hallo,
wir möchten euch auf das aktuelle projekt von city.crime.control
hinweisen, eine dokumentation der verwandlung von bremen in die freie
erlebniswelt hazyland, über das wir ab freitag im rahmen der ausstellung
"heimspiel - standort, sport, spektakel" in der NGBK (berlin) berichten
werden.
außerdem möchten wir euch herzlich zur ausstellungseröffnung am 2. juni
in der NGBK einladen und schonmal vorab ankündigen, dass wir für ende
juli auch in bremen eine dokumentation von "bremen wird hazyland!" nebst
ausführlicher feier dieses ereignisses planen.
liebe grüße, city.crime.control
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HEIMSPIEL
NGBK, Oranienstr. 25, 10999 Berlin
3. Juni - 9. Juli 2006, tgl. von 12-18 Uhr
Ausstellungseröffnung: 2. Juni, 19 Uhr
www.heimspiel-2006.de
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Bremen wird Hazyland!
Was macht eine Stadt, die am Verschwinden ist? Eine Stadt, die mit
kleineren und größeren Kampagnen, mit Events und Festivals immer wieder
interessante Versuche unternommen hat, ihr öffentliches Ansehen zu
verbessern? Eine Stadt, deren Großprojekte eines nach dem anderen
abgehakt sind, inklusive der dafür verwendeten Investitionsvolumen? Eine
Stadt, die unterdessen lästige Ausgaben für gemeinschaftliche und
soziale Infrastrukturen minmalisiert und die sich auch sonst konsequent
ihrer üblichen Tätigkeitsbereiche entledigt? Was macht so eine Stadt,
wenn der Vermarktungsrausch der Fußball-WM woanders stattfindet?
Ladenöffnungszeiten liberalisieren? Überall öffentliche
Videoleinwände zur Übertragung der Spiele aufbauen? Nein, das sind
letztlich zu kleine und zu wenige Sandkörner, die der eigentlichen Größe
dieser Stadt nicht angemessen sind. Etwas Neues und Großartiges muß her,
um dieser Stadt die Aufmerksamkeit, die sie verdient, nachhaltig zu
sichern:
Bremen, von dem hier die Rede ist, erfindet sich neu und verwandelt
sich zu Hazyland, der Freien Erlebniswelt. Aus einem hanseatischen
Stadtstaat wird eine zukunftsorientierte Aktiengesellschaft mit
beschränkter Haftung. Die Bewohner sind als quasi natürliche
Interessensgemeinschaft integriert, die an Erfolg wie Risiko dieser
Neuerfindung beteiligt werden.
Wir berichten mit einer Liveübertragung von den
Eröffnungsfeierlichkeiten, werfen einen Blick auf diesen unerhörten
Befreiungsschlag im mühseligen Wettkampf der Städte und schildern die
schönen und schillernden Facetten einer völlig neuen, völlig anderen Stadt.
Ein Projekt der Hazyland Investitions Gesellschaft (hig) in
Kooperation mit city.crime.control
Projektbetreuung: Thomas Böker, Suzanna Dagny Mohr, Angi Piplak,
Anna Richter, Ulf Treger und Christian Vähling
Ein Projekt der Hazyland Investitions Gesellschaft (hig) in
Kooperation mit city.crime.control (c3)
Projektbetreuung: Thomas Böker, Suzanna Dagny Mohr, Angi Piplak,
Anna Richter, Ulf Treger und Christian Vähling
Mit Unterstützung von: martina kock und holger börgatz (c3)
(moderation martina kabelberger und holger kabelmeier), michael vollrath
(aufsichtsrat der hazyland corporation), norbert bauer
(ein-aktien-jobber) robert (scriptboy), claudia kapp (kamera
pressekonferenz) jörg fischer (jingle kabel hazyland), stephanie böker
und susanne wenthe (clip "investment check bremen"), stefan demming
(clip "the mechanism of an economic climate is specified by the
government"), birga meyer (auto), sandy volz (c3) manuela wolf (c3),
medienwerkstatt kulturzentrum schlachthof, flaschenpost walle,
künstlerhaus güterabfertigung, zakk, hazyland ballett: henrike, ines,
jörn, lisa und michi und dem rot-weißen regenschirm von bettina rabitz
Hazyland Investitions Gesellschaft (hig,
http://www.hazyland-bremen.de)
und city.crime.control, Projekte und Interventionen zum Themenfeld
Stadt (http://citycrimecontrol.net)
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Ausstellungseröffnung: 2. Juni, 19 Uhr
NGBK, Oranienstr. 25, 10999 Berlin
HEIMSPIEL
Standort - Sport - Spektakel
3. Juni - 9. Juli 2006, tgl. von 12-18 Uhr
Die Fußball-Weltmeisterschaft 2006' steht kurz vor ihrem Anpfiff und wir
haben jetzt schon genug von corporate WMania, Du-bist-Deutschland,
RFID-Chips, friendly & not-so-friendly racism, Nation-Branding,
Sicherheitswahn, public viewing-areas, übergroßen Kopfschmerztabletten,
Beckenbauer, Blatter und Goleo.
Die Ausstellung HEIMSPIEL versammelt aus diesem Grund künstlerische
Positionen, die sich kritisch und ironisch mit der
Fußball-Weltmeisterschaft 2006' auseinandersetzen. Die ausgestellten
Arbeiten thematisieren die zunehmende Festivalisierung und
Kommerzialisierung von sportlichen Großereignissen, analysieren die
neuen Kontrolltechnologien in Stadien und Städten und kritisieren die
neoliberalen Standort-Kampagnen im Kontext der WM. Während die
österreichische KünstlerInnengruppe monochrom beispielsweise in einem
Nachbau des Cafe King den Zusammenhängen von Betrug und "business as
usual", von Korruption und karnevalesker Kommerzialisierung nachspürt,
entwirft city.crime.control. eine neue Standortkampage für
WM-Verliererstädte wie Bremen und übertragen ihre Dauersendung aus dem
leeren Weserstadion. Nachdem selbst der Flitzer, wie eine Installation
von hybrid video tracks zeigt, von den Guerilla-Marketing-Abteilungen
entdeckt wurde und seinen subversive Unschuld eingebüßt hat, können wir
nur noch dem Künstler Fefzcak alles Gute für seine fünf-wöchige
Performance unter dem Titel "Die WM kommt, ich gehe" wünschen.
KünstlerInnen: monochrom, city.crime.control, Wiebke Groesch/Frank
Metzger, hybrid video tracks, Fefzcak, Anke Hagemann, Helmut Huber,
Christoph Ziegler
http://www.heimspiel-2006.de
Veranstaltungen:
6.Juni 2006:
"eiskalt genießen - eiskalt erschießen" - WM Hauptsponsor Coca-Cola und
die Gewerkschaftermorde in Kolumbien / Kolumbienkampagne Berlin
Strategien der Imagebeschmutzung und die Anti-Coca-Cola Kampagne.
Multimedia-Vortrag.
"Make it real: In Kolumbien werden die meisten Morde an Gewerkschaftern
weltweit verübt. Coca-Cola - offizieller Partner der WM 2006 -
profitiert von dieser Situation. Seit Jahren betreiben die
Coca-Cola-Abfüller in Kolumbien eine extrem gewerkschaftsfeindliche
Politik, die auch vor Morden nicht zurückschreckt. (Š) Zur WM 2006 wird
es bundesweit unter dem Motto »Coca-Cola - World Cup Killer«
Veranstaltungen und Proteste gegen Coca-Cola geben."
19.30 Uhr, NGBK-Versammlungsraum
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22. Juni 2006
Nation als Marke und neoliberale PR-Kampagnen im Kontext der WM
Diskussionsveranstaltung mit Phase 2 und Ulrich Müller (Lobbycontrol)
Nation-Branding ist ein neuer Boom-Sektor der PR-Branche und im Vorfeld
der WM hoffte man auch hierzulande Deutschland, ein neues,
(Innovations-) freundlicheres Image verschaffen zu können. Dabei richten
sich solche Kampagnen nicht mehr nur nach außen, sondern zielen auch auf
den Bürger als lebendigen Träger der Marken-Basisbotschaften.
Können aber Nationen tatsächlich wie eine Marke geführt werden? Welche
Funktion haben die verschiedenen, im Kontext der WM implementierten
Imagekampagen wie "Du bist Deutschland", "Die Welt zu Gast ..." und
"Invest in Germany"? Mit welchen Interessen und Hoffnungen werden diese
Kampagnen von ihren Auftragsgebern wie z.B. der Initiative Neue Soziale
Marktwirtschaft angeschoben? Sind diese PR-Kampagnen eher Ausdruck eines
neuen, modernisdierten Nationalismus und/oder Teil einer umfassenden
neoliberalen Formierung von Öffentlichkeit?
19.30 NGBK-Versammlungsraum
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23.-25.Juni 2006
"Policing Crowds - Privatizing Security"
Internationale, wissenschaftliche Fachtagung in Zusammenarbeit mit der
FU Berlin
Konferenz zur Suspendierung der Bürgerrechte während und nach der
Fußballweltmeisterschaft 2006. Auf der internationalen Fachtagung wird
über die kriminalpolitische Dimension von Sport- und anderen
Großveranstaltungen diskutiert sowie über das im Wachstum begriffene
kommerzielle Sicherheitsgewerbe und die zunehmende Technisierung von
Sicherheit und Kontrolle in der neoliberalen Stadt.
Mit George Rigakos (The New Para-Police, 2003), Richard Guilianotti
(Football Culture: Local Conflicts, Global Visions, 2006), Roy Coleman
(Reclaiming the Streets: Surveillance, Social Control and the City,
2004), Nik Theodore (Spaces of Neoliberalism, 2002) u.a.
Die Veranstaltung findet englischsprachig statt.
Anmeldung ist aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl nötig
(Teilnahmegebühr 20 Euro).
Weitere Informationen unter http://www.policing-crowds.org.
NGBK-Versammlungsraum
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27.Juni 2006:
Der öffentliche Raum als Erlebnispark / Frank Roost, Barbara Schöning,
Friedrich von Borries
Frank Roost und Barbara Schöning werden über Public Screens und Public
Screening am Beispiel des SONY-Centers am Potsdamer Platz in Berlin
aufklären. Sie stellen die Sicherheitspakete und Kontrollmechanismen
dieses privaten Ortes dar.
Friedrich von Borries (raumtaktik) wird in seinem Beitrag den "Fanshop
der Globalisierung" vorstellen, den die Bundeszentrale für politische
Bildung/bpb und die Berliner Agentur raumtaktik parallel zur WM 2006 in
verschiedenen Städten Deutschlands aus. In dem Seecontainer - dem
Inbegriff des globalen Warentransports - sind Fußballtrikots aus aller
Welt enthalten, die jeweils einzelne Aspekte der Globalisierung
thematisieren.
19.30 Uhr, NGBK-Versammlungsraum
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9. Juli 2006
Finissage
"Die WM kam und ich ging." Gerd Dembowski liest Fefczak
Das Ende der Verbannung. Während WM-Flüchtling Fefczak sich auf dem
Rückweg von der einsamen Insel befindet, liest der Fußballexpertenheinz
und FARE-Mitarbeiter Gerd Dembowski ein Best-of-Fefczak-Tagebuchnotizen
und versucht seine Kuratoren-KollegInnen davon zu überzeugen, das
WM-Finale um 20 Uhr nicht live zu übertragen. Vielleicht schafft er es,
die Menschen mit Countrymusik von der WM wegzusingen?
18.00 Uhr Hof NGBK: Lesung
20.00 Uhr Hof NGBK: Never mind the Ballacks - here is the Endspiel
außerdem:
Spezial: Das Horrorvideo zum Endspiel
Nacht der lebenden Idioten - die Welt zu krass bei Freunden
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ulf treger <code@...>
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ulf treger <code@...>
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