Europäische Soziale Consulta (ESC)
Wegweiser der Internen Consulta
Index
1. Einleitung
2. Grundlegende Prinzipien der Europäischen Sozialen Consulta (ESC)
3. Die Interne Consulta (IC): Erklärungen und Ziele
3.1. Ziele der IC
3.2. Funktion und Entwicklung des Prozesses der IC
4. Die Interne Consulta: der Fragebogen
4.1. Ziele der ESC
4.2. Der Prozess und seine Teile
4.3. Inhalt und Themen
4.4. Organisation der ESC
4.5. Erstes Eurpäisches Treffen
4.6. Was sind für Euch die Bedingungen am Prozess teilzunehmen?
5. Kontakt
1. Einleitung
Dieses Dokument ist das Ergebnis gemeinsamer Arbeit von Menschen, die zur
ESC und deren
Verbreitung arbeiten. Ein Projekt, um die Analyse des bestehenden Systems
voranzubringen und
zu vertiefen und um Alternativen, von einer möglichst offenen,
demokratischen und horizontalen
sozialen Basis aus, aufzubauen.
In diesem Dokument finden sich die ersten Ideen aus dem Umfeld des Projekts.
Ihr werdet
feststellen, dass alles noch zu entscheiden und auszuarbeiten ist. Das, was
wir vor allem wollen,
ist Eure Meinungen, Anregungen und Vorschläge aufzunehmen. Das Konzept der
ESC selbst soll
dafür sorgen, dass dies ein gemeinsam erarbeiteter Prozess von Anfang bis
Ende wird.
Auch wenn dies sicherlich ein langer Text ist, sind wir sicher, dass er Eure
Aufmerksamkeit verdient.
Es werden viele Fragen gestellt und Eure Meinung zu vielen Themen ist
gefagt. In diesem Sinne ist
es ein Dokument für Debatten, Anregungen und neue Ideen. Das wichtigste sind
also Eure
Antworten und Meinungen.
Die ESC entstand im Zuge der sozialen Bewegungen, die gegen die
kapitalistische Globalisierung
und ihre neoliberale Politik kämpfen. Die Mobilisierungen dieser Gruppen
haben Räume des
Zusammenkommens geschaffen. Dort wurde uns die Wichtigkeit und der Charakter
gegenseitiger
Ergänzung unserer sozialen Kämpfe, der Beweggründe und Gegner sichtbar
macht, bewusst. Als
Reaktion auf die zunehmende Fähigkeit zu grossen Mobilisierungen, schafft
sich auch das System
die Möglichkeiten uns zu bekämpfen: Straffreiheit der Polizei,
Einschränkungen von
Freiheitsrechten, Einschüchterung der Bevölkerung und Manipulation von
Informationen. Aus
diesen Gründen denken wir, dass es wichtig ist unsere Kontakte und unseren
Austausch
untereinander zu vertiefen, unsere Netzwerke zu stärken, Kontakt mit der
Gesellschaft
aufzunehmen und deswegen unseren Kampf zu dezentralisieren.
Die ESC soll es den sozialen Bewegungen ermöglichen, die Initiative zu
ergreifen, einen, die
Mobilisierungen zu Gipfeln und Foren ergänzenden, Prozess entstehen zu
lassen und die
Zusammenhänge zwischen den europäischen sozialen Bewegungen zu unterstützen.
Sie soll eine
Möglichkeit sein, die Ideen und Vorschläge der europäischen Gesellschaft auf
die Gestaltung ihrer
eigenen Zukunft zu übertragen, mit dem Schwerpunkt auf lokaler Arbeit. Die
ESC ist also ein
Projekt, um Gruppen und Netzwerke mit diesem Ziel wieder zu stärken und eine
Möglichkeit lokale
und globale Kämpfe zu verbinden. Dieses Dokument zeigt mögliche
Ausgangspunkte sowie kurz-
und mittelfristige Strategien, die es uns ermöglichen in Richtung unserer
Ziele, die wir noch
genauer ausarbeiten müssen, voranzukommen.
Wir laden Euch also ein über diesen Vorschlag nachzudenken, unabhängig von
den Regeln und
Besonderheiten einzelner Gruppen.
2. Grundlegende Prinzipien der Europäischen Sozialen Consulta (ESC)
Mit dem Ziel, sicherzustellen, dass der Prozess so offen, demokratisch und
horizontal wie möglich
ist, glauben wir, dass es notwendig ist, einige gemeinsame und grundlegende
Eckpunkte
aufzustellen. Sie sollen eine klare politische Aussage und ein respektvolles
Miteinander aller
Menschen, Kulturen und Gemeinschaften ermöglichen. Folgendes wird
vorgeschlagen:
1) Eine klare Ablehnung der kapitalistischen Globalisierung und des, damit
einhergehenden,
Mangels an Demokratie und Beteiligung von Unten.
2) Eine Ablehnung aller Formen und Systeme von Unterdrückung und
Diskriminierung, wie unter
anderem: Patriarchat, Rassismus, Klassenherrschaft, religiöser
Fundamentalismus jeglicher
Glaubensrichtung...
3) Ein Bekenntnis zur Wichtigkeit kritischer Reflexion, Debatte, direkter
Aktion und der Entwicklung
von Alternativen zum bestehenden System als Werkzeuge einer sozialen
Veränderung.
4) Ein Bekenntnis zu direkter, partizipatorischer Demokratie und der
Fähigkeit aller Menschen, die
Welt in der sie leben möchten selbst zu gestalten und an Entscheidungen, die
vor allem sie
angehen, aktiv teilzuhaben.
5) Eine Organisationsphilosophie, die auf Dezentralisierung, Horizontalität
(alle auf einer Ebene),
Selbstbestimmung und dem Willen sich zu organisieren aufbaut.
3. Die Interne Consulta (IC): Erklärungen und Ziele
Die IC ist ein Prozess der Ausdehnung und der Kontaktaufnahme mit Bewegungen
und
Organisationen durch ein System von Fragen um eine Diskussion anzuregen.
Dieses wird es uns
ermöglichen Reaktionen, Ideen, Vorschläge, Zustimmung und Kritik in Bezug
auf das Projekt
kennenzulernen, um es so gemeinsam zu erarbeiten. Die IC wird mit dem Aufruf
zum Ersten
Europäischen Treffen zu Ende gehen. (siehe Abschnitt 3.2.2)
3.1. Ziele der Internen Consulta
Die IC hat zwei Hauptziele:
1) Die ESC mit möglichst vielen, zum kritischen Teil der Europäischen
Gesellschaft zu zählenden
Personen und Gruppen, zu entwerfen.
-Um zusammenhängend zu sein, muss ein Vorschlag, der die Gesellschaft
tatsächlich verändern will
und der den Mangel an Demokratie kritisiert, ausgehen vom Prinzip der
Demokratie und der
Teilnahme aller, von den Besonderheiten und Vorstellungen der Gemeinschaften
an der Basis und
den europäischen sozialen Bewegungen.
2) Die Schaffung einer gemeinsamen Grundlage der europäischen sozialen
Bewegungen um die
ESC voranzubringen.
-Das entstehende Netzwerk soll europaweit so gut wie möglich verankert sein,
ein reelles soziales
Netzwerk, nahe an den Problemen, die wir lösen möchten. Die zusammenführende
Wirkung eines
Vorschlags hängt, wie wir durch andere Erfahrungen gelernt haben, nicht nur
davon ab ob er
legitim ist, sondern auch davon, das er von einem umfassenden sozialen Netz
angenommen und
entwickelt wird.
3.2. Funktion und Entwicklung des Prozesses der IC
Die IC beginnt mit der Verbreitung dieses Dokuments durch die
Initiativgruppen in Madrid und
Barcelona. Auf die gestellten Fragen zu antworten ist eine Art an der
Consulta teilzunehmen. Je
kollektiver und representativer die Antworten sind, desto besser. Aber auf
die Fragen zu anworten
ist kein Sebstzweck sondern ein Instrument zur Aktion, um eine möglichst
breite Teilnahme in jeder
Region zu erreichen. Ausserdem dient es der Entwicklung lokaler Vorschläge,
die ständig
representativer und besser ausgearbeitet sein werden.
Die IC ist also ein dynamischer und offener Prozess, dessen Hauptziel die
gemeinsame Entwicklung
und Verbreitung der ESC ist. Die verschiedenen Initiativgruppen dehnen die
Diskussion über den
Prozess der ESC in ihre jeweilige Region aus, zusammengetragen werden die
Ergebnisse dann auf
dem Ersten Europäischen Treffen.
3.2.1 Initiativgruppen
Was sind Initiativgruppen und welche Funktion haben sie?
Initiativgruppen, sind Menschen verschiedener Kollektive, die als
Einzelpersonen in dieser Phase
der ESC zusammenarbeiten, um:
-Die Entstehung neuer Initiativgruppen zu fördern.
-mit Netzwerken und Gruppen ihrer Region Kontakt aufzunehmen und den
Vorschlag der Consulta
zu erklären.
-diesen &ldquoWegweiser&rdquo der IC zu verbreiten und zur aktiven Teilnahme
am Entwurf der
ESC durch Diskussion und Teilnahme am 1. Europäische Treffen aufzufordern.
-Möglichkeiten des Dialogs und des Austauschs mit bestehenden Strukturen
aufzubauen, damit
diese
den Prozess bereichern und die Consulta so vom lokalen zum globalen Projekt
wird.
Wie können wir zu ihrer Entstehung beitragen?
-durch persönliche Kontakte
-durch das Internet
-durch internationale Treffen
-durch eine Mini-Karavane oder Besuche bei Gruppen in Europa, die
interessiert sind
Initiativgruppen zu werden.
-durch die Organisation regionaler Treffen
Wir möchten dieses Dokument auch benutzen, um zur Bildung neuer
Initiativgruppen in ganz
Europa aufzurufen, und über ihr Entstehen im Internet zu berichten
(www.consultaeuropea.org).
Diese Seite wurde geschaffen, um alle Antworten und Fragen der IC als auch
die Debatte, die um
die ESC entstehen soll aufzunehmen.
Dort könnt ihr die Ergebnise eurer Diskussionen veröffentlichen. Um an der
Entwicklung der Seite
und an Übersetzungen in eurer Sprache mitzuarbeiten schreibt an
web@... oder
tra@... bzw. füllt das Formular, das Ihr auf der Seite
findet aus.
Am 19. und 20. Oktober findet in Barcelona ein internationales Treffen von
Initiativgruppen statt,
wo ausser anstehenden aktuellen Themen auch der Ort des 1. Europäischen
Teffens festgelegt
wird und Informationen, wie der Prozess in den verschiedenen Regionen läuft,
ausgetauscht
werden.
3.2.2 Das erste Europäische Treffen
Das 1. Europäische Treffen der ESC hat das Ziel, die während der IC
entstandenen Ideen
zusammen zu bringen und einen Konsens zwischen allen daran beteiligten
Menschen zu finden: die
endgültige Form der ESC (weiterführen des Prozesses, Arbeitsweise,
Organisation, Themen usw.).
Damit möglichst viele Gruppen an der IC teilnehmen können wird
vorgeschlagen, das 1.
Europäische Treffen am 22, 23 und 24. Februar 2003 zu machen. Es wird dazu
aufgefordert,
Vorschläge zu machen, wo dieses Treffen stattfinden könnte. Wenn ihr
interessiert seid, dass es in
eurer Stadt ist, schreibt noch vor September an
encuentro@.... Auf dem Treffen
der Initiativgruppen im Oktober wird der endgültige Ort entschieden werden.
Der Ausgangspunk für die Diskussion auf dem 1. Europäischen Treffen soll ein
Bericht über die IC
sein. An einem Vorschlag dafür wird gerade gearbeitet. Dieser Bericht hat
die Aufgabe, alle
Informationen, die durch die an der IC beteilgeten Gruppen entstanden sind
aufzunehmen, zu
kategorisieren und zu ordnen. Er könnte unter anderem folgendes enthalten:
1) Eine Liste aller Initiativgruppen und Kollektive, die an der IC
teilnehmen und die ESC bekannt
machen. Sie könnte nach verschiedenen Gesichtspunkten sortiert werden
(Gegend, Thema,
Organisationsstruktur usw.).
2) Die Antworten und Vorschläge der IC gerordnet und systematisiert.
3) Den erzielten Konsens und offene Fragen.
Um diesen Bericht zu erarbeiten wird im letzten Drittel das Jahres 2002 eine
offene und dezentrale
Arbeitsgruppe gebildet. Diese Gruppe, die aus Menschen verschiedener
Initiativgruppen bestehen
soll, wird als Netzwerk arbeiten und verantwortlich sein, regelmäßig
Zwischenberichte der IC zu
erstellen.
Im Januar 2003, einen Monat vor dem 1. Europäischen Treffen, wird diese
Gruppe einen
endgültigen Bericht der IC erstellen, der als Diskussionsgrundlage des 1.
europäischen Treffens
dienen wird. Wir denken, dass das Ausarbeiten dieses endgültigen Berichtes
von der Stadt, in der
auch das 1. Europäische Treffen stattfinden wird, koordiniert werden sollte,
damit seine
Ausarbeitung und seine Inhalte an die Strukturen und Methoden des Treffens
angepasst werden.
Um an dieser Arbeitsgruppe, die allen Interessierten offensteht,
teilzunehmen schreibt an:
informe@... oder füllt das Formular auf der Internetseite
aus.
4. Die Interne Consulta (IC): der Fragebogen
Das Ziel des Fragebogens ist es Eure Meinung über die ESC kennenzulernen. Um
dies zu
erleichtern, haben wir ihn in sechs Abschnitte, die verschiedene Aspekte des
Prozesses
anschneiden, unterteilt:
1) Ziele der ESC
2) Inhalte und Themen der ESC
3) Prozess und einzelne Schritte der ESC
4) Organisation der ESC
5) Erstes Europäisches Treffen
6) Welche Bedingungen müssen erfüllt sein, damit Ihr am Prozess teilnehmt?
In jedem Abschnitt findet Ihr einen kurzen Vorschlag über seinen Inhalt und
eine Reihe von Fragen
nach Eurer Meinung in Bezug auf verschiedene Themen. Manche Fragen verlangen
eine kurze und
konkrete Antwort aber die meisten fragen nach offeneren und begründeten
Antworten. Am Ende
jedes Abschnitts findet Ihr Platz um Eure Kommentare und Meinungen über die
diskutierten
Themen einzubringen, und Punkte, die noch nicht behandelt sind, die Ihr aber
für wichtig haltet
aufzuzeigen. Wir laden Euch ein, die Fragen möglichst genau zu beantworten.
4.1 Ziele der Europäischen Sozialen Consulta
Es wird vorgeschlagen, dass die ESC ein grundsätzliches Ziel hat: die
Gesellschaft verändern. Von
diesem Ziel aus ergeben sich drei Hauptebenen, die es uns ermöglichen darauf
zuzusteuern.
1) Die Analyse und Kritik des bestehenden wirtschaftlichen, sozialen und
politischen Systems
vertiefen und Alternativen dazu aufbauen. Dies soll geschehen durch das
Herstellen eines Raumes
auf europäischer Ebene, der die Ideen und Aktionen möglichst vieler Personen
und Bereiche auf
der Basis einiger gemeinsamer Prinzipien zusammenfasst.
2) Verbreiterung und Ausbau der soziale Zusammenhänge in Europa, die dem
herrschenden
System gegenüber kritisch eingestellt sind. Die ESC ermöglicht es die Arbeit
dieser lokale Gruppen
und Netzwerke zu verstärken und mit globalen Kämpfen zu verbinden. Diese
Verbindung soll ein
Netzwerk werden, dass durch seine Basis und seine partizipatorische,
horizontale und dezentrale
Funktionsweise - sowohl bei der Entscheidungsfindung als auch bei deren
Umsetzung - bestimmt
wird.
3) Den sozialen Bewegungen und der Gesellschaft im Allgemeinen Instrumente
bieten, so dass wir
uns alle am Aufbau unserer eigenen Zukunft beteiligen können. Diese
Instrumente würden schon
durch sich selbst den totalen Mangel an Demokratie im gegenwärtigen
politischen, wirtschaflichen
und sozialen System offenlegen.
Fragen:
1. Was denkt Ihr über die angesprochenen Ziele? Bitte beantwortet jedes Ziel
(1, 2 und 3) einzeln
und legt Eure Kritik, Änderungen, Vorschläge und Alternativen dar.
2. a) Glaubt Ihr, dass sich die Ideen, die sich die Consulta vornehmen
sollte hier wiederfinden?
b) Glaubt Ihr, dass zu dieser Liste weitere Ziele hinzugefügt werden müssen?
3. Weitere Ideen und Anregungen
4.2 Der Prozess und seine einzelnen Schritte
Der Prozess der ESC soll sich in folgenden vier Schritten entwickeln:
A) Die Interne Consulta mit den Gruppen und sozialen Bewegungen: Dieser Teil
geht dem
restlichen Prozess voraus und wurde bereits in Abschnitt 2 dieses Papiers
vorgestellt.
B) Räume der sozialen Debatte: Der Anspruch ist, mit sovielen Leuten wie
möglich europaweit
vernetzte Räume der Beteiligung und der sozialen Diskussion über die Themen,
die uns
beschäftigen zu schaffen. Entwicklungs- und Kontaktgruppen würden nach dem
Ersten
Europäischen Treffen dafür verantwortlich sein. Zur Umsetzung könnte eine
Vielzahl von
Möglichkeiten dienen: Versammlungen, Seminare, Treffen, usw. über die
Fragen, Themen, Ziele und
Methoden, die vorher in der IC beschlossen wurden. Diese (Frei-) Räume
würden Kritik, Analysen,
Veränderungsvorschläge... beherbergen, die später die Ausgangspunkte für die
darauf folgenden
Schritte darstellen. Diese Räume wären dauerhaft und würden den wichtigsten
Teil des Prozesses
darstellen.
C) Massenconsultas: Diese Consultas würden die Debatte über die in den
europäischen
Diskussionsräumen beschlossenen Themen auf die gesamte Bevölkerung
ausdehnen. Die
Versammlungen können selbstständig regionale Themen ergänzen. Diese Vorgehen
würde nicht
bedeuten die in Abschnitt B) beschriebene Diskussion zu beenden, sondern das
Gegenteil: sie zu
bereichern und zu verbreitern.
-Es ist ein konkreter Vorschlag, mit den Europawahlen 2004 zum ersten mal
eine Massenconsulta
auf euroäischer Ebene zu realisieren; eine Ausübung demokratischer
Beteiligung, die das aktuelle
System in Frage stellt, da sie die Meinung der gesamten Bevölkerung sucht.
D) Umsetzung: Es geht darum, in der Umsetzung der Entscheidungen, die in den
Räumen sozialer
Debatten zu den einzelnen Themen getroffen wurden, voranzukommen. Dies und
die anderen
Aspekte bleiben das handelnde Subjekt der Konsensentscheidungen, die während
des Prozesses
entstehen. Der Umsetzungsprozess könnte u.a. Entscheidungen wie den Ausbau
alternativer
Wirtschaftsnetze oder massenhaften zivilen Ungehorsam beinhalten.
Diese Prozesse könnten auf europäischer Ebene koordinierten Initiativen
Platz schaffen, die dann
eine eigene Dynamik entwickeln.
Die ersten beiden Schritte (A), B)) finden aufeinanderfolgend statt, während
C) und D) gleichzeitig
mit B) aber mit thematischer, zeitlicher und regionaler Unabhängigkeit
stattfinden können. Dies
sollte auf jeden Fall in den Räumen sozialer Debatte (Abschnitt B))
koordiniert werden.
Fragen:
1. a) Was haltet Ihr im Allgemeinen von dem vorgestellten Prozess in den
vier Schritten?
b) Glaubt Ihr, dass dieser Vorschlag uns ermöglicht in Richtung der Ziele
der ESC voranzukommen?
2. a) Was denkt Ihr konkret von jedem einzelnen Schritt (A), B), C) und D))?
b) Glaubt Ihr, dass es noch andere Schritte gibt?
3. Um den Prozess der sozialen Debatte ab dem 1. Europäischen Treffen zu
vereinfachen:
a) Glaubt Ihr, dass es wichtig ist einen Fragebogen zu jedem auftauchenden
Thema zu erstellen?
b) Welche anderen Vorgehensweisen schlagt Ihr vor?
4. a) Was haltet Ihr von einer Massenconsulta in Form eines Referendums
(Volksentsscheid /
Volksabstim-mung)?
b) Oder in Form einer offenen Versammlung in den Strassen?
c) Welche anderen Ideen und Vorschläge habt Ihr?
5. In Bezug auf den konkreten Vorschlag in Abschnitt C): Glaubt Ihr, dass
der Zeitpunkt der
Europawahlen, falls Eure Gegend vorbereitet ist, für die Massenconsulta der
Gesellschaft genutzt
werden sollte?
6.a) Was denkt Ihr von den Umsetzungsprozessen ( Abschnitt D)) als Ergebnis
der in der sozialen
Debatte gefundenen Übereinkünfte?
b) Und wie kann es nach einer Massenconsulta der Bevölkerung weitergehen?
7. Andere Meinungen und Anregungen
4.3 Inhalt und Themen
Unser erster Vorschlag soll zur Analyse des gegenwärtigen sozialen,
wirtschaftlichen und
politischen Systems anregen. Diese Analyse soll sich auf Europa als
konkretes Gebiet, auf seine
Themen und auf die Möglichkeiten zur Veränderung von diesem Kontinent aus,
konzentrieren.
a) Themen: Wir denken, dass der Prozess alle Ebenen und Themen, die für die
beteiligten sozialen
Gruppen und Bewegungen von Interesse sein könnten, einbeziehen sollte, ohne
dass
Diskussionen &ldquovon Unten&rdquo oder konkrete Diskussionen ins
Hintertreffen gelangen.
-Wir glauben, dass der Debatte um Strukturveränderungen (wirtschaftliches,
politisches und
soziales System) genauso viel Aufmerksamkeit gewidmet werden sollte wie
themenbezogenen
Debatten (Ökologie, soziale Grundrechte, Militarismus, Immigration,
Geschlechterverhältnisse,
usw.) und konkreten Veränderungen (Nein zum Ausländergesetz, Schuldenerlass,
soziale
Grundabsicherung, Ausbau alternativer Wirtschaftsnetze, usw.).
-Wir glauben, dass es gut wäre, wenn in den Räumen der Debatte nach dem 1.
Europäischen
Treffen (Abschnitt 4.2 Punkt B)) viele Themen behandelt werden würden obwohl
wir in der Phase
der Consulta in der Gesellschaft einige - über die der breiteste Konsens
besteht und die wir für am
besten zu verwirklichen halten - auswählen müssen, während die anderen für
später bleiben.
Wie gesagt, wir schlagen vor, die Räume der Debatte zu schaffen, damit alle
Felder sozialer
Veränderung einbezogen und gemeinsame Absprachen getroffen werden können.
b) Umfeld der Diskussionen: Wir denken, dass die Form in der wir uns zum
diskutieren organisieren
es uns ermöglichen muss, Verbindungen zwischen den ausgedehntesten
Diskussionen auf
europäischer Ebene und den lokalen Debatten, die in greifbaren Realitäten
ablaufen, herzustellen.
Fragen:
1. Was haltet Ihr von dem Vorschlag?
2. Über die Themen:
a) Glaubt Ihr, bei den Debatten sollte Europa oder der ganze Planet im
Mittelpunkt stehen?
b) Welche Prioritäten setzt Ihr bei der Analyse von Strukturen, der Analyse
von bestimmten
Themen und deren Umgebung sowie der Diskussion über konkrete
Veränderungsvorschläge?
c) Gibt es noch andere Diskussionsebenen, die Ihr wichtig findet, die aber
noch nicht einbezogen
sind?
d) Welche Themen würdet Ihr gerne diskutieren?
e) Wieviele Themen sollten Eurer Meinung nach diskutiert werden?
3. Bezüglich des Diskussionsumfelds: Was sind die Bereiche, in denen die
Diskussion gefördert
werden muss: lokal, regional, national, eurpäisch?
4. Sollten, abgesehen von den Diskussionslinien auf europäischer Ebene, die
Hauptstränge der
Debatte dezentral ausgewählt werden? Oder sollte es eine Übereinkunft geben,
die europäische
Themen, Themen in Zwischenbereichen und lokale Themen festlegt?
5. Andere Meinungen und Anregungen
4.4 Organisation
Wir verstehen die ESC als einen Prozess, der auf europäischer Ebene als ein
Netzwerk organisiert
ist. Darin können die verschiedenen Elemente aus denen er sich zusammensetzt
autonom,
dezentral aber koordiniert arbeiten. Es können dadurch Entscheidungen
getroffen werden, die
vorher in den entsprechenden Treffen (europäisch, regional...) besprochen
wurden.
Um die ESC zu organisiern halten wir einige grundlegende
Organisationselemente (lokale
Versammlungen, Entwicklungs- und Kontaktgruppen, europäische Treffen und
europäische
Arbeitsgruppen), die durch Komunikationsmittel (Webseiten, Email-Verteiler
etc.) unterstützt
werden, für wichtig.
Grundlegende Organisationselemente:
- Die lokalen Versammlungen: Sie sind Basiselemente der ESC. Wir definieren
sie als gemeinsame
Freiräume in denen die grösstmögliche Zahl an Personen, Kollektiven, Gruppen
und lokalen
Netzwerken jedes Stadtteils oder jeder Gemeinschaft an der Debatte der, in
der IC ausgewählten
Themen, teilnimmt. Diese Versammlungen diskutieren auch, wie der Prozess
weitergehen soll. Die
lokalen Versammlungen koordinieren sich direkt untereinander und / oder
durch Entwicklungs- und
Kontaktgruppen.
- Die Entwicklungs- und Kontaktgruppen: Sie sind offen für alle Menschen und
Gruppen, die sich am
entwickeln und voranbringen der ESC beteiligen wollen. Die Hauptfunktion
dieser Gruppen ist, die
Koordination zwischen den lokalen Versammlungen zu erleichtern und den
Prozess in neuen
Gegenden zu fördern. Das wären die gleichen Funktionen, die auch die
Initiativgruppen der IC
übernehmen werden. Es gibt in Bezug auf Entwicklungs und Verbindungsgruppen
keine
Begrenzung ihrer Anzahl. (Das hängt vom Willen der Leute der jeweiligen
Region ab.)
- Europäische Treffen: Sie sind Arbeitsräume, die dem Abgleichen der
Ergebnisse und der
Entscheidungsfindung nach regionalen oder themenbezogenen Diskussionen
dienen. Sie würden in
Zeitabständen, gross genug um Themen auf lokaler Ebene zu vertiefen und
Konsensvorschläge zu
entwerfen, stattfinden.
- die europäischen Arbeitsteams: Sie sind offene Teams aus Leuten, die
folgendes koordinieren:
a) Die Komunikationsmittel und die Debatte auf europäischer Ebene und andere
Technik, die
notwendig werden könnte.
b) Die europäischen Räume themenbezogener Debatten, die durch Impulse von
Diskussionen
lokaler Versammlungen bereichert werden.
Mittel zur Kommunikation / Koordination:
Es wird vorgeschlagen, eine Internetseite der ESC zu erstellen, die ein Netz
verschiedener Seiten,
ein Forum für interaktive Diskussion, eine allgemeine Verteilerliste der ESC
und andere auf Themen
und Regionen bezogene Verteilerlisten einschliessen soll.
Was ebenfalls von einem Arbeitsteam koordiniert werden sollte, wäre ein
Bericht mit Informationen
und Neuigkeiten der ESC in jeder Region.
Fragen:
1. Was denkt Ihr über diesen Organisationsvorschlag für die ESC?
2. Haltet Ihr eine europäische Koordination zwischen den Netzwerken
einzelner Regionen und den
lokalen Versammlungen für notwendig?
3. a) Ist eine Koordination der Themen auf europäischer Ebene notwendig oder
reicht dies auf
regionaler bzw. lokaler Ebene aus?
b) Wie liesse sich das organisieren?
4. Wie entstehen die europäischen Arbeitsgruppen und wie können sie sich
koordinieren?
5. a) Seid Ihr mit dem Namen Europäische Soziale Consulta (ESC) für diesen
Prozess
einverstanden?
b) Wenn nicht, was schlagt Ihr vor?
5. Andere Meinungen und Anregungen
4.5 Erstes Europäisches Treffen
Wir erinnern, dass es den Vorschlag gibt dieses im Februar 2003 stattfinden
zu lassen. (siehe
Abschnitt 3.2.2) Um die Diskussion und die Entscheidungsfindung zu
erleichtern, glauben wir, dass
es nötig ist, einen Bericht der IC zu verteilen, der allen Bewegungen schon
vor dem 1.
Europäischen Treffen zur Verfügung stehen würde. Es würde sich um ein
Dokument handeln, dass
die während der IC entstandenen Informationen zusammenstellt und analysiert.
Es wird ein
Werkzeug sein, um die Konsensfindung zu erleichtern.
Weiterhin stellen wir Euch einen Vorschlag der zu behandelnden Blöcke und
der Agenda für das
Treffen vor.
a) Blöcke:
1. Kennenlernen: Austausch von Eindrücken und Erfahrungen mit
Basisdemokratie in Europa
2. Debatten und Übereinkünfte über die Themen, die während der IC bearbeitet
wurden
3. Kalender und Organisation der zukünftigen Arbeit.
b) Agenda:
Freitag:
- Vorstellung der Erfahrungen mit Basisdemokratie in Europa
Samstag:
- Vorstellung: Was wollen wir mit diesem 1. Treffen?
- Vorstellung der Regionen: Von wo kommen wir und was machen wir in Bezug
auf die Consulta.
- Vorstellung des Berichts der IC, in dem die Grundlagen für die Debatte auf
diesem 1. Treffen
festgehalten werden.
- Diskussionen und Plenum über die verschiedenen Fragen, die für die ESC zu
entscheiden sind.
Samstag:
- Weiterführen der Diskussionen und Plenum
- Präsentation der getroffenen Konsensentscheidungen.
- Vorschlag für einen Kalender: Was sind die weiteren Schritte und was ist
die richtige Reihenfolge.
Montag:
- Arbeitsaufteilung: Wer übernimmt was? Zusammenstellen der Arbeitsgruppen.
Fragen:
1. Erscheint Euch das Datum für das 1. Europäische Treffen realistisch, so
dass die Leute Eurer
Region teilnehmen können?
2. Erscheint Euch die Tagesordnung in Bezug auf
a) die Hauptziele des 1. Europäischen Treffens,
b) die zu behandelnden Themen,
c) der Zeit für die Arbeit
als angemessen?
3. Falls Euch ein Vorschlag nicht angemessen erscheint: Was denkt Ihr,
sollte in Bezug auf die
folgenden Themen, die Tagesordnung sein und welche Methoden würdet Ihr
benutzen?
a) Entscheidungsfindung (Abstimmungen, Konsens,...)
b) Moderation
c) Redekontrolle und Redezeit
d) Benutzung von Zeichen
e) Diskussionen in Gruppen und im Plenum
f) Workshops
g) andere
4.Welche Fragen müssen Eurer Meinung nach unbedingt auf dem 1. Europ.
Treffen geklärt werden?
5. Andere Meinungen und Anregungen
4.6 Was sind für Euch die Bedingungen,um am Prozess teilzunehmen?
5. Kontakt:
Allen Gruppen und Personen, die Lust haben am Projekt teilzunehmen,
empfehlen wir mit den
Initiativgruppen, die schon dazu arbeiten, Kontakt aufzunehmen. Ihre
Adressen findet Ihr auf der
Seite www.consultaeuropea.org
Ausserdem erleichtern Euch einige schon funktionierende E-mail-Adressen den
Kontakt:
- Eng@... (Internationale Informationen über die ESC)
- Esp@... (Informationen auf spanisch über die ESC)
- Web@... (Kontakt der Internet-Arbeitsgruppe)
- Tra@... (Kontakt um bei Übersetzungen zu helfen)
- ci@... (hier könnt Ihr die Antworten auf diese Interne
Consulta hinschicken)
- encuentro@... (um Vorschläge für den Ort des 1.
Europäischen Treffens und
danach für alles was mit der Organisation desselben zu tun hat)
- informe@... (für alles was sich auf die Arbeits
--
GMX - Die Kommunikationsplattform im Internet.
http://www.gmx.net