz835
Mail senden Mail senden
 
Am 2 Feb 2005, um 11:40 hat Dieter Poschen geschrieben:

>
> Aus CONTRASTE Nr. 245 (Februar 2005, AUS DEM INHALT)
>
>

>
> TRAMPEN LEICHT GEMACHT
>
>
> Angesichts steigender Bahnpreise stellt sich fuer viele,
> die das Geld nicht haben oder ganz bewusst ein
> selbstorganisiertes Leben ohne Job fuehren, die Frage nach
> alternativen Moeglichkeiten, von A nach B zu kommen. Eine
> dieser Moeglichkeiten ist das Trampen,
> d.h. per Anhalter mit Leuten mitfahren, die ueber ein
> Auto verfuegen oder ein nicht voll ausgeschoepftes
> Wochenendticket.
>
> Seite 6
>
>

hier noch die infos aus coforum, einem wiki, das im artikel erwähnt
wird:

--

Hier werden Tips für Tramperinnen und Tramper gesammelt, weil es
häufig schwer ist, sich in fremden Städten sofort zurechtzufinden.


! Seiten mit Tramper - Infos

* http://www.bildervermietung.de/trampen.htm

* http://www.hospitalityclub.org/veit/trampen.htm -
   Veit_Kühne hat gute allgemeine Tips zum Trampen auf seiner
Seite, pflegt sie aber offenbar nicht mehr

* http://www.trampstop.de/

! Datenbanken im Netz

* http://www.hitchbase.com -
   Hier können Einträge von jedem eingegeben und kommentiert
werden. Bisher 43 Einträge (1.1.2005)

! Dresden

Auf der Hansa-Strasse generell gut.
Sehr fein: Mit der Strassenbahnlinie 13 bis Friedensstrasse fahren,
aussteigen, auf der Hansastrasse nach rechts (in nördlicher
Richtung) einbiegen, am Mc Doof vorbei, unter der Eisenbahnbrücke
durch, etwa 500 Meter an Kleingärten vorbei gehen.
Dort kommt eine Shell-Tankstelle, und mensch kann direkt fragen;
oder davor stellen. Die Hansastrasse ist ein Zubringer zur
A4 (beide Richtungen) und zur Autobahn Richtung Berlin.
Direkt hinter dem Bahnhof Neustadt stehen auch manchmal
Tramper
mit Schild an der Bushaltestelle, hab hier aber keine Erfahrungen.

! Berlin

Richtung Süden (Cottbus / Dresden): Mit der S-Bahn zum Bahnhof
Schöneweide fahren. Dann Adlergestell in Fahrtrichtung der S-
Bahn weitergehen, nun kommt man zu zwei Tankstellen und
Schnellrestaurant. Hier ist ne gute Stelle zum abfahren, leider oft
lange Wartezeiten, aber es gibt keinen besseren Platz.

Richtung Süden (Leipzig / München): Man kann mit der
Regionalbahn nach Michendorf (Berliner ABC-Tarif) fahren und von
dort zum Rasthof Michendorf laufen. Der Rasthof ist riesig und man
wird oft schnell mitgenommen. Vom Bahnhof Michendorf die
Potsdamer Straße nach rechts abbiegen, nach weniger als 1 km
die Feldstraße nach rechts, dann kommt man direkt zum Rasthof.
Tipp: http://www.stadtplandienst.de --> Michendorf eintippen, dann
bekommst Du eine Übersichtskarte.

! Magdeburg

Die Tankstelle am Autobahnzubringer im Norden Magdeburgs (am
"Magdeburger Ring") Richtung A2 ist nicht zu empfehlen: kaum
kamen wir an, kamen auch schon ein Azubi, dann die Verkäuferin,
und schliesslich der Chef persönlich, um uns mitzuteilen, dass es
"verboten ist, Leute anzusprechen" und gleich wollte er einen
Platzverweis erteilen, drohte dann mit den Bullen, die er dann wohl
auch rufen ging... Wir fragten trotzdem weiter, und fanden dann
zum Glück schnell nette Menschen, bevor irgendwelche Bullen
aufkreuzten (und selbst wenn, die Diskussion wär spannend
gewesen.. :-))

Besser ist es vermutlich, die Raststätte "Börde" bei Hermsdorf zu
nutzen.
Immer stündlich (um XX.45 Uhr - zumindest war das am 29.12.04
so) fährt ein Bus vom Zentralen Busbahnhof (am Damaschkeplatz
hinter Hauptbahnhof) dorthin. Kostet etwa 2,40 Euro. Wie es dort
dann genau weitergeht, können wir allerdings nicht sagen.

! Augsburg

Richtung München (A8):
Bus 23 oder 41 Richtung Hammerschmiede bis Hammerschmiede-
Süd (Große Kreuzung und Einkaufszentrum), zurück zur Kreuzung
und die Straße zum Hochhaus mit Uhr, etwa auf dieser Höhe ist
eine große ESSO-Tankstelle, die meisten fahren hier auf die A8

Richtung Stuttgart (A8):
wie in Richtung München oder:
Bus 22 bis Firnhaberau Endstation, dann ca. 10min. zu Fuß bis
zur Raststätte A.-Ost;

Augsburg-West eignet sich kaum noch, da an den Zubringer seit
einigen Jahren die ausgebaute B17 direkt anschließt, am ehesten
stellt man sich an die ESSO (wie früher) an der Donauwörtherstr.
kurz vor der Abzweigung nach Gersthofen-Süd.

Richtung Süden (B17, Landsberg, Füssen):
Straßenbahn 3 bis Bukowina-Institut (großes Hochhaus), an
Kreuzung rechts 5 min. bis zur nächsten Ampel oder Bus direkt
zum Messegelände; die Einfahrt ist dann direkt nach der Brücke,
Autos können halten indem sie rechts zur Messehalle abbiegen,
eigentlich kein Schild erforderlich, da nur eine Richtung sinnvoll;

Andere Richtungen:
* B2 nach Mering/München: gut; Bus bis Peterhofstr.; 5min;
* B300 nach Westen: eher schlecht; Straßenbahn 2 bis eine nach
Hbf, B300 entlang ca.15min. bis zur Shell-Tankstelle, Schild
erforderlich oder Leute ansprechen;

Fragen bzw. Anmerkungen? -- FloK

----
ThemaReisen

--

#4089 Von: Dieter Poschen <CONTRASTE@...>
Datum: Die 8. Feb 2005 16:50
Betreff: EED streicht Fördergelder: YOMANGO - den Zeichen des Lebens folgen?
contraste48
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Aus CONTRASTE Nr. 244 (Januar 2005)

EVANGELISCHER ENTWICKLUNGSDIENST STREICHT FOERDERGELDER

"YOMANGO - den Zeichen des Lebens folgen?"

Das Wort "YOMANGO" ("ich klaue") ist spanischen
Ursprungs und soll das "symbolische" Befriedigen
der eigenen Beduerfnisse thematisieren, zum
Nachdenken anregen, aber auch die
Konsumgesellschaft in Frage stellen. Eine
Aktionsform, die bei dem Evangelischen
Entwicklungsdienst (EED) nicht gut ankommt und
dazu fuehrte, dass kurz vor Jahresende der
Bundeskoordination Internationalismus (BUKO) die
gesamten Zuschuesse in Hoehe von 30.000 Euro fuer
das Jahr 2005 gestrichen wurden.

Dieter Poschen, Redaktion Heidelberg - In Kassel hatten linke
Aktivisten am Rande des 28. BUKO-Kongresses bei einer Aktion
mit der Bezeichnung "Kassel umsonst" in der Innenstadt
Kleidungsstuecke aus dem Geschaeft der Bekleidungskette "H&M"
entwendet und "der Bevoelkerung zur Verfuegung gestellt" (s.
CONTRASTE Nr. 237, S. 1). Die als Performance gedachte Aktion
in Anlehnung an die spanische Initiative "YOMANGO"
(www.yomango.org) sollte nach Angaben der Veranstalter auf
die wachsende Armut und die Arbeitsbedingungen in der
Bekleidungsindustrie aufmerksam machen. In einer
Polizeimeldung dazu hatte es geheissen: "Bei dieser
Teilveranstaltung schlossen sich ca.200-300 Personen der
linken Szene ohne Willen der Veranstalter an."


Die Bezuschussung der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit
der BUKO bestand der Geschaeftstelle zufolge
aus einer jaehrlichen institutionellen Foerderung fuer die
Geschaeftsstelle und der jaehrlichen Foerderung des
BUKO-Kongresses. Die Arbeit der Bundeskoordination
Internationalismus sei damit "akut gefaehrdet". "Der EED hat
eine politische Entscheidung getroffen! Linke
internationalistische
Politik wird von der evangelischen Kirche nicht mehr
unterstuetzt. Zur Zeit ist offen, wie die Arbeit der BUKO in
Zukunft weitergefuehrt werden kann", heisst es in einer
Mitteilung der BUKO.

EED-Sprecherin Barbara Riek erklaerte gegenueber der
Zeitung "Neues Deutschland", ihr sei bewusst, dass durch
den Entzug der Zuwendungen die Arbeit des BUKO als
Dachverband von 150 Dritte-Welt- und entwicklungspolitischen
Gruppen gefaehrdet sei. Es sei aber nicht zu verantworten,
dass der Name des Entwicklungswerks der evangelischen
Landeskirchen mit Vorgaengen wie in Kassel in Zusammenhang
gebracht werde.


Die Entscheidung des EED habe "eine enorme Tragweite fuer die
BUKO", erklaerte die Geschaeftsstelle, die sich nach
eigenen Angaben "der Kritik des EED an der Aktion durch
Diskussionen gestellt" hat und auch der "intern hoechst
umstrittenen" Aufforderung des EED nachgekommen sei,
sich oeffentlich von der Aktion zu distanzieren. Vom 18. bis
20. Maerz 2005 soll sich der "BUKO-Ratschlag" mit dem
Thema befassen.

Quellen: Pressemitteilung BUKO, 21.12.2004. epo.de

KASTEN:

Was ist YOMANGO?

YOMANGO ist ein Markenartikel der anderen Art. Es geht um
die freie Zirkulation von Wuenschen, Beduerfnissen und Waren,
metaphorisch und ganz konkret. Lebensmittel werden
zum gemeinsamen Konsum angeeignet, Kaufhaeuser und
Bankfilialen in Partyzonen umgewandelt, es gibt eine
Kollektion von spezieller Kleidung und Accessoires, und eine
Werbecampagne, die gekonntes Subvertising und zahlreiche
PR-Veranstaltungen in Spanien, Italien, der Schweiz und auch
in
der BRD beinhaltet.

Die kommunikationsguerilla hat einen kleinen Text aus
dem spanischen als Kostprobe uebersetzt:

YOMANGO - glaenzt durch Abwesenheit

"Achtung: Dies ist nicht das, was du siehst,
sondern das, was dahinter ist."

Wenn Du YOMANGO suchst, wirst du es im Leben nicht finden.
YOMANGO ist nicht da, und wird auch niemals da sein. Es ist
unaufhaltsam. Wenn du nicht danach suchst, ist es ueberall. Da
wo
der Kapitalismus seine Einkaufszentren ausbreitet oder dein
Begehren erobert, wirst du YOMANGO finden.


YOMANGO ist in Bewegung, ohne eigenen Ort, bewegt sich
im Raum des Anderen. Ohne die Strategien der Maechtigen
kann YOMANGO nicht das gleiche tun wie diejenigen, die den
Zirkus der Maerkte besitzen - und so lenkt es den Gebrauch von
Waren um. YOMANGO ist Mikro-Widerstand, verkehrt die
Codes, die der Kapitalismus in unser Leben hineinzwingt, in
ihr
Gegenteil.


YOMANGO besteht nicht aus Waren oder Dingen, sondern
aus Anwendungen und Aktionen und Kettenreaktionen, ist
Praxis, die diejenigen veraendert, die sie ausueben. Die
wuchernde
Ausbreitung anonymer Kreationen, die das Leben ausmachen
und die nicht in Kapital umgewandelt werden koennen. YOMANGO
bewegt unvermutete Ressourcen, verborgen in ganz normalen
Leuten, die ihrerseits die Grenzen des Einflusses
verschieben, den die Maechtigen ueber die anonymen Massen
haben.


YOMANGO interessiert sich wenig fuer die mehr oder weniger
kulturellen Produkte, die auf dem Markt der Waren angeboten
werden. YOMANGO benutzt diese Gueter, als Teil einer
gemeinsamen Alltagskultur, soweit sie - und wir wissen, wovon
wir reden
- eine Kultur der Aneignung und Wiederaneignung ist, des
Gebens und Nehmens von einer Hand zur naechsten. YOMANGO
ist, wie du vielleicht schon weisst, auch Genuss. Ein Genuss,
der
wie immer, wenn etwas sich vom Tauschwert emanzipiert hat,
subversiv ist. YOMANGO ist die Subversion der Schwachen.

Mit YOMANGO brauchst du nichts zu kaufen, mit YOMANGO kannst
Du einfach YOMANGO sein. Das ist sehr wichtig, weil
genau in dieser Qualitaet die groesste Angst der multinationalen
Konzerne liegt - und die wuerden YOMANGO nur zu gerne
loswerden. Sie koennen nicht ertragen, dass YOMANGO ein
Markenname gerade fuer die ist, die keinen Ort im Markt finden
koennen,
im freien Markt des Freihandels. Sie koennen nicht ertragen,
dass YOMANGO ein Lebensstil ist, der nicht von Neuheit oder
Quantitaet abhaengt, oder von der Dummheit der Massen. Und
vor allem koennen sie nicht damit umgehen, dass jemand anderes
ausser ihnen selbst Glueck stiehlt, dein Glueck, das sie Dir um
jeden Preis verkaufen wollen.

YOMANGO: Den Zeichen des Lebens folgen.

10 Tips fuer ein Leben im YOMANGO-Stil:
http://kommunikationsguerilla.twoday.net/stories/215046/


KASTEN:

Aufruf: 300 x 100 Euro fuer die BUKO

Der 28. Bundeskongress der Bundeskoordination
Internationalismus (BUKO) war mit 800 TeilnehmerInnen einer
der groessten seit vielen Jahren. Der BUKO ist es in den
letzten Jahren erfolgreich gelungen, ihr Themenspektrum zu
erweitern und neue Brueckenschlaege zu versuchen. Diese
Entwicklung weiter voranzutreiben, dafuer
braucht es eine starke BUKO-Struktur. Und genau diese
ist zur Zeit akut gefaehrdet!


Die H&M-Aktion am Rande des letzten BUKO-Kongresses in Kassel
hat hohe Wellen geschlagen, nicht nur in Kassel und innerhalb
der BUKO - das haette sich produktiv
wenden lassen. Leider haben daraufhin Geldgeber, namentlich
der Evangelische Entwicklungsdienst (EED), ab 2005
ihre jaehrliche institutionelle Foerderung fuer die
BUKO-Geschaeftsstelle und die jaehrliche Kongressfoerderung von
jeweils 15.000 Euro komplett gestrichen. (Weitere
Informationen zu der Streichung der EED Gelder unter
www.buko.info)


Doch zukuenftige Projekte wie der BUKO-Kongress
2005 sind bereits in Vorbereitung. In Hamburg hat es erste
Treffen gegeben, um den programmatischen Titel "Innere und
Aeussere Landnahme" fassbar zu machen und einen attraktiven
Kongress zu organisieren. Weitere BUKO-Seminare sind geplant
und der alljaehrliche BUKO-Ratschlag soll sich mit der
weiteren Entwicklung der BUKO
beschaeftigen. Alle diese Projekte sind zumindest in ihrer
jetzigen Form akut gefaehrdet. Wie immer ist eine aktive
Teilnahme an den verschiedenen BUKO-Projekten gefragt und
noetig. Aber genauso dringend benoetigt die
BUKO nun Eure finanzielle Unterstuetzung, um ueberhaupt
den Rahmen fuer linke internationalistische Arbeit erhalten zu
koennen.

Wir rufen daher dazu auf, die BUKO jetzt finanziell zu
unterstuetzen. Die Initiative "300 x 100 Euro" will 300
Menschen finden, die jeweils 100 Euro spenden.

* 300 x 100 Euro sind noetig, um die vom EED gestrichenen
Gelder zu ersetzen.

* 300 x 100 Euro wuerden vorerst das Weiterbestehen
der BUKO in der jetzigen Form fuer 2005 sichern.

* Auch 3.000 x 10 Euro kommen zum selben Ergebnis.
Soll heissen, dass natuerlich auch geringere Beitraege gespendet
werden koennen. Jede Spende hilft!

Unser Spendenkonto:
Verein zur Foerderung entwicklungspaedagogischer
Zusammenarbeit, Ev. Darlehensgenossenschaft Kiel, BLZ
210 602 37, Kto.: 234 389

Spenden sind steuerlich absetzbar. Bis EUR 100 gilt der
Einzahlungsbeleg als Quittung gegenueber dem Finanzamt. Der
Rechtstraeger der BUKO ist der Verein zur Foerderung
entwicklungspaedagogischer Zusammenarbeit e.V.,
der auch dessen Finanzgeschaefte abwickelt.

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Land der gelebten Utopien berichtet: ueber Arbeiten ohne
ChefIn fuer ein selbstbestimmtes Leben, alternatives
Wirtschaften gegen Ausbeutung von Menschen und Natur,
Neugruendungen von Projekten, Kultur von "unten" und viele
andere selbstorganisierte und selbstverwaltete
Zusammenhaenge.

Desweiteren gibt es einen Projekte- und Stellenmarkt,
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Neuerscheinungen auf dem Buchmarkt.

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Berichte, Diskussionen und Dokumentationen erfolgt
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in den unterschiedlichsten Bewegungen aktiv und arbeiten
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#4090 Von: Dieter Poschen <CONTRASTE@...>
Datum: Die 8. Feb 2005 21:33
Betreff: Tagung 2004: Socialising the global economy
contraste48
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Aus CONTRASTE Nr. 242 (November 2004)

KONFERENZ SOCIAL ENTERPRISE NETWORK IN LIVERPOOL


Socialising the global economy

Vom 15. bis 18.9. fand eine Konferenz in Liverpool
zum Thema "Socialising the Global Economy" statt.
Die Konferenz wurde vom "Social Enterprise
Network" (SEN) organisiert, einem Netzwerk von
270 Sozialbetrieben in der Region Greater
Merseyside rund um Liverpool. Rund
200 TeilnehmerInnen aus 20 Laendern waren dabei.


von Ralf Berger, Redaktion Koeln - Liverpool hat schon fast
hinter sich, was in der Bundesrepublik gerade ablaeuft:
Deindustrialisierung und Deregulierung. Die Hafenstadt
hat in den letzten fuenfzehn Jahren die Haelfte seiner
Einwohner verloren, die traditionellen Industrien bestehen
kaum noch. Die Verslumung in der Innenstadt, vor einigen
Jahren noch akut, wurde durch (Luxus)Sanierung
zum Teil aufgehalten. In den deindustrialisierten Vororten
sieht es aber ziemlich duester aus.


Was auffaellt, ist eine groessere Aktivitaet der arbeitslosen
Menschen als in Deutschland. Die Anzahl der Projekte
und Sozialbetriebe ist wesentlich hoeher als bei uns. Die
Bandbreite reicht von normalen Dienstleistungsbetrieben -
Existenzgruendungen, die oeffentlich gefoerdert werden, bis hin
zu Selbsthilfe- und Kollektivbetrieben. Foerderlich dabei sind
Beratungsbueros, die den Betrieben neben einer allgemeinen
Beratung viel buerokratische Arbeit abzunehmen scheinen.
Gelder gibt es vom City Council (Stadtrat), der nach dem
Zusammenbruechen der konservativen Partei und "Old - Labour"
von den Liberaldemokraten beherrscht wird. Finanzierungen
gibt es des
weiteren von speziellen Kreditinstituten und vielfach,
haeufiger als bei uns, von der EU. Subjektiv scheint mir
die Stimmung von viel Aktivitaet im Kleinen, aber auch
von politischer Perspektivlosigkeit im Grossen gepraegt.
Die Aktivisten, mit denen ich sprach, haben ihre "grossen"
politischen Perspektiven alle aufgegeben (das hat
in England immer viel mit der Entwicklung der Labour
Party zu tun).


Den Auftakt der Konferenz machte COMMECT, ein Zusammenschluss
von Sozialbetrieben aus den Commonwealthlaendern (Kanada,
Neuseeland, Australien, Indien,
Pakistan, Malaysia usw). Hier ging es um die Verteilung
eines Commonwealth-Sozialtopfes, an dem verschiedenste
Organisationen teilhaben. Die teilnehmenden Betriebe und
Projekte deckten das ganze Spektrum ab - von
"Jobs Australia" (halbstaatliches Beschaeftigungsprogramm),
ueber ein kanadisches Netzwerk (lokale Oekonomie bis zu
Indianerorganisationen) bis hin zu Selbsthilfebetrieben aus
Indien auf kollektiver Grundlage (in Indien sehr verbreitet).


Am Donnerstag begann die eigentliche Konferenz. In
den Referaten und Diskussionen ging es um politische
und finanzielle Rahmenbedingungen, Vernetzung, um
Gleichheit, Vielfalt und Nachhaltigkeit. Aber auch interne
Probleme bei Rechenschaft und Fuehrungsformen wurden eroertert.
Am 18.9. fand das Treffen des Europaeischen
Netzwerkes fuer oekonomische Selbsthilfe und lokale Entwicklung
statt. Hier haben sich seit 1994 (erste Konferenz
in Dessau mit starker Beteiligung aus Ostdeutschland)
eine Reihe von lokalen Initiativen zusammengeschlossen,
koordiniert von Mary Mellor (England), John Pearce
(Schottland) und Karl Birkhoelzer (Berlin). Das Netzwerk
hatte in den 90er Jahren durch einen Gruendungsboom in
einigen Regionen und einer grundsaetzlichen
Orientierungsdiskussion einen Hoehepunkt an Aktivitaeten, die
in
den letzten Jahren abgeflaut sind, u.a. auch weil Leute
die das Netzwerk getragen haben ausgeschieden sind.
Das Koordinierungsgremium wurde neu gewaehlt und
der Beitritt in die europaeische Genossenschaftsorganisation
CECOP beschlossen.

Ein Problem bestand fuer mich darin, dass hoechst
unterschiedliche Betriebe in hoechst unterschiedlichen Laendern
recht beliebig nebeneinander standen und es kaum
eine Zuspitzung auf bestimmte Fragen gab, da die einzelnen
Beispiele kaum miteinander vergleichbar waren.

Kontakte und Kongressmaterialien:
Social Enterprise Network, www.sen.org.uk
E-Mail: info@...
Europaeisches Netzwerk oekonomische Selbsthilfe und
lokale Entwicklung
www.european-network.de
E-Mail: euronet@...
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#4091 Von: "Hartmut Barth-Engelbart" <Barth-Engelbart@...>
Datum: Die 8. Feb 2005 23:58
Betreff: e-mail an Eichel
barthengelba...
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Eichel-Mast



  Kleine Schweine
  Kriegen keine
  Nur die dicksten
  Und die größten
  Kriegen ganz alleine
  Nicht nur eine
  Kleinvieh-finanzierte
  Eichel-Mast

  Und wenn du
  Als kleines Schwein
  Großes Glück hast
  Musst du, wenn man
  Dir den Rest
  übrig lässt
  für Eichel-Schalen
  Nix bezahlen


  Das war mein Eintrag in die e-postkarte an Eichel

  Könnt ihn ja weiterverbreiten
  es ist sozusagen ein Vorabdruck aus meinem Buch,  das zur Leipziger
Buchmesse 2005 mit einem Vorwort von Ingrid und Gerhard Zwerenz  eim
  Frankfurter ZAMBON-Verlag unter dem Titel erscheinen wird:>>
UNTER
SCHLAG
ZEILEN
befreite worte und gebrochene reime
texte zur lage
ISBN 3-88975-107-5

noch einer ?

So sind sie halt, die Wolffs-Gesetze

Wir sollen TurboRobos mästen
in nestwarm überfüllten Kästen.
Wir schieben mit dem VollstopfTrichter
die Kinder in die Warteschlangen
vorm Arbeitsamt, beim Jugendrichter
im FallzahlRanking, Sammelmarken
Paybacksystem und unter starken
Neurosen wegen Arbeitshetze
So sind sie halt, die Wolffsgesetze


[Die Teile dieser Nachricht, die nicht aus Text bestanden, wurden entfernt]

#4092 Von: Dieter Poschen <CONTRASTE@...>
Datum: Mit 9. Feb 2005 16:08
Betreff: Buchvorstellung: Gemeinschaften und Ökodörfer
contraste48
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Aus CONTRASTE Nr. 241 (Oktober 2004)

Gemeinschaften und Oekodoerfer

Umstritten ist dieses eurotopia-Verzeichnis seit Jahren.
Die politischen Kommunen moechten dort am liebsten
nicht aufgefuehrt werden, um sich nicht in die Nachbarschaft
zu hoechst zweifelhaften Gemeinschaften und Netzwerken zu
begeben. Fuer kritische LeserInnen weisen wir
trotzdem auf dieses aktuelle Werk ueber Gemeinschaften
und Oekodoerfer in Deutschland und Europa hin.


"Als Weiterentwicklung der schon in mehreren Auflagen
erschienenen eurotopia-Projekteliste stellen sich
jetzt 348 Gemeinschaften und Oekodoerfer in 23 Laendern
dar: Mit ihren Charakteristika, ihren Zielen und ihren
Besonderheiten. Sie geben damit den LeserInnen einen
lebendigen Eindruck einer Lebensform, von der sich immer mehr
Menschen einen Gewinn an Lebensqualitaet erhoffen.


Die neue Ausgabe enthaelt:

* einen redaktionellen Teil mit Artikeln zum Thema
"Leben in Gemeinschaft";
* ausfuehrliche Selbstdarstellungen und Adressen von
348 Gemeinschaften, davon 45 Oekodoerfer;
* uebersichtliche Laenderkarten, in denen die Gemeinschaften
verortet sind;
* Beschreibung von 18 Netzwerken von Gemeinschaften und
Oekodoerfern mit Adressen;
* Ein Kapitel zu Oekosiedlungen mit gemeinschaftlichen
Aspekten;
* nuetzliche Adressen rund um das Thema "Gemeinschaft";
* eine Bibliographie themenbezogener Literatur;
* einen Index, der auch die in eurotopia 2000 erschienenen
Gemeinschaften beihaltet.

Alle Selbstbeschreibungen wurden im Herbst/Winter
2003/04 recherchiert, von den Gemeinschaften selbst verfasst
und unzensiert wiedergegeben. Das ganze Buch ist
ein Werk von Menschen, die selbst in Gemeinschaft leben.


Das Verzeichnis erzaehlt von den vielen Menschen in
ganz Europa, die in kollektiver Selbsthilfe der immer
draengender werdenden sozialen, oekologischen und
wirtschaftlichen globalen Krise ihre eigenen Visionen
entgegensetzen. Sie entwickeln dabei ernstzunehmende
Loesungsansaetze fuer existenzielle Fragen, indem sie ihren
Traum von einem gemeinschaftlichen Leben selbstbewusst in die
Tat umsetzen.


Ein Buch, das sowohl zu vielen (selbst-)kritischen Fragen
anregt (wie ist mein eigener Umgang mit Geld, mit
Konflikten, mit Behinderten...?), als auch viele praktische
Fragen beantwortet: Wie gruendet man eine Gemeinschaft? Wie
besucht mensch eine Gemeinschaft am besten (nicht)? Welchen
Gemeinschaften kann man sich
unter welchen Bedingungen anschliessen? Welche Gemeinschaften
empfangen arbeitende Gaeste gegen Kost
und Logis? Wie sind deutsche, italienische... Gemeinschaften
untereinander vernetzt?


Das eurotopia-Verzeichnis ist ein praktischer Helfer
fuer alle, die in Gemeinschaft leben wollen oder bereits
leben, oder die schon immer mal einen Eindruck von der
Vielfalt dieser Szene bekommen wollten. Ein Buch, das
dazu anregt, sich ueber alternative Lebensformen Gedanken zu
machen, und das durch mehrere hundert "real-existierende"
Beispiele Mut macht, diese Gedanken im eigenen Leben
umzusetzen."

diego

Quelle: Selbstdarstellung Verlag

Eurotopia-Verzeichnis: Gemeinschaften und Oekodoerfer in Europa
- neu recherchiert 2004, 1. Auflage / Poppau: Volker Peters
Verlag / 2004, Paperback, 448 Seiten,
18 EUR, ISBN 3-00-013772-6
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Entgegen dem herrschenden Zeitgeist, der sich in allen
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Land der gelebten Utopien berichtet: ueber Arbeiten ohne
ChefIn fuer ein selbstbestimmtes Leben, alternatives
Wirtschaften gegen Ausbeutung von Menschen und Natur,
Neugruendungen von Projekten, Kultur von "unten" und viele
andere selbstorganisierte und selbstverwaltete
Zusammenhaenge.

Desweiteren gibt es einen Projekte- und Stellenmarkt,
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#4093 Von: "Karl Dietz" <karl.dietz@...>
Datum: Do 10. Feb 2005 15:11
Betreff: SelbstorganisierteSeminare (Stand: 02/2005) + o.
dz835
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Bildung selbst organisieren (s.a. SelbstOrganisation). Gruppen in
verschiedenen Städten, die sich als längerfristige Plattform für
selbstorganisierte, selbstbestimmte, kritische oder autonome
Seminare, freie Lerngruppen, Lesezirkel, als Alternative Unis,
!GegenUnis, o. ä. verstehen, welche allen offen stehen und eine
Alternative zu staatlicher oder kommerzieller Bildung aufzeigen und
ausprobieren wollen.


! Berlin

*Alternatives Vorlesungsverzeichnis
** http://www.selber-denken.net.ms/
** Kontakt
*** infopool-hu (ätt) web punkt de
*** uniumbruch (ätt) web punkt de
*** mal_wasanderes (ätt) gmx punkt net

* siehe auch
** http://www.bildung-und-gesellschaft.de.vu/
** Kontakt: bug (ätt) asta . tu-berlin . de

* Freie Klasse Berlin
** http://www.interflugs.de/
** Freiraum für selbstorganisierte Seminare
** Kontakt: freieklasse (ätt) iflugs . udk-berlin . de

* Volksuni Berlin
** http://www.volksuni-berlin.de/
** gegründet 1980
** Kontakt: volksuni99 (ätt) aol punkt com

* http://www.c-base.org/
** http://www.c-base.org/cv50f/cience/seminare.html
** mmmh.... ''kostenpflichtige'' Computerseminare??
emanzipatorisch??

! Berlin Umfeld

* nördlich von Berlin: Zarnekla/Hohenbüssow: "Wald-und Wiesen-
Akademie für Freien Wissenstausch" oder so ähnlich soll sie
heißen - siehe Projekt ZarNekla // aber noch nichts konkretes,
oder? -- TiM
** Next konkretes: Baumpflanzwochenenden Anfang November:
Theorie: Wie, wann und wo pflanzt mensch Bäume und warum;
Besichtigung der bisherigen Aufforstungen, Baumbestimmungen;
Ton-Dia-Vorträge zu den Verhältnissen Mensch-Baum-Wald-Natur.
Praxis: Aufforstung einer Feuchtweide mit Roterle und
Waldrandbepflanzung. Yo. Roland - Zar Nekla II

* nördlich von Berlin: in Lychen: im HausVogelgesang sind kleine
Kongresse möglich. Hilfe in hirarchieminimierter
Selbstorganisierung und Kommunikationstrainings für den
wiedererwerb von Authetizität, den dafür nötigen Respekt und
gegenseitige Akzeptanz bietet [roy.ly], vor Ort.

! Bochum

* Rote Ruhr Uni
** http://www.rote-ruhr-uni.com/
** Kontakt: critix (ätt) gmx punkt de

! Bonn
* Alternative Uni Bonn
** http://www.altuni.uni-bonn.de/
** ging im Herbst 1997 aus dem !UniStreik hervor
** Projekt 1998 aufgelöst, aber auf der Seite befinden sich ein
umfangreiches Archiv und ein Artikel für "Erstis"
** Kontakt (noch gültig?): altuni (ätt) uni-bonn punkt de

! Braunschweig
* Freie Klasse
** seit 20 jahren institutionalisiert (damals frauenklasse) an der
kunsthochschule in branuschweig
** selbstverwaltung, lesekreis, gemeinsames arbeiten an projekten
und gesellschaftlichen interventionen
** kontakt: freie.klasse(ätt)lycos.de

! Bremen
* ^Unitopia (reagiert nicht auf Nachfrage)
** aktiv bis Wintersemester 2002/03?
** Kontakt: unitopia (ätt) gmx . de

! Dresden
* autonomes Seminar
** im WS 2004/5 ein erster vorsichtiger Versuch, ein autonomes
Seminar zu organisieren. Aber dabei soll's nicht bleiben.
** Demnächst solls eine Website zu "Selbstorganisiertem Lernen
in Dresden" geben.
** http://www.selbst-denken.de.vu
** Kontakt: autonomes.seminar.dresden (ätt) gmx.de

! Frankfurt

* Institut für vergleichende Irrelevanz
** http://www.copyriot.com/raumspiel/
** Programm Sommersemester 2004
[http://www.copyriot.com/raumspiel/pdf/ivi-programm_sose04.pdf]
** Kontakt: kette130 (ätt) gmx punkt net

! Hamburg

* Freie Hamburger Hochschule
** http://www.freie-hh.de/
** Kontakt: freie-hh (ätt) web.de

! Kaiserslautern

* AG Kritische Uni Kaiserslautern
** http://www.merten-home.de/KritischeUni/
** Kontakt: kritische-uni (ätt) unix-ag . uni-kl . de
** durchgehend seit Ende der 1980'er Jahre!
** einiges am laufen! Lesegruppen, Freie Software etc.

! Leipzig

* AG Seminare
** http://www.ag-seminare.bildungskritik.de/
** diverse Seminare
** Kontakt: ag-seminare (ätt) bildungskritik punkt de

* SprachenAbend
** http://www.leipzig.sprachenabend.de/
** Treffpunkt zum Anwenden von Fremdsprachen im Austausch mit
Muttersprachlern
** Kontakt: leipzig (ätt) sprachenabend punkt de

! Osnabrück

* Selbstorganisiertes Leseseminar "autoseminar"
** an der Uni Osnabrück
** z.Z. (SS 2004) Robert Kurz, Weltordnungskrieg
** info dazu: [http://www.exit-online.org/html/buecher.php]
** Kontakt:  info (ätt) exit-online . org

* "Bildung von Unten"
** Themen: bisher nur technische Seminare , bei Interesse auch
andere
** 2-3 mal Monatlich findet  alternative Bildung mit Themen wie
HTML/PHP/Bildverarbeitung/EmailVerschlüsselung etc. statt.
** http://bildungvu.de.vu  ''(nicht erreichbar)''
** Kontakt: bildungvu (ätt) gmx.de ''(nicht erreichbar)''
** Stand: 2004/06/22 ContrasteListe


! Potsdam
* alternativuni an der Uni Potsdam
** http://www.alternativuni.de/
** intensive alternative Woche im Juni 2003
** derzeit (Sommersemester 2004) Fortführung mit Reihe über
Bildung
** Artikel bei indymedia:
http://de.indymedia.org/2003/06/53710.shtml
** Kontakt: info (ätt) alternativuni punkt de

...

aus coforum.de

+
--
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#4094 Von: Dieter Poschen <CONTRASTE@...>
Datum: Do 10. Feb 2005 17:37
Betreff: Schulgenossenschaft, Düsseldorf
contraste48
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Aus CONTRASTE Nr. 242 (November 2004)

SCHULGENOSSENSCHAFT, DUESSELDORF

Wir-eG macht Schule - oder
- Hut ab! vor einer ganz neuen Organisationsform

Am Samstag, den 25.9.2004 fand an der
Joseph-Beuys-Gesamtschule in Duesseldorf die
Gruendung einer Schulgenossenschaft mit Namen
"Hut ab!" statt. Sie ist anders als die
Schulgenossenschaften, in denen sich manche
Waldorf-Schulen organisiert haben. Und auch anders
als die zwei Genossenschaften, die in
Baden-Wuerttemberg Berufschuelern helfen, mit ihren
Dienstleistungen in den Markt zu treten. Mit dieser
Schulgenossenschaft gehen Eltern, Lehrer und
Schueler einer allgemein bildenden Gesamtschule
erstmals ganz bewusst den genossenschaftlichen
Weg, um Schuelerfirmen einerseits einen besseren
Stand am Markt zu verschaffen, andererseits nicht
primaer fuer die Kapitalmehrungsziele von
Anteilseignern, sondern in erster Linie fuer die Nutzer
und Nutzerinnen zu arbeiten.

Nicole Goeler von Ravensburg, Red. Genossenschaften - An der
Joseph-Beuys-Gesamtschule gibt es nun schon im vierten
Jahre Schuelerfirmen. Waehrend im ersten Jahr die Schuelerfirma
als Arbeitsgemeinschaft initiiert wurde, findet ein
Teil der Arbeit an der Schuelerfirma seit dem zweiten Jahr
im Unterricht statt, naemlich im Wahlpflichtfach WP II.
In der Regel arbeiten an den Schuelerfirmen Schueler der
neunten und zehnten Jahrgangsstufe mit. Sie erhalten
im Zeugnis eine Note und/oder ein Zertifikat fuer die
Mitarbeit an der Schuelerfirma, was sich bei Bewerbungen gut
ausnimmt. Zudem bringen die Schueler meist auch Freizeit in
die Schuelerfirma ein.

Fuer diese Freizeit werden sie mit geringen Stundenloehnen
verguetet: 2 bis 4 EUR brutto pro Stunde. Um die Realitaet des
Wirtschaftslebens widerzuspiegeln, werden von diesen
Bruttoloehnen etwa 30% als Sozialabgaben und Steuern
einbehalten. Diese Abgaben werden dazu verwendet
werden, die Mitgliedschafts- bzw. Pruefungsgebuehren zu
finanzieren, die alle zwei Jahre fuer die Schulgenossenschaft
anfallen. Die Hut ab!-Schulgenossenschaft moechte sich dem
Zentralverband der Konsumgenossenschaften anschliessen,
der sie auch in der Gruendungsphase
beraet.

Lernen durch Praxis

Auf die Idee, eine "Traegergenossenschaft" einzurichten, kam
man
aus verschiedenen Gruenden. Die
Unabhaengigkeit von Interessenverbaenden und die Alternative
zum
Modell der Aktiengesellschaft, die
fester Bestandteil zahlreicher aus
der Wirtschaft gefoerderter Foerderprogramme fuer Schuelerfirmen
ist,
spielten hierbei eine Rolle. Wichtig
war ebenso die Hoffnung, ueber
eine eingetragene Rechtsperson
besser im Grosshandel einkaufen
zu koennen. Zudem entziehen sich
Laender und Gemeinden mehr und
mehr der Verantwortung fuer die Finanzierung von Schulen.
Gleichzeitig wird die Oeffnung der Schule
und ihre Selbststaendigkeit in zahlreichen Verordnungen und
Modellprojekten propagiert.

In Duesseldorf wurde dies zum
Anlass genommen, mittels der
Schuelerfirma J.B. Services gebrauchte Schulbuecher und
guenstigeres Schulmaterial zu besorgen
und in der Schule zu vertreiben.

Im laufenden Schuljahr werden die neu dazugekommenen
Schuelerfirmen Medien-Service (bspw. Videoaufnahmen) und
Jugend-Service (Angebot von Haushaltshilfen
und Besorgungen) die Palette der verfuegbaren Dienstleistungen
erweitern. Die Gruendungsmitglieder hoffen, die
bisher bestehenden drei Schuelerfirmen dabei unterstuetzen zu
koennen, gleichberechtigt und in solidarischer
Selbsthilfe zu lernen und dabei gleichzeitig die
wirtschaftlichen Interessen der Schulmitglieder zu foerdern.
In den
Schuelerfirmen sollen die Schueler neben wirtschaftlichem
Wissen insbesondere Kreativitaet, Selbstverantwortung,
Selbststaendigkeit und Selbstbewusstsein dazugewinnen.


Solidaritaet nach aussen

Das Projekt Schulgenossenschaft hat es jedoch nicht nur
auf Solidaritaet nach innen abgesehen. Im Maerz 2004
konnten schon die ersten Lehrer anderer Schulen von
den Erfahrungen der Joseph-Beuys-Gesamtschule profitieren. In
einem externen Workshop zum Thema wurde
deutlich, dass das Betreiben einer genossenschaftlichen
Schuelerfirma zwar genauso viel betriebswirtschaftliches
Know-how verlangt, wie jede Schuelerfirma. Es wurde
aber auch klar, welche bedeutende Rolle das Gefuehl der
"Eignerschaft" und der Foerdergedanke, beides
Schluesselmerkmale der Genossenschaft, fuer die Motivation
spielen.

Daneben wurde deutlich, dass die von der Bildungspolitik
allenthalben geforderte Erweiterung der Freiraeume
fuer Schulen und die praktische Kooperation von Schuelern,
Eltern, Lehrern, Schulleitungen und Schultraegern
sich nicht mehr nur auf ideelle Zwecke beschraenken
kann. So war der Workshop ein wichtiger Schritt fuer die
Schulgemeinschaft der Georg-Ackermann-Gesamtschule in
Breubach im Odenwaldkreis, sich ebenfalls fuer die
Gruendung einer Schulgenossenschaft zu entscheiden.
Hier will man neben einem Dach fuer Schuelerfirmen auch
den Betrieb einer Schulmensa in genossenschaftlicher
Eigenregie uebernehmen. Weitere Workshops fuer Interessierte
Lehrer, Eltern und Schueler zum Thema Schuelerfirmen
in genossenschaftlicher Organisationsform sind fuer die
nahe Zukunft geplant. Termine hierfuer und andere
Informationen rund um Schulgenossenschaften finden sich
im Internet auf: www.genoatschool.de

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#4095 Von: Dieter Poschen <CONTRASTE@...>
Datum: Do 10. Feb 2005 15:53
Betreff: Kelten, Krieger, Kulte (Buchbesprechung)
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Aus CONTRASTE Nr. 241 (Oktober 2004)

Kelten, Krieger, Kulte

Buecher ueber alte Voelker, in erster Linie ueber die Kelten,
fuellen die Regale der Buchhandlungen. In einer Zeit, in
der ein zunehmender Mobilitaetszwang alte Bindungen
und "Heimaten" aufloest, waechst das Beduerfnis der Menschen
nach Sicherheit. Und die wird gerne in alten Zeiten, bei
entschwundenen Voelkern und Kulturen gesucht.
Ein Phaenomen, das wir spaetestens seit der Renaissance
wissenschaftlich fundiert verfolgen koennen. Das vorliegende
Buch hebt sich wohltuend von der Fuelle oft suspekter
Publikationen ab und ist aus zwei Gruenden bemerkenswert.

Der Autor rechnet radikal mit voelkischen und
deutschnationalen Fehlmeinungen ab, die die OesterreicherInnen
auf ein "Urvolk" - meist sind es die ideologisch ausgelaugten
Germanen - reduzieren wollen. Im Gegensatz
zu diesen starren Lehrgebilden, die die Unterdrueckung
und Ausmerzung von Minderheiten in unserer Geschichte
rechtfertigten, entpuppt sich Oesterreichs Vergangenheit als
ein multikultureller Schmelztiegel der extremen
Art; von "Reinrassigkeit" keine Spur, vielmehr ein Gemisch
von Raetern, Venetern, Illyrern, Pannoniern, Etruskern,
Griechen, Kelten, Roemern, Alpenromanen, Hunnen, Awaren,
Germanen, Bajuwaren und Slawen. Alle diese Kulturen werden
anschaulich und leicht verstaendlich
beschrieben.

Ein Thema des Buchs sind die alten Kulte. Der Autor
enthaelt sich dabei erfreulicherweise aller esoterischer
Windungen und Verwirrungen, die gegenwaertig durch
den publizistischen und seminaristischen Zeitgeist flattern.
Vorgestellt wird nur, was wissenschaftlich nachvollziehbar
ist, ungesicherte Thesen werden als solche gekennzeichnet.
Somit wird der weit verbreiteten Spekulationswut bezueglich
der Esoterik der alten Kulturen ein
Riegel vorgeschoben. Die zeitgeschichtliche Verwobenheit
Gugenbergers, der sich als esoterikkritischer Historiker
einen Namen gemacht hat, laesst das Buch aktuell werden.
Zeitgeschichtliche Reflexionen machen alte Geschichte
lebendig. Somit liegt ein Werk vor, dass einerseits jedem /
jeder an Geschichte Interessierten zu empfehlen ist und das
andererseits mutig gegen politische
und esoterische Sturzfluege Stellung bezieht.

Dr. Roman Schweidlenka

Eduard Gugenberger: Kelten, Krieger, Kulte. Oesterreichs
Urvoelker von den Raetern bis zu den Slawen, Ueberreuter, Wien
2004, 224 Seiten

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#4096 Von: Dieter Poschen <CONTRASTE@...>
Datum: Do 10. Feb 2005 20:33
Betreff: Mit Assistenz die eigene Welt verändern
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Aus CONTRASTE Nr. 243 (Dezember 2004)

GENOSSENSCHAFTSTAGUNG, HAMBURG

Mit Assistenz die eigene Welt veraendern

Behinderte, die gleichberechtigt am
gesellschaftlichen Leben teilnehmen wollen, muessen
auch ihre Hilfe und Pflege selbst organisieren und
bestimmen duerfen. Diesem Ziel haben sich die
Assistenzgenossenschaften verschrieben. Aus Sicht
der Betroffenen eine ideale Loesung. Trotzdem gibt es
in Deutschland erst zwei solcher Genossenschaften.
Deren Genossenschaftsverband ZdK in Kooperation
mit der Entwicklungspartnerschaft innova und die
Fachhochschule des Rauhen Hauses hatten am
Mittwoch, den 20. Oktober 2004 zu einer Tagung
in Hamburg eingeladen.

Christian Sternberg, Red. Genossenschaften - Das Vorbild
fuer die Assistenzgenossenschaften kommt aus Schweden:
Stockholmskooperativet foer Independent Living
STIL, die Stockholmer Genossenschaft fuer unabhaengiges Leben.
Sie verfolgt ein Anliegen, das vor zwanzig Jahren noch unter
der radikalen Forderung "Raus aus der
Anstalt" fuer ein selbst bestimmtes Leben von schwerst
behinderten Menschen beworben wurde. Doch auch in
Skandinavien regiert der Rotstift, berichtete Karl Hokun
Biehl von ULOBA, der landesweit taetigen Osloer
Assistenzgenossenschaft. Sie betreue 27 Prozent aller
norwegischen "Buerger mit Assistenz" zwischen Oslo und
Trums›. Es sind etwa 550 Personen, die die Hilfe von
etwa 2500 Assistenten "geliefert" bekommen. 21 Prozent
beschaeftigten ihre Betreuer selbst, der weitaus groesste Teil,
52 Prozent der geleisteten Assistenz werde von
den Kommunen bereit gestellt, die auch ueber die Form
der Bereitstellung der Assistenz entscheiden duerften.

Erst seit zwei Jahren werden in der Oesterreichischen
Hauptstadt Wien Assistenzen von einer Genossenschaft
bereitgestellt, der Wiener Assistenzgenossenschaft WAG.
Ihr Vorstandsmitglied Dorothea Brozek verweist auf immerhin
schon 23.000 Assistenzstunden im Jahr 2003,
die hauptsaechlich aus Arbeitsassistenzen bestehen. In
Oesterreich ist die Arbeitsfoerderung Bundesangelegenheit, und
der Bund foerderte seit Anfang des Jahrhunderts
diese Assistenzen. Andere Lebensbereiche werden von
den neun oesterreichischen Bundeslaendern alimentiert.
Wer bei der WAG AssistenznehmerIn werden moechte,
muss an einem Managerkurs teilnehmen, um die Bereitschaft zu
zeigen, sich seiner Situation bewusst zu verhalten.


Qualitaetskriterien sichern


Anspruchsvolle Leistungsstandards setzen auch in
Deutschland nur die Kooperativen durch. So erfuellte die
Hamburger Assistenzgenossenschaft HAG als einzige
die Qualitaetskriterien der Verbraucherzentrale, wie der
Aufsichtsratsvorsitzende der HAG Gerlef Gleiss berichtete. In
Hamburg wird ein einheitlicher Stundensatz von
gut 22 Euro fuer die Assistenz abgerechnet. Die AssistentInnen
verdienen zwischen neun und zehn Euro plus
Nacht- oder Wochenendzuschlaege. Insgesamt kostet diese
Assistenz, die in den eigenen Haushalten der beeintraechtigten
Menschen geleistet wird, etwa die Haelfte im
Vergleich zu stationaeren Einrichtungen. Dennoch werden nach
wie vor 90 Prozent aller stark beeintraechtigten
Buergerinnen und Buerger in Heimen untergebracht.

Persoenliches Budget als Chance

In der Hamburger wie in der Bremer Assistenzgenossenschaft
versorgen 180 bis 200 Beschaeftigte etwa 50
AssistenznehmerInnen jeden Alters mit 14.000 Stunden
monatlich. Solveig Eisert, geschaeftsfuehrendes
Vorstandsmitglied der Assistenzgenossenschaft Bremen, sieht
ihre
selbst bestimmte Form der Hilfe mit dem Ruecken zur
Wand. Fuer die Zukunft befuerchtet sie, wie auch Gerlef
Gleiss, dass nur noch solche Leistungstraeger mit ihren
Mitteln klar kommen, die auch Ein-Euro-Kraefte beschaeftigen.
Das werde eindeutig zu Lasten der Selbstbestimmung gehen und
zu Lasten der Qualitaet der Assistenz. Die
Assistenzgenossenschaften koennen naemlich
mit einigem Stolz darauf verweisen, dass sie eine wesentlich
geringere Personalfluktuation haben als private
Pflegebetriebe oder Einrichtungen der Wohlfahrtsverbaende.

Die Bedenken konnte auch der Bremer Sozialrichter
Horst Frehe, der fuer den Bundesbeauftragten fuer Behinderte
taetig ist, nicht zerstreuen. Er sieht einen fast utopisch
anmutenden Meilenstein im neuen Sozialgesetzbuch IX
verwirklicht, der den Behinderten das Wahlrecht einraeume, wie
sie ihr Leben gestalten. Das Recht
werde zwar in anderen Teilen des Sozialgesetzbuchs
eingeschraenkt und anders bewertet, aber nach einer
Testphase bis 2008 werde es den Anspruch auf ein
"Persoenliches Budget" fuer Behinderte geben. Ein betroffener
Praktiker wie Horst Frehe sieht die Gefahr, dass ein solcher
Anspruch sehr kompliziert geregelt werden koenne.
Und komplizierte Regeln koennten dann nur noch "fitte
querschnittsgelaehmte Akademiker mit einem
rechtswissenschaftlichen Hintergrund wahrnehmen." Um dies
zu vermeiden werde es das Recht auf eine vom Staat
finanzierte Beratung geben. Und diese Beratung werde
auch Lernbehinderte und Demente in die Lage versetzen, sich
mit Hilfe des Persoenlichen Budgets eine selbst
bestimmte Assistenz zu organisieren.

Angesichts der noch unbekannten Bestimmungen,
wie die Gesetze anzuwenden sind, ruft Horst Frehe trotz
allen Optimismus einige Runzeln auf die Stirn der
Assistenzgenossenschafter. Und es kommt das Grusswort des
Hamburger Behindertenbeauftragten Herbert Bienk in
Erinnerung: Das Persoenliche Budget duerfe die Behinderten bei
ihren Antraegen nicht an Fristversaeumnissen und
andern juristischen Fallstricken scheitern lassen, die
aus dem buergerlichen Recht bekannt seien. Er habe in
Berlin nachgefragt, wie das Gesetz realisiert und finanziert
werden solle, bekomme dort aber keine Antworten.
Stattdessen heisst es: "Wir haben Euch den rechtlichen
Rahmen gegeben, nun macht mal!" Diese Haltung wertet Bienk
als unredlich.


Utopie einer Buergergenossenschaft

In die Richtung einer kontrovers diskutierten Utopie
weist Professor Michael Langhanky von der Evangelischen
Fachhochschule des Rauhen Hauses. Wie kann
die genossenschaftliche Form, soziale Leistungen zu
erbringen, weiter in die Zukunft gedacht werden? Langhanky
kritisiert, dass auf sozialem Gebiet die Hilfen in
stark voneinander abgegrenzte Sparten gegliedert werden.
Lernbehinderte werden anders behandelt als
Querschnittsgelaehmte, Jugendhilfe werde sorgfaeltig von der
Altenoder Drogenhilfe getrennt. Gegenseitige Akzeptanz
koennten die unterschiedlichen Formen des Bedarfs an Assistenz
nur gewinnen, wenn sie in einem Raum, in einem
Dorf, einer Stadt, einem Stadtteil von einer Genossenschaft
der dort ansaessigen Buergerinnen und Buerger organisiert seien.
Diese Vision genossenschaftlicher Harmonie war vielen
Praktikern zu utopisch. Die Hoffnung,
von ihren frei beweglichen Mitmenschen als "MitbuergerInnen
mit Assistenz" wahrgenommen zu werden,
muss vorerst reichen. Denn, so Karl Hokum Biehl aus Oslo: "Es
sind die Woerter, die die Welt aendern und nicht
umgekehrt."
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#4097 Von: "Karl Dietz" <karl.dietz@...>
Datum: Fr 11. Feb 2005 15:46
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Auf der Basis einer inhaltlichen Plattform gründete sich im Januar
1999 die Bundesarbeitsgemeinschaft unabhängiger
Erwerbsloseninitiativen (BAG-Erwerbslose). Die BAG hat derzeit
keine
formale Struktur. Jährlich finden mindestens zwei mehrtägige
Tagungen
statt. Vorbereitung und Durchführung liegt jeweils in der
Verantwortung der veranstaltenden Gruppe. Beschlüsse,
Stellungnahmen
usw. werden soweit als möglich nach dem Konsensprinzip gefaßt.
Der
Informationsaustausch zwischen den Tagungen wird über die
Arbeitslosenzeitung quer sichergestellt.


aus:
http://www.erwerbslose.de/ini.htm

--


info war gestern auch in:
--
listex
http://de.groups.yahoo.com/groups/listex
--

#4098 Von: "Karl Dietz" <karl.dietz@...>
Datum: Son 13. Feb 2005 12:50
Betreff: Die Kampagne "Atomstopp" ...
dz835
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web: http:www.atomstopp.com

Die Kampagne "Atomstopp"
versucht auf ihrer Website (http://www.atomstopp.com) eine Million
Unterschriften
gegen Neubau, Weiterbau, Ausbau von Kernkraftwerken zu
sammeln.

Die online-Sammlung läuft noch bis 4/2006 und ist EU-weit.
Auf der Seite können auch auslegbare Listen und Forderungstext
in PDF runtergeladen werden.
Ebenso kann mich sich in eine Newsletter-Liste klicken.

----
KategorieInitiativen ThemaEnergieversorgung

#4099 Von: KXX4493553@...
Datum: Mo 14. Feb 2005 7:35
Betreff: Neues von SoPo aktuell
KXX4493553@...
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Liebe Freundinnen und Freunde,
13 neue Beiträge, auf die wir aufmerksam  machen möchten, sind in der
sopos seit unserem letzten Newsletter erschienen.
Viel Spaß beim Lesen und
schöne Grüße wünscht
die  SoPos-Redaktion.
---------------------------------



Christoph  Jünke, Realismus, Utopie und Selbstkritik.

Die zentralen Probleme, vor  denen auch die deutsche Linke politisch wie
theoretisch steht, sind noch  immer ohne wirkliche Lösung. Die Erfahrung
aber, die wir mit den vielfältig  gescheiterten praktischen Versuchen
haben, muß gehoben werden. Und sie kann  nur ohne die typische
Strömungsarroganz gehoben werden. Die theoretisch  verarbeiteten
Erfahrungen eines Peter von Oertzen werden in einer solchen  Diskussion
sicherlich nicht den letzten Platz  einnehmen.
http://www.sopos.org/aufsaetze/419c1113736eb/1.phtml



div.,  Wege in eine andere Ökonomie - Imshäuser Erklärung.  Internationale
Sommerschule Solidarische Ökonomie in Brasilien und  Europa

Die Suche nach neuen Formen des Wirtschaftens hat in den letzten  Jahren
an Breite gewonnen. Je mehr Menschen aus der kapitalistischen  Ökonomie
und den sozialen Sicherungen ausgegrenzt werden, desto  notwendiger
werden alternative Formen des Lebens und Überlebens. Diese  Formen
solidarischen und ökologischen Wirtschaftens, die in Lateinamerika  aber
auch in vielen Ländern Europas bereits praktiziert werden, bildeten  den
Gegenstand einer internationalen Sommerschule "Solidarische  Ökonomie",
die vom 5.-10. Oktober 2004 in hessischen Imshausen mit 60  Teilnehmenden
stattgefunden hat. Wir dokumentieren die dort beschlossene  Erklärung.
http://www.sopos.org/aufsaetze/41a53ea3bed32/1.phtml



Ruben  Eberlein, Liberalisierter Schattenstaat. Drohen in Guinea
liberianische  Verhältnisse?

Bis vor kurzem galt Guinea (Conkary) als Hort der  Stabilität in
Westafrika. Doch massive soziale Spannungen im Lande und  die
Zusammenarbeit mit Rebellen in den Nachbarländern Sierra Leone  und
Liberia könnten das baldige Ende der Ära des  autoritären
Staatspräsidenten Lansana Conte einläuten. Die EU und der IWF  gehen
bereits auf  Distanz.
http://www.sopos.org/aufsaetze/41b4eb958e763/1.phtml



Pablo  Alabarces, Das Märchen ist zu Ende. Argentiniens Krise von 2001
beendete die  Fußballisierung der Politik

Während der neoliberalen 1990er Jahre war  Fußball ein wesentlicher
Bestandteil des argentinischen Nationalbewußtseins.  Und auch in den
Protesten von Dezember 2001 spielten die aus den  Fußballstadien
bekannten Rituale eine prominente Rolle. Doch mit der  Repolitisierung
der öffentlichen Sphäre verlor Fußball seine Rolle als  Politikersatz.
http://www.sopos.org/aufsaetze/41b4eedb161cb/1.phtml



Stefan  Kalmring und Andreas Nowak, Die geographische Expansion des
Kapitals und das  Problem der global-ungleichen Entwicklung bei Marx.

Marx hat weder ein  ausgearbeitetes entwicklungstheoretisches Werk
hinterlassen, noch hat er eine  "Theorie der Unterentwicklung im heutigen
Verständnis" verfasst. Dennoch  waren seine Schriften immer wieder ein
Anknüpfungspunkt für AutorInnen von  unterschiedlicher theoretischer
Herkunft, so in der Modernisierungstheorie,  der Dependenztheorie, und in
der Theorie einer nachholender Entwicklung unter  sozialistischen
Vorzeichen. Da sich Marx im wesentlichen mit langfristigen  sozialen
Wandlungsprozessen beschäftigt hat und da er gleichzeitig  den
weltumspannenden - und dennoch uneinheitlichen - Charakter  der
bürgerlichen Produktion betont, ist die Faszination, die das  Marxsche
Werk auf viele EntwicklungstheoretikerInnen ausübte (und  ausübt),
verständlich.
http://www.sopos.org/aufsaetze/41bd7358df0cc/1.phtml



Sven  Oliveira Cavalcanti, Kulturindustrie als Massenbetrug.  Zur
Entstehungsgeschichte der Kulturtheorie der kritischen  Theorie.

Kritische Theorie stellte stets die Frage ums gesellschaftliche  Ganze,
um den Zusammenhang zwischen Barbarei und Zivilisation,  zwischen
möglichem Glück und tatsächlicher Herrschaft. Ihre zentrale  Frage
bestand in der Analyse des Zusammenhang zwischen Kultur und Barbarei  und
darin zu fragen, warum die ausgebreitete Zivilisation so weit von  der
Verwirklichung dessen entfernt ist, was Kultur bis heute nur  vergebens
versprach, nämlich das es keinen Hunger mehr auf der Welt gibt.
http://www.sopos.org/aufsaetze/41bee2e9c632c/1.phtml



Gregor  Kritidis, Give a little piece of Heimat. Europäische Identität
contra  Globalisierung

In Zeiten, in denen kaum etwas sicher zu sein scheint und  die Krise
durch jeden von uns in dieser oder jener Form wie ein scharfes  Messer
hindurchgeht, wächst der Bedarf nach Sinn, nach Identifikation mit  etwas
Stabilem und Unkorrumpierbaren, das nicht beliebig verscherbelt  oder
wegrationalisiert werden kann. Angesichts der offensiven Demontage  des
Sozialstaats und der von zynischen Appellen begleiteten Ausgrenzung  all
derjenigen, die bei einem entfesselten Kapitalismus nicht  bedingungslos
mitmachen können oder wollen, zerbröselt der  gesellschaftliche
Zusammenhalt, wächst der soziale  Sprengstoff.
http://www.sopos.org/aufsaetze/41f15111bd506/1.phtml



Tom  Binger, Das Ende der Sicherheit. Prekäre Arbeitsverhältnisse und
neue  Klassenzusammensetzung

Der sichere Arbeitsplatz wird auch hierzulande zu  einer Rarität. Die
Flexibilisierung des Arbeitsmarktes führt zu  prekären
Beschäftigungsverhältnissen, die von lukrativen Zeitverträgen bis  hin zu
illegalisierter Zeitarbeit reichen. Unter diesen heterogenen  Bedingungen
sind gewerkschaftsähnliche Organisierung und die Entstehung eines  neuen
revolutionären Subjekts in weiter  Ferne.
http://www.sopos.org/aufsaetze/420fc053efc89/1.phtml



Gerhard  Hanloser, Tour de la Lutte des Classes. Marxistische Theorien
über Klassen  und ihre Kämpfe

Die Begriffe Klasse und Klassenkampf sind seit jeher  ideologisch stark
umkämpft. Um so mehr lohnt es sich, die  verschiedenen
(neo-)marxistischen Vorstellungen von der Klasse und ihre  historischen
Entstehungsbedingungen zu  rekonstruieren.
http://www.sopos.org/aufsaetze/4208e7ff2578d/1.phtml



Christian  Vasenthien, Die versteinerten Verhältnisse zum Tanzen bringen.
Gramsci und  die Philosophie der Praxis

Wenige Monate nach Ausbruch der russischen  Revolution 1917 entflammten
auch in Turin Barrikadenkämpfe der Arbeiter. Sie  protestierten gegen
Krieg, das Kriegsrecht und die Lebensmittelknappheit. Die  Aufstände
wurden vom Militär blutig niedergeschlagen. Für Gramsci begann mit  der
russischen Oktoberrevolution und seiner Teilnahme an den  Turiner
Aufständen eine langjährige Beschäftigung über die Frage nach  der
Strategie und Taktik für gesellschaftliche  Veränderung.
http://www.sopos.org/aufsaetze/420fc8b77c35c/1.phtml



Kai  Rogusch, Neue Abgründe in der rechtspolitischen Debatte.

Der Trend zur  allgemeinen Skandalisierung und die wachsende Obsession
mit menschlichen  Abgründen prägen die moderne Medienlandschaft und die
öffentlichen Debatten.  Nun greifen offenbar auch renommierte
rechtspolitische Zeitungen verstärkt  exzentrisch anmutende Diskussionen
über gesellschaftspolitische Randbereiche  auf.
http://www.sopos.org/aufsaetze/420fcf9077773/1.phtml



Utz  Anhalt, Der Beutelwolf. Artenschutz und soziale Emanzipation

Eines  Morgens rieb ich mir die Augen und stand auf. Ich ging hinaus in
die Welt,  kein Vogelzwitschern streichelte meine Seele. Ich wollte
wieder lebendiger  Mensch werden. Es ging nicht. Es gab keine Welt mehr.
Wir befinden uns im  sechsten Massensterben von Tier- und Pflanzenarten
auf der Erde. Nahezu alle  Großtiere, Kraniche und Störche, Elefanten und
Nashörner, Menschenaffen und  Bären, Pythons und Meeresschildkröten sind
bedroht. Jede zehnte Vogelart  steht vor dem  Aussterben.
http://www.sopos.org/aufsaetze/420fdb5782d15/1.phtml



Utz  Anhalt, Sozialbetrug. Humor ist, wenn man trotzdem lacht

Kennen sie den  schon? Ein Schwarzfahrer meint vor Gericht, er wäre
dutzende von Malen  schwarz gefahren, und niemand hätte einen Anspruch
angemeldet. Und überhaupt:  Die Bahn betrügt ihn, nicht er die Bahn.
Kalauer sind auch unserem Kanzler  nicht unbekannt. Leistungen würden
abgezweigt, wo es nur geht. Das könne sich  kein Sozialsystem leisten.
Andere verrieten vorzeitig die Pointe:  Sozialbetrug.
http://www.sopos.org/aufsaetze/420fdf3987fc6/1.phtml


--
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[Die Teile dieser Nachricht, die nicht aus Text bestanden, wurden entfernt]

#4100 Von: "Karl Dietz" <karl.dietz@...>
Datum: Mo 14. Feb 2005 22:47
Betreff: Günter Reimann: Patents for H.
dz835
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...

Im Jahre 1943 erschien "Patents for Hitler", in dem Günter
Reimann erklärte, wie Hitler systematisch deutsche wie
amerikanische Patentansprüche ausnutzte, um amerikanische
Firmen unter Druck zu setzen und gegen einen Krieg mit
Deutschland zu stimmen. "Der amerikanische Kapitalismus gibt
sich 'isolationistisch' weil er die besten Geschäfte mit Hitler
machen kann", schrieb Günter Reimann, ehemals
Wirtschaftsredakteur der Roten Fahne. Er machte als erster auf die
wirtschaftlichen Verflechtungen zwischen der IBM und der Dehomag
aufmerksam. Als Hans Steinicke in einer großen jüdischen
Kaufmannsfamilie im Februar 1904 in der Uckermark geboren,
wurde er
als Kommunist Experte für Weltwirtschaftsfragen. Reimann
kritisierte
früh die sowjetische Wirtschaftspolitik und konnte 1936 in die USA
fliehen, wo sein Buch "The Vampire Economy" erschien, das die
Umschichtung jüdischer Vermögen beschrieb. 1947 gründete
Reimann einen
Währungs-Informationsdienst, den er 1983 an die Financial Times
verkaufen konnte. Für 2000 Dollar im Jahr verschickte er seine
Reports, mit denen er "den Glauben der Kapitalisten an ihr System"
unterminierte. In der Nacht zum vergangenen Sonntag starb
Reimann in
seiner Villa auf Long Islands.

aus www.

--

gek.ürzt aus:
--
listex
http://de.groups.yahoo.com/groups/listex
--

#4101 Von: "Hartmut Barth-Engelbart" <Barth-Engelbart@...>
Datum: Die 15. Feb 2005 11:20
Betreff: Krahl-Seite nach Intro: ZUR LAGE So lang der Bush nur den Berufverkehr behindert
barthengelba...
Mail senden Mail senden
 
Intro:

ZUR LAGE

So lang der Bush nur den Berufsverkehr behindert

Belgrad und Bagdad wären froh bei Mainz am Rhein
und in den FRAPORT-Ein- und Abflugschneisen
wie Kastell, Erbenheim und Kelsterbach
wie Langen oder Rödermark gediegen
in Rest- und Bannwald vor sich hin -
und völlig hin- und hergerissen
käm nur die Bagdadbahn
und der Berufsverkehr
am BalkanAutoPut
für tolle Tage
zum Er-
liegen



Vorbildliche ERLEDIGUNG

Wer politische Fragen
militärisch beantwortet
und Beziehungsprobleme
zwischen den Staaten
mit Kriegen löst

Der soll sich nicht wundern
wenn Schüler ihre Schulprobleme
vorbildlich
erledigen


2005 geschrieben kurz vor dem Bush-Besuch
nach Ahrensburg, Erfurt, Freising, ................
und Columbine ...............


So viel Intro musste sein. Sozusagen Staatsempfang


http://www.krahl-seiten.de/main_index.html

Guten Tag.

Was mich bei der Beerdigung von Matthias Beltz schon so irrsinig wütend gemacht
hat - dass die an die Macht gekommenen von ihm in seiner letzten Phase wieder
gut angeätzten GroßKoalitionärINNeN rosagrüngelbschwarzer Färbung sich noch die
Grabkränze als Siegerkränze aufsetzen - das tritt jetzt auch bei der posthumen
Seeligsprechung vom Krahl ein: da stehe ich nun zwischen abgebrochenen stamokaps
und neueren Stamokapitalisten, klavierstuhlartigen Wendehälsen und den
vereinigten EUROBellizisten und verhinderten Weltpolizisten: Schmierer, Koenen -
wo bleibt eigentlich der Herterich aus dem Thinktank vom Fischer und wo der
große Zampanu himself?
Der wartet wohl erst Mal seinen Rücktritt ab, um dann aus der zweiten Reihe
seiner Lieben eine SeniorenKarriere zu starten? ...

Noch sind sie nicht alle abkömmlich und als TrauerGedenkGäste noch nicht alle
aber allemann/frau (gell liebe Biggi Laubach) dabei das Völkerrecht EURObattibel
zu novellverschmieren


Zur Entschuldigung bei dir Hans-Jürgen dort oben in der Rum- und
Trink-Wall-Halle, der du verhindert hast, dass der Frankfurter SDS den Genossen
von der Bremer Arbeiterpolitik, den KollegINNen aus Vulkan-Werft und Weserkurier
in der Lila-Eule erklärt haben, wie das mit der Revolution funktioniert. Du hast
schon sehr früh erkannt, dass es klassenbewusste, belesene, gebildete
ProletarierINNEN und andere Menschen gibt, denen du und deinesgleichen nicht das
Wasser reichen konnten. Mal abgesehen davon, dass sie dir den Schnaps hätten
reichen müssen. Das hatten z.B. der Daniel Cohn-Bendit und Christian Semler
(TAZ-GröFaz) bis 1998 noch nicht kapiert und bis heute auch nicht: damals hatten
die beiden in einer arte-talk-show zur 68er erklärt, es habe bis 68 in der BRD
keine Streiks und schon gar keine politischen solchen gegeben. GÜBTS JÖ GÖRNICH
sagte der Breitmaulfrosch. Der leider schon tote Kongress-Schauer, dieser
ehemals linkssozialdemokratische ZweitebildungsADA-Metaller hätte ihnen schon
sagen können, woher die AntiNotstandskampagne kam, und ob der Streik für die
Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, für die Arbeitszeitverkürzung, gegen die
Wiederbewaffnung ... ob das alles "nur ökonomistischer Dreck" gewesen ist. Wenn
diese Herrschaften heute ihren Arsch für radikale Arbeitszeitverkürzung satt für
StützeKürzung hochbekämen, dann wäre das enorm politischunbd nicht
tradeunionistisch.

hier folgen die Texte, die die Krahlseiten-Grabpfleger nicht abgedruckt haben.
Schade!


Jetzt der Mailtext an den Kriegsgräberpflegedienst:

Für eventuell erst Nachgeborene MitLeserInnen:
von 1968 bis fast zur Auflösung des SDS habe ich in der Wilhelm-Hauff-Straße
Stallwache gehalten, das Büro des AUSS und des Bundes SDS (wenn die alpha-Wölfe
Mal wieder auf Jagd waren) geleitet in guter Nachbarschaft zur Neuen Kritik.
Kongresse, Demonstrationen, Kampagnen vorbereiten, Infos und Referate erstellen.
Es war ein Zentrum, ein Treffpunkt der gesamten 68er Nomenklatura, bester
V-Leute und aller (späteren) PlatzHirsche und AlphaKühe der auseinander
driftenden Flügel: KPD/AO, BASISGRUPPEN, DKP/MSB, SHB (als Nachzügler), KPD/ML,
MLPD, KABD, KB-Nord, AA, LSD, FNL, SÖS, SAG, RK, RZ, ROZ, KBW und vieler
Ableger, dazugehöriger "Massenorganisationen" und last not least etlicher
"DienstGründungen". ((Äußerst geschmeichelt und seit Jahren peinlich berührt
war/bin ich, dass der SPIEGEL mich andauernd mit Brend Rabehl verwechselt hat,
aber das war nur rein äußerlich!    ups, dass mit dem Brend war eventuell eine
freudsche Fehlleistung, gel Monika? (((nach Oben gefragt!!)))

(Entschuldigung erbitte ich von all Jenen, die ich nicht erwähnt habe!)

----- Original Message -----
From: Hartmut Barth-Engelbart
To: kontakt@...
Sent: Thursday, February 03, 2005 9:39 AM
Subject: Krahl-Seiten


Hallo,

dass Joschkas CheerLeader Joscha auch mit auf der Liste steht, hab ich mit
meinem Augendefekt erst später gesehen. Der Benjamin staht ja auch drauf , gut
setzt mich neben ihn. Aber der Koenen (, der jetzt zusammen mit DCB in einer
realpolitischen Fischmehlfabrik- und Tierfutterladenkette (jointventure
finanziert als StalingradSpätracheEntwicklungs-und Aufbauhilfe durch die KfW)
auf der frisch eingemeindeten Halbinsel Krim als PR-Chef für den
westEUROpäischen Markt nebenberuflich für das FRAZ-Feuilleton die gemeinsamen
Memoiren schreibt), ist leidewr auch bei der Beerdigung. Wann kommt die Fraktion
des "liberalen Kapitals" (zit. Cohn-Bendit) von Bethmann, Ackermann und Co.?
Oder ihre Anwälte - Eberhard Kempf und wann Thomas Heymann, als ehemaliges
Lieblingsspielzeug vom Krahl im Laumer ? Im Königsbacher durfte der immer unter
der Bank dem Hans-Jürgen die Reste aus dem Glas trinken, wenn bei ihm nix mehr
reinpasste.

Ich greife vor, holt euch die Geschicht selbst aus dem internet, wenigstens
einen Ausschnitt, der noch größer ist als der von Else hinterm Zapfhahn im Club
in der Kleinen Hochstraße.



Na ja, könnt mich trotzdem druntersetzen.
Ansonsten habe ich aus meinem Prosa-Zyklus "Grenzgänger" noch eine längere
"Krahl"-Textpassage, wenn ihr Interesse habt, schicke ich sie euch noch zu.

Dass Monika Seifert über dieses verspätete Familientreffen im internet herzlich
tief- und hintergründig gegrinst hätte,  klar! .... der Heinrich hätte sofort
eine Erzählung draus gemacht, wenn er beim Rotieren im Grab über die nach ihm
benannte Stiftung dazu gekommen wäre,. (warum steht eigentlich der Füchs nicht
drunter?) Aber passt ja gut, die Chefs der Stiftung und ihr nahestehende Promis
sind mehrheitlich ehemalige Rotationskünstler aus dem (vor-)GRÜNEN Dschungel.
(Was man zweifelsfrei an ihren Wendehälsen erkennen kann).

Dass diese  DenkStein-Initiative den leichten Beigeschmack von vorbeugender
Dekoration des eigenen Grabes hat, schrieb ich euch bereits in die
www.Krahl-Seiten.de . Etwas von mir zu Krahl findet ihr unter dieser Adresse:
http://www.autorenhessen.de/autoren/barth-engelbart/0003.html. Wenn ihrs
brauchen könnt, schick ich es euch auch in voller Länge und Schönheit.

Gruß
Hartmut Barth-Engelbart

www.barth-engelbart.de.vu

Eichel-Mast



  Kleine Schweine
  Kriegen keine
  Nur die dicksten
  Und die größten
  Kriegen ganz alleine
  Nicht nur eine
  Kleinvieh-finanzierte
  Eichel-Mast

  Und wenn du
  Als kleines Schwein
  Großes Glück hast
  Musst du, wenn man
  Dir den Rest
  übrig lässt
  für Eichel-Schalen
  Nix bezahlen


  Das war mein Eintrag in die e-postkarte an Eichel

  Könnt ihn ja weiterverbreiten
  es ist sozusagen ein Vorabdruck aus meinem Buch,  das zur Leipziger
Buchmesse 2005 mit einem Vorwort von Ingrid und Gerhard Zwerenz  eim
  Frankfurter ZAMBON-Verlag unter dem Titel erscheinen wird:>>
UNTER
SCHLAG
ZEILEN
befreite worte und gebrochene reime
texte zur lage
ISBN 3-88975-107-5

noch einer ?

So sind sie halt, die Wolffs-Gesetze

Wir sollen TurboRobos mästen
in nestwarm überfüllten Kästen.
Wir schieben mit dem VollstopfTrichter
die Kinder in die Warteschlangen
vorm Arbeitsamt, beim Jugendrichter
im FallzahlRanking, Sammelmarken
Paybacksystem und unter starken
Neurosen wegen Arbeitshetze
So sind sie halt, die Wolffsgesetze



Mehr gibts im Buch und hier www.barth-engelbart.de.vu

www.autorenhessen.de/autoren/barth-engelbart

oder über google

[Die Teile dieser Nachricht, die nicht aus Text bestanden, wurden entfernt]

#4102 Von: "Hartmut Barth-Engelbart" <Barth-Engelbart@...>
Datum: Die 15. Feb 2005 11:09
Betreff: Krahl-Seite nach Intro: So lang der Bush nur den Berufverkehr behindert
barthengelba...
Mail senden Mail senden
 
Intro:
ZUR LAGE
So lang der Bush nur den Berufsverkehr behindert

Belgrad und Bagdad wären froh bei Mainz am Rhein
und in den FRAPORT-Ein- und Abflugschneisen
wie Kastell, Erbenheim und Kelsterbach
wie Langen oder Rödermark gediegen
in Rest- und Bannwald vor sich hin -
und völlig hin- und hergerissen
käm nur die Bagdadbahn
und der Berufsverkehr
am BalkanAutoPut
für tolle Tage
zum Er-
liegen


(nur weil eben die FR/FAZ  usw.. die Millionenschweren Sicherheitsmaßnahmen in
der Region fetter melden als  seinerzeit den Kriegseintritt SchröFischPings ....



Vorbildliche ERLEDIGUNG

Wer politische Fragen
militärisch beantwortet
und Beziehungsprobleme
zwischen den Staaten
mit Kriegen löst

Der soll sich nicht wundern
wenn Schüler ihre Schulprobleme
vorbildlich
erledigen


2005 geschrieben kurz vor dem Bush-Besuch
nach Ahrensburg, Erfurt, Freising, ................
und Columbine ...............


So viel Intro musste sein. Sozusagen Staatsempfang


http://www.krahl-seiten.de/main_index.html

Guten Tag.

Was mich bei der Beerdigung von Matthias Beltz schon so irrsinig wütend gemacht
hat - dass die an die Macht gekommenen von ihm in seiner letzten Phase wieder
gut angeätzten GroßKoalitionärINNeN rosagrüngelbschwarzer Färbung sich noch die
Grabkränze als Siegerkränze aufsetzen - das tritt jetzt auch bei der posthumen
Seeligsprechung vom Krahl ein: da stehe ich nun zwischen abgebrochenen stamokaps
und neueren Stamokapitalisten, klavierstuhlartigen Wendehälsen und den
vereinigten EUROBellizisten und verhinderten Weltpolizisten: Schmierer, Koenen -
wo bleibt eigentlich der Herterich aus dem Thinktank vom Fischer und wo der
große Zampanu himself?
Der wartet wohl erst Mal seinen Rücktritt ab, um dann aus der zweiten Reihe
seiner Lieben eine SeniorenKarriere zu starten? ...

Noch sind sie nicht alle abkömmlich und als TrauerGedenkGäste noch nicht alle
aber allemann/frau (gell liebe Biggi Laubach) dabei das Völkerrecht EURObattibel
zu novellverschmieren


Zur Entschuldigung bei dir Hans-Jürgen dort oben in der Rum- und
Trink-Wall-Halle, der du verhindert hast, dass der Frankfurter SDS den Genossen
von der Bremer Arbeiterpolitik, den KollegINNen aus Vulkan-Werft und Weserkurier
in der Lila-Eule erklärt haben, wie das mit der Revolution funktioniert. Du hast
schon sehr früh erkannt, dass es klassenbewusste, belesene, gebildete
ProletarierINNEN und andere Menschen gibt, denen du und deinesgleichen nicht das
Wasser reichen konnten. Mal abgesehen davon, dass sie dir den Schnaps hätten
reichen müssen. Das hatten z.B. der Daniel Cohn-Bendit und Christian Semler
(TAZ-GröFaz) bis 1998 noch nicht kapiert und bis heute auch nicht: damals hatten
die beiden in einer arte-talk-show zur 68er erklärt, es habe bis 68 in der BRD
keine Streiks und schon gar keine politischen solchen gegeben. GÜBTS JÖ GÖRNICH
sagte der Breitmaulfrosch. Der leider schon tote Kongress-Schauer, dieser
ehemals linkssozialdemokratische ZweitebildungsADA-Metaller hätte ihnen schon
sagen können, woher die AntiNotstandskampagne kam, und ob der Streik für die
Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, für die Arbeitszeitverkürzung, gegen die
Wiederbewaffnung ... ob das alles "nur ökonomistischer Dreck" gewesen ist. Wenn
diese Herrschaften heute ihren Arsch für radikale Arbeitszeitverkürzung satt für
StützeKürzung hochbekämen, dann wäre das enorm politischunbd nicht
tradeunionistisch.

hier folgen die Texte, die die Krahlseiten-Grabpfleger nicht abgedruckt haben.
Schade!


Jetzt der Mailtext an den Kriegsgräberpflegedienst:

Für eventuell erst Nachgeborene MitLeserInnen:
von 1968 bis fast zur Auflösung des SDS habe ich in der Wilhelm-Hauff-Straße
Stallwache gehalten, das Büro des AUSS und des Bundes SDS (wenn die alpha-Wölfe
Mal wieder auf Jagd waren) geleitet in guter Nachbarschaft zur Neuen Kritik.
Kongresse, Demonstrationen, Kampagnen vorbereiten, Infos und Referate erstellen.
Es war ein Zentrum, ein Treffpunkt der gesamten 68er Nomenklatura, bester
V-Leute und aller (späteren) PlatzHirsche und AlphaKühe der auseinander
driftenden Flügel: KPD/AO, BASISGRUPPEN, DKP/MSB, SHB (als Nachzügler), KPD/ML,
MLPD, KABD, KB-Nord, AA, LSD, FNL, SÖS, SAG, RK, RZ, ROZ, KBW und vieler
Ableger, dazugehöriger "Massenorganisationen" und last not least etlicher
"DienstGründungen". ((Äußerst geschmeichelt und seit Jahren peinlich berührt
war/bin ich, dass der SPIEGEL mich andauernd mit Brend Rabehl verwechselt hat,
aber das war nur rein äußerlich!    ups, dass mit dem Brend war eventuell eine
freudsche Fehlleistung, gel Monika? (((nach Oben gefragt!!)))

(Entschuldigung erbitte ich von all Jenen, die ich nicht erwähnt habe!)

----- Original Message -----
From: Hartmut Barth-Engelbart
To: kontakt@...
Sent: Thursday, February 03, 2005 9:39 AM
Subject: Krahl-Seiten


Hallo,

dass Joschkas CheerLeader Joscha auch mit auf der Liste steht, hab ich mit
meinem Augendefekt erst später gesehen. Der Benjamin staht ja auch drauf , gut
setzt mich neben ihn. Aber der Koenen (, der jetzt zusammen mit DCB in einer
realpolitischen Fischmehlfabrik- und Tierfutterladenkette (jointventure
finanziert als StalingradSpätracheEntwicklungs-und Aufbauhilfe durch die KfW)
auf der frisch eingemeindeten Halbinsel Krim als PR-Chef für den
westEUROpäischen Markt nebenberuflich für das FRAZ-Feuilleton die gemeinsamen
Memoiren schreibt), ist leidewr auch bei der Beerdigung. Wann kommt die Fraktion
des "liberalen Kapitals" (zit. Cohn-Bendit) von Bethmann, Ackermann und Co.?
Oder ihre Anwälte - Eberhard Kempf und wann Thomas Heymann, als ehemaliges
Lieblingsspielzeug vom Krahl im Laumer ? Im Königsbacher durfte der immer unter
der Bank dem Hans-Jürgen die Reste aus dem Glas trinken, wenn bei ihm nix mehr
reinpasste.

Ich greife vor, holt euch die Geschicht selbst aus dem internet, wenigstens
einen Ausschnitt, der noch größer ist als der von Else hinterm Zapfhahn im Club
in der Kleinen Hochstraße.



Na ja, könnt mich trotzdem druntersetzen.
Ansonsten habe ich aus meinem Prosa-Zyklus "Grenzgänger" noch eine längere
"Krahl"-Textpassage, wenn ihr Interesse habt, schicke ich sie euch noch zu.

Dass Monika Seifert über dieses verspätete Familientreffen im internet herzlich
tief- und hintergründig gegrinst hätte,  klar! .... der Heinrich hätte sofort
eine Erzählung draus gemacht, wenn er beim Rotieren im Grab über die nach ihm
benannte Stiftung dazu gekommen wäre,. (warum steht eigentlich der Füchs nicht
drunter?) Aber passt ja gut, die Chefs der Stiftung und ihr nahestehende Promis
sind mehrheitlich ehemalige Rotationskünstler aus dem (vor-)GRÜNEN Dschungel.
(Was man zweifelsfrei an ihren Wendehälsen erkennen kann).

Dass diese  DenkStein-Initiative den leichten Beigeschmack von vorbeugender
Dekoration des eigenen Grabes hat, schrieb ich euch bereits in die
www.Krahl-Seiten.de . Etwas von mir zu Krahl findet ihr unter dieser Adresse:
http://www.autorenhessen.de/autoren/barth-engelbart/0003.html. Wenn ihrs
brauchen könnt, schick ich es euch auch in voller Länge und Schönheit.

Gruß
Hartmut Barth-Engelbart

www.barth-engelbart.de.vu

Eichel-Mast



  Kleine Schweine
  Kriegen keine
  Nur die dicksten
  Und die größten
  Kriegen ganz alleine
  Nicht nur eine
  Kleinvieh-finanzierte
  Eichel-Mast

  Und wenn du
  Als kleines Schwein
  Großes Glück hast
  Musst du, wenn man
  Dir den Rest
  übrig lässt
  für Eichel-Schalen
  Nix bezahlen


  Das war mein Eintrag in die e-postkarte an Eichel

  Könnt ihn ja weiterverbreiten
  es ist sozusagen ein Vorabdruck aus meinem Buch,  das zur Leipziger
Buchmesse 2005 mit einem Vorwort von Ingrid und Gerhard Zwerenz  eim
  Frankfurter ZAMBON-Verlag unter dem Titel erscheinen wird:>>
UNTER
SCHLAG
ZEILEN
befreite worte und gebrochene reime
texte zur lage
ISBN 3-88975-107-5

noch einer ?

So sind sie halt, die Wolffs-Gesetze

Wir sollen TurboRobos mästen
in nestwarm überfüllten Kästen.
Wir schieben mit dem VollstopfTrichter
die Kinder in die Warteschlangen
vorm Arbeitsamt, beim Jugendrichter
im FallzahlRanking, Sammelmarken
Paybacksystem und unter starken
Neurosen wegen Arbeitshetze
So sind sie halt, die Wolffsgesetze



Mehr gibts im Buch und hier www.barth-engelbart.de.vu

www.autorenhessen.de/autoren/barth-engelbart

oder über google

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