aus dem neuen pro-qm newsletter.... ulf
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Pro qm empfiehlt:
albTraeume staedtischer Hygiene.
Suburbia. Sexarbeit. Geruch
27. und 28. April 2005, 14-19 Uhr
Eroeffnung: 26. April 2005, 17-20 Uhr
Foyer des Konzertsaals der Universitaet der Kuenste Berlin,
Hardenbergstrasse/ Ecke Fasanenstrasse
Christine Woditschka, Beate Rathke, Andrea Naef, Désirée Pilz, Jakob
Schmidt, Janek Niggemann, Marie Greffrath, Silvia Marzall, Yvonne
Andreas, Lena Baer, Jenny Hauke, Siegrid Steinhauer, Susanne Braun, Sara
Muether, Anna Hoffmann-Petrovic
Geordnete und kontrollierbare Raeume zu erschaffen war und ist Ziel der
Stadtplanung, geordnete und kontrollierbare Koerper zu erschaffen, das
Ziel der Hygiene. Seit diese beiden Disziplinen im 19. Jahrhundert ihre
moderne Form herausgebildet haben, scheinen sie untrennbar verknuepft:
Koerper und Raeume werden auf dem jeweils anderen abgebildet – ein
Vorgang, durch den ”Fremdkoerper” konstruiert werden. In Suburbia kann
man die Ordnung des Raums als Praxis des Ausschlusses kritisieren, die
wiederum eng mit Rassismus und buergerlichen Rollenidealen verbunden ist
– Suburbia, wie wir es mittlerweile wahrnehmen, ist selbst immer schon
die Parodie der Hygiene. Die Antithese, der moralische und physische
Verfall der Stadt, wird bis heute mit Sexarbeit assoziiert – hier
scheint das Kommerzielle gegen das Moralische am Werk, das Schmutzige
gegen das Reine. In den abfaelligen Diskursen ueber Sexarbeit verbindet
sich das ideologische Inventar des Sexismus mit dem Bild der
bedrohlichen Stadt. Der Aufstieg staedtischer Hygiene ist schliesslich
untrennbar verbunden mit der zunehmenden Abscheu vor dem ”Stinkenden”.
Der ”schlechte” Geruch wird zum Symbol mangelnder Hygiene, der ”gute”
gehoert unabdingbar zum modernen Marketing. Der intensive Geruch wird
als UEbergriff empfunden.
Aus drei interdisziplinaeren Arbeitsgruppen zu Suburbia, Sexarbeit und
Geruch sind Installationen, Videoprojekte und Fotografien entstanden.
Studierende der Universitaet der Kuenste, Bildende Kunst;
Kunsthochschule Berlin-Weissensee, Freie Kunst; Humboldt-Universitaet,
Gender-Studies; FH Potsdam, Design; Freie Universitaet. Leitung: Isabell
Lorey, Gender und Postcolonial Studies, Universitaet der Kuenste Berlin
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